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Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: So 19. Jul 2015, 22:17
von Jalana
"L"™Arlésienne" von Georges Bizet
L"™Arlésienne von Georges Bizet entstand 1872 ursprünglich als Bühnenmusik zu einem gleichnamigen Schauspiel von Alphonse Daudet (deutsch: Die Arlesierin). In der heutigen Konzertpraxis sind Teile daraus in Gestalt zweier Suiten präsent.
Nathalie Stutzmann dirigiert das Orquesta Sinfonica Valencia (vollständige Fassung) ...
... und nun die Farandole aus der Suite Nr. 2 als Flashmob
LG
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Mo 20. Jul 2015, 21:57
von Jalana
"Ich bin die erste Sängerin" aus der Oper 'Der Schauspieldirektor' von Wolfgang Amadeus Mozart
Der Schauspieldirektor (1786, KV 486) ist ein Singspiel in einem Aufzug von Wolfgang Amadeus Mozart. Das Libretto verfasste Johann Gottlieb Stephanie d.J. Die Uraufführung fand am 7. Februar 1786 in der Orangerie des Schlosses Schönbrunn in Wien statt.
Den Auftrag für dieses Werk bekam Mozart von Kaiser Joseph II. anlässlich eines Besuches des mit der Erzherzogin Marie Christine verheirateten niederländischen Generalgouverneurs. Das "Frühlingfest an einem Wintertage" fand in der Schönbrunner Orangerie statt. Die Idee zur Handlung, eine Komödie über das Theater und seine Stars zu schreiben, stammt angeblich vom Kaiser selbst, um dem deutschen Singspiel zu mehr Renommee zu verhelfen. Das Stück wurde gemeinsam mit Antonio Salieris Oper Prima la musica e poi le parole uraufgeführt, die ein ganz ähnliches Thema behandelt und den Vorzug des Publikums genoss.
Der Musikanteil des Einakters ist mit rund zwanzig Minuten verhältnismäßig gering. Neben der Ouvertüre finden sich lediglich vier Gesangsnummern (eine Arietta, ein Rondo, ein Terzett und der Schlussgesang), ansonsten überwiegen gesprochene Dialoge. Vor allem wegen der vielen Anspielungen auf inzwischen längst vergessene Theaterstücke der damaligen Zeit wird der Dialogtext bei heutigen Aufführen meist komplett neugestaltet.
Es singenYvonne Kenny (Frau Silberklang), Judith Howarth (Frau Herz) und Barry Banks ...
... alternativ das Salzburger Marionettentheater
LG
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Di 21. Jul 2015, 21:58
von Jalana
"Flötensonate Es-Dur" von Johann Sebastian Bach
Johann Sebastian Bach (31. März 1685 in Eisenach; " 28. Juli 1750 in Leipzig) war ein deutscher Komponist sowie Orgel- und Klaviervirtuose des Barock. Er gilt heute als einer der bekanntesten und bedeutendsten Musiker, vor allem für Berufsmusiker ist er oft der größte Komponist der Musikgeschichte. Seine Werke beeinflussten nachfolgende Komponistengenerationen und inspirierten Musikschaffende zu zahllosen Bearbeitungen.
Zu Lebzeiten wurde Bach als Virtuose, Organist und Orgelinspektor hoch geschätzt, allerdings waren seine Kompositionen nur einem relativ kleinen Kreis von Musikkennern bekannt. Nach Bachs Tod gerieten seine Werke jahrzehntelang in Vergessenheit und wurden kaum noch öffentlich aufgeführt. Nachdem die Komponisten der Wiener Klassik sich mit Teilen von Bachs Werk auseinandergesetzt hatten, begann mit der Wiederaufführung der Matthäus-Passion unter Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy im Jahre 1829 die Bach-Renaissance in der breiten Öffentlichkeit. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gehören seine Werke weltweit zum festen Repertoire der klassischen Musik.
Es flötet Lilla Pete
LG
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Mi 22. Jul 2015, 21:52
von Jalana
"Die beiden Grenadiere" von Robert Schumann
Die Grenadiere ist eine Romanze von Heinrich Heine. Sie erschien 1822 erstmals in Buchform in dem Band Gedichte. Diese wurden später als Junge Leiden 1817—1821 ins Buch der Lieder aufgenommen, das erstmals 1827 veröffentlicht wurde.
