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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Verfasst: Mi 11. Mär 2026, 22:08
von Knäckebrötchen
Michi hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 21:14 Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 06:45
Was bin ich also ? "Nicht-Mann" also eine Frau ? Aber ich kann auch nicht eine Frau sein, weil mir dafür zuviel fehlt, anatomisch, aber vor allem auch in der Sozialisation. Bin ich wegen "Nicht-Frau" also Mann ? Sind meine weiblichen GEfühle also nicht echt ? Ist das eine Chimäre ? Aber männliche Gefühle kann ich in der tradierten Form auch nicht spüren. Bin ich damit ein "Nicht-Mensch" ? Das ist natürlich Blödsinn.
Michi hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 21:14 ich sehe das Problem darin, dass du dir selbst Regeln machst bzw. diese vom Außen übernimmst, und auf Grund derer du eine mögliche Selbstwahrnehmung als Frau ausschließt.
Da möchte ich dir zustimmen und ergänzen:

Oder auch als Mann.

Die Gleichung ist doch nicht "männliche Gefühle kann ich in der tradierten Form auch nicht spüren." = Nicht-Mann?! Das ist doch - sorry - arg simpel. Wie viele Menschen, die sich als Mann identifizieren, passen nicht in die "tradierten Formen"? Oder Frauen.

Was mir in letzter Zeit wieder häufig(er) auffällt, ist diese doch sehr stereotyp wirkende Formulierung, wenn ich weibliche Kleidung anziehe, kann ich auf einmal Gefühle zulassen (= weiblich sein) und weil ich dadurch authentischer wirke (Feedback), muss ich weibliche "Anteile" haben.

Warum um alles in der Welt darf denn ein Mann keine Gefühle haben oder zeigen? Wie klischeebehaftet wollen wir denn diese Rollenbilder auf diesem Weg weiter zementieren?

Ich möchte damit ganz ausdrücklich niemandem vorschreiben irgendetwas zu tun oder auch nicht. Tragt die Kleidung, in der ihr euch wohl fühlt und genießt Strumpfhose, Make Up, Sillies und was auch immer ihr gerne tragt/braucht. Das Leben darf ruhig bunt und vielfältig sein. Auf mich wirkt es nur manchmal so, dass hier mit viel Energie und Not nach einer Begründung für das Abweichen vom harten Männlichkeits-Klischee gesucht wird, die nach meinem Empfinden gar nicht sein müsste.

Soll heißen: Kleidung zu tragen, die einem gefällt ist immer schön. Aber dafür reicht als Begründung (so man denn eine braucht) der eigene Geschmack :)

Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Verfasst: Mi 11. Mär 2026, 22:36
von Juliane
Moin zusammen.

Und wie heißt es doch so schön? Erstens kommt es anders und zweitens als du denkst.

Ich hatte auch so einen schönen Plan für heute. Das schlichte Alltagsoutfit bereits bereitgelegt und dann ganz früh zum Training! Anschließend duschen, rasieren und neu ankleiden. Und dann, schon als Juliane, frühstücken und den Tag mit einem Ausflug, dem Besuch im Gartencenter und dem großen Wocheneinkauf fortführen.

Doch es kam leider anders! Bereits beim aufstehen ein kratzen in Hals und Rachen. Das Training nach etwa anderthalb Runden abgebrochen, weil sich Schlappheit und hohe Pulsfrequenz einstellten. Und dann den Rest des Tages, warm eingepackt und mit viel Tee neben der Tastatur, mit Vereinsverwaltung zugebracht :cry: .

Aber der Julianetag wird nachgeholt. Bloß nicht den Kopf hängen lassen (yes) .

