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Re: Angriff auf eine Transfrau

Verfasst: Fr 14. Feb 2020, 12:40
von Jasmine
Svetlana L hat geschrieben: Fr 14. Feb 2020, 11:24 ...........
Innerhalb von einer Woche sind somit drei trans*-feindliche Vorfälle in Berlin bekannt geworden. Einfach nur schlimm!
In Bayern wäre das meiner Meinung nach nicht als transfeindlich oder transphob eingestuft, sondern als ganz normale Beleidigung oder Körperverletzung. Daher glaube ich, das die Dunkelziffer noch viel höher ist. Wieviele ertragen Übergriffe und gehen nicht zur Polizei?
Liebe Grüße Jasmine

Re: Angriff auf eine Transfrau

Verfasst: Fr 14. Feb 2020, 12:50
von LolAndrea
Anja hat geschrieben: Mo 10. Feb 2020, 12:41
Wenn ich einen Unfall habe und hier schreibe, das ich mir das Bein gebrochen habe, möchte ich nicht gerade hören "das passiert anderen ja auch ganz häufig"
Da hab ich jetzt ein bisschen mehr Mitgefühl erwartet, gerade hier.
Naja, in einem dürften wir uns sicher einig sein, jeder Fall ist einer zu viel.

Grüße
die Anja
hallo Anja, schliesse mich da voll an! Empathie gerade hier im Forum ist Pflicht in einer sich verrohenden Gesellschaft in der wir alltäglich leben! Kann diese Situation des Opfers gut nachvollziehen und wühlt mich richtig auf, hier in Südamerika Paraguay ist das leider alltäglich gegenüber Trans Frauen im öffentlichen Raum ohne Fluchtmöglichkeiten. Eine Schande hier wie dort! Risikofaktoren für transfobe Akte sind immer die gleichen: 1. Geschlossene Räume mit unbekannten stehenden sitzenden Menschen 2. Risiko Uhrzeiten nachts und Wochenende bis zum Folgemittag 3. (Trans) Frau alleine ohne Begleitung 4. No-Go Areas
Leider treten viele Opfer den kompletten sozialen Rückzug aus dem öffentlichen Raum an, leben dann mit Facebook und Co.! finde das sehr bedauerlich und deprimierend!

Liebe Gruesse abrazo y besito Lola Andrea
PS: fahre hier in Paraguay seit fast drei Jahren keine öff. Verkehrsmittel mehr!

Re: Angriff auf eine Transfrau

Verfasst: Fr 14. Feb 2020, 15:43
von Svetlana L
Jasmine hat geschrieben: Fr 14. Feb 2020, 12:40 In Bayern wäre das meiner Meinung nach nicht als transfeindlich oder transphob eingestuft, sondern als ganz normale Beleidigung oder Körperverletzung. Daher glaube ich, das die Dunkelziffer noch viel höher ist. Wieviele ertragen Übergriffe und gehen nicht zur Polizei?
Na, das ist halt die Frage, ob man (Polizei/Strafverfolgungsbehörden) sich die Mühe macht, die Hintergründe einer Tat herauszufinden. Ich war gestern auf der Fachtagung "Hassgewalt begegnen - Betroffene stärken". Da ging es u. a. genau darum, nämlich Polizeibeamte zu sensibilisieren, dass sie - sofern Betroffene nicht von sich aus davon erzählen - auch nach den Tathintergründen fragen. Da sind wir hier in Berlin vielleicht schon etwas weiter als die Polizei im Freistaat. Hier ist man ja auch den Weg gegangen, dass bei LSBTIQ*-feindlichen Straftaten ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung einfach vorausgesetzt wird. Außerdem sollte auch der -§ 46 StGB, der die Strafzumessung regelt, verstärkt beachtet werden. Demnach können rassistische, fremdenfeindliche oder menschenverachtende Tatmotive strafverschärfend gewertet werden.

Re: Angriff auf eine Transfrau

Verfasst: So 16. Feb 2020, 09:16
von ExuserIn-2020-10-20
Zur Zeit scheint die Gesellschaft ganz allgemein zu verrohen.

https://www.ardmediathek.de/wdr/player/ ... re-meinung

LG
Petra Sofie