Re: Valeries Welt
Verfasst: Sa 12. Jan 2019, 11:04
Teil 2, Kap. 24: Badezimmer-Übungen.
Als Valerie am nächsten Morgen die Augen aufmachte, war es noch keine sechs Uhr, draußen begann es gerade hell zu werden. Sie wälzte sich noch ein wenig im Bett herum und versuchte weiterzuschlafen, was ihr aber nicht gelang, denn das Telefongespräch mit ihrem Chef Michael von gestern Abend ging ihr nicht aus dem Kopf:
"Wenn einer das schafft, dann du, Valerie", hatte er zu ihr gesagt.
Er war schon ein geschickter Motivator, der Michael, er benutzte keine plumpen Worte, um ihr zu schmeicheln, sondern packte sie da, wo es am besten wirkte: er appellierte an ihren Ehrgeiz als junge Frau, die sich dafür entschieden hatte sich in einer harten Männerwelt zu bewähren.
Ja, sie war ehrgeizig, und würde dieses Geschäft mit diesem deutschen Herrn Engel machen, sagte sie zu sich selbst. An Schlaf war jetzt nicht mehr zu denken. Also kickte sie energisch mit einem Fuß die Bettdecke zur Seite, glitt aus der warmen Bettkuhle auf den Rand des Betts, wo sie eine Weile sitzenblieb um ganz zu sich zu kommen, schließlich stand sie aber ganz auf, streckte sich, hob mit einer schnellen, aber graziösen Bewegung ihr Nachhemdchen über den Kopf, warf es hinter sich aufs Bett und verschwand nackt im Bad.
Im beleuchteten Badezimmerspiegel sah sie eine verschlafene junge Frau an mit schulterlangem lockigem Haar, dessen Farbe etwa zwischen weizenblond und hellem Braun einzuordnen war, dazwischen hatte sie sich vom Friseur ganz helle Strähnchen machen lassen, was dem Ganzen eine weitere interessante Note verlieh. Wie es ihre morgendliche Gewohnheit war, hob sie mit beiden Hände ihre Brüste an, um in der Brustfalte die OP-Narben der Implantationen anzuschauen. Alles gut Valerie, sagte sie zu sich selbst und war zufrieden, auch mit dem Gewicht ihrer beiden Hübschen, die inzwischen wohl irgendwo zwischen B und C liegen durften, dank der parallelen Hormontherapie, der sie sich unterworfen hatte. B oder C, keinesfalls mehr ein "A" , jedenfalls nach ihrer privaten unmaßgeblichen Schätzung.
Zurück im Hotelzimmer vor ihrem Kleiderschrank, die Haare noch ein wenig nass von der Dusche, suchte sie ihre Unterwäsche für den Tag zusammen, heute sollte alles an ihr seriös sein, also war ein unschuldiges weiß für die Unterwäsche angesagt, und da sollte ja nichts durchschimmern, keine Träger und keine Konturen, denn sie würde darüber eine weiße Bluse zum schwarzen Rock tragen. Mit einem Griff fand sie in der Schublade einen ihrer Lieblings-BHs, ein kleines, ganz weiches weißes Synthetik-Teil Größe 80B mit zwei kräftigen Bügeln, die den Busen gut an Ort und Stelle hielten. Hinten mit zwei Häkchen am Rücken zu schließen, was sie, seit sie permanent en femme war, inzwischen täglich exerzierte und quasi im Schlaf beherrschte. In BH und Höschen drehte sie sich dann eine Weile vor dem Spiegel und föhnte sich das Haar trocken, setzte sich dann wieder auf die Bettkante und schlüpfte in ein paar halterlose Nylons, danach in eine weiße Bluse, vorne mit Knopfleiste, Business style, aber trotzdem auf Taille geschnitten, also figurbetont.
Ein letzter prüfender Blick in den Spiegel: Irgendetwas fehlte, sie wusste aber nicht gleich, was. Sie probierte mit den oberen Blusenknöpfen herum, ließ mal zwei, mal drei Knöpfe offen: Ja, das war es, der Ausschnitt war zu klein, ihr Ausschnitt fiel zu wenig ins Auge. Sie knöpfte die Bluse wieder völlig auf und zog sie aus. Sie würde ein wenig schummeln, man würde nachhelfen müssen. Frauen machen das bei besonderen Anlässen, sie legen Pads in ihren BH und sie dürfen das. Gottseidank gab es da ja diese kleinen Silikonkissen, keine wirklichen Silis, höchsten halb so groß wie die Silikonbrüste, die sie früher in ihrer Zeit als Crossdresser immer getragen hatte, diese Pads waren zum Unterlegen in Bügel-BHs und halfen, vorhandene Brüste kräftig anzuheben und Simsalabim, jeder Frau mühelos und ruckzuck einen hübschen und ansehnlichen Ausschnitt zu zaubern.
