Christiane, mein neues Leben - # 4
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Chris
Re: Christiane, mein neues Leben
Hallo Ihr Lieben,
da ich mich oft im "Wechselbad der Gefühle" befinde, möchte ich
nach 6 Wochen der Entscheidung zur Transition für mich eine erste Zwischenbilanz ziehen.
Familie:
Meine Ehe ist zerstört, ein Teil meiner guten Freunde habe ich verloren, Bekannte meiden mich offensichtlich
Zu meinen Kindern habe ich ein recht gutes Verhältnis
Insgesamt, mit Ausnahme zum Verhältnis zu den Kindern, sehr negativ
Arbeit:
Zwei meiner Auftraggeber wollen oder können nicht mit mir als Frau zusammenarbeiten, jedoch habe ich zwei neue verständnisvolle AG dazu gewonnen. Allerdings habe ich mich bisher nur bei der Hälfte geoutet.
Besonders schwierig ist es mit einen AG mit dem ich befreundet bin, gerade für Freunde scheint es besonders schwierig zu sein.
Insgesamt vorsichtig optimistisch
Psyche:
Mein Leidensdruck ist stark reduziert, ich bin ausgeglichener, manchmal sogar recht glücklich und das nicht nur wegen der Kleidung — sondern aufgrund des begonnenen — leider noch weiten Weges.
Gesamteinschätzung
Ich merke deutlich, ich bin trotz aller Rückschläge auf dem richtigen Weg,
Sicher weiß ich jetzt auch- ich wollte das nicht glauben- ohne meine begleitende Therapeutin könnte ich das nicht.
Das Forum ist mir auch eine große Hilfe- vielen Dank an alle.
Eigentlich wollte ich das alles nicht in das Forum stellen, vielleicht hilft es aber anderen, die auch diesen schwierigen Weg gehen wollen oder müssen- zumindest über dargestellte Ergebnisse einmal nachzudenken"¦.
Liebe Grüße
Christiane
da ich mich oft im "Wechselbad der Gefühle" befinde, möchte ich
nach 6 Wochen der Entscheidung zur Transition für mich eine erste Zwischenbilanz ziehen.
Familie:
Meine Ehe ist zerstört, ein Teil meiner guten Freunde habe ich verloren, Bekannte meiden mich offensichtlich
Zu meinen Kindern habe ich ein recht gutes Verhältnis
Insgesamt, mit Ausnahme zum Verhältnis zu den Kindern, sehr negativ
Arbeit:
Zwei meiner Auftraggeber wollen oder können nicht mit mir als Frau zusammenarbeiten, jedoch habe ich zwei neue verständnisvolle AG dazu gewonnen. Allerdings habe ich mich bisher nur bei der Hälfte geoutet.
Besonders schwierig ist es mit einen AG mit dem ich befreundet bin, gerade für Freunde scheint es besonders schwierig zu sein.
Insgesamt vorsichtig optimistisch
Psyche:
Mein Leidensdruck ist stark reduziert, ich bin ausgeglichener, manchmal sogar recht glücklich und das nicht nur wegen der Kleidung — sondern aufgrund des begonnenen — leider noch weiten Weges.
Gesamteinschätzung
Ich merke deutlich, ich bin trotz aller Rückschläge auf dem richtigen Weg,
Sicher weiß ich jetzt auch- ich wollte das nicht glauben- ohne meine begleitende Therapeutin könnte ich das nicht.
Das Forum ist mir auch eine große Hilfe- vielen Dank an alle.
Eigentlich wollte ich das alles nicht in das Forum stellen, vielleicht hilft es aber anderen, die auch diesen schwierigen Weg gehen wollen oder müssen- zumindest über dargestellte Ergebnisse einmal nachzudenken"¦.
Liebe Grüße
Christiane
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Bianca D.
