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Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Fr 22. Mai 2015, 19:01
von Andrea aus Sachsen
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17.5.2015
Ich hatte keine rechte Lust und Zeit, etwas Neues zusammenzustellen und griff deshalb auf das Outfit von vor zwei Tagen zurück: knielanger ausgestellter Rock mit weiß-blauem Blumenmuster, weiße Bluse, schwarze Strumpfhose und Pumps, draußen dann noch meinen schwarzen Blazer darüber.
Beim Frühstück ein bekanntes Bild: Erneut außer mir keine einzige Frau im Rock! Hatte ich vielleicht irgendwo das Schild "Röcke unerwünscht" übersehen? Draußen kleideten sich die Frauen bei weitem nicht so einseitig.
Ich packte meine Sachen zusammen, bezahlte die Rechnung und ging noch einmal in den Sonntagsclub. Heute gab es für uns dort keine Veranstaltung mehr, nur die Gelegenheit für ein letztes Gespräch und zum Verabschieden. Die Freude über das erlebnisreiche Wochenende und der Wunsch nach einer Neuauflage im nächsten Jahr kamen dabei immer wieder zum Ausdruck.
Nach uns wurde der Sonntagsclub von anderen genutzt. Dadurch hatte ich die Möglichkeit, meinen Koffer vorläufig dort unterzustellen und noch etwas essen zu gehen, bevor mein Zug nach Hause fuhr. Zu mehr als einem kleinen Imbiss hatte es allerdings nicht gereicht.
Ich holte meinen Koffer wieder ab und bevor ich als Letzte abreiste, entstand noch dieses Foto:
Sonntagsclub(2).jpg
Das zu Ende gehende verlängerte Wochenende ließ einen starken Rückreiseverkehr erwarten. Ausgehend von den Erfahrungen vom Vorjahr, als ich im Zug bis Leipzig stehen musste, hatte ich mir diesmal eine Platzkarte besorgt. Das machte die Heimreise gleich viel entspannter. Wohlbehalten und pünktlich kam ich zu Hause an. Besondere Erlebnisse unterwegs gab es keine.
Zu Hause ließ ich das erlebnisreiche Wochenende gemütlich ausklingen. Möge es noch viele davon geben!

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: So 24. Mai 2015, 00:11
von Andrea aus Sachsen
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Magdalena hat geschrieben:wenn ich jetzt Deinen Bericht lese, freut es mich, dass es Euch gefallen hat.
Kerstin hat geschrieben:Vielen vielen Dank für deine lieben Berichte. Es ist jedesmal schön sie zu lesen.
Regina hat geschrieben:Es geht doch für Dich so wahnsinnig stark voran, dass ein kleiner Schuss nach hinten kaum ins Gewicht fällt.
Nadi hat geschrieben:Sehr schöner Bericht von Deinen Erlebnissen beim Forumstreffen in Berlin, liebe Andrea!
Sabrina.P hat geschrieben:Andrea danke für die schönen Berichte, besonders auch vom Forum-Treffen!
Es ist wieder mal an der Zeit, mich bei euch allen für die netten Kommentare und aufmunternden Worte zu bedanken.

18.5.2015
Nach dem erlebnisreichen Wochenende in Berlin ließ ich es heute etwas ruhiger angehen. Als Outfit wählte ich zur Abwechslung mal wieder meine enge schwarze Hose zusammen mit einem blauen Longshirt und schwarzen Pumps bzw. weinroten Hausschuhen. Das hatte aber auch einen ganz praktischen Grund: Der Polsterrock, den ich zur Verbesserung des Passings meist unter Röcken und Kleidern trage, war in der Wäsche. Bei Hosen hatte ich mir bisher mit einem zusammengelegten Handtuch unter einem Hüftformer beholfen.
Apropos Wäsche: Es gab natürlich einiges zu waschen und als ich sie draußen aufhängen wollte, war meine Nachbarin gerade im Garten. Mir aber war gerade nicht nach Outing zumute und so zog ich mich erst einmal wieder zurück. Eine halbe Stunde später war "die Luft rein".
Ich zog dann noch meinen schwarzen Blazer darüber und bin einkaufen gegangen. Ansonsten hatte ich an diesem Tag zu Hause noch einiges zu erledigen.
Nachdem die Wäsche trocken war, probierte ich doch noch einmal den Polsterrock an. Dessen hochgeschlagener Saum zeichnete sich unter der Hose ab, was mich bisher davon abhielt ihn zusammen mit Hosen zu tragen. Das lange Oberteil verdeckte aber den Abdruck. So konnte ich das Teil gleich anbehalten, was meines Erachtens ein klein wenig das Passing verbesserte.
Das war"™s dann schon, was es von diesem unspektakulären Andrea-Tag zu berichten gibt.