Als die Pads an Ort und Stelle lagen, schickte Valerie kurz ein Stoßgebet zu Himmel und bedankte sich bei dem unbekannten Erfinder dieses kleinen Hilfsmittels, so klein, so simpel, so billig, und doch konnte es so unermesslich wichtig werden, für eine Frau. Gerade, wenn sie eine besondere Absicht hat.
Jetzt mit den beiden kleinen Pads im BH war sie zufrieden mit ihrem Aussehen, die Bluse passte wirklich, man kann wohl sagen, alles saß dort wo es hingehörte, und das ziemlich stramm. Sie schlüpfte in einen engen Rock, der hinten einen dicken dunklen Knopf zur Sicherheit hatte und darunter noch einen kleinen Reißverschluss, der mit einem kleinen "zip" leicht zu öffnen und schließen war, der saß auch am Po bzw. in ihrer Taille. Sie würde heute keine High Heels tragen, bei Erstkontakten im Geschäft machte sie das eigentlich nie, denn noch konnte sie den Kunden nicht einschätzen, also entschied sie sich ganz brav für schmale schwarze halbhohe Schuhe mit 6 cm Blockabsatz, die ihr aber ebenfalls einen schlanken Fuß machten. Dann begab sie sich erneut ins Badezimmer um sich konzentriert nur noch ihrem Makeup zu widmen. Seriös wollte sie heute aussehen, aber auch durchaus ein wenig sexy. Ein wenig sexy darf schon sein. Kein Lieschen wollte sie sein, eher vielleicht eine Lisette. Wie kriegt man das auf die Schnelle hin wenn man wenig Makeup-Erfahrung hat?
Sie war keine wirkliche Expertin in Makeup und Kosmetik-Fragen (auch nach jahrelanger Crossdresser-Erfahrung hatte sie sich eigentlich nie richtig für dieses Thema der dekorativen Gesichtskosmetik erwärmen können) und ihre Ausrüstung an dekorativer Kosmetik war deshalb eher klein. Ein paar Gesichtscremes, Dosen mit Puder, dann natürlich die üblichen Dinge für die Augen, Lippenstifte, Nagellacke, und so weiter, aber das hat wohl jede Frau.
Vor allem mussten die roten Flecken im Gesicht abgedeckt werden, zu denen sie neigte, wenn sie sich im Gepräch engagierte und es aufregend wurde. Die mochte sie gar nicht, diese Flecken, die sie dann auf beiden Backen bekam, ein richtiges Rotbäckchen wurde sie dann, aber das wollte sie nicht sein. Also bearbeitete sie zunächst mal einige kritische Stellen im Gesicht mit etwas deckendem Concealer und danach großflächig mit einem hellen Gesichtspuder, das sie mit einem großen weichen Pinsel gleichmäßig auf Backen, Gesicht und Hals verteilte. Jetzt war ihr Gesicht, das schon damals ein klein wenig zur Fülle neigte, schön gleichmäßig blass, und um etwas mehr die Konturen zu betonen, arbeitete sie dann mit etwas Rouge die Wangenknochen etwas stärker heraus, sie hatte jetzt deutlich höher sitzende Wangenknochen, was das Gesicht schlanker, länger machte. Sie war zufrieden mit ihrem Aussehen.
Jetzt nur noch schnell die Augenbrauen, dann schnell noch Lippenstift, aber halt, sie hatte ja noch keinen Kaffee gehabt. Sie stellte die Kosmetiksachen zur Seite und setzte sich an ihren kleinen Tisch. Sie hatte seit einiger Zeit einen Kühlschrank und eine Kaffeemaschine im Zimmer, die ihr das Hotel überlassen hatte, damit sie sich als Dauermieter nicht täglich am aufwendigen Hotelfrühstück beteiligen musste, das im Frühstücksraum für die normalen Gäste ausgegeben wurde.
