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Re: Thomas„Evangelium Log 22

Verfasst: So 27. Jul 2014, 19:46
von Saskia.shewulf
Hu hu,

)))(:

Wo man nicht dran glaubt das braucht man nicht zu fürchten...... :lol:

weg sich duckt und Tschüss )))(:


dreiste Grüße Saskia )..)c

Re: Thomas„Evangelium Log 22

Verfasst: So 27. Jul 2014, 20:02
von MarieB
O Gott! Was habe ich getan.

Leute. Ich fand dieses "Zitat" als dem von der Kirche nicht anerkannten Thomasevangelium halt einfach nur schön und passend, für al diejenigen die an eine spirituelle Gottheit glauben. Es hat doch was tröstliches.

Und so sehe ich es auch. Ich bin nicht in der Kirche und glaube aber an "Gott". Und mein Gott lieb mich so wie ich bin. Transident. Und genauso liebt er Schwule, Lesben, Behinderte, Freaks, Punks usw. usw.

Gott und Kirche sind zwei paar Schuhe für mich.

Und jetzt muss es mal gut sein mit der Diskussion.

Anne-Mette: Beitrag bitte löschen.

Danke
Marie

Re: Thomas„Evangelium Log 22

Verfasst: So 27. Jul 2014, 20:58
von Nicoletta
MarieB hat geschrieben:Und mein Gott lieb mich so wie ich bin. Transident. Und genauso liebt er Schwule, Lesben, Behinderte, Freaks, Punks usw. usw.

Gott und Kirche sind zwei paar Schuhe für mich.
Liebe Marie,

leider haben die ewigen Religionshasser überreagiert, aber ich stimme Dir, wie Du wohl gelesen haben wirst, völlig zu. Der Text ist schön und tröstlich und noch dazu jenseits enger Kirchengrenzen sogar wahr. Was willst Du mehr? Schön fand ich einmal das Bild von Gott als einem spielenden Kind, Quelle kenne ich leider nicht. Dieses Kind hat einfach Freude an der Vielfalt der Möglichkeiten des Seins und möchte sich durch sie alle erfahren, also auch durch uns. Wir sind eine Spielart unter Myriaden von Möglichkeiten der Existenz und ebenso von Gott geliebt und gewollt wie alle anderen. Und Dein Text passt genau in diese Richtung, danke dafür, dass Du uns darauf aufmerksam gemacht hast, auch wenn es noch nicht bei allen angekommen ist. Die Vorurteile sitzen halt tief.

Schönen Abend und viele Grüße,

Nicoletta

Re: Thomas„Evangelium Log 22

Verfasst: So 27. Jul 2014, 21:26
von Lina
Korrektur zum meinem letzten Post: Es sollte natürlich Konstantin 1 sein und nicht Alexander - aber das Prinzip bleibt gleich ...

Re: Thomas„Evangelium Log 22

Verfasst: So 27. Jul 2014, 22:00
von Nicoletta
Liebe Mona,

da Du mich zitierst, fühlst Du Dich offenbar von mir angegriffen. Wodurch? Mit "Religionshassern" kann ich Dich schwerlich gemeint haben, nachdem Du Dich als in Deiner verankert geoutet hast. Offenbar ist das Thema einfach zu emotional, schade eigentlich, denn den Anfangsgedanken fand ich bemerkenswert. Mit etwas weniger gedankenlos perpetuierter Abwehrreaktion hätte mehr daraus werden können (damit meine ich jetzt nicht Dich, es gab andere Beiträge, auf die das mehr zutrifft). Ich würde uns wünschen, dass wir alle nach einem gewissen Abstand, morgen oder übermorgen, ohne daran zu denken, dass uns irgendwer negativ gegenübertreten könnte (woher der Gedanke, der doch in der Realität im Allgemeinen gar nicht entspricht?), die Texte hier noch einmal lesen und das Tröstliche, das Schöne dieser Aussagen verstehen und nicht nach automatisierten Mechanismen "gefällt dem Papst" oder "gefällt dem Papst nicht" sortieren. Ich wäre übrigens -- persönliche Einschätzung -- vorsichtig: dem derzeitigen Papst scheint manches zu gefallen, was beim katholischen Kirchenvolk noch nicht angekommen ist. Aber bitte, jeder ist frei, seine Meinung zu äußern, aber bitte mit Respekt vor der Meinung anderer.

