Re: Ich fühle mich, als wäre ich eine Marionette ...
Verfasst: Mo 13. Mär 2023, 09:32
Zunächst mal Danke Vicky für den tiefsinnigen Thread.
Meine Lage ist seit einiger Zeit ziemlich verzwickt.
Nachdem ich nur noch in Damenkleidung zur Arbeit gehe, hat man sich daran gewöhnt, und manche weibliche Kolleginnen scheinen mich auch durchaus mehr auf ihrer Seite wahrzunehmen. Es entwickeln sich ganz selbstverständliche Gespräche über Makeup, Passform von Kleidung und Unterwäsche, und schon beinahe regelmäßig bekomme ich intime Details erzählt, die man in Anwesenheit eines Standard Mannes so bestimmt nicht so offen kund tun würde.
Trotzdem hänge ich in anderen Belangen noch deutlich auf der Männer Seite fest. Es hat zum Beispiel niemand jemals in Erwägung gezogen, männliche Anreden in Frage zu stellen. Die Herren Toiletten auf unserer Etage sind von meinem Büro aus nur durch eine Reihe von Sozialräumen (Umkleiden, Duschen) zu erreichen. Dort in belebten Zeiten durch marschieren empfinde ich mitunter als reichlich unangenehm, vor allem je femininer ich gekleidet bin, stattdessen nehme ich lieber den Umweg über zwei Treppenhäuser und eine andere Etage in Kauf. Trotzdem wage ich es nicht überhaupt nur in Aussicht zu stellen, die Damen Toilette nutzen zu wollen, da ich mir sehr sicher bin, das würde unter den weiblichen Kolleginnen auf absolutes Unverständnis stoßen.
Auch innerlich taumle ich irgendwo zwischen den Welten. Manchmal glaube ich, die weibliche Seite endgültig akzeptiert zu haben und denke mich vollständig in diese "Rolle" hinein. Da finde ich feminine Kleidung an mir attraktiv und bilde mir ein, trotz kurzer Haare und männlichem Gesicht gar nicht so schlecht darin auszusehen.
Zwei Tage später schaue ich mich im Spiegel an und sehe einfach nur einen Mann in Damenkleidung, was mir in dem Moment lächerlich erscheint. Mein Körper macht mir dann mehr als deutlich klar, bis an sein Ende an der biologischen Natur festhalten zu wollen.
Schon im Kindesalter, die Jugend hindurch und bis ins Erwachsenen Alter hinein habe ich nie wirklich dazu gehört. Bei den Mädchen kam ich nie gut an, ich war ein Junge und somit keine von ihnen, aber trotzdem nicht männlich genug und deshalb wahrscheinlich uninteressant. Die Jungs ließen mich selten mitkommen, ich war nicht cool genug. Das war übrigens auch ein Grund, warum ich nach kurzer Zeit wieder vom Segelflug Verein ausgetreten bin, obwohl das eigentlich ein Kindheitstraum war, aber dort hat man ziemlich schnell spüren lassen, dass nur echte Männer das Zeug dazu haben. Sehr wohl gefühlt habe ich mich hingegen einige Jahre in einer Hobby Paartanz Gruppe / Tanzkreis, da waren weichere Männer durchaus gefragt, zum Heulen war mir nur wenn die Mädels zu Auftritten tolle Kleider anziehen durften und ich mit Hemd und Hose antreten musste.
So wie ich dachte mich mit meiner weiblichen Seite arrangiert zu haben, denke ich eine Zeit lang mich auch in diesem Hin und Her zurecht zu finden. Früher oder später stellt sich beides immer wieder als Irrtum heraus.
Meine Lage ist seit einiger Zeit ziemlich verzwickt.
Nachdem ich nur noch in Damenkleidung zur Arbeit gehe, hat man sich daran gewöhnt, und manche weibliche Kolleginnen scheinen mich auch durchaus mehr auf ihrer Seite wahrzunehmen. Es entwickeln sich ganz selbstverständliche Gespräche über Makeup, Passform von Kleidung und Unterwäsche, und schon beinahe regelmäßig bekomme ich intime Details erzählt, die man in Anwesenheit eines Standard Mannes so bestimmt nicht so offen kund tun würde.
Trotzdem hänge ich in anderen Belangen noch deutlich auf der Männer Seite fest. Es hat zum Beispiel niemand jemals in Erwägung gezogen, männliche Anreden in Frage zu stellen. Die Herren Toiletten auf unserer Etage sind von meinem Büro aus nur durch eine Reihe von Sozialräumen (Umkleiden, Duschen) zu erreichen. Dort in belebten Zeiten durch marschieren empfinde ich mitunter als reichlich unangenehm, vor allem je femininer ich gekleidet bin, stattdessen nehme ich lieber den Umweg über zwei Treppenhäuser und eine andere Etage in Kauf. Trotzdem wage ich es nicht überhaupt nur in Aussicht zu stellen, die Damen Toilette nutzen zu wollen, da ich mir sehr sicher bin, das würde unter den weiblichen Kolleginnen auf absolutes Unverständnis stoßen.
Auch innerlich taumle ich irgendwo zwischen den Welten. Manchmal glaube ich, die weibliche Seite endgültig akzeptiert zu haben und denke mich vollständig in diese "Rolle" hinein. Da finde ich feminine Kleidung an mir attraktiv und bilde mir ein, trotz kurzer Haare und männlichem Gesicht gar nicht so schlecht darin auszusehen.
Zwei Tage später schaue ich mich im Spiegel an und sehe einfach nur einen Mann in Damenkleidung, was mir in dem Moment lächerlich erscheint. Mein Körper macht mir dann mehr als deutlich klar, bis an sein Ende an der biologischen Natur festhalten zu wollen.
Schon im Kindesalter, die Jugend hindurch und bis ins Erwachsenen Alter hinein habe ich nie wirklich dazu gehört. Bei den Mädchen kam ich nie gut an, ich war ein Junge und somit keine von ihnen, aber trotzdem nicht männlich genug und deshalb wahrscheinlich uninteressant. Die Jungs ließen mich selten mitkommen, ich war nicht cool genug. Das war übrigens auch ein Grund, warum ich nach kurzer Zeit wieder vom Segelflug Verein ausgetreten bin, obwohl das eigentlich ein Kindheitstraum war, aber dort hat man ziemlich schnell spüren lassen, dass nur echte Männer das Zeug dazu haben. Sehr wohl gefühlt habe ich mich hingegen einige Jahre in einer Hobby Paartanz Gruppe / Tanzkreis, da waren weichere Männer durchaus gefragt, zum Heulen war mir nur wenn die Mädels zu Auftritten tolle Kleider anziehen durften und ich mit Hemd und Hose antreten musste.
So wie ich dachte mich mit meiner weiblichen Seite arrangiert zu haben, denke ich eine Zeit lang mich auch in diesem Hin und Her zurecht zu finden. Früher oder später stellt sich beides immer wieder als Irrtum heraus.