Das Gedicht handelt von zwei französischen Grenadieren, die bei Napoleons Russlandfeldzug in Gefangenschaft geraten waren. Als sie entlassen werden und über Deutschland nach Frankreich zurückziehen, erfahren sie, dass ihr Kaiser gefangengenommen wurde. Der eine Soldat will daraufhin zurück zu seiner Familie. Der andere, der wegen einer alten Wunde im Sterben liegt, möchte in Frankreich begraben werden, um wiederaufzuerstehen, wenn der Kaiser ihn zur nächsten Bataille ruft. Mit leicht ironischem Unterton und drastischen Metaphern ("Kanonengebrüll", der über die Gräber seiner Soldaten hinwegreitende Kaiser) charakterisiert Heine die dämonische Faszination, die für die Grande Armée von ihrem Feldherrn ausging. Obschon die Schrecken des Krieges deutlich werden, ist der Kulminationspunkt, dass die gefallenen Soldaten sich immer wieder erheben werden, "den Kaiser, den Kaiser zu schützen". So handelt es sich letztlich um eine Apotheose des Korsen.
Der Text inspirierte zahlreiche Komponisten des 19. Jahrhunderts. Die berühmteste Vertonung der Ballade unter dem Titel Die beiden Grenadiere (op. 49 Nr. 1, 1840) stammt von Robert Schumann. Die ersten Strophen des Gedichts vertont er in Form eines Trauermarschs in herbem g-Moll, in den wie Trommelwirbel wirkende Triolen illustrativ eingesetzt werden. Im nach Dur gewendeten Schlussteil verwendet er die Marseillaise, um das auch musikalisch zu dämonischer Größe aufsteigende Bild des Heerführers und Kaisers zu untermalen. Auf sie folgt eine "radikal verlangsamte, durch Durchgangstöne und Zwischendominanten brüchig gewordene Schlusspassage", mit der das Lied verklingt. Schumann teilte als junger Mann Heines Enthusiasmus für Napoleon: "Wer wird denn einmal unsern europäischen Augiasstall wenigstens von dem obskuranten Pfaffen- u. Pabsttum reinigen? Der größte Mann aller Jahrhunderte, der herrliche Napoleon hat es angefangen — aber er konnte es nicht vollenden", schrieb er 1828 in einem Brief. Die gemeinsame Verehrung für Napoleon war auch Thema bei der einzigen Begegnung Schumanns mit Heine 1828 in München.
Nach Frankreich zogen zwei Grenadier"™,
Die waren in Russland gefangen.
Und als sie kamen ins deutsche Quartier,
Sie ließen die Köpfe hangen.
Da hörten sie beide die traurige Mär:
Dass Frankreich verlorengegangen,
Besiegt und zerschlagen das tapfere Heer, —
Und der Kaiser, der Kaiser gefangen.
Da weinten zusammen die Grenadier"™
Wohl ob der kläglichen Kunde.
Der eine sprach: Wie weh wird mir,
Wie brennt meine alte Wunde!
Der andre sprach: Das Lied ist aus,
Auch ich möcht mit dir sterben,
Doch hab"™ ich Weib und Kind zu Haus,
Die ohne mich verderben.
Was schert mich Weib, was schert mich Kind?
Ich trage weit bess"™res Verlangen;
Lass sie betteln gehn, wenn sie hungrig sind, —
Mein Kaiser, mein Kaiser gefangen!
Gewähr"™ mir, Bruder, eine Bitt"™:
Wenn ich jetzt sterben werde,
So nimm meine Leiche nach Frankreich mit,
Begrab"™ mich in Frankreichs Erde.
Das Ehrenkreuz am rothen Band
Sollst du aufs Herz mir legen;
Die Flinte gib mir in die Hand,
Und gürt"™ mir um den Degen.
So will ich liegen und horchen still
Wie eine Schildwacht, im Grabe,
Bis einst ich höre Kanonengebrüll
Und wiehernder Rosse Getrabe.
Dann reitet mein Kaiser wohl über mein Grab,
Viel Schwerter klirren und blitzen;
Dann steig"™ ich gewaffnet hervor aus dem Grab, —
Den Kaiser, den Kaiser zu schützen.
Es singt Hans Hotter.
LG
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Do 23. Jul 2015, 14:29
von Jalana
Programmhinweise: 3SAT setzt den Festivalsommer fort
Sbd 25.Juli 20:15 auf 3sat
Zum 150. Geburtstag von Richard Strauss durfte auf dem Spielplan der Salzburger Festspiele "Der Rosenkavalier" nicht fehlen. Harry Kupfers Inszenierung weist ein erstklassiges Ensemble auf.