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Mo 25. Mai 2015, 17:03
von Andrea aus Sachsen
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19.5.2015
Und gleich noch ein Andrea-Tag: Ich hatte einen Termin bei meiner Psychotherapeutin. Es geht da eigentlich um etwas anderes, aber das Thema Trans* habe ich dort auch angesprochen, weil es davon wohl nicht zu trennen ist. Deshalb wollte ich auch erstmalig als Andrea dort erscheinen.
Ich zog noch einmal die gleichen Sachen vom Vortag an, also schwarze enge Hose, blaues Longshirt, schwarze Pumps und draußen meinen schwarzen Blazer darüber. Der Termin war am frühen Nachmittag in Chemnitz. Da bin ich so hingefahren, dass ich vorher in einem Selbstbedienungsrestaurant eines Kaufhauses noch etwas essen konnte.
Zuerst schien die Therapeutin von meinem Outfit völlig unbeeindruckt, zum Schluss der Sitzung meinte sie aber, dass ich mich als Frau ganz anders gebe, was sich z.B. deutlich in meiner Sitzhaltung äußert. Das ist mir selbst noch gar nicht bewusst geworden.
Einmal in Chemnitz, bot sich die Gelegenheit, mal wieder den TS-Gesprächskreis im "different people" zu besuchen, nachdem ich in jüngster Vergangenheit immer bei den Treffen der CROSSundQUEER-Gruppe war.
Zuvor aber hatte ich noch reichlich zwei Stunden Zeit. Die wollte ich nutzen, um in diversen Damenmodegeschäften nach einem etwas weiter geschnittenen Oberteil (z.B. eine Tunika) zu suchen, das gut zu einer engen Hose passt. Das Longshirt, das ich trug, schien mir meine nicht ganz so ideale weibliche Figur zu sehr zu betonen. Ich suchte also ein Oberteil in meiner Größe, genauso lang wie besagtes Longshirt, nur etwas weiter, kurzärmlig, vorteilhafter Ausschnitt, passende Farbgebung und das zu einem akzeptablen Preis. Ich hätte es wissen müssen: Das waren ein paar Wünsche zu viel. Ich probierte zwar einiges an, aber nichts davon entsprach meinen Vorstellungen. Somit blieb dieser Einkaufstag für mich erfolglos. Ein wenig Spaß hat es aber trotzdem gemacht.
Im "different people" traf ich nur wenige bekannte Leute. Kein Wunder, ziehen sich doch gerade Transidente häufig aus den Gruppen zurück, wenn sie mit der Transition "fertig" sind. Neu waren vor allem einige ganz junge, noch minderjährige TS in beiden Richtungen.
Als besonderer Gast der heutigen Veranstaltung war die (mir sehr gut bekannte) "Chefin" der CROSSundQUEER-Gruppe gekommen. Es sollte die gleiche Diskussion geführt werden, wie Ende vergangenen Jahre in eben dieser Gruppe mit einigen TS als Gäste, um mehr gegenseitiges Verständnis aufzubauen. Während die erste Diskussion mangels Moderation etwas chaotisch verlief, ging es hier ganz gemäßigt zu. Am Ende wurden zahlreiche lustige Episoden zum Besten gegeben, die aus der Benutzung der vermeidlich "falschen" Toilette entsprangen.
Kurz vor dem Gehen ließ ich noch ein Foto machen:
differentpeople(1).jpg
Die Heimfahrt erlebte ich mit gemischten Gefühlen. Es war der sechste Tag in Folge, den ich als Andrea erlebte. Länger als je zuvor war ich Frau. Ich hatte mich schon so daran gewöhnt, dass es mir vorkam, als wäre es nie anders gewesen. Morgen aber muss es erst einmal im Männermodus weitergehen. Deshalb versuchte ich, die vorerst letzten Stunden als Andrea noch einmal richtig zu genießen. Was mich in ähnlichen Situationen in der Vergangenheit immer getröstet hat: Es gibt bald wieder Andrea-Tage!

