Seite 4 von 8
Re: Der Weg der Transition
Verfasst: Fr 26. Mär 2021, 19:54
von Momo58
Hi Scharping,
Mit der Gefühlswelt ist das so eine Sache. Männer reagieren viel emotionaler als Frauen. Frauen überlegen erst mal wie sie reagieren können. Bei mir war es in den ersten 6 Monaten der Hormontherapie wirklich extrem mit den Gefühlsschwankungen. Mal euphorisch, mal depressiv. Mal wollte ich Frau sein, dann wieder nicht. Mal waren die Ängste nicht auszuhalten, mal spürte ich den Mut in mir. Erst als sich mein Körper an das Östrogen gewöhnt hatte, wurden die psychischen Wellen flacher.
Du hast die Mauer um dich herum nicht umsonst gebaut. Sie war früher ein Schutzmechanismus, aber genau der blockiert dich heute. Mit einer geschlechtlichen Anpassung kannst du die Mauer nur teilweise oder gar nicht einreissen, oder ändert sich deine Augenfarbe durch die Transition? Die Augenfarbe bleibt trotzdem gleich. Manche Dinge aus deinem früheren Leben werden trotzdem ein Teil von dir bleiben.
LG Manuela
Re: Der Weg der Transition
Verfasst: Fr 26. Mär 2021, 20:41
von Scharap
Momo58 hat geschrieben: Fr 26. Mär 2021, 19:54
oder ändert sich deine Augenfarbe durch die Transition?
Das natürlich nicht.Das soll jetzt keines Wegs beleidigend oder so wirken, jedoch dachte ich immer Frauen wären emotionaler, da ich das bisher sehr oft so wahrgenommen habe. Daher hatte ich mir erhofft/gewünscht, dass wenn sich die Gefühlswelt verändert, dass sie dann auch etwas leichter durch diese Mauer brechen würden.
Re: Der Weg der Transition
Verfasst: Fr 26. Mär 2021, 20:48
von Aria
Scharap hat geschrieben: Fr 26. Mär 2021, 20:41
jedoch dachte ich immer Frauen wären emotionaler
Das ist auch so! Ich kann Momo da absolut nicht verstehen....."Männer sind emotionaler als Frauen".....?!?!
Aber bei jeder wirkt sich das anders aus. Ich konnte mich nicht wiederfinden in Beschreibungen wie " Ich habe bei jeder Kleingkeit geheult" No!
Auch berichten viele davon defensiver Auto zu fahren - hahaha, no me! Ich fahre genau so schnell wie vorher....
Re: Der Weg der Transition
Verfasst: Fr 26. Mär 2021, 20:55
von Jaddy
Scharap hat geschrieben: Fr 26. Mär 2021, 20:41
Das natürlich nicht.Das soll jetzt keines Wegs beleidigend oder so wirken, jedoch dachte ich immer Frauen wären emotionaler, da ich das bisher sehr oft so wahrgenommen habe. Daher hatte ich mir erhofft/gewünscht, dass wenn sich die Gefühlswelt verändert, dass sie dann auch etwas leichter durch diese Mauer brechen würden.
Also wenn hier schon Klischees gedroschen werden...
Meine Wahrnehmung: "Testosteron" wirkt mehr "geradeaus", also:
Problem -> Axt -> Lösung. Kollateralschäden werden maximal im Nachhinein wahrgenommen, wenn überhaupt, oder "sind eben so".
"Estradiol" macht die Wahrnehmung breiter. Zwischentöne, emotionale Folgen usw. werden stärker wahrgenommen. Aber wer das von klein auf erlebt lernt eben auch, damit umzugehen, also sich von den Emotionen nicht vom eigentlichen abhalten zu lassen.
Im Endeffekt würde ich sagen: Mit mehr Estradiol lernt ein zwangsläufig besseres Gefühlsmanagement, mit Testosteron nimmst du nicht wahr, wie Gefühle dich beeinflussen und bist ihnen auch stärker ausgeliefert. Letzteres ist allerdings meiner Vermutung nach auch viel Erziehung.
Re: Der Weg der Transition
Verfasst: Fr 26. Mär 2021, 21:08
von Aria
Jaddy hat geschrieben: Fr 26. Mär 2021, 20:55
Scharap hat geschrieben: Fr 26. Mär 2021, 20:41
Das natürlich nicht.Das soll jetzt keines Wegs beleidigend oder so wirken, jedoch dachte ich immer Frauen wären emotionaler, da ich das bisher sehr oft so wahrgenommen habe. Daher hatte ich mir erhofft/gewünscht, dass wenn sich die Gefühlswelt verändert, dass sie dann auch etwas leichter durch diese Mauer brechen würden.
Also wenn hier schon Klischees gedroschen werden...
Meine Wahrnehmung: "Testosteron" wirkt mehr "geradeaus", also:
Problem -> Axt -> Lösung. Kollateralschäden werden maximal im Nachhinein wahrgenommen, wenn überhaupt, oder "sind eben so".
"Estradiol" macht die Wahrnehmung breiter. Zwischentöne, emotionale Folgen usw. werden stärker wahrgenommen. Aber wer das von klein auf erlebt lernt eben auch, damit umzugehen, also sich von den Emotionen nicht vom eigentlichen abhalten zu lassen.
Im Endeffekt würde ich sagen: Mit mehr Estradiol lernt ein zwangsläufig besseres Gefühlsmanagement, mit Testosteron nimmst du nicht wahr, wie Gefühle dich beeinflussen und bist ihnen auch stärker ausgeliefert. Letzteres ist allerdings meiner Vermutung nach auch viel Erziehung.
Genau so sehe ich das auch. Ich finde, das ist alles zu vielschichtig um das eine oder andere zuzuschreiben. Ich merke aber Unterschiede. Ich sehe Testo als "Problem-Löser-Hormon" und Östro als "Erzähl-mal-Hormon". Ich finde das echt interessant, wie viele Männer mein geschildertes Problem lösen wollen, ohne dass ich die drum gebeten habe. Ich wollte mich doch nur mitteilen, sonst nix. Hätte ich eine Lösung gewollt, hätte ich darum gefragt. Verständnisprobleme Mann/Frau 62549.0