Liebe Grüße, Juliane

Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Verfasst: Do 12. Mär 2026, 07:14
von ExUserIn-2026-04-08
gabo hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 10:01 Was soll ich machen.????
- Die Sache abbrechen?
o Dass sie sich nach einem normalen Mann umschauen kann.
o um ihr nicht weh zu tun.
o
- Mich als Crossdresser Outen?
o Ja/ Nein
o Wenn JA wie?
Egal welche Entscheidung, es ist DEINE Entscheidung. Was bedeutet "die Sache abbrechen" für Dich und für sie ? Was ist denn ein normaler Mann ? Was tut ihr denn weh ? Was weißt Du denn nach der kurzen Zeit über sie ? Warum willst Du ihr denn die Chance nehmen, selber zu entscheiden, was für sie gut und richtig ist ? ISt das nicht übergriffig ? Wie schrieb St. Exupery: Wir sind für die verantwortlich, die wir uns vertraut gemacht haben. Was meint er damit ? Ich denke, es geht um eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Aber das bedeutet auch, dass wir uns und den Menschen gegenüber ehrlich und gerecht sein müssen. Aber das ist nur meine Sicht.

Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Verfasst: Do 12. Mär 2026, 07:36
von Michi
Beatrixtg hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 21:52
Michi hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 21:37 ch sag jetzt einfach mal hier an dieser Stelle danke an alle, die mich gerade so ertragen wie ich bin, und die mich deswegen nicht vollmeckern.
Wieso voll meckern. Wir alle haben / hatten solche Phasen, und wenn nicht hier wo andere ähnliche Erfahrungen machten / machen?
Hallo Beatrix,

kurze Erklärung: Ich habe halt in der Vergangenheit oft erlebt, dass ich angegangen wurde, wenn es mir nicht gut ging und es mir schwer fiel, meine Gedanken in geschmeidige, wohlwollende und positive Texte zu verpacken. Darum wollte ich versuchen, etwas positives zu schreiben .. und wenn schon nichts über mich, dann wenigstens zu euch.

Liebe Grüße (has-o)
Michi

Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Verfasst: Do 12. Mär 2026, 08:52
von ExUserIn-2026-04-03
Knäckebrötchen hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 22:08 Was mir in letzter Zeit wieder häufig(er) auffällt, ist diese doch sehr stereotyp wirkende Formulierung, wenn ich weibliche Kleidung anziehe, kann ich auf einmal Gefühle zulassen (= weiblich sein) und weil ich dadurch authentischer wirke (Feedback), muss ich weibliche "Anteile" haben.
Tja - so diskussions- und änderungswürdig das auch erscheint, ist es doch die bittere Realität. Und viele CDs erfahren dies immer und immer wieder am eigenen Leib. Und ich finde es unfair, dieses Empfinden mit dem Etikett "FALSCH!" zu versehen. - Ich habe an anderer Stelle schon mal bemerkt, dass ich die Verwandlung als Schritt in eine gute Richtung sehe - nämlich solche Gefühle und Verhaltensmuster überhaupt zuzulassen. Denn wenn wenn "Mann" keine Hilfsmöglichkeit und kein Vehikel zur Verfügung hat, dann kann er es oftmals gar nicht zulassen und als Kompensation flüchtet er sich in noch tiefere männlich Muster - oder - liegt eine sensiblere Version eines Mannes vor in eine psycho-emotionale Krisensituation.
Deswegen bitte ich doch, die äußere Verwandlung als Hilfe für eine mögliche Lösung positiv anzuerkennen und sie nicht zu verurteilen, nur, weil man selber schon über dieses Stadium hinweg ist.
Danke - Svenja

Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Verfasst: Do 12. Mär 2026, 10:58
von Fleur
Svenja Rothermund hat geschrieben: Fr 6. Mär 2026, 14:19 Habt Ihr denn so was schon mal erlebt - oder "brennt Ihr 24/7 für Eure innere und äußere Frau?
Liebe Svenja

Ja du - du bist da nicht allein. Die Frage "Boah, was machst du da eigentlich" habe ich mir mehrmals gestellt. Meistens dann, wenn ich auf Biegen und Brechen mir meine Mädelzeit organisiert habe - mir die Zeit dafür zusammengekratzt habe und viel anderes und wichtiges auf die Seite geschoben habe.
Zweimal hat es dazu geführt, dass ich meine Mädelsachen restlos entsorgt habe. Immerhin hat das geholfen, dass ich mir die neue Garderobe etwas genauer zusammengestellt habe. Das ist glücklicherweise nun ein paar Jahre her.