Gute Nacht,

Nicoletta

Re: Thomas„Evangelium Log 22

Verfasst: So 27. Jul 2014, 22:26
von SusiS
Glaube heist ja nicht naturwissenschaftlichbeweis bar (hiese sonst ja nicht Glauben [zur Verdeutlichichung der Wortbedeutung glauben: man glaubt da es so ist = man vermutet das es so ist]). Darum hat eigentlich auch der einen Glauben, der nicht an einen Gott/Götter (="höhere Macht") glaubt (Nämlich den, das es keine "höhere Macht" gäbe und deshalb auch nicht davor sich rechtfertigen müsste). Darum sollte man in Glaubensdinge nicht streiten, denn letztlich gibt es kein wirklichen weltlichen Beweis.

In Prinzip soll ja die Religion durch den Glauben erklären, warum sonst unerklärliches so ist, und auch in gewisse Weise Trost finden (z. B. das man nach dem Tod zum Himmel = Gottes Nähe kommt); in weltliches Gemeinschaft ein Zusammenleben möglich macht (Bei den 10 Gebote, die nicht direkt zu Gott zu tun haben <wie du sollst keine anderen Götter nehmen mir haben>)

Dann sollte man grundsätzlich zwischen den Religionsglauben und deren weltliche Organisation unterscheiden. Bei der weltliche Organisation kommt es immer wieder vor, das was unstimmig zu der eigentlichen Glauben kommt. Daher kommt es:
Zum einen das einer sich beruft, das er zu dieser Religion zughörig füllt, aber nicht zu dem entsprechenden weltliche Organisation.
Zum anderen zu sogenannten Religionsabspaltungen, und damit in Prinzip zur gleichen Glaubensrichtung unterschiedliche Religionen.

Zu jeden Religionstext sollte jeweils auch das Weltbild beachtet werden, unter dem der Text eigentlich entstand (Darum darf man die ja nicht zu 100% wortwörtlich nehmen [lies z. B. genaau wie die Welt entstand im AT: Es gibt nicht nur eine! <eine mit Prinzip falscher Reihenfolge + eine mit Prinzipell richtigen Reihenfolge>]). Es nicht nur unbedingt 100% rein religiöse Aussagen unbedingt drinnen (z. B. Essenvorschriften, die in Religion verpackt besser eingehalten werden, als wenns nicht in Religion verpackt wäre, <denke an Schweinefleichesvervot in Islam; dort wo er entstammt, ist tatsächlich damals gesundheitlich sinnvoll gewesen>)

Nun, zu den Evangelien, die Einlass zu den Neuen Testament im Christlichen Glauben gefunden haben: Es wurde geschaut, das möglichst keine Wiedersprüche vorkommen (ob wirkliche oder nur scheinbare). Ich denke das dabei auch eine gewisse Rolle von den Entscheidungsträger gehabt haben.
Aber gerade durch scheinbare Wiedersprüche, könnte eigentlich der eigentliche Glaubenskern herausarbeitbar ist (dadurch wird Unterscheidbar was "schmückendes Beiwerk" und die eigentliche Glaubensaussage).
Leider sind die Evangelien die nicht Einlass gefunden haben, ncht so sehr bekannt (Wie z. B. das Thomasevangelium). Es gibt aber auser allen Evangelien noch andere antike Textfunde, die in Prinzip zum christlichen Glauben passen, aber deutlich früher geschrieben wurden (hält Vatikan glaube zuminderst teilweise unter Verschluß [die Fundstücke], wenn ich mich nicht ihre davon im Religionsunterricht mal gehört durch Filmbeitrag)

SusiS

Re: Thomas„Evangelium Log 22

Verfasst: Mo 28. Jul 2014, 14:21
von Natascha030
dahlia hat geschrieben:Wer ist Gott?
Ich bin Heide, aber was Du da von Dir lässt ist reine Blasphemie! Schon einmal darüber nachgedacht, was wäre, wenn diese Milliarden Menschen NICHT an Gott gleuben würden??? Ein bisschen mehr Respekt würde Dir bestimmt nicht schaden! Ich teile auch nicht Alles, akzeptiere aber sehr viel!

Re: Thomas„Evangelium Log 22

Verfasst: Mo 28. Jul 2014, 16:23
von Anni
Hallo Mädels )))(:

also nun doch noch mal ein DENK-Anstoß von mir ..... :!:

Seid Ihr Euch auch mal im Klaren darüber , das , wenn Ihr einen Beitrag ( hier z.B. den von Marie ) zum Anlass nehmt und solch eine Schlacht
daraus macht , jeder/jedem User/in die Lust vergeht , weitere Beiträge zu schreiben ???