Re: Der Weg der Transition
Verfasst: Fr 26. Mär 2021, 21:24
von Jaddy
Aria hat geschrieben: Fr 26. Mär 2021, 21:08
Ich finde das echt interessant, wie viele Männer mein geschildertes Problem lösen wollen, ohne dass ich die drum gebeten habe. Ich wollte mich doch nur mitteilen, sonst nix. Hätte ich eine Lösung gewollt, hätte ich darum gefragt.
Jepp. Das ist aber eines der Dinge, die meiner Ansicht nach stark erziehungsgeprägt sind. Von Jungs wird erwartet, dass sie sich selbst durchbeissen. Und Männer werden gemäss klassischen Klischees (Vorsicht, viel Stereotyp) gefragt, wenn Frau "was nicht kann", und damit natürlich auf "Problemlösung" getrimmt. Es gehört dann zur "männlichen Qualifikation und Erwartungshaltung, bei Problem sofort Lösung oder Erklärung zu liefern".
Es gehörte zu den ersten Dingen, die mein Ehebunny und ich gelernt haben: Ansagen, was Wunsch ist. Ausquatschen oder Lösung. Und wenn es nicht angesagt wird: Nachfragen.
Re: Der Weg der Transition
Verfasst: Fr 26. Mär 2021, 21:31
von Aria
Jaddy hat geschrieben: Fr 26. Mär 2021, 21:24
Aria hat geschrieben: Fr 26. Mär 2021, 21:08
Ich finde das echt interessant, wie viele Männer mein geschildertes Problem lösen wollen, ohne dass ich die drum gebeten habe. Ich wollte mich doch nur mitteilen, sonst nix. Hätte ich eine Lösung gewollt, hätte ich darum gefragt.
Jepp. Das ist aber eines der Dinge, die meiner Ansicht nach stark erziehungsgeprägt sind. Von Jungs wird erwartet, dass sie sich selbst durchbeissen. Und Männer werden gemäss klassischen Klischees (Vorsicht, viel Stereotyp) gefragt, wenn Frau "was nicht kann", und damit natürlich auf "Problemlösung" getrimmt. Es gehört dann zur "männlichen Qualifikation und Erwartungshaltung, bei Problem sofort Lösung oder Erklärung zu liefern".
Es gehörte zu den ersten Dingen, die mein Ehebunny und ich gelernt haben: Ansagen, was Wunsch ist. Ausquatschen oder Lösung. Und wenn es nicht angesagt wird: Nachfragen.
Absolut! Es gibt den Typ Mann "Löser" genau so wie den Typ Mann "Zuhörer". Bei letzterem fühle ich mich viel wohler. Erster stresst mich irgendwie

