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Re: Kerstins literarische Ecke

Verfasst: Mi 19. Feb 2025, 08:36
von Juliane
Desiree Maxima hat geschrieben: Di 18. Feb 2025, 20:11
Alkohol ist ein perfektes Lösungsmittel -
Alles Liebe
Desiree
:lol: Und dabei ist Alkohol ja überhaupt keine Lösung, sondern ein Destillat.

Aber die Probleme die er verursachen kann, sind auch bei uns in der Sippe leider allzu bekannt. Hut ab vor den beiden, die jetzt seit über 35 Jahren trocken sind.

)))(: Juliane

Re: Kerstins literarische Ecke

Verfasst: Mi 19. Feb 2025, 08:56
von HeikeCD
Desiree Maxima hat geschrieben: Di 18. Feb 2025, 20:11 Alkohol ist ein perfektes Lösungsmittel - er löst Beziehungen, Bankkonten, Freundschaften, usw. Aus eigener, leidvoller Erfahrung weiß ich nur zu gut, was der Alkohol anrichten kann
Das ist wahr. Aber es gibt schon viele Fußangeln im Leben. Alkohol und andere Drogen. Oder aber man gerät in üble Kreise mit falschen "Freunden". Da kann ich auch ein Lied von singen, dass laß ich aber lieber, lange her. Wenn man sich da nicht an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zieht, wär's vorbei.

LG Heike

Re: Kerstins literarische Ecke

Verfasst: Fr 21. Feb 2025, 22:11
von Kerstin1958
Liebe Mitmenschen,

schööön, dass euch meine Zeilen zu so einem regen Austausch ermuntert haben!
Das freut die Autorin und treibt mich an, euch noch weiter zu 'füttern'....

Der heute für euch ausgesuchte Text stammt aus dem Jahr 2011, allerdings würde ich ihn heute gerade einmal nicht so schreiben.
Deshalb folgen einfach einmal zwei Textversionen:

Version 2011

dort !
dort oben !
hast du mich gesehen !

dort – dort oben - eben noch ?
hast du mich gesehen ?
vor glück auf den wolken schwebend ?

aber nun doch schon wieder -
so erbärmlich -
in den dreck & auf die fresse gefallen -


aktuelle Version

dort !
dort oben !
hast du mich gesehen !

dort – dort oben - eben noch ?
hast du mich gesehen ?
vor glück auf den wolken schwebend ?
© by Kerstin5858

In diesem Sinne, spreizen wir doch einfach die Arme und heben ab....

Kerstin

Re: Kerstins literarische Ecke

Verfasst: Sa 1. Mär 2025, 17:44
von Kerstin1958
Liebe Mitmenschen,

schwer beeindruckt ist eure Autorin von den Ereignissen in der Welt.
Vielleicht auch eher nicht von den Ereignissen selber, sondern viel mehr von der Geschwindigkeit, mit der sie ihren Lauf nehmen...

Dazu kam mir ein kleiner Text in den Sinn, den ich im Jahr 2013 geschrieben und im damals noch aktiven pef schon geschrieben habe.
Aber auch an dieser Stelle und wegen eines eher noch bedrohlicherem Gefühl darf er einfach noch einmal sichtbar werden:


ein fiktiver abend mit Kaarina

die straße lag im beginnenden zwielicht, das sich als vorbote der schutz vorgaukelnden nacht empfahl . . .

leichter nieselregen ließ den asphalt der straße im schein der langsam heller erscheinenden straßenlaternen ein wenig glänzen . . .

der dunkle wagen rollte fast geräuschlos die kurze distanz von der kreuzung bis zum gartentor, das sich zwar unscheinbar gab, aber sich dann doch als ziel der nahenden bedrohung erwies . . .

einsam lag die straße im nahenden dunkel und keine streunende katze, kein auf sich gestellter gassi-geschickter hund, keine menschenseele nahm wahr, wie sich die fest verschnürten stiefel aus den geöffneten wagentüren schoben, den asphalt betraten und ohne sonderliche hast zielgerichtet dem haus zustrebten . . .

nie im leben hatten sie damit rechnen können, damit rechnen wollen, dass so etwas wieder passieren könnte, passieren würde – nie im leben hatten sie sich vorstellen können, dass es ihnen selber passieren könnte! doch nun waren sie mit der konkreten, ja wahrscheinlich ausweglosen bedrohung konfrontiert, mussten sich in ihr schicksal ergeben, ein schicksal, dessen weiteren fortgang und wohl auch dessen ende andere schon erdacht und besiegelt hatten . . .

nein, damit hatten Kaarina und Kerstin nicht gerechnet, als sie ihre frauen verabschiedeten, die sich im kino einen netten abend machen sollten und wollten . . .

das hätten Kaarina und Kerstin niemals für möglich gehalten, als sie sich für diesen abend verabredet hatten, um sich über ihre scheinbar so unendlich lange währende unsicherheit und ungewißheit auszutauschen, über die vielen probleme und die langen jahre der suche, sich ihrer wahren seelen bewusst zu werden ...
über die probleme und sorgen über die vielen jahre, die sie ihren frauen zugemutet hatten, über die schlimmen momente in ihren ehen, und natürlich aber auch über die vor glückseligkeit strotzenden momente in ihren ehen . . .

doch -
- niemand hatte von all diesen vorgängen an diesem abend etwas bemerkt . . .
. . . niemand hatte versucht, sich zu erinnern, vor wie viel jahren zuletzt dunkle wagen vor häusern hielten, um die bewohner, die menschen - menschen wie du und ich - einfach mitzunehmen, sie einfach irgendwo verschwinden zu lassen . . .

