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Re: Aus dem Alltag von Inga
Verfasst: Fr 23. Nov 2012, 00:53
von Inga
Anja hat geschrieben:Hallo Inga,
das klingt ja fast so, als hast du das Bedürfnis
immer in die Frauenrolle zu schlüpfen, aber das der Alltag dich davon abhält? Na ich bin gespannt wie sich das weiter entwickelt
Grüße
die Anja
Hallo, Anja,
ich bin diese Tage viel unterwegs bei Sitzungen, Treffen, Veranstaltungen, wo ich viele Bekannte treffe, die mich selbstverständlich von meiner männlichen Seite her kennen.
Doch habe ich eine immer größere Sehnsucht, mehr von meiner weiblichen Seite zu zeigen.
Zwar trage ich von der Jeans über Unterwäsche bis zur Strickjacke fast nur Kleidung aus der Damenabteilung. Aber das ist eher unauffälliger Unisex-Stil. Da kommt niemand auf die Idee,mich mit Frau anzureden. Und ich käme auch nicht auf die Idee.
Bei mir ist es nicht so, dass ich zwischen männlich fühlen und weiblich fühlen hin und her switche. Es ist eher so, dass neben dem männlich Fühlen (und auch etwas anderes männliches Fühlen als das Macho-Klischee) ich in mir neben der Männlichkeit auch etwas Weiblichkeit verspüre.
Mich bedrückt es immer mehr, dass ich außerhalb dieses Forums dies mit niemanden Bekannten, Verwandten teile, mich damit verstecke. Und ich habe diese ungeheure wachsende Sehnsucht in mir, dieses Verstecken zu überwinden und dies Weibliche neben dem Männlichen zu zeigen.
Es belastet mich zwar zunehmend. Doch noch aber fühle ich mich nicht bereit im Bekannten- und Freundeskreis aus dem Verstecken heraus zu kommen.
Liebe Grüße
Inga
Re: Aus dem Alltag von Inga
Verfasst: Fr 23. Nov 2012, 23:37
von Inga
Hallo, Paula, Anja und Mona,
ja, ich bin mit mir vielleicht so etwas ungeduldig. Denn erst seit wenigen Jahren habe ich für mich erkannt und akzeptiert, was mich jahrzehntelang verwirrte: Diese Begeisterung für Frauenkleider. Zwar weiß ich noch nicht, was es alles umfassen mag und wohin das mich noch führen mag. Aber für mich hat sich mit dem Akzeptieren des Phänomen Cross Dressing ein unangenehmer Knoten im Leben gelöst und jetzt möchte ich gerne allzu gerne viele meiner Nächsten daran in meiner Freude über die Erkenntnis über mich teil haben, und gleichzeitig spüre ich, dass dafür die Zeit noch nicht reif ist. Abwarten und Tee trinken.
Ich muss mich Anja einfach anschließen. Es ist schön und es tut gut, Euch zu kennen, mit euch im Austausch zu sein, sich gelegentlich treffen und den Fortschritt miteinander zu erleben.
Liebe Grüße
Inga
Re: Aus dem Alltag von Inga
Verfasst: Sa 1. Dez 2012, 17:30
von Inga
Hallo, miteinader,
Heute ein kleiner Bericht vom "Waschtag":
Meine Waschmaschine kann nicht und so packte ich wie schon seit einiger Zeit regelmäßig meine Sachen in eine Tasche und fuhr zum Waschsalon. Als die Maschinen durch gelaufen waren, füllte ich die frisch gewaschene Wäsche in einen der Korbwagen und packte sie Stück für Stück in die Tasche zurück.
