Re: Blutengel
Verfasst: Fr 22. Nov 2024, 15:15
Noch mal schnell rutschen
An der Rutsche ist schon einiges los. Thomas begrüßt uns. "Hallo ihr beiden Meerjungfrauen, wollt ihr mal zeigen, wie es geht", sagt er, "man tut sich doch schwerer als wir dachten." "Ich würde gerne erstmal schauen wollen", sage ich, "wo liegt denn die beste Zeit?" "57 Sekunden mit einem Zweier Schlauchboot", sagt ein Junge, der mit seinem Freund neben uns steht. "Aber mit Paddeln, oder?" frage ich, mit gespielt großen Augen. "Ja klar, wie den sonst?" fragt er frech. "Ohne paddeln, nur mit Schwung", antworte ich grinsend, "los Sandra, auf geht"™s"˜." "Ich dachte schon ich krieg hier gar nichts mehr zu tun", sagt sie auch grinsend. Sie legt das Boot auf Wasser, wir steigen ein und knien uns hin. "Ui, oha", sagt ein Mann der auch daneben steht."Ey, Papa!" rüffelt der eine Jungen von eben, "wenn ich das Mama erzähle." "Echt", sagt Sandra. Thomas und ich grinsen uns an. "Wir wären dann so weit", sagt Sandra. Thomas öffnet den Schieber der Startwanne. Behäbig setzen wir uns in Bewegung, um im nächsten Moment richtig fahrt aufzunehmen. Augenblicklich fängt Sandra an zu kreischen. "Typisch Mädchen", sagt der Junge, " aber die andere kreischt gar nicht." "Die ist auch eine ganz hartgesottene", sagt Thomas, "die bringt so schnell nichts aus der Ruhe." Der Kleine gibt sich erstmal zufrieden mit der Antwort.
Wir sausen unter Sandras Kreischen auf die Rampe zu. Daneben steht die Anzeigetafel, die Kristin gebastelt hat.12,2 Sekunden lese ich da. Da drunter steht noch etwas kleiner die Durchschnittsgeschwindigkeit, 29,5 km/h. Dann ist ja die Endgeschwindigkeit noch etwas höher. Dann sind wir schon über die Rampe. Ich ziehe Sandra leicht nach hinten, damit wir nicht Kopflastig werden. Kurzer Flug, dann setzen wir auf. Wir legen uns leicht nach rechts und ziehen eine leichte Kurve. Mit einem leichten Schwung stoßen wir gegen die Insel und Sandra haut auf den Buzzer. "BÖÖÖÖT!" macht die Hupe. Und Sandra haut nochmal "Böööt!" und nochmal und freut sich diebisch dabei. Jessi, Kristin und Laura sitzen auf der Insel und machen die Jury. "Da hat aber eine Spaß, was? "lacht Laura. "So isse", sage ich lächelnd. "Bööt!" "Bestzeit bisher", sagt Jessi, "25 Sekunden. "Und eine tolle Figur habt ihr auch gemacht", sagt Laura. "Danke!" sage ich. Und Sandra haut nochmal auf den Buzzer: "Bööööt!" Dann paddeln wir mit den Händen direkt zum Ufer zurück, etwas neben der Bahn, die man zur Insel fährt. Damit man dem nächsten nicht in die Quere kommt. Es kommt aber keiner, die sind alle noch am Staunen. Ich nehme das Boot auf die Schulter, die andere Hand nimmt Sandra. Händchen haltend gehen wir hoch. Niklas fotografiert uns. "Klasse ihr beiden", sagt er, " jetzt noch Palmen in das Bild "photoshoppen" und fertig ist die Werbung für den Urlaubskatalog." "Die sind so knuffig hier", sage ich zu einer Frau, die mich staunend anschaut.
Meine Kinder und die Ex sind auch grade angekommen. Die Kiddies tragen schon Badeanzüge. Sie kommen zu mir. Die beiden Jungs stehen auch bei uns. "Das ging auch nur, weil ihr schwerer seid", kritisiert der eine. "Papperlapapp", sagt meine Große und nimmt das Boot. "Komm K. wir zeigen denen mal wie es geht", sagt sie zur Kleinen. Ich wundere mich nur, weil die beiden das zum ersten Mal machen, auf dieser Rutsche, aber sie sind eben so, haben sie wohl von mir. Die Große legt das Boot aufs Wasser und beiden steigen ein. Ich gebe den beiden noch ein paar Tipps, dann sagt die Kleine zu Thomas: " Wir können los!" "Okay!" sagt der und öffnet den Schieber. Langsam setzen sie sich in Bewegung und werden auch gleich schneller. Nur kreischen tun sie nicht, aber sie jubeln laut. "Ja!! Sagt Sandra lächelnd, "das sind deine." Meine Ex steht neben uns und lächelt. " So sind sie eben", sagt sie. Die Mädels rauschen über die Rampe und das nicht grade langsam. Die Tafel zeigt 11,7 Sekunden. "Von wegen bei den Großen ist es nur das Gewicht", sagt Thomas Tochter zu den Jungs, "Mädchen können das eben." "Böööt "¦ böööt "¦ böööt "¦", macht die hupe unten in schneller Reihenfolge. Ich schüttele lachend den Kopf, Jessi und Co. ebenfalls. Und nochmal "Böööt-böööt-böööt!" Die Jungs neben mir schauen etwas pikiert. Jessi sagt den beiden Mädels noch ihre Zeit, dann uns oben über Funk. "22 Sekunden gesamt, da war unserer Rekord aber von kurzer Dauer", sage ich grinsend. Die Mädels sind mittlerweile zurückgepaddelt und kommen hoch. Die Große trägt das Boot. "So geht das", sagt die Kleine dann zu den beiden Jungs. Ein paar andere Kinder rutschen jetzt, auch ein paar Erwachsene. Der Wert der Zeit liegt bei den Meisten zwischen 40 und 50 Sekunden, meisten verfehlen sie das Ziel und müssen zurück paddeln. "Das sollte man erstmal als realistischen Wert annehmen", sage ich zu Jessi über Funk. "Denke ich auch" antwortet sie, "aber die Zeit der Mädels bleibt Referenz."
