Re: Randale bei Events oder Sportveranstaltungen
Verfasst: So 11. Aug 2019, 12:41
Eure Ideen beängstigen mich
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Das impliziert erstens, dass es vom persönlichen Verhalten abhängt - was bestimmt nicht der einzige Grund ist. Wer attackiert wird oder so nebenbei was abkriegt - Feuerwerk, Wurfgeschosse - wird das kaum provoziert haben. Das ist das "hätte sie eben nicht so einen kurzen Rock angezogen"-Argument. Victim blamig auf Neudeutsch.DWT_Josi hat geschrieben: Sa 10. Aug 2019, 17:54Jeder der Regelmäßig ins Stadion geht, egal was für ein Typ Mensch Er/Sie/Es... ist, weiß Bescheid wie man sich bewegen sollte, damit es zu keinen Konflikten kommt.
Auch das sollte nicht so sein.DWT_Josi hat geschrieben: Sa 10. Aug 2019, 17:54Menschen, die von ihrem Erscheinungsbild auffallen oder die Merkmale besitzen die Du aufgeführt hast, können Abends/Nachts draußen wohl eher Schwierigkeiten bekommen und werden deshalb eher nicht alleine Unterwegs sein.
Ich bitte um Verzeihung, wenn ich das falsch interpretiert habe. Deine Formulierung - "Ich hatte noch nie Angst" - kam bei mir jedenfalls so an, als ob sich niemand bei einem Stadionbesuch Sorgen machen oder Angst haben müsste. Da es aber, wie Du oben schriebst, wohl zum Beispiel vom eigenen Verhalten abhängt, sind die Sorgen vielleicht nicht in allen Fällen unbegründet - auch wenn Du aufgrund Deiner Erfahrung angeblich keine zu haben brauchst.DWT_Josi hat geschrieben: Sa 10. Aug 2019, 17:54Genau das ist gemeint mit cis-hetero-weiss-männlichen Privilegien: Sich jedenfalls wegen sowas keine Gedanken machen zu müssen. <-- Unsinn hoch drei, jedenfalls auf mich bezogen. Wenn jemand wie ich, seit vielen Jahren schon Unterwegs war, dann habe ich schon einiges Erlebt und Verhält sich auch dementsprechend, mich dann aber als Gedankenloser anderen gegenüber zu bezeichnen ist schlicht weg falsch.
Du versteckst eine Teil deines Seins, machst dich unauffällig, unsichtbar, vermeidest Schwächen zu zeigen. Sprich: Du nutzt alle verfügbaren Privilegien, um das zu erreichen.Zum Fußball fahre ich ausschließlich als Mann. ...mich für die verschiedenen Arten der Fansubkulturen beschäftigt und ich denke ich weiß, gerade in der Fremde, mich unauffällig zu bewegen. ... schaue ich mir ein Auswärtsspiel auch schonmal in neutraler Kleidung aus dem Heimbereich des jeweiligen Gegners an. Das hat auch letztendlich den Vorteil, dass ich nach Spielende recht Problemlos zum Bahnhof gelange um wieder Heimzufahren.