Teil 2 Kapitel 38 (zweite Fortsetzung)
Letzte Woche endeten wir mit einer recht indiskreten Frage von Delphine, die man sich eigentlich nur unter guten Freundinnen stellt, und die darauf abzielte zu klären, wie es Valerie eigentlich so mache mit Männern, so ganz ohne eigene Muschi. Wie sie es bei sich selbst mache und auch mit Männern. Valeries Antwort war ohne Zögern gekommen. Sie war ja nicht mehr ganz unerfahren.
"Ecoute, J'ai deux trous, ma bouche et mon cul, ca c'est suffisant à mon avis"
(Die Antwort versteht sich ebenfalls aus der Natur der Sache und eine wörtliche Übersetzung wäre eigentlich banal, deshalb entfällt sie).
Sie fuhr fort: "Et aussi, j'utilise mes deux mains" (und meine beiden Hände habe ich ja auch noch)
Damit war dieser Aspekt auch abgehakt, denn Delphine, ihre Freundin, gab durch ein diabolisches Grinsen zu verstehen, ja, sie habe verstanden. Mund und Popo, klar. und die Hände hat sie ja auch noch. Und es ist bekannt, es gibt sehr gute und sehr geschickte Handwerkerinnen.
Eine Sache war allerdings noch offen.
"Mais, voilà ... dis-donc"¦ est-ce-que tu fais"¦ la turlutte"? (machst du es ihnen auch mit dem Mund?).
Kurz zur Erklärung: La turlutte ist das, wozu der Sexualmediziner "Fellatio" sagt, der moderne Mensch aber nennt es blowjob.
"Ca c'est clair, je suis une specialiste sur la turlutte" (klar, logo, blowjob ist eine meiner Spezialitäten)
antwortete Valerie, was wohl ein ganz klein wenig übertrieben war, aber doch, in gewisser Weise hatte sie schon Recht, und sie hatte ja schon wirklich lange genug geübt mit diesen Chiquitas, deepthroat hatte sie inzwischen ganz gut drauf, (bloß ruhiger atmen dabei, das mußte sie noch besser lernen).
So in dieser Art war es in der jüngeren Vergangenheit schon mal gelegentlich ein wenig hin- und hergegangen zwischen den beiden Mädels, jede wollte besser im Bett sein, und Valerie wollte schon gar nicht zurückstehen, bloß weil ihr die Muschi fehlte. So kam es schließlich auch dazu, dass Valerie ihrerseits zu einem unfairen Mittel griff, sie schwindelte nämlich:
"Quand-meme, la meilleure chose, crois-moi, c'est quand je suis enculée"¦" (am allerbesten find ich's wenn ich von hinten genommen werde, im Po, kannste mir wirklich glauben)
Sie verdrehte die Augen zum Zeichen, wie geil sie diese Gefühl angeblich fand. So eine Schwindlerin.
Denn das was sie sagte, war ja nun wirklich eine Lüge, und das genaue Gegenteil war ja wohl wahr, denn sie mochte dieses Gefühl überhaupt nicht, wenn ein Mann "a tergo", also von hinten in sie eindrang, also in ihren Popo, vor allem wenn sie nicht darauf vorbereitet war, mit viel eincremen, Vaseline, und so weiter. Zwar ließ sie es gelegentlich zu, weil sie inzwischen wirklich gemerkt hatte, Männer wollen so etwas. Aber ehrlich gesprochen hatte sie bisher überhaupt keine geilen Gefühle dabei entwickelt, wenn so eine Aktion abging und sie merkte, mein Lover will das... Also erwähnte sie logischerweise auch mit keinem Wort mehr ihre kleine Dildo-Sammlung, die sie im Laufe der letzten Jahre in ihrer Nachttischschublade angesammelt hatte. Dildos waren für Anfängerinnen. War sie inzwischen nicht mehr, Dildos fand sie inzwischen fast zum Abtörnen, so Valeries Meinung inzwischen.
Delphine hatte aber noch einen weiteren Trumpf auf der Hand:
"Voilà ... à mon avis, la plus belle chose pour moi c'est quand il me leche"¦" (am tollsten ist's für mich als Frau, wenn er mich leckt, also ich seh' das so...)
Dazu konnte Valerie nun überhaupt nichts mehr sagen, da konnte sie nicht mehr mitgehen oder auftrumpfen, unmöglich. Minderwertig als Frau fühlte sie sich deswegen aber nicht, keineswegs. Wer das glaubt, täuscht sich sehr in ihr.
Sie träumte noch eine kleine Weile ziel- und absichtslos weiter, während sie noch eine ganze zeitlang an ihrem Busen herumspielte, und ließ ihre Gedanken dabei wandern. Nein, eigentlich war sie gar nicht unzufrieden mit den Möglichkeiten, die ihr blieben, um Liebe zu machen. Menschliche Sexualität hat viele Aspekte, das wusste sie, und sie hatte ein paar Spielarten gefunden, die sie gut draufhatte und sie wusste, was ihr und ihrem Körper gut tat.
Valerie war in der Vergangenheit lange genug Crossdresser gewesen, und seit sie durch ihre Brustimplantate und die begleitende leichte Hormontherapie noch konsequenter in die Frauenwelt eingestiegen war, ist sie zwar noch keine transsexuelle oder transidente Person geworden, jedoch ist sie sehr gut in der Lage mitzureden, wenn es um das erotische Körpergefühl geht oder zum Beispiel auch um Mittel und Wege, dieses anzureizen und auch zu steigern, nämlich erotische Wäsche. Und ihre sogenannten "erogenen Zonen" kannte sie inzwischen auch recht genau.
Im Grunde war unsere kleine Protagonistin aber konservativ in ihrer Sexpräferenz geblieben, sozusagen stinknormal, denn jetzt, wo sie sich äußerlich nur noch als Frau darstellte, suchte sie den Sex nur noch mit Männern, Frauen waren diesbezüglich kein Thema für sie, nein, auf einen solchern Gedanken wäre sie niemals gekommen. Diese frühere Sache, damals mit Erica, blieb nur ein Ausrutscher, und jetzt, mit einem quasi "runderneuerten Körper" lag ihr die Idee noch viel ferner, Frauen reizten sie sexuell nicht.
Was bleibt übrig? Klar, Männer, was für eine Frage. Sie steht auf Männer, eindeutig und ohne Frage. Und zu ihrem Selbstbild als Frau gehört deshalb auch alles, womit sie Männer anmachen kann, nämlich alles was eindeutig weiblich und auch erotisch konnotierte ist, also Damenkleidung wie Röcke, Kleider, hochhackige Schuhe, zarte Wäsche, dekorative Kosmetik, Körperpflege, Styling, Frisuren, alles Dinge, die zwar äußerlich sind, aber ohne die es für sie überhaupt nicht ging und die ihr Selbstbild als Frau Valerie Bellegarde erst komplett machten.
Männer trifft man jeden Tag. Hat man aber besondere Ansprüche wie Valerie, dann muss man schon etwas gezielter suchen.
Soviel für heute.
Die Verfasserin muss in den nächsten Tagen wieder reisen und kommt erst am WE dazu, weiterzuschreiben.
Viel liebe Grüße bis dann.
Eure Valerie