Zwei junge Männer rutschen jetzt mit einem Doppelreifen. Sie setzen auf dem Wasser auf, das Ding bremst abrupt und beide legen einen guten Stunt beim unfreiwilligen Absteigen hin. Riesen Gejohle bei den Zuschauern. Jetzt rutschen dann doch ein paar mehr Leute, es bildet sich sogar eine kleine Schlange. Die beiden Jungs von eben kriegen dann auch bessere Zeiten hin, weil meine Kleine ein paar Tipps gegeben hat. Ich stehe bei Thomas und gebe den Rutschenden auch ein paar Hinweise. Jetzt steht Sandra in der Reihe. Sie hat das Kamel dabei und grinst mich an. Dann ist sie dran, sie legt das Kamel aufs Wasser und setzt sich drauf. Obwohl sie das diesmal nicht übertrieben erotisch macht, sieht es toll aus. Der eine Junge von eben rüffelt wieder seinen Vater. "Ey Papa!" sagt er. Wahrscheinlich konnte "Papi" sein Staunen nicht verbergen. "Das sag ich Mama", sagt er noch energisch. Sandra rauscht jetzt los. Dieses Mal kreischt sie nicht, sondern jubelt, wie meine Tochter vorhin. "Hat sie sich bei uns abgeguckt", sagte meine Kleine. Viele der anwesenden Männer schauen ihr hinterher. "Die ist schon cool", sagt meine Ex, die neben mir steht. Ich drehe mich zum ihr hin und staune , sie trägt einen Badeanzug und hat das zweier Schlauchboot an der Hand. "Meine Güte, ich habe dich aber lange nicht mehr im Badeanzug gesehen!" staune ich. Sie lächelt mich nur an. Sandra ist mittlerweile unten angekommen, wie man unschwer am mehrmaligen "Böööt" hören kann. Meine Große hat eine dicke Luftmatratze ins Becken gelegt und legt sich drauf. Da Thomas mit seinen Kindern auch rutschen will, betätige ich eine Weile den Auslöser. Jetzt lasse ich meine Große los. "Juhu, ja-ha!" jubelt sie. Sie kommt unten an, setzt auf und zieht gleich leicht nach rechts. Sie kommt an der Insel an und haut auf den Taster. Die Anzeigetafel unten sieht man hier oben auch. Die Zeit blinkt und drunter steht "Bestzeit". Auf der Insel sehe ich Kristin lächeln. Ich frage sie mal, wenn ich zu Ihr hinkomme, das nächste Mal Rutschen, wie sie das macht. Die beiden Jungs sind ziemlich neidisch. "Das war doch Glück", sagt der eine. "Hey, nicht meckern, sondern besser machen", sage ich grinsend. Bedröppelt schauen sie mich an. Ich lasse noch ein paar Leute rutschen, dann ist die Große wieder oben.
"Wollen wir mal?" frage ich die Kleine. "Au ja, womit?" fragt sie. "Mit der Lufti von der Großen, ich lege mich drauf und Du setzt dich auf meinen Rücken", antworte ich. "Au ja!" sagt sie begeistert. Antje übernimmt den Start. Ich lege die Lufti aufs Wasser, dann klettert die Kleine auf meinen Rücken. "Ja-ha, cool", sagt sie. "Das wird doch nichts!" lästert einer der Jungs. "Abwarten!" sagt die Große ruhig. "Wir sind so weit", sagt die Kleine zu Antje. "Na dann, gute Reise", wünscht uns Antje lächeln und öffnet den Schieber. "Freie Bahn mit Marzipan" ruft die Kleine, während wir Fahrt aufnehmen, dann rutschen wir auch schon über die Rampe. "Juh-chu-huu-hu", rufen wir beide. Die Kleine hält sich gut fest und im Gegensatz zu Tom neulich bleibt sie auf meinem Rücken sitzen. Wir kommen auch problemlos an der Insel an und die Kleine haut auf den Taster. "Bööt! Bööt! Bööt". "Keine Bestzeit, aber eine tolle Figur habt ihr gemacht", sagt Jessi. Ich will uns grade rüber paddeln, da sagt die Kleine: "Frau Papi, guck mal zur Rutsche!" Noch so eine dicke Lufti kommt da angerauscht. Drauf liegt Sandra und auf ihren Rücken sitzt meine Noch-Gattin. "Na sowas!" staune ich kurz, und schon sind sie bei uns. "Bööt! Bööt! Bööt" macht die Hupe, weil die Gattin draufhaut. Na, Stefanie?" sagt Sandra frech. "Ihr werdet auch noch mal ein Paar", sage ich grinsend. Die beiden schütten sich aus vor Lachen. Zusammen gehen wir alle hoch. Meine Gattin steht mit den Töchtern zusammen, Sandra und ich etwas abseits. Ich nutze das und sage leise Sandra: " Ich staune grade, wie gut ihr miteinander klarkommst, kenne ich von ihr so gar nicht." "Ich erkläre es dir gerne mal ein anderes Mal" sagt Sandra, " wenn wir mehr Zeit haben und alleine sind." "OK, machen wir so", sage ich. Wir gehen wieder näher zur Rutsche.