Inzwischen habe mich arrangiert - mit meiner Partnerin und mir. Das Thema 24/7 ist einem guten Konsens aufgegangen. Nur noch selten bekomme ich beim Zurückbauen in mein Leben en Homme noch feuchte Augen - es kommt noch vor, aber uuu selten...denn ich weiss, dass ich nächste Woche wieder meine Mädelzeiten haben werde.

Mein Arrangement mit den Leben liegt zwischen den Geschlechterwelten. Auch en Homme sind meine Augenbrauen immer in Form gezupft - mein Nägelchen glänzen Tag und Nacht - ich trage Basic-Kleider auch ohne Styling - so lebe ich in einer für mich stimmigen Schnittmenge...das ganz glücklich damit. Darum auch habe ich auf meiner Webseite den Überbegriff "Fleur - Leben zwischen den Geschlechterwelten" gewählt.

Ich wünsche dir weiterhin herrliche Frauentage - herzlichst, Fleur

Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Verfasst: Do 12. Mär 2026, 11:18
von Susi T
Michi hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 21:34
Vielleicht habe ich einfach zu wenig Plus (???) und zu viel auf der Minus-Seite (Aspi, trans*, depressiv, zu viel Arbeit und zu alt um da noch neu anzufangen), dass ich meine Rechnung immer nur durch Verzicht bei mir selbst ausgleichen kann. Ich weiß es grad selber nicht.

Trotzdem danke. (has-o)
Find ich toll das du Pluspunkte hast und die sehen kannst, sehe ich nämlich auch bei dir.
Schon einer reicht um darauf aufzubauen und du hast etliche.
Nur gilt es die mehr zu beachten und darauf aufzubauen, ohne sich von den negativen runter ziehen zu lassen.

Wenn ich das nicht so machen würde, würde ich kaputt gehen
Liebe Grüße, Susi (flo)

Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Verfasst: Do 12. Mär 2026, 14:57
von Lavendellöwin
Svenja Rothermund hat geschrieben: Do 12. Mär 2026, 08:52 Ich habe an anderer Stelle schon mal bemerkt, dass ich die Verwandlung als Schritt in eine gute Richtung sehe - nämlich solche Gefühle und Verhaltensmuster überhaupt zuzulassen. Denn wenn wenn "Mann" keine Hilfsmöglichkeit und kein Vehikel zur Verfügung hat, dann kann er es oftmals gar nicht zulassen und als Kompensation flüchtet er sich in noch tiefere männlich Muster - oder - liegt eine sensiblere Version eines Mannes vor in eine psycho-emotionale Krisensituation.

Hey Svenja,

ich kann Knäckebrötchen schon verstehen.

Ich weiss das viele von euch mit solchen Sätzen wie "ein Indianer kennt keinen Schmerz" und ähnlichem aufgewachsen sind
und sowas auch offensichtlich ernsthaft aufgenommen und verinnerlicht haben. Ja, sogar als ungeschriebenes "Gesetz" sehen.
Toxisch männlich eben..
Und ich bin meinen Eltern unendlich dankbar, das ich nicht so sein musste. Ich durfte weinen, ich durfte mich laut freuen..ich durfte sein wie ich bin.

Aber nochmal zurück, von welchen Gefühlen sprechen wir denn hier? Davon das man Schwäche zeigen darf? Auch mal eine Schulter zum Anlehnen braucht,
weil man doch nicht so der harte, coole Typ ist? Oder das man auch seinen Ärger zeigt? Liebe, Traurigkeit, Spass? Was auch immer...