Ein kleiner, älterer Herr, weit über 70, beobachtete mich, kam auf mich zu und sprach mich dann an: Ob meine Frau auch nicht mehr ihre Wäsche waschen könne. Ich guckte erstaunt. Er zeigte auf die Wäschestücke in meiner Hand. Bei mir klickte es und ich musste schmunzeln. Ja, da verstaute ich in meine Tasche gerade Strumpfhosen, Bodies, BHs, Slips, Jeansrock und manch anderes, was Frauen so tragen. Dass die Frau in mir ist, sozusagen vor ihm steht, sich aber nicht so recht zeigen mag, hätte ich jetzt erklären müssen. Ich wollte nicht und so lenkte ich das Gespräch auf anderes.
Ja, er käme schon seit Jahren regelmäßig hierher. Seitdem seine Frau nicht mehr so gut laufen kann. Da macht er die Wäsche. Anfangs war es zweimal im Monat. Jetzt kommt er jede Woche und öfters auch zwischendurch. Er können nicht mehr so viel tragen wie früher. Da muss er öfters gehen. Aber er wolle nicht klagen, er könne dann immer noch eine Station mit der Straßenbahn fahren. Seine Frau ist jetzt zu Hause und kümmert sich um das Mittagessen. Samstag sei Eintopftag. Ich hatte alle Wäschestücke verstaut, verschloss die Tasche und gab dem leeren Korbwagen einen Schubs, damit er für die nächsten Kunden wieder vor den Maschinen seinen Platz einnahm. Ich verabschiedete mich, nahm die Tasche und machte mich mit der "Wäsche für meine Frau" auf den Rückweg. Hm, dachte ich, wäre schon nett, wenn jetzt noch jemand zu Hause mit einem Mittagessen auf mich wartete. Aber die Frau in mir hat ja noch keine Zeit zum kochen gehabt. Hauptsache, sie findet etwas im Kühlschrank und muss nicht noch zum Supermarkt"¦ .
Zuhause angekommen hängte ich die Wäsche zum Nachtrocknen noch einmal auf, nahm mir eine Kuscheljacke, schaute in den Spiegel und fand, mir fehle noch etwas: Ja, die Brust erschien mir etwas dünn und leer. Dem aber konnte ich mit den Sillis gleich abhelfen. Ich machte mir eine große Tasse Tee und dachte darüber nach, was heute noch zu tun war.
Liebe Grüße
Inga
Re: Aus dem Alltag von Inga
Verfasst: Do 13. Dez 2012, 00:28
von Inga
Am Rande der Weihnachtsfeier
So, nun ist es doch passiert. Jetzt bin ich doch wegen meiner etas damenhaften Unisex-Kleidung angesprochen worden.
Doch erst mal von vorne: Da war kürzlich eine kleine Weihnachtsfeier mit knapp zehn Leuten im privaten Rahmen. Dass das Wetter geradezu saumäßig ist mit Regen, Schneeflocken und gefrierender Nässe und manchmal etwas Schnee so alles um null Grad plus und minus brauche ich wohl nicht noch näher zu erläutern. Klar, hab ich mir für den Weg Stiefel angezogen. Und klar, zogen wir Schuhe und Stiefel aus, bevor wir uns beim Gastgeber wohnzimmer und küche stürmten, um uns über das Essen und Getränke her zu machen und über Gott und die Welt zu reden, bis es spät in der Nacht war und somit höchste Zeit zum Aufbrechen.
Ja, und als ich mir meine Stiefel nahm und gerade meine Füße hinein steigen lassen wollte, fragte mich doch jemand, was das für Stiefel wären, solche Art tragen doch sonst nur Frauen. Ertappt, schmunzelte in mich hinein. Machen mich die Stiefel schon zur Frau! Ja, es sind schöne Schaftstiefel, schlichter Stil, mit glattem schwarzen Leder, seitliche Reissverschlüsse und flachem Absatz, warm gefüttert und so gut anliegend, dass ich die Hosenbeine immer so ganz gut darüber ziehen kann. Sie sind in meiner Größe 43 und passen mir perfekt, seitdem ich die Nähte nach nähen ließ. Ich trage die Exemplare bei dem Wetter ganz gerne, denn sie haben nicht nur ein leichtes Klacken, sondern ich behalte darin auch warme trockene Füße. Das erklärte ich allerdings nicht, sondern sagte nur: "Ach, da lebe ich mit den Stiefeln auch ein bisschen Weiblichkeit." Dazu wollte niemand etwas sagen. Ich glaube, es hatte keiner die tiefere Bedeutung der Worte verstanden. Das war mir für den Moment auch recht. Ich wickelte mir noch den Schal um den Hals und schloss die Jacke. Wir verabschiedeten uns von den Gastgebern und brachen auf, um in dem einsetzenden Schneeregen zum heimatlichen Bett zu gelangen.
