Re: Valeries Welt
Verfasst: Mo 29. Okt 2018, 18:01
Teil 2 Kap. 15: Gefühle beim Joggen
Die folgende Woche in Narbonne verging ereignislos, was ihr Liebesleben anging, und ihre Tage waren ausgefüllt mit Arbeit. Sie hielt sich täglich acht Stunden im Narbonner Büro von Alain und Delphine auf. Valerie hängte sich richtig rein in ihre aktuellen Projekte, vergrub sich völlig darin, und das wohl auch um den Kopf freizukriegen von diesen "falschen Gedanken" an diesen neuen Mann, mit dem eigentlich nichts anderes gewesen war als ein paar Tänze, ein gemeinsames Essen und ein wenig Geplauder an diesem Abend. Keine Affäre, nur ein paar Berührungen, seine Blicke, ein paar Andeutungen. Hatte sie ihn überhaupt richtig verstanden? Vielleicht waren das, was ihr gerade durch den Kopf ging, auch nur Träume, Wünsche und Projektionen, oder vielleicht auch nur ihre Sehnsüchte. Valerie war ja groß in solchen Sachen, in dieses Träumereien.
Träume sind aber Schäume, sogar der Volksmund weiß das ziemlich genau. Denn: Volkes Mund tut Wahrheit kund.
Der Notar und Maitre Thierry Elouard hat sie in dieser Woche dann auch nicht wiedergesehen und auch nichts mehr von ihm gehört. Was aber nicht heißt, dass sie abends, wenn sie allein Im Hotel war, nicht an ihn dachte.
Nein, die Stille ihres Hotelzimmers, ihre Einsamkeit im Plüschsessel der Hotellobby, wenn sie dort ganz allein den Abend verbrachte, vor sich ein Glas Weißwein und mit ein paar alten und zerlesenen französischen Illustrierten vor sich auf dem Couchtisch (Paris Match und so), in der Ecke des Raumes hinter seinem Tresen vielleicht noch ein verschlafener Nachtportier (aber auch der hatte um 22.00 Uhr Dienstschluss und war auch sonst meistens schweigsam) all dieses Alleinsein machte sie traurig und nachdenklich und die Situation wirkte wie ein Trigger, um die Bilder dieses Tangoabends in ihr Gedächtnis zurückzuholen, fast wie Fotografien.
Sie in seinen Armen, beim Tango. Thierrys Gesicht ging ihr nicht mehr aus dem Sinn. Seltsame, wirre Gedanken oder Gefühle waren das. Irgendetwas meinte sie gespürt zu haben, eine Kraft oder ein Begehren, das von ihm ausging, aber sie war sich überhaupt nicht sicher darüber. Es hatte etwas mit der Art und Weise zu tun, wie dieser Mann mit ihr getanzt hatte, wie er sie gehalten und umfasst hatte, zwei oder drei Tänze hatten ausgereicht um sie in Fahrt zu bringen und sie meinte gespürt zu haben, der Mann wollte etwas von ihr, er begehrte sie, so meinte sie jedenfalls. Und es war ihr nicht unrecht gewesen.
Lag Valerie richtig mit ihren Gefühlen? Mit ihren seltsamen Gedanken?
Der aufmerksame Leser wird sich fragen, was eigentlich mit Gunnar geschehen ist in dieser Zeit. Es kann ja wohl nicht sein, dass Gunnar so mir nichts, dir nichts verschwindet aus ihrem Kopf, ihrem Gedächtnis, bloß weil sie sich mal ein paar Wochen im Ausland aufhält? Oder? Bloß weil sie mal mit einem anderen Kerl tanzt?
Nun ja, ein Kerl war er ja eigentlich nicht, der maitre, so dachte sie bei sich, nein, der Ausdruck passt nicht. Also was? Ein Herr? Nein, ein Herr wäre älter.
Ein Mann?.... Ja ein richtiger Mann, das würde passen. Ihre Gedanken bewegten sich wieder mal im Kreis, wir kennen das bei ihr.