Re: Der Weg der Transition
Verfasst: Sa 27. Mär 2021, 12:15
von Lavendellöwin
Jaddy hat geschrieben: Fr 26. Mär 2021, 20:55
"Estradiol" macht die Wahrnehmung breiter. Zwischentöne, emotionale Folgen usw. werden stärker wahrgenommen. Aber wer das von klein auf erlebt lernt eben auch, damit umzugehen, also sich von den Emotionen nicht vom eigentlichen abhalten zu lassen.
Im Endeffekt würde ich sagen: Mit mehr Estradiol lernt ein zwangsläufig besseres Gefühlsmanagement, mit Testosteron nimmst du nicht wahr, wie Gefühle dich beeinflussen
Mhm...
ich würde sagen wesentlich empfindsamer, es geht tiefer wenn da was hochkommt oder von aussen
einströmt.
Testo erzeugt nicht nur eine Mauer, sondern wie ich finde auch einen Schutzschild. Es hält mehr drinnen, aber auch durchaus
anderes draussen. Es ist so, das ich den Schutzschild teilweise sogar vermisse.
Ich war schon vor der HRT sensibel, jetzt bin ich aber hypersensibel und damit umzugehen macht nicht nur Spass.
Und das Ganze hat erst nach 1,5 Jahren HRT richtig angefangen und nachdem ich den Blocker extrem reduziert und dann
weggelassen habe. Vielleicht liegt das daran, das der Blocker als Ersatzstoff auf den Rezeptoren sass.
Mit Blocker ist es definitiv noch nicht das wahre Selbst. Da liegt noch etwas drüber wie eine Decke. Eine Art andere Schutzmauer.
Ich möchte wirklich offen sein, das letzte halbe, naja dreiviertel Jahr war psychisch eine extreme Belastung und erst
langsam komme ich wieder zurück in die Bahn und lerne damit umzugehen wie ich jetzt bin.
Das war dann wirklich Transition, nicht die Äusserlichkeiten die ich zuletzt völlig vernachlässigt habe.
(Ich muss mir aber dringend was schönes, neues zum Anziehen besorgen...Marie ist auch nicht mehr die sie mal war

)
Die Äusserlichkeiten sind reine Kosmetik-denn das Sein schafft das Bewusstsein und das Bewusstsein das Sein.
Inzwischen bin ich der Meinung, das Testo mit Blocker völlig runterzufahren ist ganz und gar nicht gut-ich liege jetzt
wieder im mittleren weiblichen Bereich und das tut verdammt gut, wirklich.
Alles Liebe Marie