Oper von Richard Strauss um die Liebeswirren des jungen Octavian mit einer verheirateten Feldmarschallin und weiteren illustren Figuren. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Franz Welser-Möst am Pult der Wiener Philharmoniker glänzen vor allem Krassimira Stoyanova als Feldmarschallin, Sophie Koch als Octavian und Mojca Erdmann als Sophie.
Mit seiner heiteren Spieloper im Geiste Mozarts und dem Libretto Hugo von Hofmannsthals setzte der berühmte Walzer-Komponist 1911 Maßstäbe, die bis heute wenig von ihrer Anziehungskraft verloren haben.
Nach "Elektra" wollten Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal neue Wege gehen: eine "Spieloper" im Geiste von Strauss' Vorbild Mozart. Im Januar 1911 wurde "Der Rosenkavalier" uraufgeführt.
War "Elektra" als nachträgliche Bearbeitung von Hofmannsthals Schauspiel entstanden, fungierte der Dichter nun als Librettist: "Der Rosenkavalier" bildete so gesehen die erste Errungenschaft einer denkwürdigen Zusammenarbeit, die 20 Jahre währen sollte.
Als nächsten Beitrag des diesjährigen "Festivalsommers" sendet 3sat am Sonntag, 26. Juli, um 11.00 Uhr live aus Salzburg die feierliche Eröffnung der Salzburger Festspiele 2015.
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Do 23. Jul 2015, 22:15
von Jalana
Ouvertüre der Schauspielmusik "Rosamunde" von Franz Schubert
Rosamunde ist ein "Großes romantisches Schauspiel in vier Aufzügen, mit Chören, Musikbegleitung und Tänzen" von Helmina von Chézy. Die Uraufführung mit der Bühnenmusik von Franz Schubert (D 797) fand am 20. Dezember 1823 im Theater an der Wien statt. Der Originaltext des Stückes galt lange als verschollen, hat sich aber (verändert durch eine spätere Bearbeitung der Autorin) in der Stuttgarter Landesbibliothek erhalten und wurde 1996 publiziert.
Rosamunde, Prinzessin von Zypern, ist bestimmt, mit achtzehn Jahren die Herrschaft anzutreten, zuvor wurde sie von der Schifferswitwe Axa incognito als Hirtin erzogen. Der solange eingesetzte Statthalter Fulgentius (Neufassung: Fulvio), der bereits Rosamundes Eltern auf dem Gewissen hat, versucht jedoch, ihre Regentschaft zu hintertreiben, zunächst durch Intrigen, dann durch einen Heiratsantrag und schließlich mittels eines Giftmordanschlags. Rosamunde, die durch eine Urkunde von der Hand ihres Vaters legitimiert ist, erfährt breite Unterstützung der Zyprioten und durch den kretischen Prinzen Alfons, den ihr zugedachten Bräutigam. Schließlich werden alle Anschläge des Fulgentius (Fulvio) vereitelt, und dieser stirbt durch sein eigenes Gift. Rosamunde aber besteigt den Thron.
Es spielen die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Riccardo Muti.
In diesem Thread werden seit über einem Jahr regelmäßig klassische Musikstücke gepostet, die ursprünglich auf Youtube geladen wurden. U.a. wegen der Rechteprobleme mit der GEMA befinden sich hier inzwischen einige "Leichen" also Links die nicht mehr zu den klassischen Stücken führen. Freundlicherweise hat mir Anne-Mette die Möglichkeit eingeräumt, entsprechende Korrekturen vornehmen zu können. Bei der Fülle von Links (inzwischen mehr als 400 mit steigender Tendenz) kann ich alleine nicht zeitnah alle Fehler aufspüren und möchte Euch deshalb bitten: Falls Ihr eine "Leiche" findet, dann sendet mir bitte eine kurze PN mit der Angabe des Titels und nach Möglichkeit auch mit der entsprechenden Seitennummer. Ich werde dann so schnell wie möglich versuchen alternative Stücke zu finden oder auf andere Art die Lücke zu schließen.
Vielen Dank für Eure Mithilfe!
Liebe Grüße
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Fr 24. Jul 2015, 21:56
von Jalana
"Di rigori armato" aus der Oper 'Der Rosenkavalier' von Richard Strauss
Richard Georg Strauss (* 11. Juni 1864 in München; " 8. September 1949 in Garmisch-Partenkirchen) war ein deutscher Komponist des späten 19. und des 20. Jahrhunderts, der vor allem für seine orchestrale Programmmusik (Tondichtungen), sein Liedschaffen und seine Opern bekannt wurde. Strauss war außerdem ein bedeutender Dirigent und Theaterleiter sowie ein Kämpfer für das Musikwesen und eine Verbesserung des Urheberrechts.