Es gibt im deutschen Volksmund dieses nüchtern-lakonische Sprichwort:
"Aus den Augen... Aus dem Sinn"
Was ihren augenblicklichen Gemütszustand in Bezug auf Gunnar recht genau beschreibt. Wenn man sie jetzt fragte, wie sie eigentlich zu ihrem Partner steht (denn Gunnar ist ja ihr Partner) so fiele ihr die Antwort nicht leicht. Eigentlich, so würde sie wahrscheinlich sagen, gibt es nichts Aufregendes zu berichten über Gunnar. Gut, da waren seine gelegentlichen Anrufe, so alle paar Tage, alles lief rund in seiner Schule. Er berichtete eigentlich nichts, das ihr wesentlich schien. Oder was sie länger beschäftigt hätte. Aber vielleicht war es gerade das, was die aktuelle Beziehung der beiden prägte: Gewohnheit, Langeweile, alles beim Alten...
Sie war ein wenig verwirrt. Ertappte sich bei dem Gedanken, ob da vielleicht schon so etwas Hässliches entstanden sei wie eine gewisse Distanz zu ihrem Partner. Was war eigentlich geworden aus ihrer Beziehung zu Gunnar? Abends lag sie oft eine Weile im Hotelbett, die Augen offen, starrte sie an die Decke und versuchte ihre Gedanken zu ordnen, erfolglos.
Nächster Tag, ein Wochenende: Sie musste den Kopf frei kriegen. Draußen schien die Sonne. Also raus, eine Stunde laufen joggen an der frischen Luft, unter den Platanenreihen am Kanal entlang, das würde ihr guttun. Gesagt, getan. Sie suchte schnell ein älteres T Shirt aus dem Kleiderschrank und zog es über, dann band sie mit einem Haargummi ihr inzwischen schon recht langes Haar zu einem Pferdeschwanz, schlüpfte in ihren Trainingsanzug, holte ihre pinkfarbenen Rennschuhe aus dem Schrank und schnürte sie zu. Sie würde das Handy mitnehmen und versuchen, Gunnar anzurufen, heute früh, samstags, war ja wohl unterrichtsfrei.
Wenig später sehen wir sie im gemächlichen Joggingtempo am Uferweg des Canal du Midi entlanglaufen, der Pferdeschwanz wippt lustig im Rhythmus ihrer Laufschritte, sie hat Kopfhörer in den Ohren und hört Pink Floyd. Dann schaltet sie die Musik aus und versucht, Gunnar in Deutschland anzurufen.
Tuut... tuut... Das Rufzeichen im deutschen Festnetz ist zu hören, dann ist er dran.
"Hey Gunnar... ich bin's "
"Hey Val ! Wie geht es dir? Was machst du? Wie läuft dein Projekt in Frankreich?" Seine Stimme verrät Freude.
"Ich bin gerade am Joggen am Kanalufer entlang... Und ja es geht mir gut..."
Sie läuft langsamer, bis sie in einem Lauftempo ist, bei dem sie noch genug Atem zum Sprechen hat. Er erzählt von seiner Schule, von seinem Unterricht, sie hört hauptsächlich zu und wirft von zeit zu Zeit einen kurzen Satz ein, eine Frage, eine Bemerkung, Sie plaudern eine ganze Weile, lauter unverfängliches Zeug, Smalltalk,
'sweet little lies" sozusagen. Denn es ist nicht das, was sie sagen wollte. Oder fragen wollte. Ob er sie noch liebe. Fragt man so etwas überhaupt? Stellt man jemand so eine Frage?
Tell me lies tell me sweet little lies...
Aber dann bemerkt sie, es wird ihr unvermittelt klar, sie kann sich ihm nicht offenbaren, nicht jetzt, nicht am Telefon. Sie wird es ihm nicht sagen können, dass sie einen anderen getroffen hat, dass ihr da jemand über den Weg lief, dass ihr ein anderer Mann gerade den Kopf verdreht, also verschweigt sie es und beschließt, es auch weiterhin bei sich zu behalten. Wenigstens im Moment wird sie nichts sagen, aber was soll's, eigentlich gibt es auch nichts richtiges zu berichten.
Wo nichts war, muss auch nichts gebeichtet werden. Oder etwa doch? Die Gedanken sind frei, so suggeriert sie sich selbst. Versucht, sich zu beruhigen. Es sind ihre Gedanken, und die gehen niemanden etwas an. Ein klassischer Verdrängungsmechanismus.
