Hallo Sarah,
nein, es ist nicht unter meiner Würde, mit Menschen zu diskutieren, die nicht primär darauf abzielen, mich zu beleidigen. Ganz im Gegenteil, sachlich geführte Diskussionen dürfen auch gerne heftig werden, wenn es darum geht, Standpunkte auszutauschen und auch zuzulassen, neue Perspektiven kennenzulernen.
Und ja, ich neige dazu, zu provozieren, aber nicht, um jemanden zu verletzen, sondern um die Ebene seichten Geschwätzes schnellstmöglich hinter mir lassen zu können.
Ich denke schon, daß ich ehrlich zu mir selbst, aber auch zu anderen bin. Politik interessiert mich sehr, seit meiner Jugend, und auch ich hatte auch selbst aktive Zeiten (damals gab es noch soetwas wie eine "Mitte"...).
Ich bin ein Anhänger der Marktwirtschaft, finde aber sowohl den Turbokapitalismus genauso wie die ganzen sozialistisch-kommunistischen Weltbilder, die manche Leute offenbar mit ihrem "Leben" verteidigen wollen, verachtenswert. Und ich finde es absolut lächerlich, den "Antifaschisten" bei jeder Gelegenheit provokativ heraushängen zu lassen, so, als wäre man selbst ein guter Mensch, und alle die, die sich das nicht auf die Stirn haben tätowieren lassen, schlechte Menschen, die man immer und überall bekämfen muss. Als wären wir alle nicht gegen Faschismus...
Vor 2 Jahren habe ich beschlossen, mich nicht mehr über Politik aufzuregen, das habe ich bis dahin in gesundheitsschädlichem Maße getan. Heute rege ich mich NICHT mehr auf, aber diskutiere durchaus so manches Mal ganz gerne. Ob ich dann virtuell gelyncht werde, spielt dabei keine Rolle, denn ich nehme es nicht persönlich, auch, wenn meine "Gegner" das ganz anders sehen (wollen?). Ich trenne immer den Menschen als soziales Wesen von seinen manchmal abstrusen Aussagen und Taten. Diese Fähigkeiten scheinen aber sehr vielen hier gänzlich abzugehen... Ist es da ein Wunder, daß ich mich überlegen fühle?
Es würde mir auch manches Mal reichen, wenn ich statt des "Daumen hoch" ("Danke") auch den "Daumen runter" setzen könnte (am besten gleich mit einem Faktor), dann müsste ich nicht so oft textuell intervenieren. Ausserdem habe ich schon vor sehr, sehr langer Zeit gelernt, gegen den Strom zu schwimmen - mir ist das eine Freude und ein Bedürfnis...
Und was die beleidigte Leberwoorscht angeht: vielleicht bin ich ja einfach nur eine Dramaqueen?

(ich bin selten beleidigt, aber oftmals einfach nur genervt...)
LG Sasha
P.S. "...dysfunktional so manch Assoziationsmodul ist." - das hast Du aber schön gesagt