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Re: Als "Frau" / TS angepöbelt werden

Verfasst: Do 5. Sep 2013, 10:01
von Anne-Mette
Moin,

die Fähigkeit, ganze S- und U-Bahnabteile zu unterhalten, haben viele Menschen, auch einige "von uns" )))(:
Wenn ich mich recht erinnere, sorgte ich schon in der Schule, als ich noch weit entfernt davon war, Frauenkleidung zu tragen, für eine "aufgelockerte Atmosphäre", wenn es in den Sportstunden um das Bodenturnen ging .
So habe ich es gehasst, wenn der Sportlehrer schlechte Laune hatte und sich vor uns hinstellte und meinte: "Jungs, holt die Matten 'raus".
Gut, dass ich mir später die Sportart aussuchen konnte und im Volleyball durchaus mithalten konnte.

Bisher ist es bei "Belustigung" oder einigen fragenden Blicken in U- und SBahn geblieben. Manchmal ergab sich sogar eine nette Unterhaltung :()b
Damit kann ich leben. Angepöbelt hat man mich noch nie.

@Nika
Du bezeichnest Dich selbst als "Transirgendetwas". Ich glaube, es ist sinnlos, Dich von einem anderen Fühlen überzeugen zu wollen.
Es ist schließlich auch Deine ganz eigene und private Angelegenheit - und es geht mich auch überhaupt nichts an.
Also bitte "nichts für ungut", wie man hier so schön sagt (smili)

Gruß
Anne-Mette

Re: Als "Frau" / TS angepöbelt werden

Verfasst: Do 5. Sep 2013, 12:41
von Caira
Hallo zusammen:

@Natasha:
Kann das alles nachvollziehen. Ich hatte damit allerdings nie Probleme, zu keiner Zeit. Da ich mich die Schritte immer erst spät getraut habe, habe ich in puncto Kleidung, Make-Up usw. erstmal einen Gang weniger eingelegt. So mag ich teils vielleicht als femininer Mann, später vielleicht als maskuline Frau gewirkt haben - jedenfalls gabs nie ein Anstarren, Anpöpeln, o.ä. - hätte ich z.B. im Januar schon einen Rock getragen, hätte jeder gewusst, was da los ist. Die Wahl, ob man sich das antut hat jeder selbst. So leid mirs tut.

@Claus
Ich schreibe doch niemanden etwas vor, sondern berichte lediglich mit welcher Strategie ich gut gefahren bin und fahre. Warum soll ich mich denn von einem erfolgreichen Konzept abwenden und von etwas anderem überzeugen lassen? Ich sehe da keine Notwendigkeit. Röcke etc. kommen auch noch - eben zu seiner Zeit. Ich werde doch kein Mädel, um mir so schnell es geht nen Minirock aufn Arsch zu ziehen - man definiert sich doch als Frau nicht über die Kleidung. Will ich aber niemanden vorschreiben. Ich bin auch Frau, wenn ich joggen bin oder wenn ich in Sneakern einkaufen gehe. Wo ich keine Frau wäre, ist der Strand, die Sauna ... vielleicht erklärt das das Problem! Ja, was bin ich denn transirgendwas halt ...

@Julia:
Wie erwähnt definiere ich mich nicht über Kleidung. Ich sehe sie als hübsches Accessiore. Ja, im Leben sollte man immer bereit sein die Konsequenzen seines Handels zu erhalten. Das gilt nicht nur für Kleidung. Ich habe dazu halt eine (meine) Meinung, ist das schlimm?? Wenn wir schon hier in unserem kleinen Kosmos Probleme mit der Toleranz haben, dann dürfen wir die da draußen aber auch nicht erwarten. Sollte man nicht mit gutem Beispiel voran gehen?

Die Nika

Re: Als "Frau" / TS angepöbelt werden

Verfasst: Do 5. Sep 2013, 12:51
von Anne-Mette
Moin,

es hat nichts mit fehlender Toleranz zu tun, solche Meinungen zu verurteilen (ich schrieb es auch schon weiter oben):
Wer unbedingt auf seinen Rock und die Pumps pocht, der muss mit solchen Dingen rechnen.
Hier werden Täter (fast) zu Opfern gemacht! Es darft nicht sein, dass man mit solchen Dingen rechnen muss.
Auch wenn sich jemand (in meinen Augen) aufreizend verhält, ist das kein Freibrief und keine Einladung.
Und wie ich auch schon weiter oben schrieb: man kann sich nicht so verhalten, dass man "Einladungen zur Gewalt gegen die eigene Person" völlig vermeiden kann.
Also müssen die Gewaltbereiten aufhören!
... die suchen oft einen Grund - und irgendeinen werden sie immer finden.