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Mi 27. Mai 2015, 11:16
von Andrea aus Sachsen
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22.5.2015
Ich kaufe eigentlich nur selten etwas im Versandhandel, aber diesmal machte ich eine Ausnahme. Es hatte nicht einmal etwas mit meiner weiblichen Seite zu tun, aber da ich so die Möglichkeit sah, erstmals als Andrea ein Paket entgegenzunehmen, hatte ich auch gleich unter meinem weiblichen Namen bestellt.
An diesem Tag griff ich auf ein bewährtes Outfit zurück: knielanger ausgestellter Rock mit weiß-blauem Blumenmuster, weiße Bluse, schwarze Strumpfhose und Pumps (bzw. zu Hause weinrote Hausschuhe).
Die Entgegennahme des Paketes ging erwartungsgemäß völlig problemlos über die Bühne. Ich konnte den Empfang genauso quittieren, wie ich es auch sonst getan hätte, da mein männlicher und weiblicher Namen mit dem gleichen Buchstaben anfangen.
Etwas dramatischer wurde es, als es nachmittags erneut an der Tür klingelte. In solchen Fällen eines unerwarteten Besuches hatte ich in der Vergangenheit als Andrea nicht geöffnet oder meine Tochter vorgeschickt, um ein unfreiwilliges Outing zu vermeiden. Heute aber glaubte ich, meine Tochter steht vor der Tür und öffnete. Aber da stand die Verkäuferin des Ladens im Erdgeschoss unseres Hauses. Ein kurzer erstaunter Blick, dann redeten wir, ganz normal miteinander. Sie fragte, ob ich den Ladenschlüssel nehmen könne, um ihn am nächsten Tag ihrem Kollegen zu übergeben. Kein Problem, da hilft frau doch gern!
Natürlich blieb jetzt erst einmal die Frage offen, ob sie mich als fremde Frau oder als "verkleideter" Vermieter gesehen hat. Als ich die Verkäuferin ein paar Tage später fragte, ob sie die Frau kannte, die den Schlüssel entgegennahm, kam ein klares: "Das waren doch Sie." Eigentlich hätte ich es mir denken können. Einer fremden Frau hätte sie nicht so ohne weiteres den Ladenschlüssel anvertraut.

23.5.2015
Ich hatte noch einen Andrea-Tag geplant. Da ließ ich mich auch nicht davon abhalten, dass heute ein Mann vorbeikommen sollte, um den Schlüssel für den Laden im Erdgeschoss abzuholen.
Ich zog noch einmal das gleiche an wie am Vortag. Beim Schminken musste ich mich beeilen, um zur Schlüsselübergabe fertig zu sein. Kurz vor Ladenöffnung klingelte es. Der Verkäufer kennt mich als Mann ganz gut, verzog aber keine Miene, als ich als Andrea vor ihm stand und den Schlüssel übergab. Er bedankte sich kurz und wünschte mir einen schönen Tag. Da blieb wieder die Frage, ob und was er gemerkt hat oder ob ihn seine Kollegin schon "vorgewarnt" hatte.
Kurz vor Mittag dann der Anruf einer Bekannten aus dem Nachbarort: Sie fragt, ob ich mal schnell etwas aus der Apotheke besorgen könne. Diese schließt in 10 Minuten und sie schafft es bis dahin nicht in die Stadt. Vor nicht allzu langer Zeit hätte mich so ein Anruf echt in Erklärungsnot gebracht. Heute dagegen zog ich die Schuhe und meinen schwarzen Blazer an und ging los. Ein wenig kritisch war die Situation zwar trotzdem, weil einige Mitarbeiterinnen der Apotheke mich als Mann auch gut kennen. Aber die, die mich bediente, gehörte eher nicht dazu.
Der Rest des Tages war dann alles nur noch Routine: Im Supermarkt einkaufen, dort im Bistro etwas zu Mittag essen und anschließend verschiedene Arbeiten zu Hause erledigen.
Kleines Fazit dieser zwei Tage: Wieder ist die Zahl derer, die mich als Andrea kennen und kein Problem damit haben, größer geworden.

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Mi 27. Mai 2015, 19:04
von Andrea aus Sachsen
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Saari hat geschrieben:Andrea lass Dich durch solche Überraschungen an der Türe nicht verunsichern.
Das werde ich nicht tun. Es war nur das erste Mal, dass mich jemand aus dem Bekanntenkreis ohne Vorwarnung im weiblichen Outfit zu sehen bekam und auch erkannt hat. Mittelfristig war dieses Outing ohnehin geplant.

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Mi 27. Mai 2015, 20:31
von Franka
Ja meine Nachbarin hat auch vor kurzem ihren Schlüssel für den Briefkasten vorbei gebracht, mit der Bitte die Post zu leeren und die Blumen zu gießen, sie sind ein paar Tage weg.
Wir haben uns auch wie immer unterhalten, wann sie wiederkommen, wo es hingeht usw. Und nun auch wieder jemand mehr, der mich in Frauenkleidung kennt.
Gibt wohl echt keinen Grund sich zu verstecken.