Was gab es bei Valerie zum Frühstück? Nein, keine Cerealien, nichts Probiotisches, nur etwas Naturyoghurt, dazu ein paar Blaubeeren (die heißen in Frankreich les myrtilles, und kommen meistens aus Chile) und natürlich hatte sie ihren Espresso, sehr klein, sehr stark, sehr süss. Ohne Kaffee kann sie nicht kämpfen, unsere kleine Protagonistin, und kämpfen wollte sie heute.
Ein Blick auf die Uhr: Oh je, schon bald acht Uhr, und um zehn war sie verabredet mit ihrem Herrn Engel. Und überhaupt, die Nägel waren ja noch zu machen. Aber das würde sie eventuell auch später machen können. Überhaupt: Naturbelassene Fingernägel sind doch auch ganz hübsch. Sie ließ die Nägel, wie sie waren. Sie suchte ihre Prospekte und die anderen Unterlagen zusammen, dann die Fotoausrüstung, alles zusammen verschwand in einer großen Umhängetasche, die am Schulterriemen zu tragen war, dann noch ein letzter Blick in den Spiegel: Ach ja, der Lippenstift. Sie erledigte das mit ein paar Strichen im Stehen, tupfte die Lippen mit einem Kosmetiktüchlein kurz ab und steckte die Hülse wieder drauf, und das kleine Ding verschwand in ihrer Handtasche. Sie beschloss, sich endlich jetzt mal ernsthaft mit dem Thema "permanent Makeup" zu befassen, wozu wohl auch ein besserer Lippenstift gehörte, der nicht ständig erneuert werden musste, sagen wir nach fast jeder Tasse Kaffee. Sie selbst besaß Lippenstifte in mehreren Farben, aber keiner davon war kussecht und einige davon neigten schon wirklich zu Verschmieren, das musste man zugeben. Sie würde sich mit dem Thema beschäftigen, aber später. jetzt war erst mal Business angesagt: Money, Money, Money.
Valerie verschwand in der Tiefgarage des Hotels, gab ihren Zielort ins GPS ihres Autos ein und gleich darauf fuhr ihr weißer Leihwagen, ein kleiner Renault, aus dem automatisch öffnenden Tor.
Das war's für diesmal. In der nächsten Episode (ca. 20. Januar) könnt ihr mal ein wirklich hübsches großes Villenanwesen kennenlernen, das Haus des Dr. Engel.
Liebe Grüße allen Leserinnen und Lesern.
Valerie
Als Valerie am nächsten Morgen die Augen aufmachte, war es noch keine sechs Uhr, draußen begann es gerade hell zu werden. Sie wälzte sich noch ein wenig im Bett herum und versuchte weiterzuschlafen, was ihr aber nicht gelang, denn das Telefongespräch mit ihrem Chef Michael von gestern Abend ging ihr nicht aus dem Kopf:
"Wenn einer das schafft, dann du, Valerie", hatte er zu ihr gesagt.
Er war schon ein geschickter Motivator, der Michael, er benutzte keine plumpen Worte, um ihr zu schmeicheln, sondern packte sie da, wo es am besten wirkte: er appellierte an ihren Ehrgeiz als junge Frau, die sich dafür entschieden hatte sich in einer harten Männerwelt zu bewähren.
Ja, sie war ehrgeizig, und würde dieses Geschäft mit diesem deutschen Herrn Engel machen, sagte sie zu sich selbst. An Schlaf war jetzt nicht mehr zu denken. Also kickte sie energisch mit einem Fuß die Bettdecke zur Seite, glitt aus der warmen Bettkuhle auf den Rand des Betts, wo sie eine Weile sitzenblieb um ganz zu sich zu kommen, schließlich stand sie aber ganz auf, streckte sich, hob mit einer schnellen, aber graziösen Bewegung ihr Nachhemdchen über den Kopf, warf es hinter sich aufs Bett und verschwand nackt im Bad.
Im beleuchteten Badezimmerspiegel sah sie eine verschlafene junge Frau an mit schulterlangem lockigem Haar, dessen Farbe etwa zwischen weizenblond und hellem Braun einzuordnen war, dazwischen hatte sie sich vom Friseur ganz helle Strähnchen machen lassen, was dem Ganzen eine weitere interessante Note verlieh. Wie es ihre morgendliche Gewohnheit war, hob sie mit beiden Hände ihre Brüste an, um in der Brustfalte die OP-Narben der Implantationen anzuschauen. Alles gut Valerie, sagte sie zu sich selbst und war zufrieden, auch mit dem Gewicht ihrer beiden Hübschen, die inzwischen wohl irgendwo zwischen B und C liegen durften, dank der parallelen Hormontherapie, der sie sich unterworfen hatte. B oder C, keinesfalls mehr ein "A" , jedenfalls nach ihrer privaten unmaßgeblichen Schätzung.