Re: Der Weg der Transition
Verfasst: Sa 27. Mär 2021, 12:57
von Alex_andra
Hallo,
ach wie oft habe ich mir schon vorgenommen, nichts zu schreiben. Und schon wieder passiert mir das Ungemach, dass ich mich an meine eigenen Vorgaben (oder sind das dann Vornamen, ne Vornahmen?) nicht halte.
Bei mir hat sich kaum etwas verändert, die Axt blieb schon vorher wo sie war, aber das Bedürfnis, mir und den anderen die Welt in beschauliche Rätsel zu teilen und deren Randbedingungen durch Erklären beschreibar zu machen, ist geblieben. Das bedeutet, dass ich furchtbar schlecht darin bin, war und sein werde, meine Sicht und mein Verständnis der Dinge didaktisch so zu vermitteln, dass andere es verstehen können. Das lässt sich bestens am vorher geschriebenen Satz erkennen.
Ich habe ein wenig ein Problem mit einer momentan wirksamen Antriebslosigkeit, weiß aber nicht, ob sich das mit der oder durch die HRT verändert hat oder eher ein charakterliches Phänomen ist. Gerade habe ich auch mit einer stark depressiven Phase zu kämpfen. Das kann aber auch andere Ursachen haben. Ich merke aber, dass sich der Zustand verschlechtert, wenn ich versehentlich die Hormone zu spät nehme.
Die alte Ordnung der Welt verlassen zu haben und momentan in eher chaotischen Verhältnissen zu leben, bedrückt mich ein wenig und ich finde es zusehends anstrengend, im Inneren so oft zwischen einer rein femininen Wahrnehmung meiner selbst und meinem Bedürfnis androgyn bleiben zu wollen, zu switchen.
Irgendwie scheinen ich darauf keinen Einfluss nehmen zu können. Wenn ich mich als Frau wahrnehme hasse ich alles, was an den alten Typen erinnert. Das werde ich aber nun mal nicht los, deshalb ist mir eine androgyne Erscheinung oft erträglicher. Ich habe aber immer noch die Hoffnung, dass sich das mit der Zeit und der erhöhten Dosis Lenzetto irgendwann legt.
So gibt es verschiedene Stimmen zur Wirkung der Hormone. Ich finde es sehr wichtig, das zu akzeptieren und auch das "negative" zuzulassen, das dann aber mit Gesprächen und therapeutischer Hilfe abzufangen.
Liebe Grüße
Re: Der Weg der Transition
Verfasst: Sa 27. Mär 2021, 13:18
von Aria
!EmmiMarie! hat geschrieben: Sa 27. Mär 2021, 12:15
Mit Blocker ist es definitiv noch nicht das wahre Selbst. Da liegt noch etwas drüber wie eine Decke. Eine Art andere Schutzmauer.
Huhu Marie, schön wieder von dir zu lesen
Ich komme mit Blocker richtig gut zurecht. Dennoch bin ich froh, das Zeug bald nicht mehr nehmen zu müssen. Denn die machen definitiv etwas mit dir. Als Schutzmauer sehe ich das aber nicht, eher als kaltstellen. Und ich möchte mich so gerne wieder in bestimmten Punkten fühlen. Nach beinahe 2 aufregenden Jahren HET merke ich langsam wie mir die Luft ausgeht und ich keine Lust mehr auf diese Hängepartie habe. Ich möchte endlich einen Schlussstrich ziehen.
Re: Der Weg der Transition
Verfasst: Sa 27. Mär 2021, 15:35
von Lavendellöwin
Aria hat geschrieben: Sa 27. Mär 2021, 13:18
Huhu Marie, schön wieder von dir zu lesen
Huhu Aria..
schön, das du mir das schreibst

heute war es mir wichtig was zu dem Thema zu sagen.
Und-ich bin ja nie ganz weg nur eben momentan viel ruhiger.
Aria hat geschrieben: Sa 27. Mär 2021, 13:18
Ich komme mit Blocker richtig gut zurecht. Dennoch bin ich froh, das Zeug bald nicht mehr nehmen zu müssen. Denn die machen definitiv etwas mit dir. Als Schutzmauer sehe ich das aber nicht, eher als kaltstellen. Und ich möchte mich so gerne wieder in bestimmten Punkten fühlen. Nach beinahe 2 aufregenden Jahren HET merke ich langsam wie mir die Luft ausgeht und ich keine Lust mehr auf diese Hängepartie habe. Ich möchte endlich einen Schlussstrich ziehen.
Hmm, mit Blocker kam ich auch gut zurecht-das was eher schwer war, war das absetzen und die Zeit danach.
Du weisst auch von anderer Seite was in so einer Situation los sein kann..
Ich denke mir welche Punkte du gerne wieder intensiver spüren möchtest und was du mit kaltstellen meinst,
ja, das ist schon auch eine Seite davon. Das kommt schon auch wieder und anders als im "alten" Leben..mach dir da keine Sorgen..
als ich zuletzt eine Nacht in der Notaufnahme verbracht hab, war da ein Pfleger, so goldig mit kurzen Rastas und leicht dunkler Haut..
den hätte ich auffressen können-er war DER Lichtblick in der Nacht. Naja...
Ich versteh dich mit dem Schlussstrich-es wird Zeit...
Alex_andra hat geschrieben: Sa 27. Mär 2021, 12:57
im Inneren so oft zwischen einer rein femininen Wahrnehmung meiner selbst und meinem Bedürfnis androgyn bleiben zu wollen, zu switchen.
Hi Alexandra...
warum kannst du das denn nicht so annehmen? Daran ist nichts falsch, du bist du und du bist in deinem Chaos ein wertvoller Mensch!
Das meine ich wirklich so und schätze auch deine leicht verschwurbelte Art

und die Hormone von aussen werden das nicht
regeln-das kannst nur du mit dir alleine, glaube ich zumindest..
Alles Liebe Marie