Sie beenden das Gespräch auch bald darauf, und nach ein wenig weiterem Smalltalk legt sie auf. Schließlich ist sie ganz froh, dass sie Gunnar nichts von dem anderen Mann gesagt hat. War das jetzt eine Lüge oder keine? Sie weiß die Antwort nicht, aber sie spürt: Die Wahrheit war es nicht. Sie beschleunigt ihr Lauftempo und rennt jetzt richtig schnell, fünf, acht Minuten in hohem Tempo, bis sie richtig außer Puste ist, danach fällt sie wieder in lockeren Trab und kehrt um, joggt zurück zum Hotel.
Auf dem Rückweg bemerkt sie eine leichte Reizung ihrer Brüste, genauer der Brustwarzen. Sie hat unter dem T Shirt immer noch den BH von heute morgen an, der kein elastischer und eng sitzender Sport-BH ist, sondern ein normaler BH mit Bügeln und vorgeformten Halbschalen. Man sollte diese Alltags-BHs nicht beim Joggen tragen, denn der Busen wird nicht fest gehalten, nein er springt und reibt, er bewegt sich auf und ab in den Körbchen. Was natürlich dummerweise oft den Nebeneffekt hat, dass die Brüste oder besser gesagt die Brustwarzen der Trägerin, die ja beim Joggen permanent in Bewegung sind, dass diese Brüste sich röten, gereizt werden, und oft sich die Warzen auch aufstellen. Heute jedoch bemerkt sie, diese Reizung, dieses Gefühl an den Brüsten ist ihr eigentlich gar nicht mal unangenehm, nein, sie mag es, es ist ein gutes Gefühl, man könnte es fast für eine Art Vorspiel für Sex halten. So ist sie nach einiger Zeit sogar ein wenig erregt und beginnt, wieder an den neuen fremden Mann zu denken. Valerie und ihre Fantasien.
Ist sie nicht ein richtiges Luder, unsere kleine Protagonistin? Kaum richtig angekommen in Frankreich und schon einen fremden Mann im Kopf.
Wir werden das weiter beobachten und sehen vielleicht bald, ob und wie es weitergeht. Sagen wir mal, so etwa in einer Woche?
Liebe Grüße,
Valerie

Die folgende Woche in Narbonne verging ereignislos, was ihr Liebesleben anging, und ihre Tage waren ausgefüllt mit Arbeit. Sie hielt sich täglich acht Stunden im Narbonner Büro von Alain und Delphine auf. Valerie hängte sich richtig rein in ihre aktuellen Projekte, vergrub sich völlig darin, und das wohl auch um den Kopf freizukriegen von diesen "falschen Gedanken" an diesen neuen Mann, mit dem eigentlich nichts anderes gewesen war als ein paar Tänze, ein gemeinsames Essen und ein wenig Geplauder an diesem Abend. Keine Affäre, nur ein paar Berührungen, seine Blicke, ein paar Andeutungen. Hatte sie ihn überhaupt richtig verstanden? Vielleicht waren das, was ihr gerade durch den Kopf ging, auch nur Träume, Wünsche und Projektionen, oder vielleicht auch nur ihre Sehnsüchte. Valerie war ja groß in solchen Sachen, in dieses Träumereien.
Träume sind aber Schäume, sogar der Volksmund weiß das ziemlich genau. Denn: Volkes Mund tut Wahrheit kund.
Der Notar und Maitre Thierry Elouard hat sie in dieser Woche dann auch nicht wiedergesehen und auch nichts mehr von ihm gehört. Was aber nicht heißt, dass sie abends, wenn sie allein Im Hotel war, nicht an ihn dachte.
Nein, die Stille ihres Hotelzimmers, ihre Einsamkeit im Plüschsessel der Hotellobby, wenn sie dort ganz allein den Abend verbrachte, vor sich ein Glas Weißwein und mit ein paar alten und zerlesenen französischen Illustrierten vor sich auf dem Couchtisch (Paris Match und so), in der Ecke des Raumes hinter seinem Tresen vielleicht noch ein verschlafener Nachtportier (aber auch der hatte um 22.00 Uhr Dienstschluss und war auch sonst meistens schweigsam) all dieses Alleinsein machte sie traurig und nachdenklich und die Situation wirkte wie ein Trigger, um die Bilder dieses Tangoabends in ihr Gedächtnis zurückzuholen, fast wie Fotografien.