(c) by Kerstin5858


Tjaaaaa, hoffen wir, dass es nicht wahr werden wird...

eure nachdenkliche Kerstin
(mit einem Tag Verspätung, aber immerhin...)

Re: Kerstins literarische Ecke

Verfasst: Sa 1. Mär 2025, 19:04
von Juliane
Ja, liebe Kerstin, diese Ängste werden wieder real.
Wenn man(n) so hört und ließt, oder sogar im persönlichen Gespräch die Denke der anderen Menschen, Mensche die einem doch eigentlich vertraut und nahe sind, plötzlich hört.
Wenn sie die dumpfen Parolen nachbeten, wenn sie die schlimmen Äußerungen der Führung der Braunen, mehr oder weniger gedankenlos nachplappern, dann kann einem schon mal Angst und Bange werden.

Aber lassen wir uns nicht bange machen, halten wir zusammen und stellen uns der Herausforderung mit diesen Menschen zu reden. Auch wenn einem als erste Antwort nur einfällt die Faust mitten ins Gesicht zu rammen. Ihnen die Parolen aus dem Schädel zu prügeln. Denn das können sie sich aus dem Kopf schlagen, aufgeben ist keine Option.

Liebe Grüße, Juliane

Re: Kerstins literarische Ecke

Verfasst: So 2. Mär 2025, 21:14
von Magdalena
Hallo,

mir sagte eine liebe Freundin, welche weiblich geboren ist, als ich mal von nicht ganz so schönen Erlebnissen erzählte. Als Frau ist es leider so, nicht ohne weiteres unbeschwert durch finstere Straßen zu gehen. Das war vor etwa 5 Jahren, als sie mir dies erzählte.

Und heute achte ich sehr darauf, welche Typen so unterwegs sind. Nutze bei Fahrten öfters das eigene Auto. Sollten es doch mal die öffentlichen Verkehrsmittel sein, dann steige ich in der Nähe des Fahrers ein.

Viele liebe Grüße von Magdalena

Re: Kerstins literarische Ecke

Verfasst: Mo 3. Mär 2025, 10:51
von Kerstin1958
Liebe Juliane,

was sind denn das für Töne, die ich von dir lesen muss/darf?
Die kenne ich ja noch gar nicht von dir...

Aber es ist ja wahr, da gärt so manches auch unter unserer Oberfläche.
Hoffen wir, dass die 'Deckel auf den Töpfen' bleiben werden.


Liebe Magdalena,

ja, wir müssen uns leider auch an solche Gedanken und Vorsichtsmaßnahmen gewöhnen. Für den abendlichen Besuch der Lesebühne ist das Parkhaus, wenn auch kostenpflichtig, inzwischen die sicherere Wahl. Schade und blöd eigentlich...

Eure Kerstin

Re: Kerstins literarische Ecke

Verfasst: Mo 3. Mär 2025, 11:26
von Juliane
Kerstin1958 hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 10:51 Liebe Juliane,

was sind denn das für Töne, die ich von dir lesen muss/darf?
Die kenne ich ja noch gar nicht von dir...
Liebe Kerstin,
manchmal bin ich über mich selber erstaunt.
Aber zuviel ist einfach zuviel! Und wenn man dann hören muss, was diese Dumpfbacken, als die sie sich letztlich erweisen, ungeprüft und unreflektiert nachplappern, dann juckt schon mal die Faust. Und wenn du denen dann eine Taschenlampe ans linke Ohr hälst, dann leuchtet es an der rechten Seite hell auf. Nichts dazwischen was es aufhalten könnte.

Und so etwas habe ich mal zu meinen Bekannten gezählt :oops: . Dabei geht es ihnen nicht einmal schlecht. Beide haben Arbeit! Das kleine Häuschen, zum Teil von Oma geerbt, ist bezahlt und sie jammern über die vielen, vielen Flüchtlinge, die alle, ja, alle in ihrer Nachbarschaft untergebracht wurden.

Aber zwei Autos fahren, obwohl er die wenigen huntert Meter zur Arbeit auch zu Fuß gehen könnte. Stets 'ne Kippe im Hals und von den allerbesten/teuersten Wiskeysorten faseln. Dreimal im Jahr in den Urlaub fliegen und jammern, jammern, jammern.
Und jetzt auch noch lauthals damit pralen die AFD gewählt zu haben. Wie schon geschrieben, da juckt die Faust! Einfach einmal an der hohlen Birme anklopfen, ob jemand Zuhause ist.

