Um zu zeigen, wie die Abwehrmechanismen in der Polizei auch heute noch passieren, erzählte Sebastian einen Fall aus 2017 aus Rheinland-Pfalz. (ich denke es war der Fall 2018)
https://merkurist.de/mainz/angriff-wurd ... ll-ist_ls4
Zwei Lesben wurden vor dem Hauptbahnhof in Mainz als "Scheiß Lesben" tituliert und angegriffen. Eine von ihnen landete im Krankenhaus.
Zunächst wertete die Polizei dies nicht als Staatsschutzdelikt. Erst als eine Reporterin beharrlich blieb und bis zum ministerium ging ist dieses Verbrechen nicht mehr als schwere Körperverletzung gewertet worden sondern auch als Angriff auf eine besonders schützenswerte Personengruppe, als ein menschenverachtendes, gruppenbezogenes hassverbrechen.
Oder glaubt eine*r von Euch wirklich dass in der Stadt mit der zweitgrößten queeren Gemeinschaft in Deutschland 2016 und 2017 wirklich kein einziges Verbrechen gegen LSBTI* begangen wurde?
Dies verdeutlicht noch einmal, wie altes verkrustetes Denken innerhalb der Polizei und der Behörden dazu führt, dass die Beamteten die Statistik trotz der Definition von 2001 verfälschen. Hier muss noch viel in den Köpfen bewgt werden.
Im Anschluss zeigte und Cybill, wie wir daran mitwirken können dies zu andern als die Tat Bezeugende oder Opfer.
Alle wissen, dass wir direkt zur Wache gehen oder die 112 rufen können um eine Aussage zu machen.
Viele Schrecken davor zurück oder haben angst vor einem Zwangsouting, wenn sie in bestimmten Zusammenhängen gesehen werden. Hier gab Sebastian zu bedenken, dass Polizist*Innen sehr wohl verstehen, wie wichrig der Schutz der Privatsphäre ist. Auch sie sind als Personengruppe Gewalt aus verschiedenen Richtungen ausgesetzt und möchten ihre Privataddressen nicht in der Öffentlichkleit sehen. Auch sie kennen es, bespuckt zu werden oder das zum Beispiel ihre Autos angezündet werden. Wer darauf nicht vertrauen kann oder will hat die Möglichkeit eine Anzeige im Internet aufzugeben. Ich war der Meinung, dies geht bundesweit. So ist es nicht. (
https://www.crossdresser-forum.de/phpBB ... 16#p230807)
Cybill zeigte dies Anhand von Berlin und nannte die Umstände hier. Ich bleibe trotz anderer Absicht dabei, da auch hier die Unterschiede groß sind.
Hier kann ich dann mehr mit Bildern als Worten arbeiten.
Auf der ersten Seite bietet die Polizei verschiedene Angebote.
Das zweite Formular gibt den Weg frei zu verschiedenen Aktionen. Bedanken sollte Mensch sich auch ab und an...
Wenn Ihr jetzt die Anzeige ausgewählt habt, kommt bIhr auf eine Seite, die verschiedene Deliktbereiche nennt. Für uns sind die anderen Delikte zutreffend. eigentlich ist die Auswahl egal, da sie so oder so manuell von enem Menschen zugeordnet wird. Danach folgen aber auch die rechtlichen Hinweise, die Ihr bestätigen müsst, sozusagen die Geschäftsbedingungen.
Dann seht Ihr das nächste Bild. Die Zeitangaben so genau wie möglich. Aber es ist auch nicht schlimm wenn sie nur annähernd stimmen.
Oben links seht Ihr aber schon, dass die Zeit begrenzt ist. Dies ist für das nächste Bild wichtig.
Jetzt geht es um den Tathergang. Solltet Ihr länger zum Überlegen brauchen, schreibt den Text im Computer vor.
Wenn etwas passiert ist, empfiehlt es sich auch, sich sofort nach der Tat Notizen zu machen. Wichtig sind das Aussehen des Täters, Kleidung, Zeugen, Zugnummern. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, wie schnell die Erinnerungen gerade in Stresssituationen verblasst.
Das nächste Bild ist die untere Hälfte des Formulars.
Das nächste Formular fragt jetzt nach Euren Daten. Hier beginnt die Sorge um die Anonymität. Aber es ist wichtig zun wissen, dass hier die Angaben nicht Wahrheitsgemäß seien müssen. Nur die E-Mail-Adresse ist sinnvollerweise eine gültige, die Ihr ja nur zu diesem Zweck problemlos erstellen könnt. Das Feld hierfür wäre auf der zweiten Hälfte des Bildschirms.
Alle anderen Felder, ohne deren Ausfüllen es nicht weiter geht, müssen nicht richtig sein. Es ist aber sicherlich sinnvoll, vorher auf den eigenen Wunsch nach Anonymität hinzuweisen.