Gruß
Anne-Mette

Re: Als "Frau" / TS angepöbelt werden

Verfasst: Do 5. Sep 2013, 13:41
von Caira
cpg hat geschrieben:Es darft nicht sein, dass man mit solchen Dingen rechnen muss.
Ja ... darf. So ist es aber. Das eine ist das Ideal, das andere das Real.
Es darf auch nicht sein, dass Menschen hungern, sich totschießen, im Krieg umbringen.
Es darf auch nicht sein, dass wir die Natur zerstören, Robbenbabys abschlachten und blind das Öl aufbrauchen.
Wir tun es trotzdem. Willkommen in der realen Welt. Unsere Probleme schaffen wir uns alle selber.

Nika

Re: Als "Frau" / TS angepöbelt werden

Verfasst: Do 5. Sep 2013, 14:36
von Caira
Was tust Du denn für eine explizit bessere Welt, wenn du es schon ansprichst?
Die Frage drängt sich mir da schon auf ...

Re: Als "Frau" / TS angepöbelt werden

Verfasst: Mi 23. Okt 2013, 13:00
von colibri
Wie NB-Sabine schon angesprochen hat, ist mir diese Respektlosigkeit auch schon mehrmals begegnet. Für viele ist alles, was irgendwie anders als die Norm ist: schwul. Wenn ein Mann Figurbetonte Hosen trägt, während alle anderen in Baggies rumlaufen (vor einigen Jahren), dann muss der Mann wohl schwul sein. Trägt er hellblaue (geblichene) Jean, muss er erst recht schwul sein, usw.
Wenn diese Leute nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen, fällt ihnen nur diese Antwort ein. Wenns jemand denkt oder leise zu seinem Partner flüstert, ist es mir egal, obwohl ich auch oft mitbekomme. Ich weiss ja, das mein Aussehen andere zum hinterherschauen bringt. Aber andere brüllen lautstark "schwuchtel" durch den ganzen Bahnhof (das Wort taucht übrigens im Strafgesetzbuch auf!), und das ist Respektlos. Das kommt oft auch schon von Kindern. Meistens ignoriere ich es, aber es ärgert mich. Ich meine, ich rufe ja auch nicht einem dünnen Menschen "Klappergestell" und einem dicken Menschen "..." hinterher. Oder sieht man jmd. im Rollstuhl, brüllt man dann "Krüppel" hinterher? So eine Haltung hatten wir allerdings schon mal vor 70 Jahren :-((
Was bei Mir tatsächlich schwierig ist: ich habe mich kürzlich auch mal mit dem "cogiati-Test" befasst und herausgekommen ist "-5", zu deutsch: androgyner gehts nicht mehr. Und ähnlich verhalte ich mich auch, denn ich versuche nicht das ganze Passing herzustellen, um "Frau" zu sein, sondern habe Elemente von beiden. Ich gebe mich feminin, versuche aber nicht "Frau darzustellen". Und damit können viele erst recht nichts anfangen und sind hilflos in ihrer nicht vorhandenen Wortwahl gefangen.

Um aber auch mal was positives zu bringen: Ich habe neben dem Gepöpel auch schon etliche Komplimente bekommen, die ausschliesslich von Fraue kamen. Manche haben mich auf der Strasse angesprochen und hielten mich für einen Profitänzer (bin ich nicht, habe aber die Figur) und fanden das Outfit gut. Andere waren Verkäuferinnen in Geschäften, die es richtig toll fanden und teils auch Kundinnen in Geschäften. Eine Verkäuferin hat mir auch mal einen Tip gegeben, was ich verbessern kann. Solche Erfahrungen wiegen das andere auch wieder auf.
Viele Grüsse an alle Betroffenen,
colibri