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Re: Christiane, mein neues Leben
Moin Christiane,
Es freut mich zu lesen,daß der eingeschlagene Weg der Richtige für dich ist.Auch wenn er am Anfang recht steinig ist,in der Regel bessert sich das,wenn die Outings alle durch sind und du dich im
Leben als Frau eingerichtet hast,du wirst es schaffen! Dein erstarkte Psyche wird dir ein wichtiger Partner dafür werden.Gut,daß du noch mal den Hinweis auf den Therapeuten gibst,da dessen
Einfluß zu Beginn häufig unterschätzt wird.
Alles Gute für Dich!
LG Bianca
Es freut mich zu lesen,daß der eingeschlagene Weg der Richtige für dich ist.Auch wenn er am Anfang recht steinig ist,in der Regel bessert sich das,wenn die Outings alle durch sind und du dich im
Leben als Frau eingerichtet hast,du wirst es schaffen! Dein erstarkte Psyche wird dir ein wichtiger Partner dafür werden.Gut,daß du noch mal den Hinweis auf den Therapeuten gibst,da dessen
Einfluß zu Beginn häufig unterschätzt wird.
Alles Gute für Dich!
LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
-
Chris
Re: Christiane, mein neues Leben
Hallo Ihr Lieben,
diesmal stand ein Termin im Kosovo an.
Nachdem ich mich vorher erkundigt hatte, ob es beim Fliegen Problemen geben kann, war ich als Frau unterwegs.
Im neuen Reisepass hatte ich das gleiche doch sehr weibliche Passfoto wie im Personalausweis.
Damit war die Übereinstimmung — Erscheinung mit Passfoto gewährleistet, es sollte also kein Problem sein.
Auf dem Hinflug war alles einfach. Auch die Abweichung im Einreiseformular zwischen eingetragenem und offensichtlichem Geschlecht war scheinbar kein Problem.
Beim Rückflug sah es doch etwas anders aus. Die Beamten kontrollierten meine Papiere und stellten halt diese Diskrepanz fest.
Ich wurde zu einem Vorgesetzten gebracht, erst nach langen Diskussionen und geführten Telefongesprächen mit irgend welchen Institutionen durch die Beamten und anschließender genauer Kontrolle konnte ich dann weiter zum Flieger gehen. So hätte ich fast noch meinen Flieger verpasst.
Auch das Einchecken im Hotel war vergleichsweise doch recht schwierig.
Insgesamt die erste richtig schlechte Erfahrung"¦
Bis zur offiziellen Vornamensänderung werde ich wohl nur noch in stabile EU- Mitgliedsstaaten als Frau fliegen.
Schade eigentlich!
Liebe Grüße
Christiane
diesmal stand ein Termin im Kosovo an.
Nachdem ich mich vorher erkundigt hatte, ob es beim Fliegen Problemen geben kann, war ich als Frau unterwegs.
Im neuen Reisepass hatte ich das gleiche doch sehr weibliche Passfoto wie im Personalausweis.
Damit war die Übereinstimmung — Erscheinung mit Passfoto gewährleistet, es sollte also kein Problem sein.
Auf dem Hinflug war alles einfach. Auch die Abweichung im Einreiseformular zwischen eingetragenem und offensichtlichem Geschlecht war scheinbar kein Problem.
Beim Rückflug sah es doch etwas anders aus. Die Beamten kontrollierten meine Papiere und stellten halt diese Diskrepanz fest.
Ich wurde zu einem Vorgesetzten gebracht, erst nach langen Diskussionen und geführten Telefongesprächen mit irgend welchen Institutionen durch die Beamten und anschließender genauer Kontrolle konnte ich dann weiter zum Flieger gehen. So hätte ich fast noch meinen Flieger verpasst.
Auch das Einchecken im Hotel war vergleichsweise doch recht schwierig.
Insgesamt die erste richtig schlechte Erfahrung"¦
Bis zur offiziellen Vornamensänderung werde ich wohl nur noch in stabile EU- Mitgliedsstaaten als Frau fliegen.
Schade eigentlich!
Liebe Grüße
Christiane
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Bianca D.