Sie in seinen Armen, beim Tango. Thierrys Gesicht ging ihr nicht mehr aus dem Sinn. Seltsame, wirre Gedanken oder Gefühle waren das. Irgendetwas meinte sie gespürt zu haben, eine Kraft oder ein Begehren, das von ihm ausging, aber sie war sich überhaupt nicht sicher darüber. Es hatte etwas mit der Art und Weise zu tun, wie dieser Mann mit ihr getanzt hatte, wie er sie gehalten und umfasst hatte, zwei oder drei Tänze hatten ausgereicht um sie in Fahrt zu bringen und sie meinte gespürt zu haben, der Mann wollte etwas von ihr, er begehrte sie, so meinte sie jedenfalls. Und es war ihr nicht unrecht gewesen.
Lag Valerie richtig mit ihren Gefühlen? Mit ihren seltsamen Gedanken?
Der aufmerksame Leser wird sich fragen, was eigentlich mit Gunnar geschehen ist in dieser Zeit. Es kann ja wohl nicht sein, dass Gunnar so mir nichts, dir nichts verschwindet aus ihrem Kopf, ihrem Gedächtnis, bloß weil sie sich mal ein paar Wochen im Ausland aufhält? Oder? Bloß weil sie mal mit einem anderen Kerl tanzt?
Nun ja, ein Kerl war er ja eigentlich nicht, der maitre, so dachte sie bei sich, nein, der Ausdruck passt nicht. Also was? Ein Herr? Nein, ein Herr wäre älter.
Ein Mann?.... Ja ein richtiger Mann, das würde passen. Ihre Gedanken bewegten sich wieder mal im Kreis, wir kennen das bei ihr.
Es gibt im deutschen Volksmund dieses nüchtern-lakonische Sprichwort:
"Aus den Augen... Aus dem Sinn"
Was ihren augenblicklichen Gemütszustand in Bezug auf Gunnar recht genau beschreibt. Wenn man sie jetzt fragte, wie sie eigentlich zu ihrem Partner steht (denn Gunnar ist ja ihr Partner) so fiele ihr die Antwort nicht leicht. Eigentlich, so würde sie wahrscheinlich sagen, gibt es nichts Aufregendes zu berichten über Gunnar. Gut, da waren seine gelegentlichen Anrufe, so alle paar Tage, alles lief rund in seiner Schule. Er berichtete eigentlich nichts, das ihr wesentlich schien. Oder was sie länger beschäftigt hätte. Aber vielleicht war es gerade das, was die aktuelle Beziehung der beiden prägte: Gewohnheit, Langeweile, alles beim Alten...
Sie war ein wenig verwirrt. Ertappte sich bei dem Gedanken, ob da vielleicht schon so etwas Hässliches entstanden sei wie eine gewisse Distanz zu ihrem Partner. Was war eigentlich geworden aus ihrer Beziehung zu Gunnar? Abends lag sie oft eine Weile im Hotelbett, die Augen offen, starrte sie an die Decke und versuchte ihre Gedanken zu ordnen, erfolglos.
Nächster Tag, ein Wochenende: Sie musste den Kopf frei kriegen. Draußen schien die Sonne. Also raus, eine Stunde laufen joggen an der frischen Luft, unter den Platanenreihen am Kanal entlang, das würde ihr guttun. Gesagt, getan. Sie suchte schnell ein älteres T Shirt aus dem Kleiderschrank und zog es über, dann band sie mit einem Haargummi ihr inzwischen schon recht langes Haar zu einem Pferdeschwanz, schlüpfte in ihren Trainingsanzug, holte ihre pinkfarbenen Rennschuhe aus dem Schrank und schnürte sie zu. Sie würde das Handy mitnehmen und versuchen, Gunnar anzurufen, heute früh, samstags, war ja wohl unterrichtsfrei.
Wenig später sehen wir sie im gemächlichen Joggingtempo am Uferweg des Canal du Midi entlanglaufen, der Pferdeschwanz wippt lustig im Rhythmus ihrer Laufschritte, sie hat Kopfhörer in den Ohren und hört Pink Floyd. Dann schaltet sie die Musik aus und versucht, Gunnar in Deutschland anzurufen.