Re: Als "Frau" / TS angepöbelt werden

Verfasst: Fr 1. Jul 2016, 23:46
von Simone 65
Hallo. Ich muss diesen Tread wieder aufmachen. Er ist immer noch aktuell. Ich werde regelmäßig zu Hause beschimpft, obwohl ich nur einige weibliche Sachen trage. Richtig als Frau am Tage war ich noch nicht draussen. Ich könnte damit leben, ich ignoriere das. Aber ich bin jetzt im Urlaub bei meinen Eltern. Ich höre Sprüche von meinem Vater,, wie Ausländer sind Kakerlaken,, mir wir schlecht. Meine Familie ist so intolerant. Ich möchte gar nicht mehr nach Rostock fahren. Anfang Juni gab es hier in Rostock Groß-Klein Randale. Hier giebt es ein Verein, der kümmert sich um minderjährige Flüchtlinge ohne Begleitung. Dort waren die Rechten. Mein Vater fand das gut. Ich rede dagegen, ich schaffe es nicht. Als vor 2 Jahren mein Schwager eine CD in Warnemüde dumm angemacht hatt, ich habe geschwiegen. Haute denke ich anders. Ich fühle mich selber angegriffen. Aber wie soll ich meiner Familie Das klar machen. Ich arbeite zum großen Teil mit Ausländer zusammen, viele liebe Menschen. Ich habe einige von uns kennengelernt. Ich möchte die Kontakte nicht missen. Ich gehe auf den nächsten Kölner Stammtisch, dort gibt es eine Toleranz, die ich bewundere und schätze. Liebe Grüße Simone

Re: Als "Frau" / TS angepöbelt werden

Verfasst: Sa 2. Jul 2016, 10:22
von ab08
Hallo Simone,

unterrichte ja seit 2004 auch in der Kinder & Jugendpsychiatrie. Nicht selten ist das Umfeld das Problem:
--> Menschen, die gezwungen sind /sich gezwungen sehen, in einem intoleranten Umfeld zu leben, erkranken.
In der Klinik geht es um Heilung. Bisweilen ist die Änderung der häuslichen Umgebung die sinnvollste Lösung und führt zum Erfolg.

Wenn es schwierig wird, überlege Dir darum genau, mit wem Du Umgang haben willst.
Familäre Bindungen sind wichtig, können im Extremfall aber auch schaden, sind also nicht sakrosankt.
(Zur Durchsetzung der Trennung werden bei uns (natürlich nur im Extremfall!!) dann sogar Gericht bzw. Jugendamt aktiv.)

-> Manchmal reicht es, wenn Du Dich für einige Zeit rar machst. Manche Menschen sind lernfähig.
Wenn Intoleranz anhält, dann ist eine echteTrennung bisweilen aber die beste Lösung.

Ganz liebe Grüße und alles, alles Gute
Andrea,

die sich genau überlegt, mit wem sie redet und wen sie einfach übersieht/ links liegen läßt ... gilt für mein Umfeld, aber auch für die Verwandtschaft)

P.S. Danke für den Hinweis "Kölner Stammtisch" --> Im Ruhestand bin ich flexibler, eventuell plan ich mal "einige Tage Köln" ein und lass mich bei Euch sehen.

Re: Als "Frau" / TS angepöbelt werden

Verfasst: Sa 2. Jul 2016, 15:54
von Exuserin-2016-074-06
Simone 65 hat geschrieben:Dort waren die Rechten. Mein Vater fand das gut. Ich rede dagegen, ich schaffe es nicht. Aber wie soll ich meiner Familie Das klar machen.
Dann sag es denen so.
Simone 65 hat geschrieben: Ich arbeite zum großen Teil mit Ausländer zusammen, viele liebe Menschen.
und dass das dein Beruf ist und du deinen Lebensunterhalt damit verdienst, im Gegensatz zu dem braunen Dreck.

Re: Als "Frau" / TS angepöbelt werden

Verfasst: So 3. Jul 2016, 07:35
von Magdalena
Hallo ,

unbewusst beeinflusst uns die Umgebung in der wir aufwachsen. Wie tolerant die Gesellschaft ist, zeigt sich meist erst wenn die Veränderungen in unserer Mitte auch gekommen ist .

" Alle sind für eine Autobahn, nur nicht vor der eigenen Haustür. Ich hab nichts gegen Ausländer, aber bitteschön nicht in meiner Nachbarschaft. Transsexuelle, jeder kann ja so leben wie er will, zum Glück aber nicht in meiner Familie."

