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Re: Früher...
Verfasst: Fr 5. Okt 2018, 16:06
von Céline
Das ist jetzt kein Witz Sahara,
Eine Freundin von mir wurde tatsächlich heruntergestuft mit der Begründung "Sie sei ja nicht mehr so Leistungsfähig "!!
Bei mir wars genau andersrum,ich gewann bei meinen obersten Chefs soviel Ansehen durch meine Offenheit und Ehrlichkeit das ich sogar aufgestiegen bin.
Das Leben ist manchmal verrückt
Re: Früher...
Verfasst: Fr 5. Okt 2018, 17:43
von Whoopy Highfly
Hallo Sahara,
Das mit der Herabstufung tut mir echt leid.
In diesem Punkt ist noch sehr viel Nachholbedarf.
Diese Tarifstruktur stammt noch aus dem Mittelalter und wird von Machomännern abgesegnet
Gut, Biofrauen bekommen Nachwuchs und fallen im Betrieb ca. 6Monate aus. Dafür sind diese im Büro den männlichen weitaus überlegen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.
Beispiele: Buchhaltung, Contolling, Projektmanagement, Dokumentation, Sprachen, Feinmechanik, Farben erkennen, etc.
Dort liegen die Stäken der Frauen.
Bei den Männern liegen die Stärken in den schweren Arbeiten wie, Montagen, Bauhandwerk, technisches Verständnis, etc.
Fazit: es ist absolut nicht gerechtfertigt, das Frauen schlechter entlohnt werden, ala Männer. Normalerweise müsaten sie in einigen Bereichen besser bezahlt werden.
Ich halte auch mehr von weiblichen Managern als von männlichen.
GLG
Steffi
Re: Früher...
Verfasst: Fr 5. Okt 2018, 20:19
von Lorelai74
Cybill hat geschrieben: Do 4. Okt 2018, 21:37
. Wer aber mit Sicherheit nicht daran schuld ist sind die Helikoptereltern. die dürften vermutlich eher für die hohe Akzeptanz von bewusstseinsverändernden Mitteln bei ihrem Nachwuchs zuständig sein.
Wer seine Kinder schädigen will, der räumt ihnen die Steine aus dem Weg.
-Cy
Hallo Cybill,
auf was beziehst du denn "Hohe Akzeptanz" von bewusstseinsverändernden Mitteln?
Du meinst jetzt aber nicht Ritalin und als das Mittel zur ADHS Behandlung und redest der "Kampagne" von Bild und anderen Medien in den 90igern die ADHS als Scheinkrankheit und die Medikamentation von
Ritalin mit "Ruhigstellen" abgetan und diskreditiert haben nach?
Würde mich mal stark interessieren. Klingt so ohne Kontext stark pauschalisierend und für mich einfach falsch.
Nur kurz mal so:
Ja es gibt Helikoptereltern und da stimme ich mit dir überein: Gut gemeint ist oft nicht gut, Kinder muss man stärken, aber das tut man nicht in dem man ihnen alles abnimmt oder sie vor allem versucht zu beschützen.
und ja es gibt ADHS und die Medikamentation. und ja ADHS fällt heute mehr auf als früher..
Daran sind aber nicht Kinder oder die Eltern schuld, und auch Helikoptereltern dürften Schwierigkeiten haben Medis die unter dem Betäubungsmittelgesetz stehen dem schützenswerten Nachwuchs zu verabreichen.
Schuld das ADHS mehr auffällt sind zum einen ein Schulsystem was mehr und mehr fordert, weniger Freiräume bietet und mehr Gleichförmigkeit einfordert, zum anderen einfach eine bessere Diagnostik bei den Ärzten.
Wie immer bei Diagnosen gilt: es kann auch mal eine Falschdiagnose geben, irren ist menschlich, aber der Standard ist inzwischen sehr, sehr hoch was die Verordnung angeht.
Viele Grüsse
Lorelai
Re: Früher...