"Mama, Mama!" rufen die beiden Jungs von eben aufgeregt, "Papa hat eben "¦ ." Offenbar ist die Mutter der beiden grade angekommen und die Jungs verpetzen ihren Vater. Ich denke mir, ich gehe da mal hin und beschwichtige, zumal die Dame etwas angesäuert aussieht. Meine Große kommt mir aber zuvor, geht hin und sagt zu den Jungs: "So petzen aber nur doofe Mädchen." Die Jungs und die Mutter schauen ihr jetzt etwas sparsam hinterher, während meine Gattin, Sandra und ich uns das Lachen schwer verkneifen müssen. Ich gehe trotzdem zu der Dame. "Entschuldigen Sie, wenn ich mich einmische, aber ich finde das etwas übertrieben, was ihre Jungs da sagen", sage ich, "es war definitiv nicht so. Das man hier den Leuten hinterer schaut und sie teilweise bewundert, ist doch völlig normal, machen wir Mädels doch auch." Ich bin kurz abgelenkt, weil sich grade zwei junge Männer auf der Rutsche bereit machen. Die beiden haben so was von durchtrainierte Körper, dass sogar ich kurz abgelenkt bin. "Boah!" staune ich noch, während die beiden losrutschen. Dann widme ich mich wieder der Dame. "Wir wurden auch gar nicht von ihrem Mann angesprochen", sage ich und setze noch obendrauf, " das man mal einer Frau hinterherschaut, kenne ich allzu gut; als ich noch auf der anderen Seite stand." Jetzt entgleisen der Dame ein paar Gesichtszüge. Ich wünsche noch einen schönen Tag und gehe wieder zu Sandra. Die hat meinen Monolog mitbekommen und grinst sich einen. "Sehr schön, Stefanie", sagt Sandra und küsst mich ausgiebig. Das ist jetzt wohl zu viel für die Dame von eben. "Ich brauch"™ jetzt einen starken Kaffee", sagt die Dame zu ihrer Freundin, die die ganze Zeit neben ihr stand. Die ist allerdings am Grinsen, wohl über die Situation eben. Zusammen gehen sie an uns vorbei. ""˜Tschuldigung, falls Sie zu dem kleinen Kaffeestand gleich hier oben gehen , dann sagen Sie zu dem Herrn, da Kaffee geht auf meine Rechnung", sage ich zu den beiden Frauen. Die Mutter der beiden Jungs schaut mich erstaunt bis ungläubig an. Sie stellen sich auch gleich da an. Als sie dran sind, schaut Enrico (der nette Mensch im Kaffeewagen, alter Kumpel von mir) zu mir. Ich zeige zur Bestätigung den Daumen hoch.
Ich wende mich den beiden Jungs zu. Die sind ein wenig frustriert, weil sie es immer noch nicht hinbekommen, mit einem Rutsch zur Insel zu kommen. Obendrein frotzeln neben meinen Kindern, auch noch ein paar andere. Ich nehme das zwei-Mann Schlauchboot und frage die beiden Jungs: "Wollen wir es mal versuchen? Soll ich mal zeigen wie es geht?" Ich zieh mir noch ein T-Shirt über den Badeanzug, falls der Mutter der Beiden mein Badeanzug sauer aufstößt. Der sitzt im Bereich der Brust etwas knapp. Obendrein ist sie auch grade vom Kaffeeholen zurück und fragt ihren Mann was wir da jetzt machen. Zu meiner Überraschung ist sie jetzt etwas entspannter. Ich lege das Boot ins Becken. "Ich würde sagen, ihr sitzt vorne, du hältst deinen Bruder fest, wenn wir über die Rampe sausen, zieh ich euch leicht nach hinten, OK?" sage ich. "OK!" sagen beide und steigen ein. Ich setze mich dahinter. "Wetten, ihr schafft es trotzdem nicht?" frozelt meine Kleine. Ich grinse sie nur an, während die Jungs sich leise aufregen. "Fertig?" fragt uns Antje. Wir nicken, dann lässt sie uns los. Wir sausen los. An der Rampe ziehe ich sie leicht nach hinten. Hu!" sagt der Große, leicht ängstlich, während der kleinere das ziemlich toll findet. Als wir auf dem Wasser landen, neige ich uns etwas nach rechtes, so dass wir eine Kurve zur Insel ziehen. Problemlos kommen wir an der Insel an und die Jungs hauen begeistert auf den Taster. "24,5 Sekunden", sagt Jessi, "schon gut, aber ausbaufähig." "Und, habt ihr euch gemerkt, wie es geht?" frage ich die beiden. "Ja, glaube schon", sagt der Große. "Dann lass uns mal zurückpaddeln", sage ich. Oben angekommen, stürmen die beiden zu ihrer Mutter. "Mami, Mami, die Frau ist ja total nett, da brauchst Du gar nicht böse auf Papi sein", sagt der kleinere. "Ha! Wer hat es ihm denn eingebrockt?", sage ich halblaut lachend, "Kindermund halt." "Vielen Dank", sagt die Mutter noch zu mir, " auch für den Kaffee." Ich lächele sie nur an und zwinkere mit dem linken Auge. Sandra kommt mir grinsend entgegen. "Naa? Kindermädchen Stefanie?" fragt sie. Auch ihr zwinkere ich zu.