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Do 28. Mai 2015, 15:18
von Andrea aus Sachsen
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Ja Dahlia, es scheint offenbar niemanden zu interessieren, was man bzw. frau anhat. Trotzdem versuche ich nach wie vor, Bekannte nicht unangekündigt mit meiner weiblichen Seite zu konfrontieren. Deshalb auch der erneute Rückzug vor meiner Nachbarin im folgenden Bericht.

24.5.2015
Für einen Pfingstausflug sollte die Kleidung etwas elegant sein: kniebedeckender roter Plisseerock, bunte Bluse, hautfarbene Strumpfhose, weiße Pumps und darüber eine weiße Jacke. Schminken und frühstücken musste natürlich auch sein. Dann ging es los.
Mein Ziel war Morgenröthe-Rautenkranz. Diesen kleinen Ort im Vogtland würde heute wohl kaum jemand kennen, wäre dort nicht vor 78 Jahre der erste deutsche Kosmonaut Siegmund Jähn geboren worden. Nach seinem Raumflug im Jahre 1978 wurde in seinem Geburtsort ein Museum eröffnet, welches, im Laufe der Jahre immer wieder erweitert, sich zu einer der größten Raumfahrtausstellungen in Deutschland entwickelt hat.
Der Besuch dieser Ausstellung stand schon lange auf meiner Wunschliste. Doch nicht nur fehlende Zeit, auch die sehr schlechte Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, verhinderte das bisher. Kürzlich hat aber im Vogtland offenbar jemand die weise Entscheidung getroffen, statt weiterer Parkplätze eine Buslinie einzurichten, die verschiedene Bahnhöfe der Region mit touristischen Zielen verbindet.
Jetzt stand einem Ausflug in die Welt der Raumfahrt nichts mehr im Wege. Nach etwa 3 Stunden Fahrzeit mit Bahn und Bus stand ich vor dem im Jahre 2007 neu errichteten Gebäude der Deutschen Raumfahrtausstellung.
Raumfahrtausstellung.jpg
Da es bereits Mittagszeit war, fragte ich zunächst nach einer gastronomischen Einrichtung. Ja, nur wenige hundert Meter entfernt gab es eine Gaststätte. Es schien die einzige hier im Ort zu sein und war sehr gut besucht, hauptsächlich wohl von Wanderern. Mit meinem eher eleganten Outfit bin ich da zwar etwas aus dem Rahmen gefallen, aber nichtsdestotrotz freundlich bedient worden. Wegen des Andrangs hat es auch etwas länger gedauert, dafür aber gut geschmeckt.
In der Raumfahrtausstellung hielt sich der Ansturm dagegen in Grenzen. Bei der Ausleihe eines Audioguide (elektronischer Museumsführer) half mir wieder einmal mein ÖPNV-Ausweis als Pfand. Es geht hier längst nicht mehr nur um den Raumflug von Siegmund Jähn. Zahlreiche originale Ausstellungsstücke, Modelle und Dokumente geben einen interessanten und umfassenden Überblick über die Geschichte der Raumfahrt aller beteiligten Nationen von den Anfängen (einschließlich den Forschungen davor) bis zur Gegenwart. Die Ausstellung wird ständig aktualisiert, sodass auch die jüngsten Aktivitäten (z.B. der Flug von Alexander Gerst) mit dokumentiert sind.
Nach etwa 3 Stunden hatte ich alles gesehen. Die Zeit reichte gerade noch, um einen Blick in die kleine Kirche des Ortes zu werfen, die auf einer Anhöhe weithin sichtbar thront. Dann ging es auf dem gleichen Weg wieder zurück. Zum Abendessen war ich wieder zu Hause.

25.5.2015
Einmal im Frauenmodus, ließ ich gleich einen weiteren Tag damit folgen. Heute blieb ich aber zu Hause und wählte ein entsprechendes Outfit aus: blaues T-Shirt, blau-weiß gestreifter kurzer Rock, blaue Strumpfhose und weinrote Hausschuhe.
Rausgegangen bin ich nur zum Wäscheaufhängen und habe da erneut erst gewartet, bis meine Nachbarin sich zurückgezogen hatte. Ein weiteres ungeplantes Outing wollte ich vorerst vermeiden. Etwas geärgert hatte ich mich, dass ich einen kurzen Regenschauer am Nachmittag nicht bemerkte, wonach die Wäsche nochmal gewaschen war. Kleiner Trost: Den Nachbarn auf der anderen Seite erging es nicht anders.
Das war es dann schon an besonderem an diesem Tag. Insgesamt kann ich sagen: Ein schönes Pfingstwochenende — das erste Mal komplett als Andrea!