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Re: Christiane, mein neues Leben
Moin Christiane,
Das sind in der Tat Erlebnisse,die muß man nicht haben.Hast du dir mal überlegt,einen Ergänzungsausweis der DGTI zu beantragen?
Schönen Feiertag und liebe Grüße!
Bianca
Das sind in der Tat Erlebnisse,die muß man nicht haben.Hast du dir mal überlegt,einen Ergänzungsausweis der DGTI zu beantragen?
Schönen Feiertag und liebe Grüße!
Bianca
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Chris
Re: Christiane, mein neues Leben
Hallo Bianca,
vielen Dank für die nützlichen Hinweise, insbesondere auch auf das Forum.
Leider fehlt mir jetzt die Zeit um mich etwas näher damit zu beschäftigen.
Begonnene Transition, berufliche Überbelastung und privater Stress sind halt eine sehr schlechte Mischung.
Einer meiner freien Mitarbeiter und ehemaliger sehr guter Freund hat sich zu allem Überfluss auch noch von mir abgewendet. Warum es gerade bei guten Freunden so kompliziert ist?
Ich hoffe auf bessere Zeiten"¦
Liebe Grüße
Christiane
vielen Dank für die nützlichen Hinweise, insbesondere auch auf das Forum.
Leider fehlt mir jetzt die Zeit um mich etwas näher damit zu beschäftigen.
Begonnene Transition, berufliche Überbelastung und privater Stress sind halt eine sehr schlechte Mischung.
Einer meiner freien Mitarbeiter und ehemaliger sehr guter Freund hat sich zu allem Überfluss auch noch von mir abgewendet. Warum es gerade bei guten Freunden so kompliziert ist?
Ich hoffe auf bessere Zeiten"¦
Liebe Grüße
Christiane
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Anne-Mette
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Re: Christiane, mein neues Leben
Guten Morgen,
Gerade für den ganz engen Kreis scheint es recht schwierig zu sein. Viele Menschen können sich "rein allgemein" gut mit dem Thema Transidentität auseinanandersetzen und haben durchaus ganz offene Meinungen...
... aber wenn es um die eigene Familie oder den ganz engen Freundeskreis geht, dann kann es ganz anders aussehen.
Ich wünsche Dir weiterhin Stärke auf Deinen Wegen
Gruß und schönen Sonntag
Anne-Mette
Sicherlich, weil es man/Frau glaubt, den Anderen richtig gut zu kennen - und dann ist man vollkommen überrascht, wenn so etwas aufkommt.Warum es gerade bei guten Freunden so kompliziert ist?
Gerade für den ganz engen Kreis scheint es recht schwierig zu sein. Viele Menschen können sich "rein allgemein" gut mit dem Thema Transidentität auseinanandersetzen und haben durchaus ganz offene Meinungen...
... aber wenn es um die eigene Familie oder den ganz engen Freundeskreis geht, dann kann es ganz anders aussehen.
Ich wünsche Dir weiterhin Stärke auf Deinen Wegen
Gruß und schönen Sonntag
Anne-Mette
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Chris
Re: Christiane, mein neues Leben
Hallo Ihr Lieben,
soeben erhielt ich die Mitteilung, dass meine Krankenkasse die Kosten für die therapeutische Begleitung entsprechend Befürwortung meiner Psychologin komplett übernimmt.
Die Kostenübernahme weiterer therapeutischer Maßnahmen, einschließlich der späteren OP- Kosten bedarf noch offizieller Gutachten- so meine Krankenkasse, soweit bin ich aber noch nicht.
Der erste Schritt in dieser Richtung ist also geschafft.
Ich hatte eigentlich auch keine Zweifel an der Entscheidung, dennoch bestärkt es mich, diesen schwierigen Weg weiter zu gehen.
Liebe Grüße
Christiane
soeben erhielt ich die Mitteilung, dass meine Krankenkasse die Kosten für die therapeutische Begleitung entsprechend Befürwortung meiner Psychologin komplett übernimmt.
