Hallo,
heike65 hat geschrieben: Sa 20. Apr 2019, 23:09
Anke hat geschrieben: Sa 6. Apr 2019, 11:15
Hallo,
Cybill hat geschrieben: Sa 6. Apr 2019, 09:04
Anlässlich unserer Teamfindungsfahrt hatte ich ein ähnliches Erlebnis:
Meine -ach so tolerante Kollegin, die mit ihrer Partnerin zusammen lebt - wollte nicht, dass ich mit im Zimmer schlafe. Ihre Frau hatte Bedenken, dass ich ja doch meine männlichen Triebe nicht unter Kontrolle hätte.
bei einem Teamevent hatte ich mal ein ähnliches Thema, allerdings mit ganz anderem Ausgang. Das Treffen fand im Allgäu auf einer Hütte statt, es gab nur Gemeinschaftsschlafräume. Ich war gerade dabei in dieses Team zu wechseln (ca. 3 Monate nach meiner GAOP) und außer dem Teamleiter kannte ich niemanden.
Ihr könnt euch vorstellen, dass ich it ziemlich gemischten Gefühlen hingefahren bin und als das Thema Zimmerbelegung angegangen wurde, war mir schon etwas flau.
Glücklicherweise völlig unbegründet. Außer mir waren noch drei andere Frauen (Cis) dabei. Die kamen zu mir und sagten, sie hätten beschlossen gemeinsam ein bestimmtes Zimmer zu nehmen und ob ich dazu kommen wollte. Mir fiel ein großer Stein vom Herzen. Wenn ich daran zurück denke, dann fühlt sich das immer noch großartig an.
So kann es auch gehen und ich versuche immer auf solche Situationen und Erlebnisse zu schauen.
Liebe Grüße
Anke
????auch als unoperierte gehe ich entspannt in die Damendusche unseres örtlichen Fitnessstudios, was auch so gewünscht ist (von den Betreibern)
klar waren die ersten Male nicht easy, aber nach der op noch Hemmungen ??
ich finde, dass sich das überhaupt nicht vergleichen lässt.
Wenn ich ins Fitnessstudio gehe, dann sind mir die anderen Besucher nicht wichtig. Da möchte ich einfach mein Training machen und in Ruhe gelassen werden.
Bei diesem Teammeeting ist das ganz anders. Ich möchte natürlich mit meinen Kolleginnen und Kollegen gut auskommen und auf einer guten Grundlage zusammenarbeiten. Und es kamen viele Dinge zusammen. Ich kannte (außer meinem neuen Chef) niemanden, die OP war erst ein paar Wochen her und dann die Übernachtung mit anderen in einem Mehrbettzimmer. Bei mir hat das Verunsicherung geschaffen.
Mittlerweile ist das einige Zeit und ich gehe wesentlich selbstbewusster mit meiner Weiblichkeit durch die Welt. Würde ich nochmal vor der selben Situation stehen, wäre ich sicherlich viel gelassener.
Aber darum ging es mir gar nicht. Mir ging es darum über das tolle Verhalten meiner Kolleginnen zu berichten. Mir war es wichtig deutlich zu machen, dass es viele Menschen gibt, die gut mit uns umgehen. Die uns respektieren und uns so nehmen wie wir sind.
In den Medien wird meist über die hässlichen Dinge berichtet. Personen und Gruppen, die uns feindlich gesinnt sind und uns entsprechend behandeln. Das alles gibt es leider.
Doch das ist nicht die Mehrheit. Mein tägliches Erleben ist ganz anders. Mein Umfeld geht sehr gut mit mir um.
Mir geht es darum, dass beides gesehen und richtig eingeordnet wird. So wie ich es erlebe ist es die Regel, dass die meisten Menschen uns ordentlich behandeln und es eine kleine Gruppe gibt, die das nicht tut. Darüber sollte berichtet werden und wir sollten uns auch dagegen wehren. Doch darüber sollten wir nicht vergessen, das Gute zu sehen.
Liebe Grüße
Anke