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Do 28. Mai 2015, 18:12
von Nadi
Das waren ja sehr ereignisreiche Tage, liebe Andrea! Ich finde es toll, wie locker Du mit den manchmal überraschenden Situationen umgehst. Großartig! Den "Gewöhnungseffekt" habe ich übrigens auch schon nach drei Tagen feststellen können, auch ganz im positiven Sinn. Bin schon sehr auf Deine weiteren Erlebnisse gespannt.

Liebe Grüße,
Nadine

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: So 31. Mai 2015, 11:42
von Kerstin
Grüß dich Andrea

Das hier könnte etwas für dich sein.

http://www.luisenburg-aktuell.de/spielplan.html


LG Kerstin

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: So 31. Mai 2015, 23:03
von Andrea aus Sachsen
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Kerstin hat geschrieben:Das hier könnte etwas für dich sein.
http://www.luisenburg-aktuell.de/spielplan.html
Erstaunlich, was es alles gibt! Für mich wäre ja die Aufführung von Verdis "Ein Maskenball" am letzten Augustwochenende interessant. Da hätte ich noch gar nichts vor, aber dafür die beiden Wochenende zuvor "volles Programm". Ich glaube, das würde irgendwie zuviel. Da muss ich es mir wohl mal fürs nächste Jahr vormerken.

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Mo 1. Jun 2015, 15:17
von Andrea aus Sachsen
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29.5.2015
Zwei Dinge hatte ich in Chemnitz zu erledigen: Für meine Perücke brauchte ich neues Wasch- und Plegemittel. Das hatte ich bisher immer im Zweithaarstudio Simone geholt. Und da war noch ein Rabattgutschein für die Galeria Kaufhof, dessen Gültigkeit in den nächsten Tagen abläuft. Davon könnte ich etwas Nachschub an Tintenpatronen für meinen Drucker besorgen.
Das alles wäre natürlich problemlos auch im Männermodus gegangen, doch im "richtigen" Outfit ist es viel schöner.
Aber nein, an diesem Tag wollte doch der Nachbar einer Bekannten mir etwas vorbeibringen. Ich kenne ihn bisher nur flüchtig und wollte ihm eigentlich kein Outing zumuten. Soll ich diesen Termin verschieben? Ich sprach mit der Bekannten, die mich als Andrea ganz gut kennt. Sie meinte nur, ihr Nachbar wäre sehr tolerant und weltoffen, da bräuchte ich mir keine Sorgen machen. Sie werde ihn schon mal "vorwarnen". Ich konnte also gespannt sein, was dieser Tag bringt.
Ich machte mich also als Andrea zurecht. Heute zog ich mein kurzes blau-schwarz gemustertes Kleid, blaue Strumpfhosen, schwarze Pumps und draußen noch meinen schwarzen Blazer an.
Im Zweithaarstudio Simone war ich in der Vergangenheit immer nur zum Umziehen und Schminken (lassen), wenn ich nach der Arbeit noch etwas als Andrea unternehmen wollte. Heute bin ich erstmalig gleich so hingegangen. Die Inhaberin des Haarstudios, die mich hier sonst immer geschminkt hatte, war erstaunt, dass ich das selbst auch so gut hingekriegt hatte. Dieses Lob kann ich dann nur an die Damen vom Atelier Changeable weitergeben, wo ich das vor drei Jahren gelernt hatte.
Nachdem ich nun alles hatte, was ich zur Pflege meiner Perücke brauchte, ging es in die Galeria Kaufhof. Die Tintenpatronen für den Drucker waren schnell gefunden. Genauso schnell einen kleinen Imbiss als Ersatz fürs Mittagessen — danach blieb noch eine reichliche Stunde Zeit bis zur Rückfahrt. Ich konnte es mir nicht verkneifen, noch ein wenig in der Damenmodeabteilung zu stöbern. Am Ende fand ich noch ein sehr preiswertes weiß-grün-braun gemustertes Shirt.
So fuhr ich zufrieden nach Hause. Auf dem Bahnhof in meiner Heimatstadt musste ich an einer Gruppe männlicher Jugendlicher vorbei. Dabei rief einer: "Das ist ja ein Mann, ein schwuler!" Ich tat so, als hätte ich nichts gehört und ging weiter. Inwiefern andere Leute, die mit mir ausgestiegen waren, damit auf mich aufmerksam wurden, habe ich nicht mitbekommen.
Jetzt wartete ich nur noch auf meinen "Besuch". Als es dann klingelte und ich ihn hereinließ, konnte ich keinerlei Erstaunen in seinem Blick erkennen. Wir unterhielten und eine Weile als wenn nicht Besonderes dabei wäre. Als ich dann sagte, er könne mich alles zu meinem Auftreten fragen, meinte er nur: "Ach, meine Nachbarin hat mir doch alles schon erzählt. Ich habe absolut kein Problem damit." Also wieder einer mehr, der mich als Andrea kennt und gut damit klarkommt! Das weniger schöne Erlebnis zuvor auf dem Bahnhof war damit fast schon vergessen.
Abends habe ich noch meine Sachen für einen kleinen Wochenendausflug zurechtgelegt.