Und in was für einer armen Welt würde man leben, wenn man das nicht könnte, alles runterschluckt und sich zurückzieht oder auf der anderen Seite
in Gewaltbereitschaft fällt. Ich würde das wirklich für eine arme Welt halten.
Und das ist einer der Punkte die ich meinem Vater vorwerfe, er war ein liebevoller Mensch, das weiss ich, konnte es aber kaum transportieren.
Wie gesagt, das ist arm, überaus traurig sogar.

Jeder Mensch hat die gleichen Gefühle, daher verstehe ich wirklich kein bisschen, das eine Hälfte der Menschheit damit hinterm Berg halten sollte
oder sich ein Alter Ego basteln muss um Gefühle leben zu dürfen, das ist eben die Klischeehaftigkeit.
Wäre es da nicht einfacher und schöner für alle, wenn Männer auch wären was sie sind, nämlich empfindende Wesen?
Wesen wo man spürt was wirklich Sache ist, eben authentisch sein, aber als Kerl? Darf das nicht sein?

Ich hatte einmal einen Kunden, dem ich erzählt habe, das mein iPhone rot ist und der sagte das ich als Frau das ja problemlos machen kann,
er aber nicht, obwohl er gerne würde. Wo sind wir hingekommen? Wieso solche Einschränkungen im Kopf und im Sein?

Ich wurde früher als weiblicher Mann gelesen, vielleicht deshalb, weil ich schon immer nicht mit meinen Gefühlen nach aussen gespart habe,
warum sollte ich auch? Ich bin ich und ich darf so sein. Das ich dann den "Wechsel" gewagt habe hatte ganz andere Gründe, nicht das ich dann einen Rock
anziehen kann oder so, sondern tatsächlich diese Körpersache...

ich jedenfalls wünsche mir Männer die Stärke ausstrahlen, gerade weil sie Gefühle zeigen...und sich nicht hinter einer neutralen Fassade verstecken..

naja habt es fein, Marie (na)

Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Verfasst: Do 12. Mär 2026, 16:10
von Knäckebrötchen
Hi Marie,

schön, wieder von dir zu lesen! :3

Und danke, dass Du meine Intention so ruhig ausformuliert hast. Ich verstehe Sonjas Position, wünschte mir aber, wie Du schreibst, das sich die Männer endlich mal auch an dieser Stelle so mutig und draufgängerisch zeigen würden, wie wie es sonst immer sein wollen.

Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Verfasst: Do 12. Mär 2026, 17:03
von ExUserIn-2026-04-03
Lavendellöwin hat geschrieben: Do 12. Mär 2026, 14:57 naja habt es fein,
Is schon ein wenig despektierlich...

Aber zu Thema.
Sicherlich wären viele Dinge schöner und besser, wenn sie anders wären - sie sind aber wie sie sind.

Natürlich wäre es wünschenswert, wenn (am besten gleich alle) Männer grundsätzlich und selbstbewusst all die wunderbaren "weiblichen", weichen Attribute an den Tag legen könnten, ohne sich in irgendeiner Weise angreifbar zu machen, oder wie viele hier in diesem Forum sich eine weibliche Form zu geben.
Das steht außer Frage - wird aber dem Kontext dieses Forums hier nicht gerecht.
Ich gehe sogar noch weiter und finde persönlich, dass es nicht von großem Respekt und Verständnis für die Sache zeugt, wenn man "von oben herab" eine ganze Gruppe, die ein Mittel für sich gefunden hat, bestimmte Facetten und Positives zuzulassen und auszuleben, mit solchen Beiträgen abwertet.
Sorry - aber das gehört meiner Meinung nach nicht hierher.
Sehr gerne als grundsätzliche Gesellschaftskritik, aber keinesfalls gegen eine ganze Gruppe hier im Forum.