Meinungsfreiheit sollte nicht dermaßen missbraucht werden :!: :!: :!:

@ Marie

Kann Dir nachfühlen , wie es Dir jetzt geht - und die Bitte an Anne-Mette zum Löschen des Thread unterstütze ich vorbehaltlos - es gibt schon genug
" Antworten " auf Beiträge , die diesem Forum nicht würdig sind !

Ich als Atheist fand den Beitrag von Marie in Bezug auf Mann und Frau und dem EINS ( Gemeinsamen ) für dieses Forum durchaus passend (smili)

LG an Marie

von frecher Anni

Re: Thomas„Evangelium Log 22

Verfasst: Mo 28. Jul 2014, 21:16
von Katrin70
Hallo Dahlia,
meiner Meinung kann man zu Gott und Glauben stehen wie man will. Das sei jedem seine Privatsache.

Andererseits nutzen viele Gender-Phobiker gerne Glaubensthemen zur Unterstützung ihrer intoleranten Ansichten. Da wird dann eben schnell argumentiert und mit Bibelstellen untermauert, dass alles, was nicht klar Mann oder Frau oder eben Liebe zwischen diesen beiden ist als abnormal gebrandmarkt wird.
Daher fide ich Beiträge, die dieses Dogma aufbrechen IMMER hilfreich. Vor allem hilf es gläubigen Menschen UNS gegeüber tolerant zu sein - und zwar nicht nur im Sinne wie man es gegenüber KRANKEN und MÖRDERN und STEUERBEAMTEN sein soll. Sondern im Sinne des Mensch-seins an sich. Da gibt eben auch in der bibel den ein oder anderen Beleg, dass der Autor oder auch Schreiber es mit der einzig allein heterosexuellen Auffassung nicht so dogmatisch genommen hat, wie es die Gender-Phobiker gerne hätten.

Wir sollten gerade aus aktuellen vielen hässlichen Beispielen in der Welt die Auslegung und Missbrauch des Glaubens und seiner Schriften nicht diesen kleinkarierten Menschen überlassen. Deshalb finde ich - unabhängig von der eigenen Einstellung - diese Beiträge hilfreich; man müßte sie glatt mal zusammen stellen.

Liebe Grüße

Kati

Re: Thomas„Evangelium Log 22

Verfasst: Di 29. Jul 2014, 06:54
von MarieB
Anni hat geschrieben:Hallo Mädels )))(:

also nun doch noch mal ein DENK-Anstoß von mir ..... :!:

Seid Ihr Euch auch mal im Klaren darüber , das , wenn Ihr einen Beitrag ( hier z.B. den von Marie ) zum Anlass nehmt und solch eine Schlacht
daraus macht , jeder/jedem User/in die Lust vergeht , weitere Beiträge zu schreiben ???

Meinungsfreiheit sollte nicht dermaßen missbraucht werden :!: :!: :!:

@ Marie

Kann Dir nachfühlen , wie es Dir jetzt geht - und die Bitte an Anne-Mette zum Löschen des Thread unterstütze ich vorbehaltlos - es gibt schon genug
" Antworten " auf Beiträge , die diesem Forum nicht würdig sind !

Ich als Atheist fand den Beitrag von Marie in Bezug auf Mann und Frau und dem EINS ( Gemeinsamen ) für dieses Forum durchaus passend (smili)

LG an Marie

von frecher Anni

Hallo Anni,

ich danke Dir für die lieben Worte. Ich hätte noch ähnliche Texte, z.Bsp. dass Adam wohl der erste androgyne Mensch war und das Eva nicht aus seiner Rippe (Übersetzungsfehler) sondern aus seiner Seite enstanden ist. Also eine Teilung eines Menschen der sowohl Mann als auch Frau war, aber das lasse ich lieber. :-)

LG
Marie

Re: Thomas„Evangelium Log 22

Verfasst: Di 29. Jul 2014, 06:59
von MarieB
Katrin70 hat geschrieben: Vor allem hilft es gläubigen Menschen UNS gegenüber tolerant zu sein - und zwar nicht nur im Sinne wie man es gegenüber KRANKEN und MÖRDERN und STEUERBEAMTEN sein soll. Sondern im Sinne des Mensch-seins an sich. Da gibt eben auch in der bibel den ein oder anderen Beleg, dass der Autor oder auch Schreiber es mit der einzig allein heterosexuellen Auffassung nicht so dogmatisch genommen hat, wie es die Gender-Phobiker gerne hätten.
Genau das wollte ich mit dem Beitrag auch aufzeigen. Wir sind trans......, und das ist gut so!!!