Tuut... tuut... Das Rufzeichen im deutschen Festnetz ist zu hören, dann ist er dran.
"Hey Gunnar... ich bin's "
"Hey Val ! Wie geht es dir? Was machst du? Wie läuft dein Projekt in Frankreich?" Seine Stimme verrät Freude.
"Ich bin gerade am Joggen am Kanalufer entlang... Und ja es geht mir gut..."
Sie läuft langsamer, bis sie in einem Lauftempo ist, bei dem sie noch genug Atem zum Sprechen hat. Er erzählt von seiner Schule, von seinem Unterricht, sie hört hauptsächlich zu und wirft von zeit zu Zeit einen kurzen Satz ein, eine Frage, eine Bemerkung, Sie plaudern eine ganze Weile, lauter unverfängliches Zeug, Smalltalk,
'sweet little lies" sozusagen. Denn es ist nicht das, was sie sagen wollte. Oder fragen wollte. Ob er sie noch liebe. Fragt man so etwas überhaupt? Stellt man jemand so eine Frage?
Tell me lies tell me sweet little lies...
Aber dann bemerkt sie, es wird ihr unvermittelt klar, sie kann sich ihm nicht offenbaren, nicht jetzt, nicht am Telefon. Sie wird es ihm nicht sagen können, dass sie einen anderen getroffen hat, dass ihr da jemand über den Weg lief, dass ihr ein anderer Mann gerade den Kopf verdreht, also verschweigt sie es und beschließt, es auch weiterhin bei sich zu behalten. Wenigstens im Moment wird sie nichts sagen, aber was soll's, eigentlich gibt es auch nichts richtiges zu berichten.
Wo nichts war, muss auch nichts gebeichtet werden. Oder etwa doch? Die Gedanken sind frei, so suggeriert sie sich selbst. Versucht, sich zu beruhigen. Es sind ihre Gedanken, und die gehen niemanden etwas an. Ein klassischer Verdrängungsmechanismus.
Sie beenden das Gespräch auch bald darauf, und nach ein wenig weiterem Smalltalk legt sie auf. Schließlich ist sie ganz froh, dass sie Gunnar nichts von dem anderen Mann gesagt hat. War das jetzt eine Lüge oder keine? Sie weiß die Antwort nicht, aber sie spürt: Die Wahrheit war es nicht. Sie beschleunigt ihr Lauftempo und rennt jetzt richtig schnell, fünf, acht Minuten in hohem Tempo, bis sie richtig außer Puste ist, danach fällt sie wieder in lockeren Trab und kehrt um, joggt zurück zum Hotel.
Auf dem Rückweg bemerkt sie eine leichte Reizung ihrer Brüste, genauer der Brustwarzen. Sie hat unter dem T Shirt immer noch den BH von heute morgen an, der kein elastischer und eng sitzender Sport-BH ist, sondern ein normaler BH mit Bügeln und vorgeformten Halbschalen. Man sollte diese Alltags-BHs nicht beim Joggen tragen, denn der Busen wird nicht fest gehalten, nein er springt und reibt, er bewegt sich auf und ab in den Körbchen. Was natürlich dummerweise oft den Nebeneffekt hat, dass die Brüste oder besser gesagt die Brustwarzen der Trägerin, die ja beim Joggen permanent in Bewegung sind, dass diese Brüste sich röten, gereizt werden, und oft sich die Warzen auch aufstellen. Heute jedoch bemerkt sie, diese Reizung, dieses Gefühl an den Brüsten ist ihr eigentlich gar nicht mal unangenehm, nein, sie mag es, es ist ein gutes Gefühl, man könnte es fast für eine Art Vorspiel für Sex halten. So ist sie nach einiger Zeit sogar ein wenig erregt und beginnt, wieder an den neuen fremden Mann zu denken. Valerie und ihre Fantasien.
Ist sie nicht ein richtiges Luder, unsere kleine Protagonistin? Kaum richtig angekommen in Frankreich und schon einen fremden Mann im Kopf.
Wir werden das weiter beobachten und sehen vielleicht bald, ob und wie es weitergeht. Sagen wir mal, so etwa in einer Woche?
Liebe Grüße,
Valerie