Verfasst: Fr 5. Okt 2018, 20:35
von johanna-moritz
Ich Jahrgang 55
Ich werde nicht behaupten früher war alles besser ABER
früher sagt man Bitte und Danke
hatte Respekt vor dem Alter
und stand im Bus für gebrechliche auf
und Heute ?????????????????????????????
ich halte lieber die Klappe sonst kriege ich noch was Drauf !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Re: Früher...
Verfasst: Fr 5. Okt 2018, 20:39
von Marlene K.
Heute wird auch noch aufgestanden. War ich beleidigt als das erste junge Ding für mich aufstehen wollte...
Habe bloß gesagt: "Bin ich heute so schlecht geschminckt...?"
War aber wirklich ein Schreck für mich.
Re: Früher...
Verfasst: Fr 5. Okt 2018, 20:53
von johanna-moritz

Ausnahmen bestättigen die Regel

Re: Früher...
Verfasst: Fr 5. Okt 2018, 21:02
von Cybill
@ Lorelai:
Unter bewusstseinsverändernden Mitteln versteht man Drogen und zwar nicht nur die aus der Apotheke. Und ja, die Akzeptanz dafür ist heute höher und ja es gibt Untersuchungen, die den Schluss nahe legen, dass elterlicher Ehrgeiz eng mit der Drogensucht der Kinder zusammenhängt.
So war das gemeint mit dem Stilmittel der Ironie.
- Cy
Re: Früher...
Verfasst: Fr 5. Okt 2018, 21:05
von Aubergine
ja früher konnte ein Mann noch seine Familie ernähren. Das große Problem fing erst an, als kein Deutscher sich mehr die Hände schmutzig machen wollte, wie bei der Müllabfuhr oder auf dem Bau zu arbeiten. Mir denkt die zeit noch sehr genau, als in ein altes Fabrikgebäude bei uns um die Ecke die ersten "Ausländer" einzogen, die hier als Gastarbeiter genau in den Jobs gutes Geld verdienten, die die Deutschen nicht haben wollten. Uns Kindern wurde damals verboten weiterhin am Fabrikgebäude vorbei zu laufen, wir mussten einen Umweg in die Schule nehmen. Sobald ein Hund oder eine Katze verschwand, waren es die "Spagettifresser", die alles in die Bolognese verarbeiteten. Nein, niemand war Fremdenfeindlich, die Leute hatten in der ersten Zeit wirklich Angst vor den dunkelhaarigen Männern. Türen und Fenster wurden jeden Abend 2x kontrolliert.
Die 2. Schwemme waren Jugoslawen, für die man eigens Wohnbaracken aufstellte und die sozusagen nichts hatten und zufrieden waren. Es hat Jahre gedauert, bis diese Leute in vernünftige Wohnungen umziehen konnten und die Deutschen endlich kapierten, das diese Menschen genau die Arbeit machten, wofür sie gebraucht wurden.
Erst mit den ersten italienischen und jugoslawischen Restaurants, die man natürlich dann besuchte, fand man heraus, was für liebenswerte und freundliche Menschen einstmals in Baracken gehaust hatten. Wenn wir das damals schon gewusst hätten....
LG Aubergine
Re: Früher...
Verfasst: Fr 5. Okt 2018, 22:43
von Inga
Hi, miteinander,
Ja. Früher. Als Kind. Konnte ich noch stundenlang mit der Straßenbahn durch Hamburg fahren ...
Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass das irgendwann einmal wieder möglich wird.
LiebeGrüße
Inga
Re: Früher...
Verfasst: Sa 6. Okt 2018, 15:13
von Michi
Hallo zusammen,
ich nehme mal Steffis Post als Aufhänger, um etwas loszuwerden:
Dieses pauschale Pflegen und Befeuern der Geschlechterklischees und Vorurteile, was in diesem Thread mal wieder deutlich zutage tritt, geht mir tierisch auf den Zeiger. Ihr seid damit nicht besser als die Leute "da draußen" - außerhalb dieses Forums.
Steffi1000 hat geschrieben: Fr 5. Okt 2018, 17:43
Hallo Sahara,
Das mit der Herabstufung tut mir echt leid.
In diesem Punkt ist noch sehr viel Nachholbedarf.
