Re: Fahrplan Selbstbestimmungsgesetz
Verfasst: Mi 19. Jan 2022, 12:25
Aria hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 11:46 Nein, ich rechtfertige gar nichts. Im Gegenteil! Ich habe damit zum Ausdruck gebracht, dass es überall Ungerechtigkeit und Willkür gibt und es genau 2 Möglichkeiten gibt. Entweder man fügt sich und erreicht somit was man will — wenn auch zähneknirschend. Oder man fügt sich nicht und lebt weiter so wie bisher — frustriert und ohnmächtig. Das ist die Wahl, die man hat. Was ich dabei nicht verstehen kann, ist die Tatsache, dass man lieber frustriert bleibt, ja sogar depressiv wird, dennoch alle Möglichkeiten hätte, den Zustand zu ändern aber es einfach nicht tut, einfach nur weil man weiss, dass man Recht hat.
Das sind zwei völlig unterschiedliche Themen.Aria hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 11:46 Um noch mal auf mein gebrachtes Beispiel zurück zu kommen. Da ich kein Laie bin, was das Bauen angeht, erlebe ich an dieser Stelle genau so Willkür und Gesetze ohne Sinn und Zweck wie wir hier beim TSG. Ich kann dir ad hoc mind. 20 Beispiele nennen, wo man sich nur noch an den Kopf greift und die nicht nur willkürlich sondern auch unökonomisch und unökologisch sind. Aber das würde jetzt hier zu weit führen"¦.
Thema 1: Wie gehen Personen aktuell mit den gültigen Gesetzen um. Leisten sie sich den Aufwand nach TSG, probieren sie -§45b PStG oder tun sie es aus sehr persönlichen Gründen (erst mal) nicht. Ihr Entscheidung. Kannst du gut oder schlecht finden und werde ich nur insoweit kommentieren, bzw habe ich ja schon, als dass deine Haltung "das können alle schaffen, die es wirklcih wollen" einfach unempathisch, uninformiert (über die persönlichen Fähigkeiten und Gründe) und deshalb übergriffig und unangemessen sind.
Thema 2: Wie _sollten_ die Regelungen eigentlich sein. Und da kann nicht seriös ein Unfug damit begründet werden, dass es auch anderswo Unfug gibt. Genausowenig kann ein Unrecht mit einem anderen begründet werden. Lässt kein Rechtssystem zu.
Zum _Sollzustand_ - und nur dazu - habe ich argumentiert, dass jegliche Hürden für Vornamens- und Personenstandsänderung unnötiger Unfug sind und deshalb abgeschafft gehören. Das BVerfG sagte in der Entscheidung zur dritten positiven Option übrigens sogar, dass der Staat die zwangsweise Registrierung des Geschlechtseintrags auch ganz abcshaffen könnte - wenn er denn wollte.
Ob und wie also Menschen _aktuell_ sich verhalten, hat nichts damit zu tun, dass politisch eine Änderung bzw Abschaffung wichtig und notweindig ist, egal ob "TSG für alle zu schaffen ist" oder nicht.