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Di 2. Jun 2015, 12:37
von Andrea aus Sachsen
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30.5.2015
Es war wieder ein Opernbesuch geplant, der dritte in diesem Monat. (Wo soll das noch hinführen?!) Da es nicht allzu weit weg gehen sollte und es sonst nichts Dringendes zu erledigen gab, konnte ich etwas später aufstehen und hatte trotzdem fast den gesamten Vormittag Zeit, mich als Andrea zurechtzumachen und meinen Koffer zu packen. Als Outfit behielt ich vorläufig das vom Vortag bei: kurzes blau-schwarz gemustertes Kleid, blaue Strumpfhose, schwarze Pumps und draußen noch meinen schwarzen Blazer darüber.
Am Chemnitzer Hauptbahnhof hatte ich etwas Aufenthalt und konnte so etwas zu Mittag essen. Weiter ging es nach Leipzig und dort mit der S-Bahn in das gebuchte Hotel. Jetzt blieb mir ein wenig Zeit zum Verschnaufen und um mich für den kulturellen Höhepunkt des Tages zurechtzumachen. Ich holte mein bewährtes Theateroutfit aus dem Koffer: schwarzer Godetrock, terracottafarbene Satinbluse, hautfarbene Strumpfhose und schwarze Sandaletten.
Mit der Straßenbahn ging es ein Stück Richtung Zentrum bis zur Musikalischen Komödie. Nach mehreren Aufführungen in der Leipziger Oper war das mein erster Besuch in diesem Haus, das sich etwas mehr dem "leichten" Musiktheater verschrieben hat.
Zuerst fiel mir das für dieses kleine Theater ungewöhnlich große Foyer auf, in dem sich die Besucher sammelten. Ebenfalls nicht alltäglich: die außergewöhnlich große Altersspanne, die hier vertreten war, vom vielleicht noch nicht einmal 10-jährigen Kind bis zu sehr betagten Personen, die den Weg hierher nicht mehr aus eigener Kraft schafften. Den ganz jungen Besuchern bzw. denen Eltern konnte ich eine gewisse Kreativität bei der Kleidungswahl nicht absprechen. Wahrscheinlich wegen (noch) fehlender spezieller festlicher Kleidung wurde versucht, aus vorhandenen Teilen etwas Passendes zusammenzustellen, was meines Erachtens aber nicht in jedem Fall gelang.
Heute stand hier die Oper "Zar und Zimmermann" von Albert Lortzing auf dem Spielplan: http://de.wikipedia.org/wiki/Zar_und_Zimmermann
Das bekannteste Werk des deutschen Komponisten passt auch bestens nach Leipzig, denn Lortzing lebte 12 Jahre hier und brachte 1837 ebendiese Oper im ehemaligen Leipziger Stadttheater (im 2. Weltkrieg zerstört) zur Uraufführung.
Inszeniert wurde das Stück ganz klassisch mit einfachem Bühnenbild. Die Kostüme entsprachen der Zeit, in der die Oper spielt (Anfang 18. Jahrhundert). Einige Personen in Nebenrollen trugen dagegen heutige Kleidung. Mir blieb unklar, was der Regisseur bzw. Kostümbildner damit bezwecken wollte. In jedem Fall angenehm zu hören: die eingängige und leichte Musik Lortzings.
Nach der Vorstellung konnte ich noch ein wenig an der Straßenbahnhaltestelle die Leute beobachten, da eine Bahn in meine Richtung wohl ausgefallen war. Viele davon kamen auch aus dem Theater und machten sich nun in verschiedene Richtungen auf den Heimweg. Schließlich erreichte auch ich mein Hotel.
Auf dem letzten Stück zu Fuß kam mal wieder meine Astronomiebegeisterung durch: Klarer Sternenhimmel mit Mond, Venus, Jupiter und Saturn als interessante Beobachtungsobjekte. Schade, dass keine Sternwarte in der Nähe war!