Diese Tarifstruktur stammt noch aus dem Mittelalter und wird von Machomännern abgesegnet
Erstens ist es bei Sahara nur eine Spekulation seitens der Ärztin! Und zweitens, falls du das mit Kellys Post durcheinandergebracht haben solltest: Woher "weißt" du, dass es ein Mann war, der Kellys Freundin heruntergestuft hat? Sie hat nichts dergleichen geschrieben?
Steffi1000 hat geschrieben: Fr 5. Okt 2018, 17:43
Gut, Biofrauen bekommen Nachwuchs und fallen im Betrieb ca. 6Monate aus. Dafür sind diese im Büro den männlichen weitaus überlegen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.
Beispiele: Buchhaltung, Contolling, Projektmanagement, Dokumentation, Sprachen, Feinmechanik, Farben erkennen, etc.
Dort liegen die Stäken der Frauen.
Bei den Männern liegen die Stärken in den schweren Arbeiten wie, Montagen, Bauhandwerk, technisches Verständnis, etc.
Fazit: es ist absolut nicht gerechtfertigt, das Frauen schlechter entlohnt werden, ala Männer. Normalerweise müsaten sie in einigen Bereichen besser bezahlt werden.
Ich halte auch mehr von weiblichen Managern als von männlichen.
Ich hatte hier an dieser Stelle gestern bereits einen anderen Text getippt, mit Beispielen für beide Seiten, warum die oft gemachten plakativen Aussagen falsch sind. Ich hatte ihn Frieda zum Probelesen gegeben, aber trotz ihrer Zustimmung wieder verworfen.
Ich befürchte jedoch, die allermeisten würden mir wieder nur wahlweise Männer- oder Frauenhass unterstellen, je nach dem, welche Vorurteile sie persönlich lieber pflegen.
Fakt ist:
Männer machen Fehler, Frauen auch. Und keine der beiden Seiten ist da besser oder schlechter.
Ich finde dieses heutzutage sehr verbreitete Schwarz-Weiß-Denken furchtbar. Es ist so "normal" geworden, dass es zumeist kaum noch wahrgenommen wird, und beherrscht inzwischen fast all unsere Lebensbereiche. Und das Einzige, was das penetrante Pflegen von diesen Geschlechterklischees erzeugt, sind Hass und Neid.
Das ist auch der Grund, warum ich dem Feminismus, so wie er zu oft und vor allem medienwirksam gepflegt wird, kritisch gegenüber stehe.
Man muss sich nur hier im Forum belesen ...
Ist euch schon mal aufgefallen, wie oft hier geschrieben wird, dass sich das Gegenüber männlich verhalten würde, wenn jemandem eine andere Sicht der Dinge nicht gefällt? Umgekehrt wird genehmes Verhalten strikt als weiblich assoziiert.
Einem sich als weiblich empfindenden Trans-Menschen zu sagen bzw. zu schreiben, dass sie sich männlich verhält, ist einfach verletzend! Und so Manche setzt diese Form der Verletzung auch ganz bewusst ein. Ich weiß nicht, wem bewusst ist, dass dies übergriffig und eine Fremdzuschreibung ist.
Beispiele dafür gibt es genug, aber ich verzichte bewusst darauf, die Betreffenden bloß zu stellen.
Es ist mir lieber, wenn darüber nachgedacht wird, und sich eine Verhaltensänderung einstellt.
Liebe Grüße
Michi
Re: Früher...
Verfasst: Sa 6. Okt 2018, 16:15
von Bea Magdalena
Hallo Michi,
danke für den Hinweis!
Ich benutze oft Klischees, wenn auch nicht in böser Absicht.
Aber Du hast Recht, es kann beleidigend wirken oder aufgefasst werden.
Ich werde versuchen, mich zu bessern!
Liebe Grüße
Bea
Re: Früher...
Verfasst: So 7. Okt 2018, 06:12
von Frieda
MichiWell hat geschrieben: Do 4. Okt 2018, 20:13
Oder warum sonst hast du dich so abgemüht,
Godwins Law zu erfüllen?