Zurück im Hotelzimmer vor ihrem Kleiderschrank, die Haare noch ein wenig nass von der Dusche, suchte sie ihre Unterwäsche für den Tag zusammen, heute sollte alles an ihr seriös sein, also war ein unschuldiges weiß für die Unterwäsche angesagt, und da sollte ja nichts durchschimmern, keine Träger und keine Konturen, denn sie würde darüber eine weiße Bluse zum schwarzen Rock tragen. Mit einem Griff fand sie in der Schublade einen ihrer Lieblings-BHs, ein kleines, ganz weiches weißes Synthetik-Teil Größe 80B mit zwei kräftigen Bügeln, die den Busen gut an Ort und Stelle hielten. Hinten mit zwei Häkchen am Rücken zu schließen, was sie, seit sie permanent en femme war, inzwischen täglich exerzierte und quasi im Schlaf beherrschte. In BH und Höschen drehte sie sich dann eine Weile vor dem Spiegel und föhnte sich das Haar trocken, setzte sich dann wieder auf die Bettkante und schlüpfte in ein paar halterlose Nylons, danach in eine weiße Bluse, vorne mit Knopfleiste, Business style, aber trotzdem auf Taille geschnitten, also figurbetont.
Ein letzter prüfender Blick in den Spiegel: Irgendetwas fehlte, sie wusste aber nicht gleich, was. Sie probierte mit den oberen Blusenknöpfen herum, ließ mal zwei, mal drei Knöpfe offen: Ja, das war es, der Ausschnitt war zu klein, ihr Ausschnitt fiel zu wenig ins Auge. Sie knöpfte die Bluse wieder völlig auf und zog sie aus. Sie würde ein wenig schummeln, man würde nachhelfen müssen. Frauen machen das bei besonderen Anlässen, sie legen Pads in ihren BH und sie dürfen das. Gottseidank gab es da ja diese kleinen Silikonkissen, keine wirklichen Silis, höchsten halb so groß wie die Silikonbrüste, die sie früher in ihrer Zeit als Crossdresser immer getragen hatte, diese Pads waren zum Unterlegen in Bügel-BHs und halfen, vorhandene Brüste kräftig anzuheben und Simsalabim, jeder Frau mühelos und ruckzuck einen hübschen und ansehnlichen Ausschnitt zu zaubern.
Als die Pads an Ort und Stelle lagen, schickte Valerie kurz ein Stoßgebet zu Himmel und bedankte sich bei dem unbekannten Erfinder dieses kleinen Hilfsmittels, so klein, so simpel, so billig, und doch konnte es so unermesslich wichtig werden, für eine Frau. Gerade, wenn sie eine besondere Absicht hat.
Jetzt mit den beiden kleinen Pads im BH war sie zufrieden mit ihrem Aussehen, die Bluse passte wirklich, man kann wohl sagen, alles saß dort wo es hingehörte, und das ziemlich stramm. Sie schlüpfte in einen engen Rock, der hinten einen dicken dunklen Knopf zur Sicherheit hatte und darunter noch einen kleinen Reißverschluss, der mit einem kleinen "zip" leicht zu öffnen und schließen war, der saß auch am Po bzw. in ihrer Taille. Sie würde heute keine High Heels tragen, bei Erstkontakten im Geschäft machte sie das eigentlich nie, denn noch konnte sie den Kunden nicht einschätzen, also entschied sie sich ganz brav für schmale schwarze halbhohe Schuhe mit 6 cm Blockabsatz, die ihr aber ebenfalls einen schlanken Fuß machten. Dann begab sie sich erneut ins Badezimmer um sich konzentriert nur noch ihrem Makeup zu widmen. Seriös wollte sie heute aussehen, aber auch durchaus ein wenig sexy. Ein wenig sexy darf schon sein. Kein Lieschen wollte sie sein, eher vielleicht eine Lisette. Wie kriegt man das auf die Schnelle hin wenn man wenig Makeup-Erfahrung hat?