Der Rosenkavalier handelt von den Liebeswirren des jungen Octavian mit einer verheirateten Feldmarschallin und weiteren illustren Figuren. Komödie für Musik (op. 59) ist eine Oper in drei Aufzügen. Die Musik stammt von dem deutschen Komponisten Richard Strauss, das Libretto von dem österreichischen Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal. Das Werk wurde am 26. Januar 1911 in der Dresdner Semperoper (Königliches Opernhaus) uraufgeführt.
Es singt Fritz Wunderlich.
Der heutige Beitrag dient zur Einstimmung auf die morgige Übertragung des Rosenkavaliers auf 3SAT.
LG
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Sa 25. Jul 2015, 22:03
von Jalana
"Klavierkonzert Nr. 1 Op. 11" von Frédéric Chopin
Frédéric Chopin vollendete das 1. Klavierkonzert op. 11 in e-Moll im Alter von 20 Jahren. Er widmete es Friedrich Kalkbrenner und brachte es am 11. Oktober 1830 — am Vorabend des Novemberaufstands — in Warschau zur Uraufführung. Er berichtete von "lebhaften Bravorufen".
Chopins zwei Klavierkonzerte, das in f-Moll op. 21 und sein op. 11 sind etwa zur gleichen Zeit entstanden. Es gilt als gesichert, dass das Konzert in f- Moll eigentlich sein erstes Klavierkonzert gewesen ist, das Nr. 1 somit sein zweites. Weshalb sie indessen in umgekehrter Reihenfolge veröffentlicht wurden, ist nicht ganz geklärt. Es wird angenommen, dass Chopin, der 1830 seinen endgültigen Aufenthalt in Paris nahm, dort einige seiner Werke, darunter eben auch die zwei Konzerte, einem Verleger angeboten hat, dieser aber aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrades der Stücke, die für den "Hausgebrauch" von Liebhabermusikern nicht geeignet waren, erst nur eines, nämlich das Konzert in e-Moll akzeptierte.
Es spielt das Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Zubin Mehta. Der Solist ist Evgeny Kissin.
LG
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: So 26. Jul 2015, 21:53
von Jalana
"Sie lacht mich aus" aus der Operette 'Das Spitzentuch der Königin' von Johann Strauss Sohn
Das Spitzentuch der Königin ist eine Operette in drei Akten von Johann Strauss (Sohn) nach einem Libretto von Heinrich Bohrmann-Riegen und Richard Genée. Uraufführung war am 1. Oktober 1880 im Theater an der Wien.
Der König von Portugal ist unfähig sein Land zu regieren. Diese Arbeit besorgt der Herzog Villalobos. Der aber ist bei den Untertanen unbeliebt. Als der Dichter Cervantes den Herzog in einem Lied verspottet, wird er verhaftet. Der König aber ordnet seine Freilassung an und schickt ihn zu seiner Frau, damit er ihr etwas aus seinen Werken vorlese. Dabei verliebt sich die Königin in den Dichter und überlässt ihm ein Spitzentuch. Darauf hat sie geschrieben: "Die Königin liebt dich, doch bist du nicht König." Als Cervantes dies liest, glaubt er, damit wolle die Königin ihrem Gatten eine Nachricht zukommen lassen. Er sucht den König auf und empfiehlt ihm, ein Auge auf seinen Regierungschef zu haben.
Herzog Villalobos sieht, wie Cervantes das Spitzentuch aus der Tasche fällt. Er hebt es auf und gibt es dem König. Aus den von seiner Frau geschriebenen Worten zieht er den (falschen) Schluss, sie habe ein Verhältnis mit dem Dichter. Er verbietet Cervantes, länger an seinem Hof zu weilen. Die Königin verbannt er in ein Kloster.
In der Nähe des Klosters betreibt Cervantes ein Gasthaus. Als er hört, was geschehen ist, will er das Königspaar wieder zusammenführen. Verkleidet als Räuber entführt er mit seinen Kumpanen die Königin und bringt sie zu sich nach Hause. Dort macht noch am selben Tag der König Rast. In den Kleidern einer Bedienung serviert ihm seine Frau seine Leibspeise, worauf er sie erkennt. Cervantes tischt dem Monarchen eine Story auf, die ihn versöhnlich stimmen lässt. Glücklich kehrt das Königspaar an seinen Hof zurück.
