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Re: Ohrlöcher

Verfasst: So 15. Sep 2013, 22:24
von nicole.f
Kerstin hat geschrieben:
nicole.b hat geschrieben: ... und ggf. Verkrustungen zu entfernen. ... bis sich das Loch beruhigt hat (also nicht mehr näßt etc.).......

Als Daumenregel würde ich sagen, der Kanal ist zur Verwendung mit anderem Schmuck gut genug abgeheilt, wenn sich gar keine Verkrustungen am Schmuck mehr bilden und fast jegliche Beanspruchung (Bewegung, Ziehen etc.) _keinerlei_ Schmerz mehr verursacht.

Viele Grüße
nicole
Dir Nicole vielen dank für deine doch recht ausführlich Beschreibung.

Ist das mit den Verkrustungen und dem nässen immer oder kommt es doch wieder auf den einelnen an? Ich habe da bei mir nämlch nichts beobachtet.
Und was den Schmerz angeht - da kann ich wohl langsam einkaufen gehen. Solange ich nicht ständig daran rummfummele oder beim ausziehen hängenbleibe muß ich schon heftig ziehen um soetwas wie Schmerz zu spüren.

Liebe Grüße
Kerstin
Hallo!
Also das mit dem Wundnässen und/oder Verkrustungen ist, wie alles, sicherlich zum Teil auch etwas individuell abhängig. Es kann auch durch Deinen Erstschmuck gut genug verdeckt sein - der Stecker ist vermutlich auf der Vorderseite so breit, dass er den Stichkanal völlig verdeckt und abschließt und auf der Rückseite kann die Krone eng genug anliegen und es verdecken. Beim Duschen/Baden wird es dann genug aufgeweicht, dass danach unbemerkt einfach verschwunden ist.

Fakt ist aber, dass man dann ein Loch in der Haut hat. Die Haut selbst und das Gewebe darunter sind durchblutet und durch die Zellmembrane tritt dann zwangsläufig Gewebeflüssigkeit aus. Wieviel, hängt dann von Dir und dem Schmuck ab. Das ganz lässt dann erst nach, wenn sich eine dichte Barriere gebildet hat, nämlich Narbenhaut im Stichkanal, die dann mit der normalen Haut der Oberfläche verwächst.

Also wenn es bei Dir unmerklich wenig war - freue Dich ;)

Aber andererseits sollte sich auch niemand durch diese vielleicht etwas krass und medizinisch klingende(n) Beschreibung(en) abhalten lassen!

Das ist eine minimale Wunde an einer sehr verzeihlichen Stelle. Gerade an den Ohrläppchen gibt es nichts, was man dabei leicht nachhaltig schädigen könnte - keine großen Blutgefäße, keine Nerven, keine Muskeln, keine Drüsen. Das ist wirklich eine sehr tolerante Stelle. Sehr viel spannender und damit dann auch kritischer sind bspw. Augenbrauen (da laufen sehr nah ein paar wichtige Gesichtsnerven entlang), Teile mit Knorpelgewebe (siehe voriges Posting), Brustwarzen (nicht mit Nippeln zu verwechseln - die Brustwarze selbst, Areola genannt, kann man durchauch auch piercen, praktisch unter dem Nippel hindurch, hier liegt aber Drüsengewebe, was gerne Probleme macht). Erstaunlich unproblematisch sind wohl auch Genital-Piercings, sowohl beim Mann als auch Frau. Außer ggf. Problemen beim Abheilen, wegen der ständigen Bewegeung und dem etwas kritischen feucht warmen Milieu und Kontamination mit "Körpersäften", geht da wohl verdammt viel, ohne dass es leicht ernsthafte Komplikationen gäbe.

Also, ja zu Ohrlöchern! Nur Mut!

Liebe Grüße
nicole