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Do 4. Jun 2015, 00:10
von Andrea aus Sachsen
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31.5.2015
Es schien ein warmer Tag zu werden. Bereits früh während des Schminkens schien die Sonne zum Hotelfenster herein. Ich zog einen blau-weiß gepunkteten knielangen Rock, eine weiße Bluse, hautfarbene Strumpfhosen und cremefarbene Sandaletten an. So ging ich zum Frühstück.
Ganz sicher war ich mir bezüglich meines Outfits aber noch nicht. Soll ich meinen Blazer draußen darüber ziehen und ihn, wenn es noch wärmer wird, den ganzen Tag spazierentragen oder gleich in den Koffer packen? Außerdem taten meine neuen Sandaletten ein wenig drücken. Laufen die sich noch ein oder kann ich nach wenigen hundert Metern damit nicht mehr laufen?
Ich beschloss, erst einmal bis zum Hauptbahnhof so loszugehen, wie ich war. Meinen Blazer und die schwarzen Pumps packte ich aber im Koffer obendrauf. So könnte ich, bevor ich den Koffer in einem Schließfach deponiere, notfalls problemlos den Blazer wieder herausholen oder die Schuhe wechseln.
Ich bezahlte also meine Rechnung und fuhr mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof. Mit meinen neuen Sandaletten ging es nun doch ganz gut und ich brauchte auch nichts zum Darüberziehen. Nachdem mein Koffer im Schließfach verstaut war, machte ich mich auf den Weg in die Innenstadt.
Vor einigen Wochen hatte ich mir bereits das stadtgeschichtliche Museum im alten Rathaus angesehen. Nun wollte ich auch den anderen Teil des Museums, den Neubau im Böttchergäßchen, sehen. Dieser ist vorrangig Sonderausstellungen vorbehalten. Da sich in Leipzig zur Zeit alles um den 1000. Jahrestag der Ersterwähnung dreht, nahm sich auch eine der Ausstellungen diesem Thema an. Natürlich konnte die auf eine Etage begrenzte Exposition nur einen groben Überblick über die 1000-jährige Geschichte Leipzigs geben. Das Hauptaugenmerk lag aber wohl auf einigen neuen Erkenntnissen der jüngsten archäologischen Forschungen. Es ist immer wieder interessant, was Archäologen aus völlig unscheinbaren Ausgrabungsstücken "herauslesen" können.
Etwas im Schatten dessen steht ein anderes Jubiläum: 850 Jahre Nikolaikirche, so der Titel einer anderen Sonderausstellung. Letztere fand ich nicht ganz so spektakulär, aber es entstand der Wunsch dieses historische Bauwerk in seinem heutigen Zustand zu besichtigen. Es sind nur wenige hundert Meter Fußweg bis dorthin, aber als ich ankam, fand gerade ein Gottesdienst statt. So nutzte ich die Zeit zum Mittagessen in einer Gaststätte.
Nach dem Essen holte ich den Besuch der Nikolaikirche nach. Diese hatte vor allem in der jüngsten Vergangenheit im Zusammenhang mit der friedlichen Revolution in der ehemaligen DDR eine Bedeutung erlangt.
Danach wand ich mich mehr der Gegenwart zu: Auf dem Markt fand im Rahmen der 1000-Jahr-Feier ein Familienfest statt, bei dem sich mehrere städtische Firmen (Verkehrsbetriebe, Energieversorgung, Wasserwirtschaft) vorstellten. Dazu gab es ein buntes Bühnenprogramm. Für eine Weile mischte ich mich unter die Zuschauer und fotografierte aus Spaß die Großleinwand, auf die das Ganze übertragen wurde und auf der ich von hinten zu sehen bin.
Großleinwand.jpg
Besonders riss mich das Programm aber nicht vom Stuhl und so suchte ich eine etwas ruhigere Stelle auf dem Markt, wo noch ein Foto in voller Größe und von vorn entstand:
LeipzigerMarkt.jpg
Zum Abschluss meines Leipzig-Besuches blieb ein wenig Zeit, noch einmal in die Vergangenheit einzutauchen, wenn auch in eine wenig rühmliche. In einer kleinen Gasse zwischen Hauptbahnhof und Markt befindet sich das historische Kriminalmuseum. In zahlreichen historischen Darstellungen und Ausstellungsstücken wird die "Rechtsprechung" im Mittelalter demonstriert, die sich vorrangig auf grausamste Foltermethoden stützte. Für jedes "Vergehen" wie zum Beispiel Untreue, Beleidigung, Bigamie oder Homosexualität gab es passende Strafen und entsprechende "Werkzeuge" zu ihrer Vollstreckung. Ich fand nur nichts, was uns als Trans* damals erwartet hätte. Da können wir doch froh sein, in einer anderen Zeit zu leben!
Zuletzt holte ich meinen Koffer aus dem Schließfach und fuhr nach einem doch erlebnisreichen Wochenende wieder nach Hause.