Die Kostenübernahme weiterer therapeutischer Maßnahmen, einschließlich der späteren OP- Kosten bedarf noch offizieller Gutachten- so meine Krankenkasse, soweit bin ich aber noch nicht.
Der erste Schritt in dieser Richtung ist also geschafft.
Ich hatte eigentlich auch keine Zweifel an der Entscheidung, dennoch bestärkt es mich, diesen schwierigen Weg weiter zu gehen.
Liebe Grüße
Christiane
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Chris
Re: Christiane, mein neues Leben
Hallo Ihr Lieben,
Meine private Krankenkasse hat die volle Kostenübernahme zunächst für die Hormontherapie und alle weiteren angleichenden Maßnahmen (GaOP, Elektroepilation, Stimmtraining,) auf Basis des Attestes meiner Therapeutin und des Endokrinologen signalisiert.
Voraussetzung dafür sind dann aber die Vorlage erforderlicher Gutachten sowie weiterer ärztlicher Bestätigungen.
Vor Beginn der Hormon- Therapie, wollte ich noch die weiteren ärztlichen Untersuchungen abwarten.
Nachdem meine erste Untersuchung so problemlos abgelaufen ist, hatte ich da auch keine Bedenken.
Dann aber die für mich ganz schlimme Diagnose (untermauert durch einen zweiten Arzt)- von einer GaOP ist aus ärztlicher Sicht dringend abzuraten bzw. diese ist nicht ausführbar. Diese Erkenntnis traf mich wie ein heftiger Schlag ins Gesicht.
Bevor ich mein neues Leben so richtig beginnen konnte, ist es auch schon wieder zu Ende - und wird wohl immer ein Traum bleiben. Ich war mir in letzter Zeit so sicher, dass es für mich der einzig gangbare Weg ist.
Meine Hoffnung- nun endlich so leben zu können wie ich mich schon immer fühle, hat sich in Luft aufgelöst. Ich glaube, es gibt nichts Schlimmeres.
Das Einzige was ich erreicht habe- meine Familie ist zerstört und meine Freunde habe ich verloren.
Eigentlich hatte ich immer vor irrevisiblen Eingriffen Angst, es ist aber etwas ganz anderes, wenn man nicht mehr selbst sein Leben bestimmen kann.
Der ärztliche Rat — mich jetzt dringend mit meiner Therapeutin auseinanderzusetzen- bringt mich auch nicht mehr weiter"¦"¦"¦"¦
Liebe Grüße
eine unendlich traurige Christiane
Meine private Krankenkasse hat die volle Kostenübernahme zunächst für die Hormontherapie und alle weiteren angleichenden Maßnahmen (GaOP, Elektroepilation, Stimmtraining,) auf Basis des Attestes meiner Therapeutin und des Endokrinologen signalisiert.
Voraussetzung dafür sind dann aber die Vorlage erforderlicher Gutachten sowie weiterer ärztlicher Bestätigungen.
Vor Beginn der Hormon- Therapie, wollte ich noch die weiteren ärztlichen Untersuchungen abwarten.
Nachdem meine erste Untersuchung so problemlos abgelaufen ist, hatte ich da auch keine Bedenken.
Dann aber die für mich ganz schlimme Diagnose (untermauert durch einen zweiten Arzt)- von einer GaOP ist aus ärztlicher Sicht dringend abzuraten bzw. diese ist nicht ausführbar. Diese Erkenntnis traf mich wie ein heftiger Schlag ins Gesicht.
Bevor ich mein neues Leben so richtig beginnen konnte, ist es auch schon wieder zu Ende - und wird wohl immer ein Traum bleiben. Ich war mir in letzter Zeit so sicher, dass es für mich der einzig gangbare Weg ist.
Meine Hoffnung- nun endlich so leben zu können wie ich mich schon immer fühle, hat sich in Luft aufgelöst. Ich glaube, es gibt nichts Schlimmeres.
Das Einzige was ich erreicht habe- meine Familie ist zerstört und meine Freunde habe ich verloren.