LG
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Mo 27. Jul 2015, 22:05
von Jalana
"Aufforderung zum Tanz" von Carl Maria von Weber / Hector Berlioz
Carl Maria Friedrich Ernst von Weber (* 18. oder 19. November 1786 in Eutin, Hochstift Lübeck; " 5. Juni 1826 in London) war ein deutscher Komponist, Dirigent und Pianist.
Die Aufforderung zum Tanz ist ein von Carl Maria von Weber im Jahre 1819 komponiertes Rondo für Klavier solo. Weber selbst bezeichnete es im Untertitel als Rondo brillant für das Pianoforte.
Das Werk steht in Des-Dur und hat die Opuszahl 65 bzw. die Jähns-Verzeichniszahl J 260. Die Spieldauer beträgt 9-10 Minuten. Weber widmete das Stück seiner jungen Frau Caroline von Weber.
Das Stück erzählt die Geschichte eines Paares auf einem Ball, bei dem ein Mann ein Mädchen höflich zum Tanz bittet und sie sich, nachdem sie ein paar Runden gedreht haben, höflich wieder voneinander trennen.
Weber legte dem Stück folgendes Programm zugrunde:
Takte 1-5: Erstes Bitten des Mannes zum Tanze
Takte 5-9: Die ausweichende Antwort der Dame
Takte 9-13: Seine drängende Aufforderung
Takte 13-16: Ihre Zustimmung
Takte 17-19: Er beginnt, sich mit ihr zu unterhalten
Takte 19-21: Ihre Erwiderung
Takte 21-23: Er spricht jetzt warmherzig zu ihr
Takte 23-25: Ihre einfühlsame Antwort
Takte 25-27: Spricht sie nochmal in Bezug auf den Tanz an
Takte 27-29: Ihre Antwort
Takte 29-31: Sie begeben sich auf die Tanzfläche
Takte 31-35: Sie warten auf den Beginn des Tanzes
Der Tanz
Der Ausklang des Tanzes, er bedankt sich, ihre Antwort, sie trennen sich
Kanon Matsuda spielt die Klavierversion beim International Young Musicians' TV Contest in Moskau. Sie gewann dafür 2006 den ersten Preis!
Als (flache) Salonmusik des Biedermeier wurde die Aufforderung zum Tanz oft für Orchester bearbeitet. Am bekanntesten ist die Version von Hector Berlioz, der 1841 von der Pariser Oper beauftragt wurde, das Rondo für eine Balletteinlage nach der Oper Freischütz umzuschreiben. Diese Orchestrierung kam beim Publikum gut an, so dass die Aufforderung zum Tanz lange mit dem Freischütz untrennbar verbunden war.
Perry So dirigiert das Hong Kong Philharmonic Orchestra.
In einer Ballettversion erfreuen uns Nadja Saidakova und Vladimir Malakhov.
Daneben gibt es noch eine Gesangsfassung von Bogna Sokorska (ab 0:25 min).
Erst die Recherche für diesen Beitrag ergab, dass ich Jahrzehnte lang einem schwerwiegenden Irrtum unterlegen war: Ich bin immer davon ausgegangen, dass die Orchesterfassung von Carl Maria von Weber stammt. Eine Klavierfassung war mir vorher gänzlich unbekannt. Fazit: Auch im Alter lassen sich noch schöne neue Erkenntnisse sammeln
LG
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Di 28. Jul 2015, 22:00
von Jalana
"Principessa di morte" aus der Oper 'Turandot' von Giacomo Puccini
Turandot ist die letzte Oper von Giacomo Puccini, das Libretto schrieben Giuseppe Adami und Renato Simoni nach dem gleichnamigen Theaterstück von Carlo Gozzi. Die Oper wurde erst nach Puccinis Tod von Franco Alfano nach den Skizzen und Aufzeichnungen Puccinis vollendet.
Die Uraufführung fand am 25. April 1926 in der Mailänder Scala mit Rosa Raisa als Turandot statt, der Dirigent war Arturo Toscanini.
Turandot (persisch Turandocht) ist die Prinzessin in einer Erzählung aus der orientalischen Sammlung Tausendundein Tag, die jeden Freier köpfen lässt, der ihre Rätsel nicht lösen kann. Eine weitere, wesentlich ältere Quelle der Geschichte ist "Die sieben Bildnisse" (dort ist es die russische Prinzessin) von Nezami.
