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Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Verfasst: So 1. Mär 2015, 00:26
von conny
was soll eine diskussion bringen in der du von hölzchen auf stöckchen kommst? lassen wir es!

Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Verfasst: So 1. Mär 2015, 02:15
von Lina
LaraC hat geschrieben:
Lina hat geschrieben: Du meinst also, dass zu einer differenzierte Meinung und intelligentem Auftreten IMMER dazu gehört, dass man auch unvorteilhaftes Zeugs was eine Gruppierung über SICH SELBST verbreitet hinterfragt - weil es ja sein könnte sie wären über IHRE EIGENEN Gruppierung falsch informiert.
Das trifft es genau. Zu Intelligenz und dazu, sich eine differenzierte Meinung zu bilden, gehört immer auch eine Bewertung der Information, die ich habe oder erhalte. Wenn ich offensichtlichen Grund habe, irgendwelche Informationen anzuzweifeln, sollte ich so schlau sein, das auch zu tun. Außerdem sollte ich mir grundsätzlich Gedanken über die Generalisierbarkeit (und die Notwendigkeit zu generalisieren) von Informationen machen.

...ein Vorurteil.

Bewertung von Information ist eine Sache - das bedeutet aber lange nicht, dass ich meine Zeit damit verschwenden muss, nach entlastende Informationen (die es vielleicht gar nicht gibt) über eine ohnehin unterdrückenden Organisation suchen muss - ich habe nach einem intelligenten und rationellen Grund gefragt, weshalb ich das tun sollte (und in derselben Zeit nicht etwas Nützlicheres)? Das hast du immer noch nicht beantwortet.

Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Verfasst: So 1. Mär 2015, 02:17
von Lina
conny hat geschrieben:
Jaddy hat geschrieben:Das ändert nichts daran, dass mir Menschen mit religiösen Überzeugungen zutiefst suspekt sind, weil tendenziell irrational.
aha, ist mir in dieser pauschalen betrachtung noch nicht so aufgefallen.
Mir schon, aber nicht nur die mit den religiösen Überzeugungen, sondern alle mit dogmatischen Überzeugungen. Da könnte ich auch ein paar schulwissenschaftlich überzeugte Atheisten nennen.

Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Verfasst: So 1. Mär 2015, 08:36
von Magdalena
Hallo,

eigentlich wollte ich mich zum Thema meinen Senf nicht dazu tun. Aber nun mache ich es doch. Weil ich glaube, das Problem ist nicht der Islam an sich, sondern die Menschen, die sich den Islam für ihr Tun zurechtlegen (auslegen). So war es auch bei anderne Glaubensrichtungen und auch bei den Atheisten. Wer nicht in das System passte, wurde verfolgt und ausgegrenzt. Wir hier in Deutschland können uns aus unserer Vergangenheit mit seinen Diktaturen nicht frei von Schuld wähnen. Um so wichtiger ist der Dialog mit den Menschen unabhänig von ihrer Glaubenszugehörigkeit. Auch wenn nicht alle zu dicken Freunden werden.


LG Magdalena

Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Verfasst: So 1. Mär 2015, 09:33
von conny
hallo magdalena,

so ist es. die frage ist, was die religionen aus der vegangenheit gelernt haben und wie diese heute gelebt werden.

lg
conny

Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Verfasst: So 1. Mär 2015, 09:37
von conny
Lina hat geschrieben:
conny hat geschrieben:
Jaddy hat geschrieben:Das ändert nichts daran, dass mir Menschen mit religiösen Überzeugungen zutiefst suspekt sind, weil tendenziell irrational.
aha, ist mir in dieser pauschalen betrachtung noch nicht so aufgefallen.
Mir schon, aber nicht nur die mit den religiösen Überzeugungen, sondern alle mit dogmatischen Überzeugungen. Da könnte ich auch ein paar schulwissenschaftlich überzeugte Atheisten nennen.
und alle anderen denken und handeln rational?

Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Verfasst: So 1. Mär 2015, 14:20
von Franka
Ich glaube Fanatismus ist immer schädlich, egal ob es um Religion, Politik, Sport oder sonstige Weltanschauungen geht.
Wer nicht zum Dialog bereit ist und nur von seiner eigenen Meinung überzeugt ist, ist immer eine Gefahr für andere.

Und Conny, leider denken und handeln die meisten Menschen überhaupt nicht.
Oder sie handeln ohne zu denken. Die, die erst denken und dann handeln, denken dann meist nur an sich. Arme Welt

Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Verfasst: So 1. Mär 2015, 19:49
von Jaddy
Lina hat geschrieben:
conny hat geschrieben:
Jaddy hat geschrieben:Das ändert nichts daran, dass mir Menschen mit religiösen Überzeugungen zutiefst suspekt sind, weil tendenziell irrational.
aha, ist mir in dieser pauschalen betrachtung noch nicht so aufgefallen.
Mir schon, aber nicht nur die mit den religiösen Überzeugungen, sondern alle mit dogmatischen Überzeugungen. Da könnte ich auch ein paar schulwissenschaftlich überzeugte Atheisten nennen.
Statt religiös hätte ich glaubensideologisch schreiben sollen. Immer dann, wenn eine Weltsicht nicht kritisiert werden darf/soll, wenn ihre Prinzipien nicht diskutiert werden können/sollen, wenn trotz fehlender Evidenz und Abgleich mit eben jenem humanistischen Grundkonsens das Leben anderer Menschen reguliert werden soll, wird es gefährlich.