)))(: Juliane

Re: Kerstins literarische Ecke

Verfasst: Mo 3. Mär 2025, 11:46
von Lea Michele
Juliane hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 11:26 Wie schon geschrieben, da juckt die Faust! Einfach einmal an der hohlen Birme anklopfen, ob jemand Zuhause ist.

)))(: Juliane
Hallo Juliane,

dem kann ich nur zustimmen, geht mir auch so!

GLG Lea Michele (he) (ki) (he)

Re: Kerstins literarische Ecke

Verfasst: Fr 7. Mär 2025, 22:54
von Kerstin1958
Liebe Juliane,

wenn du das so berichtest, dann ist es sicherlich wirklich schwer, sich zu mäßigen.
Aber andererseits möchten wir uns ja auch nicht die Finger schmutzig machen...


Liebe Mitmenschen,

heute komme ich einmal wieder etwas anders daher, bzw. eigentlich ja nicht ich, sondern mein Beitrag hier im Forum.
Aber egal, hier kommt er tatsächlich:
PKTC#2150-2025-061.jpg
Leider war mein Lieferant (männlich) nicht in der Lage, eine korrekt gegenderte Version, also Riesin, als schnippelfähiges Wort für meine Arbeit zu liefern.
Schade.
Jaja, es gibt noch sehr viel zu tun!!!

Also bleiben wir einfach klar in unserer Einschätzung und auch ein wenig mutig....

Eure Kerstin

Re: Kerstins literarische Ecke

Verfasst: Fr 14. Mär 2025, 21:49
von Kerstin1958
Liebe Mitmenschen,

heute stellte sich mir die Frage: ein alter Text - ein neues Werk?

Nun, ich habe mich für ein neues Werk, wieder eine Textcollage entschieden...
Ihr könnt euch ja auch nicht wirklich wehren!!!
PKTC#2009-2024-046.jpg
In diesem Sinne:
Wir müssen zusammenhalten, egal, ob an der Stiefmütterchen oder der Torx-Front oder, oder,oder. Einfach immer!!!

Eure Kerstin

Re: Kerstins literarische Ecke

Verfasst: Fr 14. Mär 2025, 21:55
von Juliane
Liebe Kerstin,

da musste ich jetzt doch echt lächeln, oder besser grinsen, ........ an der Stiefmütterchen Front :lol: . Die kommen allerdings momentan nicht weiter, obwohl ich sie gleich eingepflanzt hatte. Es ist einfach viele zu kalt.
Und die Torx-Schrauben liegen sicher im Keller. Bis ich daran gehe das Rankgerüst für die Clematis zu renovieren, oder gar neu zu bauen, muß es wirklich wärmer werden. Und zusammenhalten tun wir (hs) .

Liebe Grüße, Juliane

Re: Kerstins literarische Ecke

Verfasst: Sa 15. Mär 2025, 15:31
von Magdalena
Liebe Kerstin,

Zusammenhalten und Zusammenarbeit ist doch die Grundlage unseres Lebens. Eine alleine kann weniger ausrichten als eine Gemeinschaft. Unterstützung ist gegenseitig vorteilhaft um schwierige Situationen zu bewältigen.

Wir, gemeinsam, ist in meinen Augen immer besser, als einsam und allein durchs Leben zu gehen. Selbst in ich auf der Suche nach einem Partner. Leider wachsen die nicht vom Himmel.

Viele liebe Grüße von Magdalena

Re: Kerstins literarische Ecke

Verfasst: Sa 15. Mär 2025, 17:04
von Franziska
Liebe Kerstin,

ja, die Frauenpower sollten wir doch viel öfter zeigen. Vielleicht können wir nicht alles schaffen, aber gemeinsam und mit viel Zusammenhalt ist doch vieles möglich.
Und gemeinsam macht das Leben doch auch viel mehr Spaß. Daher sollten wir auch die manchmal vorhandenen Egoismen und persönlichen Eitelkeiten nach hinten stellen.
Liebe Grüße
Franziska

Liebe Magdalena,
ich wünsche Dir bei der Partnersuche viel Erfolg und ein glückliches Händchen.
Liebe Grüße
Franziska

Re: Kerstins literarische Ecke

Verfasst: Fr 21. Mär 2025, 22:35
von Kerstin1958
Ihr Lieben,

danke für euer Feedback! Wie immer ist es schön, eure Gedanken zu meinen Gedanken zu lesen!

Für heute habe ich ein aktuell entstandenes Werk für euch hier ausgesucht, dessen Fotomotiv ich auf einer weihnachtlichen Ausstellung finden konnte.
Hoffentlich ist es nicht so ganz 'off-topic'...

2025-084.jpg
Für diejenigen, die den Text auf dem Foto nicht entziffern können, hier die 'Übersetzung':

"Laß' ein Kindlein fromm und rein, lieber Gott, mich allzeit sein."

Tja, glücklicherweise habe ich aber dann wohl noch die Kurve bekommen!?

Alles Gute für euch
Kerstin