Re: Der Weg der Transition
Verfasst: So 28. Mär 2021, 00:30
von Scharap
Momo58 hat geschrieben: Fr 26. Mär 2021, 19:54
Du hast die Mauer um dich herum nicht umsonst gebaut. Sie war früher ein Schutzmechanismus, aber genau der blockiert dich heute. Mit einer geschlechtlichen Anpassung kannst du die Mauer nur teilweise oder gar nicht einreissen
Das mag schon sein und stimmen, jedoch ist das eine Seite an mir die einfach nur hasse. Ich würde in so manch einer Situation oder einem Moment gerne mehr Gefühle zeigen. Und da mir das durch diese Mauer nicht gelingt, frisst sich quasi alles in mich hinein. Ich beschreib es immer gerne so, dass mein Inneres wie ein Fass ist, in dem sich alles sammelt und anstaut, bis es irgendwann überläuft und alles zusammen Zuviel wird. Und genau dieses anstauen aller Gefühle stört mich. Es wäre so viel schöner ab und an auch mal dieses Fass ein wenig leeren zu können und nicht jedes Mal darauf zu warten, bis es mal wieder überläuft. Jedes Mal wenn ich kurz davor stehe, dass die Mauer für einen kurzen Moment durchbrochen wird, wird das was gerade heraufkommt sogleich wieder unterdrückt.
Ich verspüre im Moment einfach solch einen Kloß im Hals, und das macht mir im Moment auch etwas zu schaffen, dass es mir nicht gelingt diese Mauer mal zu durchbrechen und sei es auch nur für fünf Minuten. Es wäre einfach eine Erleichterung. Ich könnte zwar versuchen es zu erzwingen, jedoch ist das nicht ganz so einfach und auch nicht das selbe wie wenn"™s einfach geschieht.
Die Mauer muss nicht ganz eingerissen werden, schon nur ein Teil wäre schön und das ist es auch, was ich mir erhoffe. Die Mauer auf meinem Weg zum Teil einreissen zu können.
Wie gesagt, es ist im Moment gerade etwas schwer. Ist auch etwas schwer zu beschreiben, wie es mir gerade geht.
Scharap
Re: Der Weg der Transition
Verfasst: Di 13. Apr 2021, 09:56
von Scharap
Schönen guten Morgen euch allen.
Ich hoffe ihr seid alle gut in die Woche gestartet. Mir gehts gerade richtig schlecht. Ich fühle mich etwas Kraft-, Lust-, und teilweise auch etwas antriebslos. Ich hab das Gefühl ich falle und der Fall hört nicht auf. Woher kommt das? Kennt das auch jemand? Das ist echt anstrengend und macht mich auch etwas fertig

. Manchmal verspüre ich auch eine leichte innere Unruhe. Ich beschreibe dieses Gefühl immer mit einem Ziehen oder Rumoren. Ich hoffe, dass das bald wieder vorbei geht und besser wird.
Bis bald
Scharap
Re: Der Weg der Transition
Verfasst: Fr 16. Apr 2021, 17:30
von Scharap
Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Freitag Nachmittag. Ich sitze gerade in der Badewanne und schreibe diesen Beitrag.
Seit meinem absoluten Tiefpunkt am Dienstag, in dem dreiwöchigen Tief welches ich hatte, geht es mir wieder besser. Am Dienstag war meine Stimmung auf einer Skala von -10 bis 10 etwa eine -5 oder -6. Bis zu diesem Zeitpunkt war es immer zwischen einer -1 und -2. Doch nun scheint dieses Tief fast wie weggeblasen zu sein und meine Stimmung ist auf eine 5 oder 6 gesprungen. Ich hab gerade voll die schönen und positiven Vibes. Es geht mir gerade einfach richtig gut und ich bin richtig gut gelaunt

Juhuu
Eine Frage habe ich an euch. Ab welchem Zeitpunkt seid ihr auf Damentoilette und hattet ihr Anfangs Probleme damit?
Wünsche euch einen schönen restlichen Freitag und ein schönes Wochenende.
Scharap
Re: Der Weg der Transition
Verfasst: Fr 16. Apr 2021, 17:38
von Engelchen
Ich bin immer auf die Damentoilette gegangen wenn ich feminin angezogen war.
Ab dem Zeitpunkt wo meine Transition geronnen hat immer.
Hier hatte ich auch immer ein Schreiben von meinem Thera dabei, der dies erklärte.
Liebe Grüße
Lisa