Liebe Grüße
Inga
Re: Aus dem Alltag von Inga
Verfasst: Do 13. Dez 2012, 10:43
von Inga
Hallo Saari,
Natürlch trage ich die Stiefel auch, weil sie bequem und warm und praktisch sind. Aber das wären auch andere knöchelhohe Stiefel, wie sie in den Herrenabteilungen der Schuhläden angeboten werden. Doch haben diese typische Damenstiefel in der schlichten klassischen Form für mich auch noch ihren speziellen Reiz des etwas weiblicheren Flairs als die Männerkleidung ähnlich wie bei Strumpfhosen halt auch. Doch da versteht nicht jeder "Normalo", der sich nicht Gedanken über die unterschiedlichen Aspekte des CrossDressings macht, einfach nicht so leicht die kleinen Andeutungen.
Liebe Grüße
Inga
Re: Aus dem Alltag von Inga
Verfasst: So 16. Dez 2012, 00:13
von Inga
Anja hat geschrieben:
Inga hat geschrieben:Ach, da lebe ich mit den Stiefeln auch ein bisschen Weiblichkeit."
das hast du echt schön gesagt! Mir wäre wahrscheinlich die Schamesröte ins Gesicht gestiegen und ich hätte, wenn ich überhaupt was rausbekommen hätte, vermutlich gestottert.
Das du eiskalt gekontert hast, zeigt, wie gefestigt du und deine weibliche Seite schon ist.
Grüße
die Anja
Hallo, Anja,
"eiskalt gekontert" habe ich nicht. Klingt für mich so nach knallhart. Ich glaube, ich habe mir für Situationen, die mir die Schamesröte ins Gesicht treiben können, angewöhnt erst mal ruhig zu bleiben. Und wenn dann nach ein paar Atemzüge noch immer Spannung in der Luft ist, ein paar nette bis ehrliche Worte mit einem Schuss Humor bis Schmunzelfaktor zu sagen, in möglichst einer Art, die den anderen nicht verletzt oder bloß stellt - manchmal die Hoffnung, dass der andere in ein Gespräch einsteigt. Aber das kann man nicht immer erwarten ... .
Liebe Grüße
Inga
Re: Aus dem Alltag von Inga
Verfasst: Mi 10. Jul 2013, 22:05
von Inga
Hallo, miteinander,
jetzt ist etwas besonderes zu feiern. Die ersten 1000 Beitzräge sind von mir gechrieben worden. Die nächsten 1000 Beiräge liegen vor mir. Was da wohl alles so drin stehen wird?
Dies jedenfalls ist der erste der zweiten Tausend oder anders ausgedrückt der 1001. Beitrag. Da werde ich zur Feiern des Ereignisses diesen Thread wieder beleben und wieder etwas mehr von mir schreiben, was sonst irgendwo anders im Forum stehen würde.
Ein Wochenende in Kiel liegt hinter mir. Da ich zur Kieler Woche wenige Tage vorher nicht konnte - ich war auf einer Chorfreizeit in Plön - brachten Becky und Julia mich auf die Ideee, in die Stadt zu kommen und passen dzum Tage den Stammtisch zu besuchen.