LG
Marie

Re: Thomas„Evangelium Log 22

Verfasst: Di 29. Jul 2014, 08:01
von Franka
Liebe Conny und alle anderen die ich beleidigt habe.
Das war so natürlich nicht meine Absicht, sondern sollte, in etwas überspitzter Form, mein Unverständnis für vor vor allem streng Gläubige darstellen.
Diese fundamentalischtische Gläubigkeit sorgt heute noch in Ägypten, Irak und vielen anderen Ländern für Krieg und Verfolgung. Auch wenn es dabei an sich gar nicht um die Religion als solche geht.
Also auf diesem Weg bitte um Verzeihung.

Natürlich habe ich mich jetzt nicht um 180-° gedreht.
Aber vielleicht kann ich es so etwas milder ausdrücken. Die letzten Hexenprozesse mit Folter und Todesstrafe sind gerade mal 300 Jahre her.
Aus heutiger Sicht sind wir uns wohl alle einig, dass das damals ein schweres Unrecht und Verbrechen war. Damals war es einfach gang und gäbe.
Vielleicht braucht es noch weitere 300 oder 3000 Jahre bis es auch zu einem Wandel beim Glauben kommt und dieser als abstrus und oder absurd angesehen wird.
Dann bin ich meiner Zeit einfach etwas voraus.

Ich hoffe damit jetzt niemanden beleidigt zu haben.

Gruß Dahlia

Re: Thomas„Evangelium Log 22

Verfasst: Di 29. Jul 2014, 13:29
von MarieB
dahlia hat geschrieben:Liebe Conny und alle anderen die ich beleidigt habe.
Das war so natürlich nicht meine Absicht, sondern sollte, in etwas überspitzter Form, mein Unverständnis für vor vor allem streng Gläubige darstellen.
Diese fundamentalischtische Gläubigkeit sorgt heute noch in Ägypten, Irak und vielen anderen Ländern für Krieg und Verfolgung. Auch wenn es dabei an sich gar nicht um die Religion als solche geht.
Also auf diesem Weg bitte um Verzeihung.

Natürlich habe ich mich jetzt nicht um 180-° gedreht.
Aber vielleicht kann ich es so etwas milder ausdrücken. Die letzten Hexenprozesse mit Folter und Todesstrafe sind gerade mal 300 Jahre her.
Aus heutiger Sicht sind wir uns wohl alle einig, dass das damals ein schweres Unrecht und Verbrechen war. Damals war es einfach gang und gäbe.
Vielleicht braucht es noch weitere 300 oder 3000 Jahre bis es auch zu einem Wandel beim Glauben kommt und dieser als abstrus und oder absurd angesehen wird.
Dann bin ich meiner Zeit einfach etwas voraus.

Ich hoffe damit jetzt niemanden beleidigt zu haben.

Gruß Dahlia
Hallo Dahlia,

das alles was Du da jetzt geschrieben hast stimmt.

Man muss aber unterscheiden zwischen Kirche/Kirchen und Glauben.

Alle diese Kriege und Kreuzzüge usw. (wir erleben es ja gerade wieder) werden von Menschen ausgeübt und nicht von Gott, Ala, Buddha usw. Und natürlich steht dahinter leider oft die Kirche. Aber das sind halt Menschen.

Mein Gott oder wie man das auch immer bezeichnen mag, möchte keine Glaubenskriege, keine Dikriminierung von Homosexuellen, kein Kindesmißbrauch in der Kirche usw. usw. Und da für mich Ala, Gott, Buddha usw. alles eins ist, will das für mich keine Gottheit welcher Religion auch immer. Das muss man gnz trennen. Denn die Bibel wurde ja von Menschen geschrieben und von der Kirche zensiert und nach Ihren Vorstellungen interpretiert und gedeutet. Ob da noch viel drin steht, was ein Gott gut heißen würde? Deshalb wünschen sich doch die ganz große Mehrheit der gebildeten katholischen Christen Neuerungen. Das auch Frauen Priester werden können, die Abschaffung des Zölibat usw.

Kirche ist nicht Gott. Mein Gott hätte eine Organisation, die Armen und hilfsbedürftigen hilft, die jeden so nimmt wie er ist usw. und keine gehordeten Reichtümer, Verbote usw. Es geht mehr um moralische Dinge. "Liebe Deinen nächsten wie Dich selbst", "Du sollst niemanden etas wegnehmen was Dir nicht gehört" "Natürlich soll man nicht morden" usw. Und eines darf man nicht vergessen, dass es vielen solcher kirchlicher Einrichtungen gibt, egal aus welcher Religion.