Eigentlich hatte ich immer vor irrevisiblen Eingriffen Angst, es ist aber etwas ganz anderes, wenn man nicht mehr selbst sein Leben bestimmen kann.
Der ärztliche Rat — mich jetzt dringend mit meiner Therapeutin auseinanderzusetzen- bringt mich auch nicht mehr weiter"¦"¦"¦"¦
Liebe Grüße
eine unendlich traurige Christiane
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Anne-Mette
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Re: Christiane, mein neues Leben
Moin,
bevor ich mich meinem Tagesablauf widme, möchte ich Dir erst einmal Trost zusprechen
Ich werde mal einen "In-den-Arm-nehmen-Smily" besorgen; der passt besser!
"Endlich so leben zu können wie ich mich schon immer fühle" - das war die Entwicklung, die sich für Dich gezeigt hat. Dabei gibt es Komplikationen, die mit der Familie und der Arbeit zu tun haben können. Aber auch medizinisch geht nicht immer alles glatt - weder vor einer OP, während - und auch danach. Es ist in allen Fällen ein risikobehafteter und sehr schmerzhafter Weg.
Für Dich war die Diagnose ein harter Schlag; ich hoffe, die Therapeutin kann gut mit Dir darüber reden, sodass Du für Dich einen Weg findest.
Wie ist es bei Dir mit einer "kleinen Lösung" - oder kommt die überhaupt nicht in Betracht?
Herzliche Grüße
Anne-Mette
bevor ich mich meinem Tagesablauf widme, möchte ich Dir erst einmal Trost zusprechen
Ich werde mal einen "In-den-Arm-nehmen-Smily" besorgen; der passt besser!
Das hört sich so endgültig und so negativ an; bleibt keine Hoffnung, auf Lösungen?Meine Hoffnung- nun endlich so leben zu können wie ich mich schon immer fühle, hat sich in Luft aufgelöst. Ich glaube, es gibt nichts Schlimmeres.
Das Einzige was ich erreicht habe- meine Familie ist zerstört und meine Freunde habe ich verloren.
"Endlich so leben zu können wie ich mich schon immer fühle" - das war die Entwicklung, die sich für Dich gezeigt hat. Dabei gibt es Komplikationen, die mit der Familie und der Arbeit zu tun haben können. Aber auch medizinisch geht nicht immer alles glatt - weder vor einer OP, während - und auch danach. Es ist in allen Fällen ein risikobehafteter und sehr schmerzhafter Weg.
Für Dich war die Diagnose ein harter Schlag; ich hoffe, die Therapeutin kann gut mit Dir darüber reden, sodass Du für Dich einen Weg findest.
Wie ist es bei Dir mit einer "kleinen Lösung" - oder kommt die überhaupt nicht in Betracht?
Herzliche Grüße
Anne-Mette
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Bianca D.
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Re: Christiane, mein neues Leben
Moin Christiane,
Das sind ja keine schönen Nachrichten!Tut mir absolut leid für Dich.Da hast du nun deinen Weg gefunden,die Ehe ist dabei auf der Strecke geblieben und dann so eine Nachricht,das hätte mich
auch umgehauen.Doch nun kommt das "ABER"! Laß dich von dieser zunächst schockierenden Nachricht nicht beirren.Der finale Cut ist nicht das,was dein Leben zum Leben einer Frau macht.Da
gehört viel mehr dazu und die Gaop ist "nur" noch schmückendes Beiwerk.Nimm dir ein Beispiel an mir: durch die HRT und meine nun offizielle Identität lebe ich und bin ich in allen Dingen eine
Frau.Und was zwischen den Beinen noch baumelt,geht keinen was an.Rede auf jeden Fall bald mit deinem Thera darüber.Er wird dir sicher helfen können,diesen Schock zu verarbeiten.
Andere Frage: Wie kämst du denn mit der kleinen Lösung zu recht?