Da habe ich am letzten Tag das Fahrrad gesattelt und statt in die Heimat gen Kiel gefahren. Es war ein schöner sonniger Ferientag. Doch die Strecke erwies sich als mühsamer als erwartet und das Fahrrad als etwas schwerfälliger als erwartet. Es drängte mich, endlich die weibliche Seiten zu zeige. So nahm ich für die letzten Stationen den Zug zum Hbf. Das Hotel, in dem ich ein preiswerte einzelzimmer mit Bad reserviert hatte, war in der Nähe vom Schloss und Anlegestellen der Ostseefähren und so nur ein kurzer Weg durch die Fußgängerzone, in der ich das Rad samt Gepäck natürlich schob. Bei Woolworth entdekte ich herabgesetzt ein einfaches schwarzes T-Shirt-klrid und ein dünnes mit Blumen in schwarz und weiß bedrucktes Sommerkleid, die zudem meine Größe waren. Ich konnte es kaum erwarten im Hotel zu sein,
und die Sachen in Ruhe auszuprobieren. Überhaupt nutzte ich die Zeit erst mal, zu duschen, gründlich zu rasieren, Make-Up aufzutragen, dazu diesmal eher unauffälliger Lippenstift, mich angemessen anzuziehen, und ach ja, Sillies plazieren und die noch einmal Haare ordnen. Ich war mit dem Gesamteindruck im Spiegel ganz zufrieden. Die beiden Kleider übereinander sahen akzeptabel aus und ein knalliggrüner Schal dazu machte sich gut. Ich zog mir noch die Sandalen über die strumpflosen Füße Für kühle Stunden packte ich mir noch eine Strumpfhosen und eine meiner Unisex-Strickjacken aus der Damenabteilung zurecht. Im Internet checkte ich noch einmal die Location "Gallileo am Westring weit draußen. Nunja. Es wurde höchste Zeit. Und bei dem Weg sollte ich mit dem Fahrrad fahren.und los ging es. Tatsächlich fand ich das Reastaurant nach etwa einer viertel stunde schnell. Ich suchte Gelegenheit mein Fahrrad anzuschließen. Ich schaut e mich um. Wenig Leute. Ich öffnete die Tür zum bistro-Restaurant. Der große übersichtliche Gastraum leer, nur am Tresen etwas Personal. Die Gäste hatten zu dem lauschigen Sommerabend auf der Terasse hinter dem Hause Platz genommen. Die Bedienung schaute mich an. Ich schaute zurück, nahm mir ein Herz und fragte nach dem Transgender-Stammtisch. Oh, auf welchen Namen denn reserviert wäre. Das wusste ich nun wirklich nicht. Da sagte mir eine Kellnerin, dass ich die erste bin, und dass wir sicher auch draußen sitzen wollten. Sie hätte da schon die Tische zum Stammtisch zusammen gestellt. Ich nahm Platz und fing an die Speisekarte zu studieren. Bald auch kamen die anderen. Manche kannte ich nur aus dem Forum, einige schon vom Hamburger Treffen im Kiss, einige noch gar nicht.
Es wurde eine schöne Runde von acht bs zehn Leuten. Kurz: Es war wieder schön miteinander zu reden, aber zum Teil auch bewegend. Manchmal denke ich, was würden wir machen, wenn wir nicht das Internet im allgemeinen und Foren wie dieses hätten. Wir würden nichts voneinander wissen und würden wahrscheinlich mit den Jahren am Sinn des Lebens verzweifeln. Wir wüssten auch nichts von den praktischen Dingen des Lebens, wie etwa welche Perücke wo zu bekommen ist, und wie man ä frau sich den Bartschatten wegleasern könnte. So verschieden wie wir sind, da bin ich dankbar fürs dies Forum und für jede Gelegenheit, die es so gibt, zusammen zu kommen.