Es singen Mario del Monaco und Inge Borkh.
LG
Jalana
Klassikopenair.de Nürnberg
Verfasst: Di 28. Jul 2015, 23:25
von josicd
War am Sonntag zum 5.Mal schon am Nürnberger Klassik Openair
http://www.nordbayern.de/events/klassik ... -1.4538710 - war wieder echt toll - super Atmosphäre mit Picknick und Feuerwerk. Das 2. Konzert findet am 8.8 statt siehe
http://www.klassikopenair.de
Kann ich nur empfehlen.
Grüße Josi
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Mi 29. Jul 2015, 12:41
von Anne-Mette
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Mi 29. Jul 2015, 22:36
von Jalana
Ouvertüre der Oper "Don Carlos" von Giuseppe Verdi
Don Carlos ist eine Oper von Giuseppe Verdi nach Friedrich Schillers gleichnamigem dramatischem Gedicht, die schon Verdi in verschiedenen Versionen und unterschiedlicher Länge spielen ließ. Das französische Original hat fünf Akte. Früher wurde meistens die zweite, gekürzte Fassung (Don Carlo) in vier Akten auf Italienisch aufgeführt, heute überwiegend die letzte Fassung, auch Italienisch, aber wieder in fünf Akten; manche Theater experimentieren mit Mischfassungen aus verschiedenen Versionen.
Ricardo Mutti dirigiert das Orchestra Teatro alla Scala.
Und weil die Ouvertüre so kurz ist kommt als Zugabe
"Voce dal cielo" aus der Oper 'Don Carlos' von Giuseppe Verdi.
Es singt Desirée Rancatore. Lorin Maazel dirigiert.
Liebe Josi, schön, dass Du hierher gefunden hast und Danke für den Hinweis. Für mich ist Nürnberg etwas weit weg, aber andere Teilnehmerinnen werden sicher den Weg dahin finden. Es wäre nett von Dir, wenn Du den Tip noch einmal 3-4 Tage vor dem Konzert hier posten würdest
Anne-Mette hat geschrieben:
ich werde mich an Deine Bitte halten, im Inhaltsverzeichnis nichts zu kommentieren und habe meinen Dank für das aufwändige Inhaltsverzeichnis lieber hierher kopiert:
...
Danke Anne-Mette! Ich fürchte, dass dort bald niemand mehr durchsteigt, wenn Inhalte und Kommentare gemischt gepostet werden.
@all: Im "Inhaltsverzeichnis — Für die Klassikfreunde"
http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... 16&t=10657 habe ich alle Titel dieses Threads aufgelistet, werde es kurzfristig aktualisieren und wünsche Euch viel Spass damit. Den Link habe ich auch in Kerstins Eingangspost eingefügt.
Liebe Grüße
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Do 30. Jul 2015, 22:17
von Jalana
"Gymnopédie No. 1" von Erik Satie
Erik Satie (* 17. Mai 1866 in Honfleur (Calvados); " 1. Juli 1925 in Paris), beeinflusste als Komponist des frühen 20. Jahrhunderts die Neue Musik.
Bereits in den ersten Kompositionen des jungen Autodidakten sind wesentliche Merkmale seiner späteren Musik enthalten. Neben der Abweichung vom Dur-Moll-System gehören dazu Einfachheit und Klarheit. Mit den weiteren Elementen, Kürze und Schlichtheit, kann er als Vorreiter der Minimal Music gelten. Ferner wird Saties Einfluss auf den Impressionismus diskutiert.
Ganz im Gegensatz zu Saties musikalischer Kargheit stehen die phantasievollen, teils rätselhaften, teils absurden, oft umfangreichen Spielanweisungen. Statt der üblichen italienischen Vorgaben moderato, largo, allegro usw. heißt es dort: "wie eine Nachtigall mit Zahnschmerzen" oder "öffnen Sie den Kopf", "vergraben Sie den Ton in Ihrer Magengrube", "beinahe unsichtbar" oder "sehr christlich". Ähnlich verraten die Titel seinen skurrilen Humor: Unappetitlicher Choral, Schlaffes Präludium für einen Hund, Quälereien, Bürokratische Sonatine, Drei Stücke in Form einer Birne.
Es spielt Finghin Collins.
Claude Debussy erstellte daraus eine Orchesterfassung:
Einmal eine ganz andere Art; sehr ruhige, etwas getragene Musik. Zum Entspannen und Träumen ...
LG
Jalana