Re: Andrea — meine Erlebnisse
Verfasst: Mo 13. Apr 2015, 00:31
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11.4.2015
Vor einigen Tagen machte mich Anne-Mette mit ihrem Bericht über eine Ballettaufführung neugierig. Und welch ein Zufall — in wenigen Tagen erlebt das gleiche Ballett, nämlich "Giselle" von Adolphe Adam, im Chemnitzer Opernhaus seine Premiere. Klar, dass ich da dabei sein musste!
Da mich Ballett bisher nicht sonderlich interessierte und ich auch noch nie eine Aufführung sah, verstand ich nur wenig davon und entschloss mich die heute Vormittag stattfindende Ballettmatinee zu besuchen, eine Einführungsveranstaltung ähnlich dem "Opernfrühstück" bei ich ja schon fast Stammgast bin.
Ich machte mich also bereits frühmorgens als Andrea zurecht. Die nun langsam steigenden Temperaturen draußen, erlaubten mir erstmals in diesem Jahr einen Griff zu den Sommersachen: blauer knielanger enger Rock, weiße Bluse mit blauen Blumenmotiven, blaue Strumpfhose und schwarze Pumps. Das jedenfalls hatte ich mir am Vorabend zurechtgelegt, ohne es noch einmal anzuprobieren. Ich glaubte, ich hatte diese Zusammenstellung von einigen Wochen schon einmal für gut befunden. Nach dem Schminken gefiel mir jedoch der Farbton der Strumpfhose nicht mehr. Ich überlegte und probierte, ob schwarz oder hautfarben vielleicht besser passe und entschied mich für letzteres. Schließlich stellte ich auch die Auswahl des Schmuckes noch einmal in Frage. Bei der ganzen Probiererei hätte ich fast den Zug verpasst.
Noch rechtzeitig in Chemnitz angekommen, machte ich mich gleich auf den Weg ins Opernhaus. Die Ballettmatinee fand im Gegensatz zum "Opernfrühstück" nicht im Foyer, sondern auf der (noch leeren) Bühne statt. Die etwa 100 interessierten Gäste verteilten sich dementsprechend im Zuschauerraum.
Die Dramaturgin, der Choreograf sowie Masken- und Kostümbildner sprachen nacheinander über ihre Gedanken zu "Giselle" und wie sie diese in der Inszenierung umsetzen wollen.
Zwischendurch gab es bereits einige Ausschnitte zu sehen. Die Tänzer(innen) trugen dabei noch ihre individuelle Trainingskleidung und die Musik kam noch vom Band. Die richtigen Kostüme und das Orchester werden erst später in die Proben eingebunden.
Im Großen und Ganzen bestätigte sich mein positiver Eindruck aus Anne-Mettes Hinweis. Deshalb sehe ich jetzt mit großer Erwartung der Premiere entgegen.
Es war bereits Mittagszeit, aber ich hatte noch nicht allzu viel Hunger und begnügte mich deshalb mit einem Imbiss in einer Selbstbedienungsgaststätte. Da ich einmal in Chemnitz war, hatte ich mir noch etwas vorgenommen, was ich schon Jahre vor mir herschiebe: einen Besuch im Chemnitzer Straßenbahnmuseum. Es befindet sich in einer ehemaligen Wagenhalle am Rande der Innenstadt und ist deshalb auch gut mit der Straßenbahn zu erreichen.
Als ich die Halle betrat, machte diese zunächst einen verlassenen Eindruck. Ein Schild "Bitte klingeln" wies auf einen Fußtaster. Vorsichtig trat ich drauf und es machte "Kling". Ja, dieses Geräusch kam mir bekannt vor! So machen doch die alten Straßenbahnen auf sich aufmerksam, wenn davor noch Leute über die Gleise liefen. Da kam mir auch schon ein Mann entgegen, der den Eintritt kassierte und noch einige Hinweise zur Ausstellung gab.
Neben einer Reihe historischer Straßenbahnwagen können noch eine Vielzahl anderer Exponate aus über 100 Jahren Nahverkehrsgeschichte in Chemnitz besichtigt werden. Einige der Ausstellungsstücke kannte ich noch aus eigenem Erleben.