Um auf deinen Befund zurück zu kommen: Ich möchte dir dringend empfehlen, eine zweite Meinung dazu einzuholen.Setz dich mal mit Dr.Schaff in München in Verbindung,das ist ein plastischer
Chirurg.Ich war im April bei ihm zum Infogespräch und bin sehr gut beraten worden.Noch ist Polen nicht verloren.Ich drück dich
Quelle: http://smilies-smilies.de/smilies/freun ... /sbfme.gif.
GLG Bianca
Das sind ja keine schönen Nachrichten!Tut mir absolut leid für Dich.Da hast du nun deinen Weg gefunden,die Ehe ist dabei auf der Strecke geblieben und dann so eine Nachricht,das hätte mich
auch umgehauen.Doch nun kommt das "ABER"! Laß dich von dieser zunächst schockierenden Nachricht nicht beirren.Der finale Cut ist nicht das,was dein Leben zum Leben einer Frau macht.Da
gehört viel mehr dazu und die Gaop ist "nur" noch schmückendes Beiwerk.Nimm dir ein Beispiel an mir: durch die HRT und meine nun offizielle Identität lebe ich und bin ich in allen Dingen eine
Frau.Und was zwischen den Beinen noch baumelt,geht keinen was an.Rede auf jeden Fall bald mit deinem Thera darüber.Er wird dir sicher helfen können,diesen Schock zu verarbeiten.
Andere Frage: Wie kämst du denn mit der kleinen Lösung zu recht?
Um auf deinen Befund zurück zu kommen: Ich möchte dir dringend empfehlen, eine zweite Meinung dazu einzuholen.Setz dich mal mit Dr.Schaff in München in Verbindung,das ist ein plastischer
Chirurg.Ich war im April bei ihm zum Infogespräch und bin sehr gut beraten worden.Noch ist Polen nicht verloren.Ich drück dich
Quelle: http://smilies-smilies.de/smilies/freun ... /sbfme.gifGLG Bianca
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Maike
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Re: Christiane, mein neues Leben
Liebe Christiane,
jetzt komme ich endlich auch mal wieder dazu, mich hier aktiver einzubringen. Auch ich habe Deinen Weg sehr aufmerksam verfolgt und musste an vielen Stellen sehr viele Parallelen zu mir feststellen. Nur konntest Du Deinen Weg trotz vieler Widrigkeiten viel schneller und konsequenter gehen - was mich unglaublich beeindruckt hat.
Die Aussage Deiner Ärzte ist natürlich erst einmal ein heftiger Schlag. Ich glaube aber, meine "Vorrednerinnen" haben Recht. Du bist jetzt schon so weit gegangen bzw. gekommen...ich bin mir sicher, Du findest auch ohne die GaOP einen Weg, der Dich glücklich macht.... und hoffentlich neue Freunde und eine neue Partnerschaft.
Ich drücke Dir ganz fest die Daumen! ...und wenn Du mal jemand zum Austausch brauchst - melde Dich einfach.
Liebe Grüße
Maike
jetzt komme ich endlich auch mal wieder dazu, mich hier aktiver einzubringen. Auch ich habe Deinen Weg sehr aufmerksam verfolgt und musste an vielen Stellen sehr viele Parallelen zu mir feststellen. Nur konntest Du Deinen Weg trotz vieler Widrigkeiten viel schneller und konsequenter gehen - was mich unglaublich beeindruckt hat.
Die Aussage Deiner Ärzte ist natürlich erst einmal ein heftiger Schlag. Ich glaube aber, meine "Vorrednerinnen" haben Recht. Du bist jetzt schon so weit gegangen bzw. gekommen...ich bin mir sicher, Du findest auch ohne die GaOP einen Weg, der Dich glücklich macht.... und hoffentlich neue Freunde und eine neue Partnerschaft.
Ich drücke Dir ganz fest die Daumen! ...und wenn Du mal jemand zum Austausch brauchst - melde Dich einfach.
Liebe Grüße
Maike
Es ist wie es ist. Aber es wird, was du daraus machst!
