Liebe Celine,
ich gehöre zu denen, die dein Thema interessiert lesen. Als ich Friedas post 538 las, dachte ich :
ja, sie hat recht. Für den Leser ist es zwar
unterhaltsam, von deinen Erlebnissen mit den hochs und tiefs und den Stimmungsschwankungen zu lesen, aber es wiederholt sich und das kann ja nicht gesund für dich sein. Genau wie Frieda geschrieben hat. Sie hat STOP gerufen, das hat dich irritiert, und das ist gut.
Céline hat geschrieben: Di 12. Nov 2019, 18:08
Aber was ich in meinem Tagebuch nie wollte und bezweckt habe war und ist Mitleid zu erhaschen. Für mich ist und war mein Tagebuch mein ständiges Ventil um meinen Gefühlen und Denken freien Lauf zu lassen.
Das ist doch gut, so haben wir es auch verstanden.
Céline hat geschrieben:
Ich glaube ich habe hier von ständigen Hochs und anschließenden Tiefs berichtet die vieleicht eine Bild erzeugt hat das ich so nicht beabsichtigt habe.
Aber das Bild stimmt doch, oder ? (es kommt doch aus dem freien Lauf deiner Gefühle und Gedanken)
Deine Leser haben nun reagiert, weil man als Außenstehender einen andern Blick hat, naja, einen unbefangeneren Blick, etwas sieht, was du nicht mehr siehst. Nimm es als Idee, ob es stimmt darfst du selbst beurteilen.
Meine 2 cent und Versuch einer Strukturierung:
Problem 1: du merkst daß du bei andern nicht wie eine bio-Frau angenommen wirst. Du hast nicht den Körper einer (schönen) Frau, es werden immer "Mängel" bleiben, die dein Ursprungsgeschlecht verraten. Du bist Trans.
Lösungsansatz: akzeptiere das. Sag ja zu deinem Körper, mit den äusseren weiblichen Anpassungen, die möglich sind, und den Schönheitsfehlern oder auch "Hässlichkeiten" die bleiben. Du bist Transfrau. Frieda hat es gut erklärt mit den Beinen ...
Schau auch bei Vanessa. Sie hat ein paarmal erklärt, sie ist Transfrau, anders als die bio-Frauen, aber auch Frau und nicht weniger Frau ! Das ist erstmal deine Entscheidung.
Andere werden dich unterschiedlich sehen, das kannst du nicht ändern. Wer dich als Mann kennen gelernt hat, der wird immer zumindest auch den Ex-Mann in dir sehen, das ist natürlich und erst mal nichts negatives. Wenn dich jemand aufgrund von trans schlecht behandelt, kannst du dich wehren, wenn jemand nur blöd denkt, kannst du nichts dran ändern. Und die ausgesprochen positiven Reaktionen wird es auch geben, kennst du ja.
Hart gesagt: wenn du all das nicht kannst, dann ist die Transition der falsche Weg für dich.
Problem 2: sexuelle Orientierung und deine Ehe.
Das ist schon ein Dilemma

Vielleicht ist es auch eine Experimentierphase, so wie Vicky in etwa geschrieben hat. Professionelle Hilfe um Klarheit zu bekommen ? Ausprobieren ? Ist schon erstaunlich, daß deine Frau bis jetzt immer noch Verständnis aufbringt. Ich finde auch gut, daß du zu diesem Punkt auch nicht alles hier rein schreibst.
was mir sonst noch auffiel:
Céline hat geschrieben: Di 12. Nov 2019, 09:21
Jeden Tag muss ich genau die alte Rolle erfüllen mit allen Pflichten und Verantwortungen und genau aus diesen Grund ist schon dort ein ankommen nicht möglich. Täglich werde ich als Er wahrgenommen und angesprochen.
das hat dir Vicky schon um die Ohren gehauen
Ich kann mich an Beiträge von dir erinnern, wo du erzählst daß du bei Arbeit - obwohl
Männerberuf - als Frau erscheinst und weitgehend akzeptiert wirst. Also was willst du mehr ?
Alle Pflichten und Verantwortungen ist ein zu hoher Anspruch.
Thema Parties, Konzerte, Tanzen : tolle Sache, wenn es Vergnügen ist und nicht Flucht und Betäuben. Ich hoffe es ist Vergnügen für dich

ascona