In die meisten Straßenbahnwagen konnte man bzw. frau auch hineingehen und probieren, wie es sich auf den harten Holzbänken sitzt. Schon der Einstieg war wegen der hohen Stufen mit meinem engen Rock gar nicht so einfach. Schlimmer noch waren die Holzlatten auf dem Fußboden, wo ich immer wieder mit dem Absatz in einer Lücke steckenblieb. Wenn ich mir überlege, dass die Uniformen der Schaffnerinnen vor 50 Jahren (auch Ausstellungsstück) eine gewisse Ähnlichkeit mit meinem Outfit hatten "¦ Damals wurde Dienstkleidung wohl nach anderen Kriterien ausgesucht als heute.
Von einem Besucheransturm konnte an diesem Tag bisher keine Rede sein. Gerade mal zwei männliche Besucher sah ich außer mir. Das sollte sich wohl noch ändern, denn als ich gerade ging, stand vor dem Tor eine etwa 10-köpfige gemischte Gruppe, die sich wohl gut kannten und viel Spaß miteinander hatten. Das Gaudi einer gemeinsamen "Fahrt" derer mit einer der alten Straßenbahnen habe ich nicht mehr mitbekommen.
Damit konnte ich diesen Tag durchaus schon als erlebnisreich einstufen. Ich fuhr wieder ins Stadtzentrum zurück und mir blieb noch ein wenig Zeit für einen kleinen Einkaufsbummel.
Seit längerer Zeit ging ich wieder mal zu Deichmann. Die wenigen Schachteln mit dem "XXL" drauf waren schnell gefunden, aber nichts davon gefiel mir. Ich hätte gleich wieder gehen können, wenn ich nicht für die kommende warme Jahreszeit noch ein Paar Sandaletten gebrauchen könnte und da passte mir meist Größe 42 am besten. Dadurch stand mir fast das gesamte Sortiment offen und davon gefiel mir ein Paar cremefarbene Sandaletten mit kleinen Glitzersteinen drauf am besten. Als die dann auch in der "42" vorrätig waren und hervorragend passten, war das Einkaufserlebnis perfekt. Warum kann das mit anderen Schuhen nicht genauso sein?
Jetzt konnte ich zufrieden nach Hause fahren. In meiner Heimatstadt musste ich dann schnell noch mal in einen Supermarkt, weil noch ein paar Kleinigkeiten fürs Wochenende fehlten. Danach konnte ich den Tag zu Hause gemütlich ausklingen lassen.
11.4.2015
Vor einigen Tagen machte mich Anne-Mette mit ihrem Bericht über eine Ballettaufführung neugierig. Und welch ein Zufall — in wenigen Tagen erlebt das gleiche Ballett, nämlich "Giselle" von Adolphe Adam, im Chemnitzer Opernhaus seine Premiere. Klar, dass ich da dabei sein musste!
Da mich Ballett bisher nicht sonderlich interessierte und ich auch noch nie eine Aufführung sah, verstand ich nur wenig davon und entschloss mich die heute Vormittag stattfindende Ballettmatinee zu besuchen, eine Einführungsveranstaltung ähnlich dem "Opernfrühstück" bei ich ja schon fast Stammgast bin.
Ich machte mich also bereits frühmorgens als Andrea zurecht. Die nun langsam steigenden Temperaturen draußen, erlaubten mir erstmals in diesem Jahr einen Griff zu den Sommersachen: blauer knielanger enger Rock, weiße Bluse mit blauen Blumenmotiven, blaue Strumpfhose und schwarze Pumps. Das jedenfalls hatte ich mir am Vorabend zurechtgelegt, ohne es noch einmal anzuprobieren. Ich glaubte, ich hatte diese Zusammenstellung von einigen Wochen schon einmal für gut befunden. Nach dem Schminken gefiel mir jedoch der Farbton der Strumpfhose nicht mehr. Ich überlegte und probierte, ob schwarz oder hautfarben vielleicht besser passe und entschied mich für letzteres. Schließlich stellte ich auch die Auswahl des Schmuckes noch einmal in Frage. Bei der ganzen Probiererei hätte ich fast den Zug verpasst.
Noch rechtzeitig in Chemnitz angekommen, machte ich mich gleich auf den Weg ins Opernhaus. Die Ballettmatinee fand im Gegensatz zum "Opernfrühstück" nicht im Foyer, sondern auf der (noch leeren) Bühne statt. Die etwa 100 interessierten Gäste verteilten sich dementsprechend im Zuschauerraum.
Die Dramaturgin, der Choreograf sowie Masken- und Kostümbildner sprachen nacheinander über ihre Gedanken zu "Giselle" und wie sie diese in der Inszenierung umsetzen wollen.