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Kerstin
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Re: Christiane, mein neues Leben
Hallo Christiane
Ich drück dich einfach mal ganz lieb
Quelle: http://smilies-smilies.de/smilies/freun ... /sbfme.gif
Ist die OP wirklich so wichtig? Nach allem was du durch gemacht hast solltest du nicht einfach klein bei geben.
Liebe Grüße Kerstin
Ich drück dich einfach mal ganz lieb
Quelle: http://smilies-smilies.de/smilies/freun ... /sbfme.gifIst die OP wirklich so wichtig? Nach allem was du durch gemacht hast solltest du nicht einfach klein bei geben.
Liebe Grüße Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
-
Chris
Re: Christiane, mein neues Leben
Hallo Ihr Lieben,
vielen herzlichen Dank für Eure aufmunternden Beiträge,
Ich bin noch ziemlich geschockt, so dass ich das alles noch nicht richtig verarbeiten kann.
Seit meiner Kindheit träume ich davon einen Busen zu bekommen und hübsche Kleider tragen zu dürfen.
Den größten Leidensdruck löste aber aus — und ekelt mich regelrecht an- das was eigentlich entfernt werden sollte.
Mit meinen Bikinistreifen vom letzten Spanienaufenthalt und vom sonnen mit Bikini auf der Terrasse sieht es bei flüchtigen hinsehen so aus als hätte ich bereits einen Busen- insbesondere wenn ich von der Badewanne in den Spiegel schaue- dann wird mir aber schlagartig bewußt, dass das entscheidende noch da ist, dann breche ich förmlich zusammen und kann meine Tränen nicht mehr zurückhalten.
Nachdem für mich die TS feststand hatte ich auch nie vor der OP Angst- es war immer nur mein wunderbares Ziel.
Nein, diese "kleine Lösung" geht bei mir überhaupt nicht. Aus diesem Grund sollten alle Arztuntersuchungen erledigt sein, bevor ich mit der Hormontherapie beginnen wollte.
Ich beneide alle TS die damit glücklich sein können.
Der von Anne-Mette eingestellte Bericht- Transsexualität "Der Dritte Weg" vom 20.06.2012 macht mich besonders nachdenklich —besser könnte ich meinen eigenen Weg und Empfindungen nicht beschreiben, dort ist alles aber auch alles wie bei mir— nur dieser Weg wurde wohl für mich abrupt unterbrochen.
Natürlich gebe ich noch nicht auf und werde noch weitere Ärzte konsultieren, obwohl meine Untersuchungen bereits durch zwei kompetente Spezialisten durchgeführt wurden. Ich werde auch nach München fahren, da geht es für mich nicht vorrangig um plastische Chirurgie, sondern mehr um eine fachkundige Beratung und die Einschätzung der Risiken.
Danke Bianca für den Tip!
Am Montag steht ein geplanter Termin bei meiner Therapeutin an, eigentlich wollte ich den Termin absagen, ich wollte erst einmal für mich — ganz allein- die wesentlichsten Dinge gedanklich ordnen — aber das war wahrscheinlich doch nicht so eine gute Idee — so werde ich doch hingehen.
Diese ganze Problematik übersteigt schon allein meine Belastbarkeit, in Summe mit den anderen privaten Problemen ist es kaum zu ertragen"¦
Liebe Grüße
Christiane
vielen herzlichen Dank für Eure aufmunternden Beiträge,
Ich bin noch ziemlich geschockt, so dass ich das alles noch nicht richtig verarbeiten kann.
Seit meiner Kindheit träume ich davon einen Busen zu bekommen und hübsche Kleider tragen zu dürfen.
Den größten Leidensdruck löste aber aus — und ekelt mich regelrecht an- das was eigentlich entfernt werden sollte.
Mit meinen Bikinistreifen vom letzten Spanienaufenthalt und vom sonnen mit Bikini auf der Terrasse sieht es bei flüchtigen hinsehen so aus als hätte ich bereits einen Busen- insbesondere wenn ich von der Badewanne in den Spiegel schaue- dann wird mir aber schlagartig bewußt, dass das entscheidende noch da ist, dann breche ich förmlich zusammen und kann meine Tränen nicht mehr zurückhalten.