Ich fasse es manchmal nicht, was ich hier so quer Beet alles lernen darf.
Danke!

Re: Früher...
Verfasst: So 7. Okt 2018, 07:12
von Frieda
Früher....mh!?
Dieser Thread bringt mich nicht nur in ähnliche Kindheitserinnerungen, wie sie bisher beschrieben wurden, sondern auch in eine Dankbarkeit für mein Hier&Jetzt!
Ich möchte nicht mehr jünger sein und ich "trauere" (überspitzt gesagt) auch nicht mehr dem vergangenen nach.
Es gab eine Zeit, wo ich traurig und neidisch war, wenn ich Andere gesehen, erlebt habe, wie sie ihre Eltern noch hatten und diese besuchen und noch erleben konnten. Diesen Neid zu verlieren, dazu habe ich viele Jahre gebraucht. Mein Leben hat sich für mich ganz allein mit mir selbst betrachtet, emotional nach dem Tod meines Bruders und meiner Eltern verschlechtert. Ging es mir zwar finanziell gut und war ich beruflich (wie normal üblich) tief und "gestresst" eingespannt/abgelenkt und auch "abgesichert", saß mein wahres Ich zeitgleich still und wartend in der dunkelsten und feuchtesten Ecke, die mein eigener persönlicher innerer Keller so zu bieten hatte, wo man ja gern die "Dinge und Angelegenheiten" hin packt mit denen man sich ja selbst (eigentlich) nicht mehr stellen will.
Irgendwann kam ein Punkt, wo ich froh war. In meinem Umfeld sah ich immer öfter, die Anderen ihre Eltern verlieren. Das war der Punkt, wo ich froh war, diesen Trauerprozess dann bereits hinter mir zu haben.
Heute freue ich mich nur noch, wenn ich miterleben oder sehen darf, wie manch einer noch seine Eltern haben darf. Diesen Wesen wünsche ich es mittlerweile aus tiefstem Herzen, sie mögen diese
kostbare Zeit zusammen, achtsam und glücklich genießen, so gut es eben noch möglich ist.
Gestern fragte ich Michi, ob sie ihren Eltern schon mal sagte, dass sie stolz ist ihr Kind sein zu dürfen und ehrlich dankbar dafür ist.
Wann habt ihr euch als Erwachsenes "Kind" bei euren Eltern bewusst, achtsam und tief ehrlich das letzte mal bedankt für all dies, was sie früher für euch gerne getan haben, wo sie sicher im Rahmen ihrer Möglichkeiten, immer versucht haben ihr bestes für ihr Bestes (euch) geben zu wollen!?
Ich zB weiß seit einigen Wochen schon, wofür ich irgendwann (bald) den Eltern von Michi meinen ehrlichen Dank (der sich zu nix materiellen richten wird) aussprechen werde....ich warte nur auf einen passenden Moment.
Namaste

Re: Früher...
Verfasst: So 7. Okt 2018, 08:33
von Bea Magdalena
Hallo Frieda,
wow, das geht tief!
Und allerhöchste Bewunderung, dass Du Deinen anfänglichen Neid zu (Mit-) Freuen am Glück anderer umwandeln konntest.
Liebe Grüße
Bea
Re: Früher...
Verfasst: So 7. Okt 2018, 15:42
von Simon(e)
Liebe Frieda,
das trifft genau den Punkt.....
auch ich bin sehr glücklich und dankbar, meine Eltern noch zu haben,
sie noch so gesund und fit zu sehen macht mich sehr froh!!!!
Ich hoffe, dass sie weiterhin noch ein paar schöne und glückliche Jahre miteinander
haben!!!!
Es tut mir für die Menschen leid, die sich mit ihren Eltern zerstreiten und den Kontakt
zueinander verlieren, für mich ein unerträglicher Gedanke!!!!
Ich finde deine Einstellung toll, Frieda!!! Es hat dich bestimmt viel Kraft gekostet, aber du
hast einen Weg für dich gefunden damit umzugehen!!!!
Liebe Grüße
Simon(e)