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: So 7. Jun 2015, 22:54
von Andrea aus Sachsen
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5.6.2015
Heute hatte ich wieder einen Termin bei meiner Therapeutin und erneut die Möglichkeit, als Andrea hinzugehen.
Da Wetter zeigte sich hochsommerlich. Da griff ich natürlich zu einem meiner Sommerkleider. Ich entschied mich für das rot-weiß gemusterte, dazu dünne hautfarbene Strumpfhosen und weiße Sandaletten. Bei fast 30-°C im Schatten begab ich mich am frühen Nachmittag auf den Weg nach Chemnitz. Ein leichter Wind machte die Hitze etwas erträglicher.
Zu der Therapiesitzung gibt es hier nichts Besonderes zu sagen. Einmal in Chemnitz konnte ich auch gleich zu dem monatlichen Treffen der CROSSundQUEER-Gruppe ins "different people" gehen. Bis dahin blieb aber noch etwas Zeit und in so einer Situation ist ein Bummel durch diverse Damenmodegeschäfte schon fast obligatorisch. Diesmal blieb ich gleich bei C&A hängen. Ein überaus reichhaltiges Angebot an schlichten Röcken und Kleider, die ich mir gut für zu Hause vorstellen könnte, zog mein Interesse auf sich. Da das meiste zudem sehr preiswert war, griff ich gleich mehrfach zu: ein kurzer Jeansrock, ein blauer kurzer ausgestellter Rock und ein blaues knielanges Kleid. Ich denke, dieser Einkauf hat sich gelohnt!
Noch etwas Kaffee und Kuchen im Bistro des Einkaufszentrums, dann musste ich los. Auf dem Weg durch die Chemnitzer Innenstadt kam ich an einer Eisdiele vorbei. Einer solchen Erfrischung konnte ich beim dem hochsommerlichen Wetter nicht widerstehen.
Im "different people" konnten wir in einem schattigen Innenhof draußen sitzen. Dadurch bestand das sonst übliche Platzproblem heute nicht. Es waren viele bekannte Gesichter dabei. Eine davon ist auch hier im Forum angemeldet, aber nicht (mehr) aktiv. Mit einer, die ich zum ersten Mal hier traf, habe ich mich etwas ausführlicher unterhalten. Sonst ging es meist um verschiedene demnächst stattfindenden CSDs, aber das ist nicht so mein Ding.
Mit der Chefin vom "different people" habe ich mich dann noch ein wenig zum Thema Interessenvertretung unterhalten, doch dazu werde ich an anderer Stelle noch mal etwas schreiben. Etwas zeitiger als üblich löste sich die Veranstaltung dann auf.
Ich ging gemütlich zum Bahnhof. Kurz davor kamen mir zwei Männer entgegen. Nein, nicht wegen Anmache, wie frau vielleicht befürchten könnte. Sie sprachen wohl nur englisch und zeigten mir einen Zettel mit einer Adresse, wo sie hin wollten. Ich kenne mich in Chemnitz zwar ganz gut aus, aber bei dieser Straße musste ich passen. Meine bescheidenen Sprachkenntnisse hätten wohl auch nicht für eine genaue Wegbeschreibung gereicht. Ich zeigte Ihnen den Weg zur Dienststelle der Bundespolizei im Hauptbahnhof. Sie bedankten sich für die Hilfe. Ich hoffe, die bekamen sie dort auch.
Wegen Bauarbeiten ging es wieder einmal per Schienenersatzverkehr nach Hause. Viele Leute fuhren zu so später Stunde nicht mehr mit. Doch welch seltener Anblick: Ausnahmslos alle mitfahrenden Damen trugen Rock oder Kleid! Gut, wir waren nur drei Damen.
Die jetzt angenehmen Temperaturen und der klare Sternenhimmel ließen mich die letzten Meter meines Weges noch einmal richtig genießen.

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Mo 8. Jun 2015, 00:13
von ReaGirl
Toll das du dir hier eine richtige Mühe machst mit den vielen aktuellen Beiträgen, hab mir mal wieder die letzte Seite durchgelesen. Wünsch weiterhin viel Spaß :)