Auch wenn es an den Sommerabenden lange hell ist, gerrade auch im Norden, war es schon dunkel, als wir gezahlt hatten und langsam aufbrachen. Auf dem Heimweg habe ich mich mit dem Rad noch ungewollt einige umwege eingelegt, so dass der Rückweg zum Hotel viel länger wurde als der Hinweg. Da merkte ich, dass die Innenstadt voll von Touristen war, die zum Teil stärker alkoholisiert waren. Ich bahnte mir still meinen Weg durch die Leute, brachte am Hotel das Rad in den Fahrradkeller und ging auf mein Zimmer. Durchs Fenster hörte ich die Nachtschwärmer in der Ferne. Ich dachte aber eher ans Abschminken und fiel müde ins Bett. Ausschlafen in dem schön bezogenen Bett war angesagt. Doch wollte ich auch nicht zu spät aufwachen um am Sonntag noch durch Kiel zu bummeln, bevor ich am Nachmittag die Heimreise antreten musste.
Am Sonntag wachte ich auf, machte mich zurecht und zog mir eins der Kleider unter. Ich checkte ohne Frühstück aus - eine weise Entscheidung nach dem Abanend vorher. am Hauptbahnhof schloss ich mein Gepäck ein, schob mir an ruhiger Ecke Perücke und Sillies zurecht, tauschte die neutralen Schuhe gegen die Sandalen, lächete in eienr dunklen Scheibe mein Spiegelbild an und lächele in mich ein. Los geht's. die halbe innenstadt schien von einem ausufernden Flohmarkt belegt, über den ich ausgiebig bummeln musste. Schade, dass ich allein war. Da hätten wir uns vom Vorabend ruhig verabreden können. Die Versuchung war groß. Das Gedränge erträglich, die auswahl irre vielseitig. Das Wetter herrlich sonnig. Pause musste ich einlegen bei einer Bäckerei, um Kaffee und Brötchen zu essen. Ansonsten ließ ich mich treiben zwichen büchern und Klamotten und felsenfest im Grundsatz nichts zu kaufen, denn wie sollte ich das alles auf dem Rad noch mitnehmen? Gegen Mittag hate ich genug, der eine und andere stand packte auch schon ein. Ich suchte mir mein Fahrrad, das angeschlossen immer noch in dem Ständer stand, wo ich es abgestellt hatte. Inga wollte noch etas Atmosphäre der Stadt schnuppern, fuhr noch in das Univiertel und durch Holtenau, um dort einige Fotos zu machen, wozu es am Abend zuvor schon zu dunkel war.
Sollte ich noch etwa essen? Ich fuhr zum Bahnhof, ließ die Merkmale von Inga verschwinden, holte mein Gepäck aus dem Schließfach und machte mich mit dem Rad auf dem Weg zum Bahnsteig, von wo mich der Zug dann mit einiger Verspätung gen Heimat brachte.
Schön war es. Schön war die Zeit. Ja, so ein Wochenende en femme mit Stammtisch und Flohmarkt hat schon seine Reize. Ich kann es nur weiter empfehlen.
Liebe Grüße
Inga
Re: Aus dem Alltag von Inga
Verfasst: Mi 24. Jul 2013, 00:22
von Inga
Ein Sommerabend zu Hause
Puh, ist das heiß heute! Völlig verschwitzt kam ich nach Hause. So richtig kühl war die Wohnung auch nicht. Zuerst trank ich die halbe Flasche Wasser leeer. Dann konnte ich mich wenigstens der Tagesklamotten entledigen, kurz unter die Dusche springen und dann könnte ich mir etwas Leichtes für den lauen Sommerabend anziehen.