Sie war keine wirkliche Expertin in Makeup und Kosmetik-Fragen (auch nach jahrelanger Crossdresser-Erfahrung hatte sie sich eigentlich nie richtig für dieses Thema der dekorativen Gesichtskosmetik erwärmen können) und ihre Ausrüstung an dekorativer Kosmetik war deshalb eher klein. Ein paar Gesichtscremes, Dosen mit Puder, dann natürlich die üblichen Dinge für die Augen, Lippenstifte, Nagellacke, und so weiter, aber das hat wohl jede Frau.
Vor allem mussten die roten Flecken im Gesicht abgedeckt werden, zu denen sie neigte, wenn sie sich im Gepräch engagierte und es aufregend wurde. Die mochte sie gar nicht, diese Flecken, die sie dann auf beiden Backen bekam, ein richtiges Rotbäckchen wurde sie dann, aber das wollte sie nicht sein. Also bearbeitete sie zunächst mal einige kritische Stellen im Gesicht mit etwas deckendem Concealer und danach großflächig mit einem hellen Gesichtspuder, das sie mit einem großen weichen Pinsel gleichmäßig auf Backen, Gesicht und Hals verteilte. Jetzt war ihr Gesicht, das schon damals ein klein wenig zur Fülle neigte, schön gleichmäßig blass, und um etwas mehr die Konturen zu betonen, arbeitete sie dann mit etwas Rouge die Wangenknochen etwas stärker heraus, sie hatte jetzt deutlich höher sitzende Wangenknochen, was das Gesicht schlanker, länger machte. Sie war zufrieden mit ihrem Aussehen.
Jetzt nur noch schnell die Augenbrauen, dann schnell noch Lippenstift, aber halt, sie hatte ja noch keinen Kaffee gehabt. Sie stellte die Kosmetiksachen zur Seite und setzte sich an ihren kleinen Tisch. Sie hatte seit einiger Zeit einen Kühlschrank und eine Kaffeemaschine im Zimmer, die ihr das Hotel überlassen hatte, damit sie sich als Dauermieter nicht täglich am aufwendigen Hotelfrühstück beteiligen musste, das im Frühstücksraum für die normalen Gäste ausgegeben wurde.
Was gab es bei Valerie zum Frühstück? Nein, keine Cerealien, nichts Probiotisches, nur etwas Naturyoghurt, dazu ein paar Blaubeeren (die heißen in Frankreich les myrtilles, und kommen meistens aus Chile) und natürlich hatte sie ihren Espresso, sehr klein, sehr stark, sehr süss. Ohne Kaffee kann sie nicht kämpfen, unsere kleine Protagonistin, und kämpfen wollte sie heute.
Ein Blick auf die Uhr: Oh je, schon bald acht Uhr, und um zehn war sie verabredet mit ihrem Herrn Engel. Und überhaupt, die Nägel waren ja noch zu machen. Aber das würde sie eventuell auch später machen können. Überhaupt: Naturbelassene Fingernägel sind doch auch ganz hübsch. Sie ließ die Nägel, wie sie waren. Sie suchte ihre Prospekte und die anderen Unterlagen zusammen, dann die Fotoausrüstung, alles zusammen verschwand in einer großen Umhängetasche, die am Schulterriemen zu tragen war, dann noch ein letzter Blick in den Spiegel: Ach ja, der Lippenstift. Sie erledigte das mit ein paar Strichen im Stehen, tupfte die Lippen mit einem Kosmetiktüchlein kurz ab und steckte die Hülse wieder drauf, und das kleine Ding verschwand in ihrer Handtasche. Sie beschloss, sich endlich jetzt mal ernsthaft mit dem Thema "permanent Makeup" zu befassen, wozu wohl auch ein besserer Lippenstift gehörte, der nicht ständig erneuert werden musste, sagen wir nach fast jeder Tasse Kaffee. Sie selbst besaß Lippenstifte in mehreren Farben, aber keiner davon war kussecht und einige davon neigten schon wirklich zu Verschmieren, das musste man zugeben. Sie würde sich mit dem Thema beschäftigen, aber später. jetzt war erst mal Business angesagt: Money, Money, Money.
Valerie verschwand in der Tiefgarage des Hotels, gab ihren Zielort ins GPS ihres Autos ein und gleich darauf fuhr ihr weißer Leihwagen, ein kleiner Renault, aus dem automatisch öffnenden Tor.
Das war's für diesmal. In der nächsten Episode (ca. 20. Januar) könnt ihr mal ein wirklich hübsches großes Villenanwesen kennenlernen, das Haus des Dr. Engel.
Liebe Grüße allen Leserinnen und Lesern.
Valerie