Hallo,
seit heute läuft der Telefon- und Internetanschluss nun bei den Telekomikern. Man hat ja in dem Bereich nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Die sind aber das kleinere Übel, weil das was Ewetel hier gemacht hatte, war die letzten zwei Jahre nur noch anstrengend. Die schoben sich mit der Telekom gegenseitig die Schuld zu, dabei war es ein von mir vermuteter Kabelschaden in der Straße, aber Kunden sind ja doof, auch wenn die 35 Jahre Berufserfahrung in der Branche haben.
Da EWE nun auch den klassischen Analoganschluss weg haben wollte, bliebt ja nur ein Wechsel zur IP-Telefonie, der sich sehr kritisch gegenüber stehe. Ich hatte dazu meine Erlebnisse aus einer früheren beruflichen Tätigkeit.
Also heute in der Frühe schnell mal im Arbeitszimmer den Kram umgefummelt. War kein Problem, da gelernt, ist gelernt.
Kurz vor Mittag wurde dann geschaltet. Den Speedport4smart hatte ich ja nur zur Sicherheit besorgt. Inzwischen läuft die Fritzbox7360 wieder. Das ist erstmal alles in Form frei gespannter Leitungen quer im Arbeitszimmer verlegt. In den nächsten Tagen werden die Kabelkanäle aufgemacht, Kabel gecrimpt und dann in den Kanälen verlegt. Das komplette Arbeitszimmer hat beim Einzug Kabelkanäle bekommen, wo Telefon, Netzwerk, 12V DC und LocoNet drin verlegt sind, sowie die Kabel für die Beleuchtung der Dioramen mittels DMX. Ja, ist Hardcore, aber Frau steht halt auf Kabelorgien.
Fernziel ist eine Fritzbox 7490 oder 7590 zu beschaffen mit S0-Bus. Dann können auch ISDN-Telefonanlagen, bzw. Fernsprechapparate an der Anlage getestet werden. An dem Router-Sch... kann man ja nicht mal einen W48 betreiben bei 34V Rufspannung. Ob der 611 in mausgrau geht, muss ich schauen, aber vermutlich nicht.
Die nicht ganz kleine Sammlung von Fernsprechapparaten muss ja auch mal getestet werden...
Zum Thema Hausverkabelung...
Beim Bahnhofsmuseum bin ich die Fernmelderin. Fernsprechleitungen gibt es in dem Bahnhofsgebäude von 1875 genug, teilweise noch Marke Reichspost mit Baumwollisolation und Alukern, also Heimstoffe aus den 40er Jahren. Glasfaser haben wir jetzt seit einigen Wochen auch. Schon krass.
Dazu kommen mehrere Kabel 20x2, die den Anschluss vom Klappenschrank mit dem Buchtenschrank verbinden, wo die Verteiler sind. Dann noch ein 20x2 Erdkabel zur anderen Straßenseite, wo der Waggon stationär steht, mehrere Fernsprechkästen sind vorhanden und 13 Uhren. Man staunt immer wieder, wo in der Bude die Leitungen liegen und noch funktionieren. Selbst Fragmente der Streckenfernsprechleitung sind noch vorhanden, schön mit Bleimuffe am Ende, also für die Ewigkeit gebaut. Nach dem Brandanschlag 2018 hat dann glücklicherweise der Elektriker nach meinen Vorgaben mehrere abgebrannte Leitungen neu verlegt. Da war das frisch verlegte 6x2 zu den oberen Stockwerken abgebrannt, um oben Uhren und Fernsprecher anzuschließen.
Hier die Aktion Uhrenmast mitsamt Verlegung der Erdkabel:
Quelle: http://www.muehlenroda.de/bahnbilder/20 ... _5629a.JPG
Weitere Bilder gibt es dazu hier:
https://www.drehscheibe-online.de/foren ... 08,8662384
Damals war ich noch der Fernmelder, aber die Haare der mit der orangen Latzhose gekleideten Person waren damals schon eher weiblich und Claudia hatte seinerzeit noch keine Ausgangserlaubnis.
Altbauelektrik ist jedenfalls spannend, nicht nur bei 230V/400V.
LG
Claudia