Zwischendurch gab es bereits einige Ausschnitte zu sehen. Die Tänzer(innen) trugen dabei noch ihre individuelle Trainingskleidung und die Musik kam noch vom Band. Die richtigen Kostüme und das Orchester werden erst später in die Proben eingebunden.
Im Großen und Ganzen bestätigte sich mein positiver Eindruck aus Anne-Mettes Hinweis. Deshalb sehe ich jetzt mit großer Erwartung der Premiere entgegen.
Es war bereits Mittagszeit, aber ich hatte noch nicht allzu viel Hunger und begnügte mich deshalb mit einem Imbiss in einer Selbstbedienungsgaststätte. Da ich einmal in Chemnitz war, hatte ich mir noch etwas vorgenommen, was ich schon Jahre vor mir herschiebe: einen Besuch im Chemnitzer Straßenbahnmuseum. Es befindet sich in einer ehemaligen Wagenhalle am Rande der Innenstadt und ist deshalb auch gut mit der Straßenbahn zu erreichen.
Als ich die Halle betrat, machte diese zunächst einen verlassenen Eindruck. Ein Schild "Bitte klingeln" wies auf einen Fußtaster. Vorsichtig trat ich drauf und es machte "Kling". Ja, dieses Geräusch kam mir bekannt vor! So machen doch die alten Straßenbahnen auf sich aufmerksam, wenn davor noch Leute über die Gleise liefen. Da kam mir auch schon ein Mann entgegen, der den Eintritt kassierte und noch einige Hinweise zur Ausstellung gab.
Neben einer Reihe historischer Straßenbahnwagen können noch eine Vielzahl anderer Exponate aus über 100 Jahren Nahverkehrsgeschichte in Chemnitz besichtigt werden. Einige der Ausstellungsstücke kannte ich noch aus eigenem Erleben.
In die meisten Straßenbahnwagen konnte man bzw. frau auch hineingehen und probieren, wie es sich auf den harten Holzbänken sitzt. Schon der Einstieg war wegen der hohen Stufen mit meinem engen Rock gar nicht so einfach. Schlimmer noch waren die Holzlatten auf dem Fußboden, wo ich immer wieder mit dem Absatz in einer Lücke steckenblieb. Wenn ich mir überlege, dass die Uniformen der Schaffnerinnen vor 50 Jahren (auch Ausstellungsstück) eine gewisse Ähnlichkeit mit meinem Outfit hatten "¦ Damals wurde Dienstkleidung wohl nach anderen Kriterien ausgesucht als heute.
Von einem Besucheransturm konnte an diesem Tag bisher keine Rede sein. Gerade mal zwei männliche Besucher sah ich außer mir. Das sollte sich wohl noch ändern, denn als ich gerade ging, stand vor dem Tor eine etwa 10-köpfige gemischte Gruppe, die sich wohl gut kannten und viel Spaß miteinander hatten. Das Gaudi einer gemeinsamen "Fahrt" derer mit einer der alten Straßenbahnen habe ich nicht mehr mitbekommen.
Damit konnte ich diesen Tag durchaus schon als erlebnisreich einstufen. Ich fuhr wieder ins Stadtzentrum zurück und mir blieb noch ein wenig Zeit für einen kleinen Einkaufsbummel.
Seit längerer Zeit ging ich wieder mal zu Deichmann. Die wenigen Schachteln mit dem "XXL" drauf waren schnell gefunden, aber nichts davon gefiel mir. Ich hätte gleich wieder gehen können, wenn ich nicht für die kommende warme Jahreszeit noch ein Paar Sandaletten gebrauchen könnte und da passte mir meist Größe 42 am besten. Dadurch stand mir fast das gesamte Sortiment offen und davon gefiel mir ein Paar cremefarbene Sandaletten mit kleinen Glitzersteinen drauf am besten. Als die dann auch in der "42" vorrätig waren und hervorragend passten, war das Einkaufserlebnis perfekt. Warum kann das mit anderen Schuhen nicht genauso sein?
Jetzt konnte ich zufrieden nach Hause fahren. In meiner Heimatstadt musste ich dann schnell noch mal in einen Supermarkt, weil noch ein paar Kleinigkeiten fürs Wochenende fehlten. Danach konnte ich den Tag zu Hause gemütlich ausklingen lassen.