Die Mutter der Jungs fragt mich dann direkt: "Gehören Sie hier zu den Leuten aus der Werkstatt?" "Auch", antworte ich. Bevor ich weiter antworten kann, plappert Antje kichernd rein: "Und unser Maskottchen ist sie!" Danach schüttet sie sich vor Lachen aus. Sandra und ich gackern gleich mit. Ich beruhige mich, dann sage ich noch: "Nebenbei bin ich Verwalterin des gesamten Areals hier." "Okeh!"" sagt die Mutter, "dafür sind sie aber ganz schön locker drauf." "Sind Verwalterinnen sonst ziemlich spaßfrei?" frage ich lächelnd, "aber danke für das Kompliment!" Sie lächelt mich nur an. Ich wende mich wieder Sandra zu und frage: "Wollen wir noch mal rutschen?" "Gerne!" antwortet sie, "ich dachte da an eine Herausforderung, wir versuchen es mit diesem Rhino." Ich glaube eher, das wird für Rhino übel enden, das ist schon ein paarmal geflickt und zwischen Kopf und der großen Rumpfkammer ist die Trennwand kaputt", antworte ich. Sandra grinst nur. Ich vermute ja schon länger, das ihr das gefällt, wenn so eine Lufti undicht wird, wenn man drauf sitzt oder liegt. Also lege ich das Teil ins Becken und setze mich drauf. Sandra setzt sich ganz dicht vor mich. Rhino ächzt jetzt schon unter uns beiden. Ich weiß jetzt nicht, wo ich mich festhalten soll", sagt sie, "ich sitze so halb auf den Griffen." "Mach mal die Beine ein wenig auseinander", sage ich und greife rechtes um ihre Hüfte an die Griffe. Natürlich ziehe ich sie dabei etwas an mich ran. "Jetzt bist Du auch noch ein bisschen zentriert, sage ich grinsend. "Sehr geil!" haucht sie leise. Die Leute oben am Becken schauen uns gebannt an. "Einen Euro für eure Gedanken", sage ich zu ein paar Männern. "Ey, du bist gemein", sagt einer grinsend. "Wir können dann los", sagt Sandra.
Antje bedient grade wieder den Auslöser. "Gute Reise, ihr beiden", sagt sie und lässt uns los. Wir sausen los. Sandra halt ihre Beine auf die vorderen angedeuteten Beine vom Rhino gelegt, ich lasse meine Beine mit auf der Bahn schleifen, damit wir die Spur halten. Das funktioniert so auch ganz gut. Wir kommen unten an der Rampe an. Von Sandra hör ich die ganze Zeit ein "Huh, huh". Ich sehe auf der Anzeigetafel aus den Augenwinkeln unsere Geschwindigkeit, 33km/h steht da. Jetzt sausen wir über die Rampe, heben ab, fliegen ein Stück und setzen dann auf dem Wasser auf. Wir liegen zwar gut, aber für Rhino ist das jetzt zu viel. Mit einem lauten dumpfen Plopp verabschiedet sich irgendwo eine Naht. Schlagartig entweicht die Luft. Mit den Schwung den wir noch haben landen Sandra und ich im Wasser. Wir tauchen gleichzeitig auf und müssen sofort loslachen. Oben sind sie ebenfalls am Johlen. Sandra dreht sich zur Insel und ruft gackernd zu Jessi: "Abbruch!" "Alles klar", kommt von Jessi zurück. "Obwohl, unsere Zeit auf der Rutsche war nicht schlecht", sage ich. Dann nehme ich den platten Rhino ins Schlepptau. Jetzt muss mich Sandra erstmal küssen. "Das war geil, Stefanie", sagt sie genießerisch. "Findeste schon gut sowas?" frage ich. "Ja total", antwortet sie Und hat wieder ein Glitzern in den Augen. Wir kommen am Ufer an. Ich suche noch eben das Leck. Eine Naht zwischen Kopf und Rumpf ist locker 10 cm aufgerissen. "Na ja, die halten sowas nicht aus", sage ich beiläufig. Sandra lacht wieder los. "Du mit deinem trockenen Humor immer", gackert sie. Oben angekommen trocknen wir uns ab. "So langsam muss ich mich bühnentauglich machen", sage ich. "Spielst du heute Abend bei den Bands mit?" fragt mich ein Mann. "Ja tue ich", antworte ich. "Oho", sagt der noch anerkennend. "Bleibst Du noch hier?`" frage ich Sandra. "Ich komme mit, vielleicht kann ich dir beim Makeup helfen", sagt sie. "Oh ja, das wär toll", sage ich. Wir gehen dann hinter der großen Halle lang, so dass wir nicht im Badeanzug über den schon recht vollen Platz müssen. Obendrein spielen abwechselnd schon der Spielmannzug und die Bags and Pipes und exerzieren dabei auf dem Platz. Das kommt auch gut an bei den Leuten, grade auch bei den älteren Herrschaften, die grade Kaffee und Kuchen verspeisen. Sandra und ich gehen durch einen Hintereingang in Werkstattgebäude und dann die hintere Treppe hoch. In den ehemaligen Umkleide- und Waschräumen ist schon was los. Einige der Musiker machen sich auch schon bereit. Von uns sind schon Alex, Carlos und Micha da.