Nachdem für mich die TS feststand hatte ich auch nie vor der OP Angst- es war immer nur mein wunderbares Ziel.
Nein, diese "kleine Lösung" geht bei mir überhaupt nicht. Aus diesem Grund sollten alle Arztuntersuchungen erledigt sein, bevor ich mit der Hormontherapie beginnen wollte.
Ich beneide alle TS die damit glücklich sein können.
Der von Anne-Mette eingestellte Bericht- Transsexualität "Der Dritte Weg" vom 20.06.2012 macht mich besonders nachdenklich —besser könnte ich meinen eigenen Weg und Empfindungen nicht beschreiben, dort ist alles aber auch alles wie bei mir— nur dieser Weg wurde wohl für mich abrupt unterbrochen.
Natürlich gebe ich noch nicht auf und werde noch weitere Ärzte konsultieren, obwohl meine Untersuchungen bereits durch zwei kompetente Spezialisten durchgeführt wurden. Ich werde auch nach München fahren, da geht es für mich nicht vorrangig um plastische Chirurgie, sondern mehr um eine fachkundige Beratung und die Einschätzung der Risiken.
Danke Bianca für den Tip!
Am Montag steht ein geplanter Termin bei meiner Therapeutin an, eigentlich wollte ich den Termin absagen, ich wollte erst einmal für mich — ganz allein- die wesentlichsten Dinge gedanklich ordnen — aber das war wahrscheinlich doch nicht so eine gute Idee — so werde ich doch hingehen.
Diese ganze Problematik übersteigt schon allein meine Belastbarkeit, in Summe mit den anderen privaten Problemen ist es kaum zu ertragen"¦
Liebe Grüße
Christiane
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Anne-Mette
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Re: Christiane, mein neues Leben
Guten Morgen,
schön, dass Du geschrieben hast; ich hatte mir schon Sorgen gemacht - und das nicht ohne Grund
Alles Liebe und Gute
Anne-Mette
schön, dass Du geschrieben hast; ich hatte mir schon Sorgen gemacht - und das nicht ohne Grund
Ich denke, das ist keine gute Idee...eigentlich wollte ich den Termin absagen,
Ich hoffe, dass Du durch dieses Tief kommst und Du Wege erkennst, die für Dich tragbar sind.Diese ganze Problematik übersteigt schon allein meine Belastbarkeit, in Summe mit den anderen privaten Problemen ist es kaum zu ertragen"¦
Alles Liebe und Gute
Anne-Mette
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spacecy
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Re: Christiane, mein neues Leben
Hi,
ich bin in meinem langen Leben einige Male in offensichtlich vollkommen ausweglosen Situationen gewesen und habe mehrfach gedacht, jetzt geht es überhaupt nicht mehr weiter.
Eines habe dadurch gelernt: es ist das menschliche Wesen, es ist unser Lebenswille, der uns einen Weg finden lässt. Was wir überstehen wollen, das Überleben wir auch.
Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du einen Weg findest, der dich zu deinem Glück und deiner Zufriedenheit führt. Du musst es wollen und fest daran glauben.
Liebe Grüße
spacecy
ich bin in meinem langen Leben einige Male in offensichtlich vollkommen ausweglosen Situationen gewesen und habe mehrfach gedacht, jetzt geht es überhaupt nicht mehr weiter.
Eines habe dadurch gelernt: es ist das menschliche Wesen, es ist unser Lebenswille, der uns einen Weg finden lässt. Was wir überstehen wollen, das Überleben wir auch.
Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du einen Weg findest, der dich zu deinem Glück und deiner Zufriedenheit führt. Du musst es wollen und fest daran glauben.
Liebe Grüße
spacecy
Glücklich ist, wer vergißt was nicht zu ändern ist (aus "Die Fledermaus")