Ganz generell gilt das, wenn ein "Du darfst nicht X" oder "Du musst Y" mit "Odin (bzw. <insert beliebigen imaginären Freund>) hat es befohlen", "in den Schriftrollen (bzw. <insert theoretisches Gesellschaftsmodell>) steht es so" begründet werden soll. Die Frage ist dann, ob man auch ohne Bezug auf die jeweilige Ideologie durch Diskussion der Ethik zum gleichen Ergebnis kommen kann und sollte. So kann man durchaus das Gebot der Friedfertigkeit und Mitmenschlichkeit, das sich in praktisch allen Modellen findet akzeptieren, gleichzeitig aber Abtreibungsverbot, Kleidungsvorschriften, etc. durchaus begründet ablehnen.

Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Verfasst: So 1. Mär 2015, 20:04
von conny
@jaddy

(hs)

Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Verfasst: Mo 2. Mär 2015, 12:49
von ExUserIn-2026-04-08
Manche Menschen brauchen das um Halt zu finden in unserer Gesellschaft.
??? Da komme ich nicht mit. Wie kommst Du denn darauf ? Was heißt "manche Menschen" ? Und was hat die Gesellschaft damit zu tun ?

Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Verfasst: Mo 2. Mär 2015, 15:16
von conny
vr_61 hat geschrieben:
Manche Menschen brauchen das um Halt zu finden in unserer Gesellschaft.
Und was hat die Gesellschaft damit zu tun ?
das frage ich mich auch.

Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Verfasst: Di 3. Mär 2015, 10:37
von Vivian Cologne
Ach Mädels, ihr immer mit euren rhetorischen Rückfragen (ki)

Ich würde es so ausdrücken: In unserer Gesellschaft gibt es (manche) Menschen, die sich überfordert fühlen. Ob es die Geschwindigkeit des Fortschritts ist, vermeintliche Bedrohungen von außen oder von innen - das kann nicht jeder gleich gut einordnen oder sich damit arrangieren. Das Infragestellen der bipolaren Geschlechtsidentität (durch manche von uns) kann dazugehören.

Und da kann Religiosität ein Halt, ein Rettungsanker sein. Hier kann man sich geborgen fühlen, Toleranz lernen und erfahren - oder das Gegenteil, Hass und Ausgrenzung erleben. Auch das gibt es.

Wo kommt nun diese Religiosität her? Ist die vom Himmel gefallen? Oder ist sie konstruiert? Das sehen "wir" völlig verschieden. Ich bin Atheistin. Für mich ist Religion eine Konstruktion von Menschen, um sich Halt zu verschaffen. Was oft genug funktioniert hat, nach meiner Meinung aber heute obsolet ist.

Wie gesagt, das ist für mich so. Ich achte aber genauso jede Glaubensüberzeugung, solange sie mich nicht bedroht. Ein radikaler Moslem in der Fußgängerzone, der mich für krank hält, den sehe ich als potenzielle Bedrohung. Aber Religionen und Konfessionen sind so vielfältig, dass Schwarzweißmalerei wenig bringt.

Vivian

Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Verfasst: Di 3. Mär 2015, 12:21
von ExUserIn-2026-04-08
Ach Mädels, ihr immer mit euren rhetorischen Rückfragen
Na klar sind das rhetorische Fragen. Aber mich nerven inhaltslose Plattitüden kolossal. Das ist mein Problem...

Aber letztlich verschleiern sie mehr, als sie nützen. Deshalb fördern sie auch Vorurteile. Und die sind unser aller Problem ...

Zum Thema Islam gibt es einen sehr interessanten Vortrag auf YouTube ...

https://www.youtube.com/watch?v=3Y3RHztJAhQ

Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Verfasst: Di 3. Mär 2015, 12:37
von Sylvia
Vivian Cologne hat geschrieben:
Wo kommt nun diese Religiosität her? Ist die vom Himmel gefallen? Oder ist sie konstruiert? Das sehen "wir" völlig verschieden. Ich bin Atheistin. Für mich ist Religion eine Konstruktion von Menschen, um sich Halt zu verschaffen. Was oft genug funktioniert hat, nach meiner Meinung aber heute obsolet ist.


Vivian

Obwohl ich Dir sonst vollkommen zustimmen möchte, glaube ich, dass Du hier erheblich falsch liegst. Wir sollten uns von unserer oberflächlich durchsäkularisierten Welt nicht täuschen lassen. Die Welt der unbegrenzten Möglichkeiten, in der wir leben, führt gerade m.E. dazu, dass wieder mehr Menschen die Konstruktion "Religion" suchen, um Halt zu finden. In der christlichen Welt ist das wohl so, und im islamischen Umfeld augenscheinlich noch viel mehr. Der Extremismus, den wir derzeit beobachten, entsteht aus geschlossenen religiös geprägten Weltbildern, die leider auch oft auf nicht extremistische Umfelder abfärben. Muslime scheinen wir in einer weit größeren Zahl gläubig zu sein, als das bei Christen mittlerweile der Fall ist, und aus diesem Umstand entsteht auch die Diskussion über Islamisierung.

Obsolet ist diese Diskussion also keineswegs, sondern eher wieder notwendiger denn je.

LG,
Sylvia

Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Verfasst: Di 3. Mär 2015, 13:11
von Vivian Cologne
Hallo Sylvia,

Du hast mich missverstanden. Ich finde auch, dass die Diskussion darüber absolut nicht obsolet ist. Es gibt genügend Anlässe dafür, auch hier im Forum.

Für mich hat sich diese Konstruktion, also Religion allgemein, quasi überlebt und gehört ins Geschichtsbuch. Weil sich dr Humanismus in der Welt durchgesetzt hat.

Kritische Leser werden anmerken, dass dies ein naiver Traum einer Atheistin ist. Genau so ist es. Das Leben ist eben kein Wunschkonzert. Wir müssen es gestalten. Das kann mit oder ohne Religion geschehen.

Vivian