An der Rutsche ist schon einiges los. Thomas begrüßt uns. "Hallo ihr beiden Meerjungfrauen, wollt ihr mal zeigen, wie es geht", sagt er, "man tut sich doch schwerer als wir dachten." "Ich würde gerne erstmal schauen wollen", sage ich, "wo liegt denn die beste Zeit?" "57 Sekunden mit einem Zweier Schlauchboot", sagt ein Junge, der mit seinem Freund neben uns steht. "Aber mit Paddeln, oder?" frage ich, mit gespielt großen Augen. "Ja klar, wie den sonst?" fragt er frech. "Ohne paddeln, nur mit Schwung", antworte ich grinsend, "los Sandra, auf geht"™s"˜." "Ich dachte schon ich krieg hier gar nichts mehr zu tun", sagt sie auch grinsend. Sie legt das Boot auf Wasser, wir steigen ein und knien uns hin. "Ui, oha", sagt ein Mann der auch daneben steht."Ey, Papa!" rüffelt der eine Jungen von eben, "wenn ich das Mama erzähle." "Echt", sagt Sandra. Thomas und ich grinsen uns an. "Wir wären dann so weit", sagt Sandra. Thomas öffnet den Schieber der Startwanne. Behäbig setzen wir uns in Bewegung, um im nächsten Moment richtig fahrt aufzunehmen. Augenblicklich fängt Sandra an zu kreischen. "Typisch Mädchen", sagt der Junge, " aber die andere kreischt gar nicht." "Die ist auch eine ganz hartgesottene", sagt Thomas, "die bringt so schnell nichts aus der Ruhe." Der Kleine gibt sich erstmal zufrieden mit der Antwort.
Wir sausen unter Sandras Kreischen auf die Rampe zu. Daneben steht die Anzeigetafel, die Kristin gebastelt hat.12,2 Sekunden lese ich da. Da drunter steht noch etwas kleiner die Durchschnittsgeschwindigkeit, 29,5 km/h. Dann ist ja die Endgeschwindigkeit noch etwas höher. Dann sind wir schon über die Rampe. Ich ziehe Sandra leicht nach hinten, damit wir nicht Kopflastig werden. Kurzer Flug, dann setzen wir auf. Wir legen uns leicht nach rechts und ziehen eine leichte Kurve. Mit einem leichten Schwung stoßen wir gegen die Insel und Sandra haut auf den Buzzer. "BÖÖÖÖT!" macht die Hupe. Und Sandra haut nochmal "Böööt!" und nochmal und freut sich diebisch dabei. Jessi, Kristin und Laura sitzen auf der Insel und machen die Jury. "Da hat aber eine Spaß, was? "lacht Laura. "So isse", sage ich lächelnd. "Bööt!" "Bestzeit bisher", sagt Jessi, "25 Sekunden. "Und eine tolle Figur habt ihr auch gemacht", sagt Laura. "Danke!" sage ich. Und Sandra haut nochmal auf den Buzzer: "Bööööt!" Dann paddeln wir mit den Händen direkt zum Ufer zurück, etwas neben der Bahn, die man zur Insel fährt. Damit man dem nächsten nicht in die Quere kommt. Es kommt aber keiner, die sind alle noch am Staunen. Ich nehme das Boot auf die Schulter, die andere Hand nimmt Sandra. Händchen haltend gehen wir hoch. Niklas fotografiert uns. "Klasse ihr beiden", sagt er, " jetzt noch Palmen in das Bild "photoshoppen" und fertig ist die Werbung für den Urlaubskatalog." "Die sind so knuffig hier", sage ich zu einer Frau, die mich staunend anschaut.
Meine Kinder und die Ex sind auch grade angekommen. Die Kiddies tragen schon Badeanzüge. Sie kommen zu mir. Die beiden Jungs stehen auch bei uns. "Das ging auch nur, weil ihr schwerer seid", kritisiert der eine. "Papperlapapp", sagt meine Große und nimmt das Boot. "Komm K. wir zeigen denen mal wie es geht", sagt sie zur Kleinen. Ich wundere mich nur, weil die beiden das zum ersten Mal machen, auf dieser Rutsche, aber sie sind eben so, haben sie wohl von mir. Die Große legt das Boot aufs Wasser und beiden steigen ein. Ich gebe den beiden noch ein paar Tipps, dann sagt die Kleine zu Thomas: " Wir können los!" "Okay!" sagt der und öffnet den Schieber. Langsam setzen sie sich in Bewegung und werden auch gleich schneller. Nur kreischen tun sie nicht, aber sie jubeln laut. "Ja!! Sagt Sandra lächelnd, "das sind deine." Meine Ex steht neben uns und lächelt. " So sind sie eben", sagt sie. Die Mädels rauschen über die Rampe und das nicht grade langsam. Die Tafel zeigt 11,7 Sekunden. "Von wegen bei den Großen ist es nur das Gewicht", sagt Thomas Tochter zu den Jungs, "Mädchen können das eben." "Böööt "¦ böööt "¦ böööt "¦", macht die hupe unten in schneller Reihenfolge. Ich schüttele lachend den Kopf, Jessi und Co. ebenfalls. Und nochmal "Böööt-böööt-böööt!" Die Jungs neben mir schauen etwas pikiert. Jessi sagt den beiden Mädels noch ihre Zeit, dann uns oben über Funk. "22 Sekunden gesamt, da war unserer Rekord aber von kurzer Dauer", sage ich grinsend. Die Mädels sind mittlerweile zurückgepaddelt und kommen hoch. Die Große trägt das Boot. "So geht das", sagt die Kleine dann zu den beiden Jungs. Ein paar andere Kinder rutschen jetzt, auch ein paar Erwachsene. Der Wert der Zeit liegt bei den Meisten zwischen 40 und 50 Sekunden, meisten verfehlen sie das Ziel und müssen zurück paddeln. "Das sollte man erstmal als realistischen Wert annehmen", sage ich zu Jessi über Funk. "Denke ich auch" antwortet sie, "aber die Zeit der Mädels bleibt Referenz."