Danke- Svenja

Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Verfasst: Do 12. Mär 2026, 19:20
von Lavendellöwin
Svenja Rothermund hat geschrieben: Do 12. Mär 2026, 17:03 Sorry - aber das gehört meiner Meinung nach nicht hierher.
Hallo Svenja,

bei allem Respekt, bisher war es immer so, das hier im Forum verschiedene Meinungen super nebeneinander
dargestellt werden konnten und auch das alle ihre Meinung haben durften. Ist etwas nicht okay, sagt
Anne-Mette was dazu..

lass uns nochmal tiefer schauen...

ich habe mit meinem Beitrag 2 Möglichkeiten aufgemacht, zum einen das du und alle sonst Crossdressing
betreiben können ohne einen Grund, keine Erklärung dafür, keine Rechtfertigungen in irgendeiner Form.
Einfach weil es Spass macht, zur Person gehört, nicht mehr nicht weniger.

Zum anderen, das alle Männer alle möglichen Gefühle offen zeigen dürfen und ich stell mich ganz klar dagegen, das
es eine Allgemeingültigkeit hat, das sie es nicht dürfen. Ich kenne auch genügend davon in meinem Umfeld die es
genauso halten und ihr Herz auf der Hand tragen. Ich liebe das wirklich..offen ohne irgendwelche Proxy´s

Wenn du daran etwas falsch findest, lass mich es gerne wissen, oder beantworte einer der Fragen die ich in meinem
Beitrag oben gestellt habe. Nicht abgehoben oder von oben herab, ich finde wir sind auf Augenhöhe wenn wir normal
miteinander schreiben...

schönen Abend, Marie (flo)

Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Verfasst: Do 12. Mär 2026, 19:37
von Violetta-TransFlower
Juliane hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 22:36 Bereits beim aufstehen ein kratzen in Hals und Rachen.
Ich wünsche Dir gute Besserung, liebe Juliane. (nurse)

Deine Violetta 💜 🌺

Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Verfasst: Do 12. Mär 2026, 20:06
von Michi
Knäckebrötchen hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 22:08
Michi hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 21:14 ich sehe das Problem darin, dass du dir selbst Regeln machst bzw. diese vom Außen übernimmst, und auf Grund derer du eine mögliche Selbstwahrnehmung als Frau ausschließt.
Da möchte ich dir zustimmen und ergänzen:

Oder auch als Mann.
Klar kann man das auch herumdrehen. Nur ist das m.M.n. nicht das Thema, weil wir (Vicky, ich, ...) dann nicht hier wären. So wie ich Vicky verstanden habe, ist ihr Problem, dass sie meint, sich nicht als Frau fühlen zu können oder zu dürfen, weil nicht die dazu passende Biologie hat, und die damit verbundene Pubertät nicht durchlaufen konnte.

Knäckebrötchen hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 22:08 Die Gleichung ist doch nicht "männliche Gefühle kann ich in der tradierten Form auch nicht spüren." = Nicht-Mann?! Das ist doch - sorry - arg simpel. Wie viele Menschen, die sich als Mann identifizieren, passen nicht in die "tradierten Formen"? Oder Frauen.

Was mir in letzter Zeit wieder häufig(er) auffällt, ist diese doch sehr stereotyp wirkende Formulierung, wenn ich weibliche Kleidung anziehe, kann ich auf einmal Gefühle zulassen (= weiblich sein) und weil ich dadurch authentischer wirke (Feedback), muss ich weibliche "Anteile" haben.
Vielleicht machst du es auch nur in deinen Gedanken dazu? Die Gesellschaft hat uns allen zwei bestimmte Rollen-Vorstellungen anerzogen, mit denen bestimmte Eigenschaften und Verhaltensweisen verknüpft sind. Und die projezieren wir nicht nur auf andere, sondern auch auf uns selbst, ob wir wollen oder nicht. Das geht so weit, dass alle Menschen immer leicht unterschiedliche Rollen spielen und diese abhängig davon wechseln, wo sie gerade sind und mit welchen Menschen sie in Kontakt kommen. Wir verhalten uns anders und kleiden uns anders, reden mit unserem Chef ganz anders als mit Familienangehörigen. Das geht so weit, dass z.B. trans* Frauen eher mit männlicher Stimme sprechen, wenn sie mit Menschen interagieren, die sie aus der Zeit vor ihrer Transition kennen.