Ja, und da tat sich die große Auswahl auf. mit dem Handuch in der Hand stand ich vor dem Spiegel, sortierte meine Gedanken, dachte, den abend könnte ich auch wieder en femme verbringen. So wurden zuerst die Bartstopeln schon mal glatt rasiert, mit etwas leichtes Makeup den letzten Bartschatten übertüncht und dem Gesiht eine einheitliche Farbe gegeben. Etwas Puder nahm das Glänzen der schwitzenden Haut weg. Jetzt noch etwas mehr Puder. Ja und noch etwas dunkel rosa gepudert. So sah es aus, als ob ich etwas viel Sonne abbekommen habe. Jetzt noch Lippenstift und etwas mehr weibliche Haare und - zieh dir etwas an, auch wenn du allein zu Hause bist.
Liebe Grüße
Inga
Ich griff mir einen blauen Body, der in seinem schlichten Stil sicherlich auch als Badeanzug durchgehen könnte. Das könnte mir fast genügen! Jetzt noch einen Jeansrock dazu? Ach nein, das ist mir heute zu schwer. Lieber einen leichten Rock und die flatterige weiße Bluse ganz offen dazu? Ich griff mir dann doch ein langes Sommerkleid, das ich dies Jahr bisher noch kaum an hatte. Dazu noch die Sandaletten mit den Keilabsätzen. Jau, so gefiel es mir gut. Jetzt kann ich den Abend daheim genießen. Ich griff mir ein Buch und einige Zeitschriften, warf mal den PC an, schaute im Forum herum und ließ den Abend fiedlich vorbei streichen.
Re: Aus dem Alltag von Inga
Verfasst: Mi 31. Jul 2013, 23:36
von Inga
Was trage ich heute?
Heute abend zu Hause zur offenen Bluse über dem Body einen langen leichten Rock und Sandalen.
Geht es euch auch so? Zur Zeit habe ich so eine Phase, dass ich wieder mal meine diversen Perücken durchprobiere. Welche passt eigentlich? Gibt ein stimmiges Bild? Sitz gut, auch wenn ich sie länger trage? Welche davon mag ich um damit ach mal unters Volk zu gehen?
Wenn ich mich da so im Spiegel sehe, geht bei mir ohne Pony eigentlich gar nichts ... .
Hosenkauf I
Verfasst: Mo 2. Sep 2013, 12:32
von Inga
Für den Alltag musste ich mal wieder eine neue Hose kaufen. Ich wollte es mal wieder ausprobieren und schaute mich nach einem passenden Exemplar in der Herrenabteilung eines bekannten Textilkaufhauses um. Doch es gab kaum etwas annähernd in meinen Größen. Mal waren die Exemplare an der Hüfte zu weit, mal zu kurz für meine Beine, und meist viel zu schlapprig. so suchte ich die Damenabteilung auf und fand in meiner üblichen Größe eine gute Auswahl vor. Ich suchte mir aus dem farbenfrohen Angebot ein hübsches Exemplar. Anprobiert, ja, sitzt gut an Hüfte und Beinen. Das sollte es sein. Zu Hause angekommen probierte zu der Hose noch Pumps an und hochhackigen Stiefel. Ja, auch so kann ich an kühleren Tagen außer Haus gehen.
Den Tag über beschäftigte mich die Fage: Warum tue ich es mir immer noch an, in der Herrenabteilung nach passenden Hosen zu suchen?
Hosenkauf II
Verfasst: Mo 2. Sep 2013, 13:01
von Inga
Als ich in der Damenabteilugn mir unter den Bergen von farbenreichen Hosen ein Exemplar in meiner Größe suchte, kam eine Junge, etwa elf Jahre, an den Tisch. Seine Mutter (oder war es die Oma oder eine Tante?) gesellte sich dazu und schaute sich die sorgfältig gestapelten, nach Farben sortierten Exemplare genauer an. Der Junge sagte "So eine Hose will ich haben." Sie sagte zu ihm: "O, das sind aber Damenhosen". Er:" Ja, ich weiß. Die gefallen mir besser als die für Männer." - und dann nach einer Weile "Kann ich die mal anprobieren?" Nur nach einer kurzen Pause antwortete sie: "Ja, warum nicht. Zuerst musst du heraus finden, welche Größe dir passt. Dannach suche dir in der passenden Größe eine in der Farbe, die dir gefällt. Hier schau, halte die Hose an deine Beine. Ja, so. 36, hm probier auch eine in 34. Und schau hier, eine 38er mit kürzeren Beinen." Wenige Momente später entschwanden beide mit mehreren Damenhosen über dem Arm zu den Umkleidekabinen.. Er mit einem zuversichtlichen Gesicht, endlich zu einer schönen Hose zu kommen.