Zwei junge Männer rutschen jetzt mit einem Doppelreifen. Sie setzen auf dem Wasser auf, das Ding bremst abrupt und beide legen einen guten Stunt beim unfreiwilligen Absteigen hin. Riesen Gejohle bei den Zuschauern. Jetzt rutschen dann doch ein paar mehr Leute, es bildet sich sogar eine kleine Schlange. Die beiden Jungs von eben kriegen dann auch bessere Zeiten hin, weil meine Kleine ein paar Tipps gegeben hat. Ich stehe bei Thomas und gebe den Rutschenden auch ein paar Hinweise. Jetzt steht Sandra in der Reihe. Sie hat das Kamel dabei und grinst mich an. Dann ist sie dran, sie legt das Kamel aufs Wasser und setzt sich drauf. Obwohl sie das diesmal nicht übertrieben erotisch macht, sieht es toll aus. Der eine Junge von eben rüffelt wieder seinen Vater. "Ey Papa!" sagt er. Wahrscheinlich konnte "Papi" sein Staunen nicht verbergen. "Das sag ich Mama", sagt er noch energisch. Sandra rauscht jetzt los. Dieses Mal kreischt sie nicht, sondern jubelt, wie meine Tochter vorhin. "Hat sie sich bei uns abgeguckt", sagte meine Kleine. Viele der anwesenden Männer schauen ihr hinterher. "Die ist schon cool", sagt meine Ex, die neben mir steht. Ich drehe mich zum ihr hin und staune , sie trägt einen Badeanzug und hat das zweier Schlauchboot an der Hand. "Meine Güte, ich habe dich aber lange nicht mehr im Badeanzug gesehen!" staune ich. Sie lächelt mich nur an. Sandra ist mittlerweile unten angekommen, wie man unschwer am mehrmaligen "Böööt" hören kann. Meine Große hat eine dicke Luftmatratze ins Becken gelegt und legt sich drauf. Da Thomas mit seinen Kindern auch rutschen will, betätige ich eine Weile den Auslöser. Jetzt lasse ich meine Große los. "Juhu, ja-ha!" jubelt sie. Sie kommt unten an, setzt auf und zieht gleich leicht nach rechts. Sie kommt an der Insel an und haut auf den Taster. Die Anzeigetafel unten sieht man hier oben auch. Die Zeit blinkt und drunter steht "Bestzeit". Auf der Insel sehe ich Kristin lächeln. Ich frage sie mal, wenn ich zu Ihr hinkomme, das nächste Mal Rutschen, wie sie das macht. Die beiden Jungs sind ziemlich neidisch. "Das war doch Glück", sagt der eine. "Hey, nicht meckern, sondern besser machen", sage ich grinsend. Bedröppelt schauen sie mich an. Ich lasse noch ein paar Leute rutschen, dann ist die Große wieder oben.
"Wollen wir mal?" frage ich die Kleine. "Au ja, womit?" fragt sie. "Mit der Lufti von der Großen, ich lege mich drauf und Du setzt dich auf meinen Rücken", antworte ich. "Au ja!" sagt sie begeistert. Antje übernimmt den Start. Ich lege die Lufti aufs Wasser, dann klettert die Kleine auf meinen Rücken. "Ja-ha, cool", sagt sie. "Das wird doch nichts!" lästert einer der Jungs. "Abwarten!" sagt die Große ruhig. "Wir sind so weit", sagt die Kleine zu Antje. "Na dann, gute Reise", wünscht uns Antje lächeln und öffnet den Schieber. "Freie Bahn mit Marzipan" ruft die Kleine, während wir Fahrt aufnehmen, dann rutschen wir auch schon über die Rampe. "Juh-chu-huu-hu", rufen wir beide. Die Kleine hält sich gut fest und im Gegensatz zu Tom neulich bleibt sie auf meinem Rücken sitzen. Wir kommen auch problemlos an der Insel an und die Kleine haut auf den Taster. "Bööt! Bööt! Bööt". "Keine Bestzeit, aber eine tolle Figur habt ihr gemacht", sagt Jessi. Ich will uns grade rüber paddeln, da sagt die Kleine: "Frau Papi, guck mal zur Rutsche!" Noch so eine dicke Lufti kommt da angerauscht. Drauf liegt Sandra und auf ihren Rücken sitzt meine Noch-Gattin. "Na sowas!" staune ich kurz, und schon sind sie bei uns. "Bööt! Bööt! Bööt" macht die Hupe, weil die Gattin draufhaut. Na, Stefanie?" sagt Sandra frech. "Ihr werdet auch noch mal ein Paar", sage ich grinsend. Die beiden schütten sich aus vor Lachen. Zusammen gehen wir alle hoch. Meine Gattin steht mit den Töchtern zusammen, Sandra und ich etwas abseits. Ich nutze das und sage leise Sandra: " Ich staune grade, wie gut ihr miteinander klarkommst, kenne ich von ihr so gar nicht." "Ich erkläre es dir gerne mal ein anderes Mal" sagt Sandra, " wenn wir mehr Zeit haben und alleine sind." "OK, machen wir so", sage ich. Wir gehen wieder näher zur Rutsche.