Aus diesen Gründen finde ich es sehr plausibel, dass andere Kleidung, und damit das Signal: "Ich bin jetzt Frau." auch auf uns selbst wirkt, und uns das erleichtert, anderes Verhalten zuzulassen, sich weicher und einfühlsamer zu verhalten, genau so wie trans* Männer umgekehrt bestimmter und energischer auftreten, wenn sie sich von der typisch weiblichen Kleidung befreien.

Knäckebrötchen hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 22:08 Warum um alles in der Welt darf denn ein Mann keine Gefühle haben oder zeigen? Wie klischeebehaftet wollen wir denn diese Rollenbilder auf diesem Weg weiter zementieren?
Warum? Weil Gesellschaft. Weil Normierungsdruck.

Knäckebrötchen hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 22:08 Ich möchte damit ganz ausdrücklich niemandem vorschreiben irgendetwas zu tun oder auch nicht. Tragt die Kleidung, in der ihr euch wohl fühlt und genießt Strumpfhose, Make Up, Sillies und was auch immer ihr gerne tragt/braucht. Das Leben darf ruhig bunt und vielfältig sein. Auf mich wirkt es nur manchmal so, dass hier mit viel Energie und Not nach einer Begründung für das Abweichen vom harten Männlichkeits-Klischee gesucht wird, die nach meinem Empfinden gar nicht sein müsste.

Soll heißen: Kleidung zu tragen, die einem gefällt ist immer schön. Aber dafür reicht als Begründung (so man denn eine braucht) der eigene Geschmack :)
Sich mit der gewählten Kleidung stimmig, authentisch fühlen .. ist das nichts?

Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Verfasst: Do 12. Mär 2026, 20:36
von Malvine
Svenja Rothermund hat geschrieben: Do 12. Mär 2026, 17:03
Lavendellöwin hat geschrieben: Do 12. Mär 2026, 14:57 naja habt es fein,
Is schon ein wenig despektierlich...

Hallo Svenja,

wer Marie schon etwas länger kennt, weiß, dass dies eine ihrer "Standart-Beitragsschlussformulierung" ist. Ich für meinen Teil sehe darin auch keine Geringschätzung im Bezug zu dem, was sie geschrieben hat.

LG
Malvine

Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Verfasst: Do 12. Mär 2026, 21:07
von Michi
Susi T hat geschrieben: Do 12. Mär 2026, 11:18
Michi hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 21:34
Vielleicht habe ich einfach zu wenig Plus (???) und zu viel auf der Minus-Seite (Aspi, trans*, depressiv, zu viel Arbeit und zu alt um da noch neu anzufangen), dass ich meine Rechnung immer nur durch Verzicht bei mir selbst ausgleichen kann. Ich weiß es grad selber nicht.

Trotzdem danke. (has-o)
Find ich toll das du Pluspunkte hast und die sehen kannst, sehe ich nämlich auch bei dir.
Schon einer reicht um darauf aufzubauen und du hast etliche.
Nur gilt es die mehr zu beachten und darauf aufzubauen, ohne sich von den negativen runter ziehen zu lassen.

Wenn ich das nicht so machen würde, würde ich kaputt gehen
Liebe Grüße, Susi (flo)
Nichts für ungut, aber ich fühle mich komplett falsch verstanden, so als hätte ich mich gerade mit dem Rad auf die Fresse gelegt, mein Rad in Klump, die Klamotten zerrissen und blutverschmiert, Schmerzen überall, und dann sagt mir jemand: "Du siehst aber heute gut aus." Nichts von dem was du schreibst, habe ich mit meinen Worten gesagt, ganz im Gegenteil.