Und weil ich es so sehe, passt auch mein Zitat aus dem Thomasevangelium. Ich weiß für mich, dass Gott mich mag, so wie ich bin. Ihm ist es vollkommen wurscht, ob ich als Mann oder Frau auf die Strasse gehe, ob ich als Mann oder Frau leben möchte, ob ich schwul oder hetero oder bi bin. Denn er sieht mich wie wahrscheinlich sonst niemand, als Mensch. Und das einzige was ich versuche zurückzugeben, ist der Versuch ein halbwegs anständiger Mensch zu sein. Und das ist schwer genug.

Jetzt bitte nicht wieder drüber Streiten. Es ist nur meine Einstellung zu Glauben, Kirche und Gott.

LG
Marie

Re: Thomas„Evangelium Log 22

Verfasst: Di 29. Jul 2014, 14:12
von Nicoletta
MarieB hat geschrieben: Ich hätte noch ähnliche Texte, z.Bsp. dass Adam wohl der erste androgyne Mensch war und das Eva nicht aus seiner Rippe (Übersetzungsfehler) sondern aus seiner Seite enstanden ist. Also eine Teilung eines Menschen der sowohl Mann als auch Frau war, aber das lasse ich lieber. :-)
Liebe Marie,

lass Dich nicht einschüchtern, ich finde das mit den Texten sehr anregend. Das mit der Rippe und der Seite ist aber kein Übersetzungsfehler. Im Hebräischen steht das Wort ṣēlā', und das bedeutet einerseits Rippe, aber auch die Seite eines Berges oder die Langseite eines Schiffs oder einen Türflügel oder ein Seitengemach, die Bedeutung Rippe schon im Assyrischen, das Wort gehört zu einem Verb á¹£l', das "sich krümmen" bedeutet. Die griechische Übersetzung hat sich für pleurá entschieden, was nur Seite bedeutet (daher auch ikonographische Darstellungen, auf denen Gott Eva wirklich aus Adams Seite herauszieht), die lateinische hat costis gewählt, das wiederum Rippe bedeuten kann oder Seite, mit Luther hat sich dann wohl die Rippe durchgesetzt, ebenso im Kirchenslavischen. Als Eva dann Adam zugeführt wird, erkennt Adam in ihr Knochen von Knochen und Fleisch von seinem Fleisch, es ist also beides. Und Du weißt natürlich, dass das nur der zweite Schöpfungsbericht ist, denn im ersten macht sich Gott die Sache nicht so kompliziert, sondern schafft den Menschen gleich in beiderlei Gestalt, eigentlich die eines Gottes würdigere Version, denn dass Gott seine Schöpfung noch habe nachbessern müssen, passt eigentlich nicht zu einem allmächtigen und allwissenden Gott. Die zweite Version ist dann wohl für schlichtere Gemüter und vor allem auch jene, denen es wichtig ist, dass der Mann einen (zeitlichen) Vorrang haben soll.

Viele Grüße,

Nicoletta

Re: Thomas„Evangelium Log 22

Verfasst: Di 29. Jul 2014, 14:26
von Nicoletta
MarieB hat geschrieben: Ich weiß für mich, dass Gott mich mag, so wie ich bin. Ihm ist es vollkommen wurscht, ob ich als Mann oder Frau auf die Strasse gehe, ob ich als Mann oder Frau leben möchte, ob ich schwul oder hetero oder bi bin. Denn er sieht mich wie wahrscheinlich sonst niemand, als Mensch. Und das einzige was ich versuche zurückzugeben, ist der Versuch ein halbwegs anständiger Mensch zu sein. Und das ist schwer genug.
Da stimme ich ganz zu, nur würde ich nicht sagen, dass Gott etwas wurscht sei. Ich habe mal, Quelle weiß ich nicht mehr, ein schönes Bild gefunden, das Gott mit einem spielenden Kind verglich. So wie ein Kind immer Neues ausprobiert, um sich selbst zu erfahren, so schafft Gott immer neue Konstellationen. Männliche Seelen, die einen männlichen Körper erhalten und dann wie Männer leben, das gibt es zur Genüge, aber es müsste doch ganz spannend sein zu sehen, was herauskommt, wenn eine weibliche Seele in einen männlichen Körper gesteckt wird. Und da Gott nicht nach Richtig oder Falsch unterscheidet (das wäre ja duales Denken, und Gott ist jenseits der Dualität), liebt Gott alle seine Geschöpfe. Zu dem spielenden Gott gibt es auch eine apokryphe Parallele: Jesus, der als Kind aus Lehm Vögel knetet und sie dann fliegen lässt. Das Bild kommt der Wahrheit vielleicht näher als man zunächst meinen möchte.

Liebe Grüße,

Nicoletta