"Mama, Mama!" rufen die beiden Jungs von eben aufgeregt, "Papa hat eben "¦ ." Offenbar ist die Mutter der beiden grade angekommen und die Jungs verpetzen ihren Vater. Ich denke mir, ich gehe da mal hin und beschwichtige, zumal die Dame etwas angesäuert aussieht. Meine Große kommt mir aber zuvor, geht hin und sagt zu den Jungs: "So petzen aber nur doofe Mädchen." Die Jungs und die Mutter schauen ihr jetzt etwas sparsam hinterher, während meine Gattin, Sandra und ich uns das Lachen schwer verkneifen müssen. Ich gehe trotzdem zu der Dame. "Entschuldigen Sie, wenn ich mich einmische, aber ich finde das etwas übertrieben, was ihre Jungs da sagen", sage ich, "es war definitiv nicht so. Das man hier den Leuten hinterer schaut und sie teilweise bewundert, ist doch völlig normal, machen wir Mädels doch auch." Ich bin kurz abgelenkt, weil sich grade zwei junge Männer auf der Rutsche bereit machen. Die beiden haben so was von durchtrainierte Körper, dass sogar ich kurz abgelenkt bin. "Boah!" staune ich noch, während die beiden losrutschen. Dann widme ich mich wieder der Dame. "Wir wurden auch gar nicht von ihrem Mann angesprochen", sage ich und setze noch obendrauf, " das man mal einer Frau hinterherschaut, kenne ich allzu gut; als ich noch auf der anderen Seite stand." Jetzt entgleisen der Dame ein paar Gesichtszüge. Ich wünsche noch einen schönen Tag und gehe wieder zu Sandra. Die hat meinen Monolog mitbekommen und grinst sich einen. "Sehr schön, Stefanie", sagt Sandra und küsst mich ausgiebig. Das ist jetzt wohl zu viel für die Dame von eben. "Ich brauch"™ jetzt einen starken Kaffee", sagt die Dame zu ihrer Freundin, die die ganze Zeit neben ihr stand. Die ist allerdings am Grinsen, wohl über die Situation eben. Zusammen gehen sie an uns vorbei. ""˜Tschuldigung, falls Sie zu dem kleinen Kaffeestand gleich hier oben gehen , dann sagen Sie zu dem Herrn, da Kaffee geht auf meine Rechnung", sage ich zu den beiden Frauen. Die Mutter der beiden Jungs schaut mich erstaunt bis ungläubig an. Sie stellen sich auch gleich da an. Als sie dran sind, schaut Enrico (der nette Mensch im Kaffeewagen, alter Kumpel von mir) zu mir. Ich zeige zur Bestätigung den Daumen hoch.
Ich wende mich den beiden Jungs zu. Die sind ein wenig frustriert, weil sie es immer noch nicht hinbekommen, mit einem Rutsch zur Insel zu kommen. Obendrein frotzeln neben meinen Kindern, auch noch ein paar andere. Ich nehme das zwei-Mann Schlauchboot und frage die beiden Jungs: "Wollen wir es mal versuchen? Soll ich mal zeigen wie es geht?" Ich zieh mir noch ein T-Shirt über den Badeanzug, falls der Mutter der Beiden mein Badeanzug sauer aufstößt. Der sitzt im Bereich der Brust etwas knapp. Obendrein ist sie auch grade vom Kaffeeholen zurück und fragt ihren Mann was wir da jetzt machen. Zu meiner Überraschung ist sie jetzt etwas entspannter. Ich lege das Boot ins Becken. "Ich würde sagen, ihr sitzt vorne, du hältst deinen Bruder fest, wenn wir über die Rampe sausen, zieh ich euch leicht nach hinten, OK?" sage ich. "OK!" sagen beide und steigen ein. Ich setze mich dahinter. "Wetten, ihr schafft es trotzdem nicht?" frozelt meine Kleine. Ich grinse sie nur an, während die Jungs sich leise aufregen. "Fertig?" fragt uns Antje. Wir nicken, dann lässt sie uns los. Wir sausen los. An der Rampe ziehe ich sie leicht nach hinten. Hu!" sagt der Große, leicht ängstlich, während der kleinere das ziemlich toll findet. Als wir auf dem Wasser landen, neige ich uns etwas nach rechtes, so dass wir eine Kurve zur Insel ziehen. Problemlos kommen wir an der Insel an und die Jungs hauen begeistert auf den Taster. "24,5 Sekunden", sagt Jessi, "schon gut, aber ausbaufähig." "Und, habt ihr euch gemerkt, wie es geht?" frage ich die beiden. "Ja, glaube schon", sagt der Große. "Dann lass uns mal zurückpaddeln", sage ich. Oben angekommen, stürmen die beiden zu ihrer Mutter. "Mami, Mami, die Frau ist ja total nett, da brauchst Du gar nicht böse auf Papi sein", sagt der kleinere. "Ha! Wer hat es ihm denn eingebrockt?", sage ich halblaut lachend, "Kindermund halt." "Vielen Dank", sagt die Mutter noch zu mir, " auch für den Kaffee." Ich lächele sie nur an und zwinkere mit dem linken Auge. Sandra kommt mir grinsend entgegen. "Naa? Kindermädchen Stefanie?" fragt sie. Auch ihr zwinkere ich zu.
