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Re: Artikel aus der taz: "Das Leben als trans Frau: Keine Akzeptanz erreicht"

Verfasst: Di 14. Apr 2020, 22:57
von Michi
Marielle hat geschrieben: Di 14. Apr 2020, 11:30 PS: Ich hab grad mal nachgeguckt. In meiner Originalurkunde von 1967 steht tatsächlich 'Eltern', in der neuen vom letzten Jahr steht 'Mutter' und 'Vater'. Is ja abgefahren....
Hallo Marielle,

ich habe jetzt auch mal nachgeschaut. Sowohl in der Geburtsurkunde als auch in der Abstammungsurkunde meines Kindes steht 'Eltern'. Die Dokumente sind von 1997.

Die Umstellung auf 'Mutter' und 'Vater' ist dann wohl noch nicht so lange her, und es ist fraglich, welche Gründe es dafür gegeben hat.

Vielleicht hilft das ja irgendwie weiter. Und könnte man jenen, die so auf 'Mutter' und 'Vater' beharren, mal die Empfehlung geben, in ihre eigene Abstammungsurkunde/Geburtsurkunde zu schauen.


Liebe Grüße
Michi

Re: Artikel aus der taz: "Das Leben als trans Frau: Keine Akzeptanz erreicht"

Verfasst: Di 14. Apr 2020, 23:22
von triona
MichiWell hat geschrieben: Di 14. Apr 2020, 22:57 Die Umstellung auf 'Mutter' und 'Vater' ist dann wohl noch nicht so lange her, und es ist fraglich, welche Gründe es dafür gegeben hat.
Das dürfte wohl örtlich oder nach Bundesland oder nach welchen Gesichtspunkten auch immer unterschiedlich sein. Bei mir steht auf beiden (1953 und 2018) "Vater" und "Mutter". Sie sind beide vom Standesamt Stuttgart. Auf der alten stehen übrigens nur die Namen, auf der neuen steht unter den Namen ausdrücklich in einer extra Zeile "Geschlecht weiblich".


liebe grüße
triona

Re: Artikel aus der taz: "Das Leben als trans Frau: Keine Akzeptanz erreicht"

Verfasst: Mi 15. Apr 2020, 09:52
von Ulrike-Marisa
Moin,

...nicht nur uneinheitliche Praxis der Einträge ist heute gegenwärtlich sondern sogar eine Verschlimmbesserung gegenüber früher; z.T. zumindest, wenn ich das so lese.
Es zeigt sich immer wieder, dass die beharrenden konservativen Kräfte in Deutschland scheinbar immer noch mehrheitsfähig sind. Alles geht im gefühlten Zeitlupentempo voran wenn überhaupt, fast egal welches Thema; alles Kleinstaaterei und vermutlich politisch auch so gewollt nach den Erlebnissen des WK2 und deren politischer Voraussetzungen. Entscheidungen für modernere Datenhaltungen auch in Abstammungsurkunden lassen sich aber auf Dauer, so glaube ich, nicht wirklich verhindern, aber es wird noch dauern, wie vieles...leider. Ich kann mir es einfach nicht vorstellen, dass die Elternproblematik unüberwindbare Hindernisse beinhaltet, die die Verwaltung überfordert, um zu brauchbaren Lösungen zu kommen. Zumindest waren Menschen schon mal auf dem Mond; wir leben hinter dem Mond, verwaltungstechnisch mal flapsig ausgedrückt, aber das sit auch schon lange her genauso wie meine Geburtsurkunde von 1953 mit eingetragenen Namen von Vater und Mutte,r allerdings ohne Geschlechtseintrag.
Grüße, Ulrike-Marisa

Re: Artikel aus der taz: "Das Leben als trans Frau: Keine Akzeptanz erreicht"

Verfasst: Mi 15. Apr 2020, 10:36
von Jaddy
Die Bundesregierung lässt die Formulare der Steuererklärung in eine geschlechtsneutrale Form umwandeln.
Künftig sollen die Bezeichnungen "Ehemann" und "Ehefrau" durch die Begriffe "Person A" und "Person B" ersetzt werden. Das geht aus einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. Die Umstellung sei aber langfristig geplant, da für die eindeutige Zuordnung der Ehepartner noch einige technische Umstellungen in den Länder-Finanzverwaltungen nötig seien.
(Quelle: DLF)
(na)