Neues Altes Avater„Foto
Verfasst: Fr 13. Sep 2013, 22:13
von Inga
Hi,
gibt es noch ein anderes foto von mir?- wurde ich gefragt. Oder ist das Avater-Foto das einzige?
Ja, es gibt noch mehr Fotos. Die meisten sind aber nicht so schön. Ich habe wieder in meinen Ordnern gewühlt und die Bildbearbeitungsprogramme gekitzelt. Nun kann ich ein anderes Foto präsentieren, das zudem auch schon mehr zur kommenden kühleren Jahreszeit passen mag.
Ist das so okay?
Liebe Grüße
Inga
Re: Aus dem Alltag von Inga
Verfasst: So 6. Okt 2013, 00:07
von Inga
Wann wird der Mann zur Frau? - stellte ich mir kürzlich die Frage und versuchte für mich eine Antwort zu finden. Wann wird der Cross-Dresser vom Mann zur Frau? - Wenn er anfängt Frauenkleidung anzuziehen, sich zu schminken und Perücke und so trägt? Wann kommt der Klick, dass man im Spiegel sich nicht mehr als Mann, sondern als Frau wahr nimnmt? So oder ähnlich war es in einem anderen Thread vor einigen Tagen.
Wann wird der Mann zur Frau? - In dem Moment wo er sich so fühlt. Und das, schätze ich, kann bei jedem verschieden sein.
Uff, wenn für mich die Frage so einfach zu beantworten wäre. Da trage ich eh viele Frauenkleidung im Männermodus, weil sie mir gut sitzt. Ja, da fühle ich mich als Mannn. Andererseits, voll gedressed, gechmickt und hübscher Perücke und einigen Beigaben wie Schal und Handtasche komme ich mir ganz anders vor. Wenn ich dann noch Pumps mit einem guten Absatz anziehe, dann fühle ich mich weiblich. Ob ich in den Augen anderer Menchen dann auch wirklich als Frau einsortiert werde, oder vielleicht doch nicht, ist immer noch eine ganz andere Sache, über die ich mir keine Sorgen mehr mache: Ich bin dann definitiv anders und zeige das, so wie ich kann, meine weibliche Seite. Punkt.
Kürzlich hatte ich da morgens eine merkwürdige Erfahrung. Morgens nach Aufstehen, Duschen und der übichen Morgentoilette überkam es mich, mich gleich bis zur Frau zu dressen. Also, gleich noch etwas Makeup und Puder ins Gesicht, Lippenstift und eine gut sitzende Perücke. BH über gezogen und mit silikonkissen gefüllt, dann Slips, blickdichten schlichten Body und Strumpfhose. Es gefiel mir wie sich die Brust unter dem Body abzeichneten. Doch mir kam der eindruck im Spegel noch ziemlich männlich vor. Damenjans, dunkelblaues Longshirt im gleichen Farbton, Sneakers an die Füße. Mein gefühlter Eindruck blieb unverändert. Der Mann im Spiegelbilde ließ grüßen. Probehalber noch Kette und Strockjacke übergezogen. Hm, naja. Vielleicht schon etwas mehr geschlechtsneutral, aber irgendwie nicht überzeugend. Also, Jacke aus. Ich zog mir für den Tag dann ein himmelblaues recht eng sitzendes Herrenhemd über. Da machte es klick. Wie der Stoff mir über die Brust flatterte und spannte und offen über die Hosenbund fiel. Mehrehre Knöpfe am Kragem ließ ich offen. Endlich fand ich mich gut. Jetzt kam mir mein Erscheinungsbild sehr weiblich vor. Ausgerechnet bei den einzigen Herrenklamotte, die ich an hatte.