Die Mutter der Jungs fragt mich dann direkt: "Gehören Sie hier zu den Leuten aus der Werkstatt?" "Auch", antworte ich. Bevor ich weiter antworten kann, plappert Antje kichernd rein: "Und unser Maskottchen ist sie!" Danach schüttet sie sich vor Lachen aus. Sandra und ich gackern gleich mit. Ich beruhige mich, dann sage ich noch: "Nebenbei bin ich Verwalterin des gesamten Areals hier." "Okeh!"" sagt die Mutter, "dafür sind sie aber ganz schön locker drauf." "Sind Verwalterinnen sonst ziemlich spaßfrei?" frage ich lächelnd, "aber danke für das Kompliment!" Sie lächelt mich nur an. Ich wende mich wieder Sandra zu und frage: "Wollen wir noch mal rutschen?" "Gerne!" antwortet sie, "ich dachte da an eine Herausforderung, wir versuchen es mit diesem Rhino." Ich glaube eher, das wird für Rhino übel enden, das ist schon ein paarmal geflickt und zwischen Kopf und der großen Rumpfkammer ist die Trennwand kaputt", antworte ich. Sandra grinst nur. Ich vermute ja schon länger, das ihr das gefällt, wenn so eine Lufti undicht wird, wenn man drauf sitzt oder liegt. Also lege ich das Teil ins Becken und setze mich drauf. Sandra setzt sich ganz dicht vor mich. Rhino ächzt jetzt schon unter uns beiden. Ich weiß jetzt nicht, wo ich mich festhalten soll", sagt sie, "ich sitze so halb auf den Griffen." "Mach mal die Beine ein wenig auseinander", sage ich und greife rechtes um ihre Hüfte an die Griffe. Natürlich ziehe ich sie dabei etwas an mich ran. "Jetzt bist Du auch noch ein bisschen zentriert, sage ich grinsend. "Sehr geil!" haucht sie leise. Die Leute oben am Becken schauen uns gebannt an. "Einen Euro für eure Gedanken", sage ich zu ein paar Männern. "Ey, du bist gemein", sagt einer grinsend. "Wir können dann los", sagt Sandra.
Antje bedient grade wieder den Auslöser. "Gute Reise, ihr beiden", sagt sie und lässt uns los. Wir sausen los. Sandra halt ihre Beine auf die vorderen angedeuteten Beine vom Rhino gelegt, ich lasse meine Beine mit auf der Bahn schleifen, damit wir die Spur halten. Das funktioniert so auch ganz gut. Wir kommen unten an der Rampe an. Von Sandra hör ich die ganze Zeit ein "Huh, huh". Ich sehe auf der Anzeigetafel aus den Augenwinkeln unsere Geschwindigkeit, 33km/h steht da. Jetzt sausen wir über die Rampe, heben ab, fliegen ein Stück und setzen dann auf dem Wasser auf. Wir liegen zwar gut, aber für Rhino ist das jetzt zu viel. Mit einem lauten dumpfen Plopp verabschiedet sich irgendwo eine Naht. Schlagartig entweicht die Luft. Mit den Schwung den wir noch haben landen Sandra und ich im Wasser. Wir tauchen gleichzeitig auf und müssen sofort loslachen. Oben sind sie ebenfalls am Johlen. Sandra dreht sich zur Insel und ruft gackernd zu Jessi: "Abbruch!" "Alles klar", kommt von Jessi zurück. "Obwohl, unsere Zeit auf der Rutsche war nicht schlecht", sage ich. Dann nehme ich den platten Rhino ins Schlepptau. Jetzt muss mich Sandra erstmal küssen. "Das war geil, Stefanie", sagt sie genießerisch. "Findeste schon gut sowas?" frage ich. "Ja total", antwortet sie Und hat wieder ein Glitzern in den Augen. Wir kommen am Ufer an. Ich suche noch eben das Leck. Eine Naht zwischen Kopf und Rumpf ist locker 10 cm aufgerissen. "Na ja, die halten sowas nicht aus", sage ich beiläufig. Sandra lacht wieder los. "Du mit deinem trockenen Humor immer", gackert sie. Oben angekommen trocknen wir uns ab. "So langsam muss ich mich bühnentauglich machen", sage ich. "Spielst du heute Abend bei den Bands mit?" fragt mich ein Mann. "Ja tue ich", antworte ich. "Oho", sagt der noch anerkennend. "Bleibst Du noch hier?`" frage ich Sandra. "Ich komme mit, vielleicht kann ich dir beim Makeup helfen", sagt sie. "Oh ja, das wär toll", sage ich. Wir gehen dann hinter der großen Halle lang, so dass wir nicht im Badeanzug über den schon recht vollen Platz müssen. Obendrein spielen abwechselnd schon der Spielmannzug und die Bags and Pipes und exerzieren dabei auf dem Platz. Das kommt auch gut an bei den Leuten, grade auch bei den älteren Herrschaften, die grade Kaffee und Kuchen verspeisen. Sandra und ich gehen durch einen Hintereingang in Werkstattgebäude und dann die hintere Treppe hoch. In den ehemaligen Umkleide- und Waschräumen ist schon was los. Einige der Musiker machen sich auch schon bereit. Von uns sind schon Alex, Carlos und Micha da.