So also ist das CrossDresser-(Er-)Leben.
Liebe Grüße
Inga
Re: Aus dem Alltag von Inga
Verfasst: So 6. Okt 2013, 07:34
von ExuserIn-2015-02-14
Hallo, Inga,
Deine alltäglichen Erlebnisse als Inga sind immer wieder schön zu lesen!
Dieser genderische Wechsel zwischen Männer- und Frauenmodus geht bei Dir fließend ineinander über, ohne ersichtliche Anstrengungen für Dich. Ich vermute mal, mit den Jahren bekommt man(n) die entsprechende Routine und Lockerheit. Ich beobachte auch an mir, ein ähnliches routiniertes Verhaltensmuster beim Crossdressen. Es ist eine unumstößliche Tatsache, mit der Zeit wird ein(e) Verwandlungskünstler(in) aus uns.
Wann wird der Mann zur Frau? - Ein gute Frage.
Für mich habe ich sie so beantwortet: Es liegt an meiner meiner individuellen Innen-Wahrnehmung, ob ich mich momentan als Mann oder Frau fühle. Es gibt Zeiten, da fühle ich mich absolut feminin, muss aber aus beruflichen und gesellschaftlichen Zwängen im Männermodus präsent sein. Obwohl ich meinen Job genau so gut als Frau durchziehen könnte, was sicherlich motivierender wäre. Hier entsteht eine gewisse innere Spannung für mich, die es gilt auszuhalten.
Dem entsprechend gibt es Aktivitäten und Zeiten, da möchte ich nur maskulin agieren.
Wenn mein gefühltes, inneres Frausein mit der äußeren Erscheinung übereinstimmt, finde ich zu meiner natürlichen und absoluten Einheit.
Crossdressing macht in dem Moment einfach nur glücklich, wenn ich als vollgestylte, damenhafte Erscheinung vor einem Spiegel stehe.
Re: Aus dem Alltag von Inga
Verfasst: Do 10. Okt 2013, 00:50
von Inga
Hi, Ladylike,
oh ja, im Männermodus zu arbeiten ist bei mir alternativlos. Zumindest dann, wenn ich nicht gerade einen Schreibtischtag zu Hause habe. Sonst aber habe ich starken Publikumsverkehr um mich und mehr oder weniger regelmäßig einen Stiamm von immer wieder wechselndelnden KollegInnenkreis, von denen manche nur danach zu gieren scheinen, über die anderen herzuziehen. Das ist vielleicht nicht gerade schmeichelhaft, aber so ist es. (Ojott, wenn das jetzt im Kollegenkreis gelesen und weiter g eleitet wird .... ) Nö, da möchte ich nicht tagelanges Gesprächstthema sein. Also, Männermodus vielleicht noch versteckt mit Unisex-Kleidung und über die Unterwäsche redet eh niemand. Manchmal träume ich dann schon davon, jetzt auch mal im Frauenmodus auftreten zu können, im Rock vielleicht, im Kleid, mit Pumps und so, mit schöner Perücke und angemessen leicht geschmicnkt. Mal etwas Klarlack auf den Fingernägel, vielleicht noch leichten Puder, und ganz vielleicht ein Schatten unauffälliger Lippenstift, ja, das scheint schon mal zu gehen. Damit ist die Grenze des Machbaren wohl ausgereizt. Es ist undenkbar, die weibliche Seite voll in der beruflichen Praxis zu zeigen. Und manchmal bemitleide ich mich dann im Stillen, bis die Gedanken sich wieder um die Arbeit drehen.
Das ist wohl Cross Dressers Los, wenn ich dich so recht verstanden habe.
Liebe Grüße
Inga