So oder ähnlich hört, liest oder erleben wir es immer öfter und diese Meinungen sind in der Geselllschaft angekommen. Ja es bilden sich Gemeinschaften, die sich zu Aufgabe gemacht haben, jede Veränderung und damit Entwicklung zu blockieren. Da hilft es wenig nur Flagge zu zeigen, wenn man nicht richtig informiert ist um überzeugend aufzutreten. Empört sein ist das eine, sachliche Argumente in der Diskussion einbringen finde ich besser. Damit wir den vermeintlich besorgten Bürgern den Wind aus den Segeln nehmen können.

Wie es im Einzelfall aussehen kann, liegt sicher an der momentanen Situation. Einem wütenden Mob sich alleinen gegenüberstellen wäre törricht. Ein Gepräch führen in einer kleinen Gruppe ist da sicher einfacher.


Viele Grüße Magdalena

Re: Als "Frau" / TS angepöbelt werden

Verfasst: So 3. Jul 2016, 12:06
von JaquelineL
Liebe Magdalena,
Magdalena hat geschrieben:Empört sein ist das eine, sachliche Argumente in der Diskussion einbringen finde ich besser. Damit wir den vermeintlich besorgten Bürgern den Wind aus den Segeln nehmen können.

Wie es im Einzelfall aussehen kann, liegt sicher an der momentanen Situation.
ich nehme für mich in Anspruch, anderen das Schließen der Augen vor Leuten wie uns zu versagen, einfach indem ich am "normalen Leben" teilnehme. Den von mir wahrgenommenen Blicken zufolge waren es *viele* Mitmenschen, die mich sehen und auch bemerken. Mich angesprochen oder gar diskutiert hat aber noch niemand, meinem Empfinden nach sind die meisten Leute (noch) nicht so weit. Sie sind wahrscheinlich vor allem froh, dass es nicht ihr Umfeld betrifft (eben genau das, was Du auch schon schriebst) und statt sich näher damit zu beschäftigen, möchten Sie es lieber an den Rand ihrer Wahrnehmung schieben.

Diejenigen, die stattdessen mit offener Ablehnung reagieren, habe ich glücklicherweise noch nicht hautnah erleben müssen. Allerdings glaube ich auch nicht daran, dass diese Menschen mit Argumenten erreicht werden können - sondern lediglich mittels Konfrontation mit dem Thema in homöopathischen Dosen und in Umfeldern, in denen offensichtlich wird, dass sie mit ihrer Ablehnung nicht die Mehrheit darstellen. Wenn ich also sonnabends durch ein rege besuchtes Einkaufszentrum laufe, mich Viele mit ihren Blicken bedenken und ein einzelner Mensch laut Unmut über mein Erscheinen kundtäte, fände ich die beste Lektion für diese Person, dass andere genauso wenig positiv auf sie reagieren wie auf mich. Sie also erlebt, dass sie mit ihrer Position alleine dasteht. Im Gegensatz dazu wäre in einem persönlichen Gespräch, evtl. sogar mit einer Gruppe Ablehnender, meine Position schlechter. Und da würden meiner Meinung nach auch andere Betroffene (zu meiner Unterstützung) nicht weiterhelfen - es fehlten schlicht die "Egalos", die (wie die Moderatoren im einem Kernreaktor) mit ihrer Teilnahmslosigkeit überschüssige Emotionen verschlucken und so eine explosive Reaktion verhindern.

Liebe Grüße
Jackie

Re: Als "Frau" / TS angepöbelt werden

Verfasst: So 3. Jul 2016, 13:34
von ExuserIn-2022-05-28
JaquelineL hat geschrieben:Sie sind wahrscheinlich vor allem froh, dass es nicht ihr Umfeld betrifft (eben genau das, was Du auch schon schriebst) und statt sich näher damit zu beschäftigen, möchten Sie es lieber an den Rand ihrer Wahrnehmung schieben.
Liebe Grüße
Jackie
Hi, nach diversen Outings betuflich und privat in den letzten Wochen kann ich aus Erfahrung sagen: Die Leute sind aufgeklärt und es ist nichts aufregendes mehr. Daher gehen Sie selbst nach einem Outing sofort zur Tagesordnung über.

Klar gibt es einzelne, die gucken, manche sagen auch was hinter dem Rücken, aber: Wer macht das nicht? Auch wir haben sicher schon mal eine Begleitung auf einen besonders grossen oder besonders dicken oder auch besonders schönen Menschen aufmerksam gemacht und uns über irgendjemand aufgeregt, der uns nicht gefiehl.

Man muss sich davon freimachen allen gefallen zu wollen, das wird man, egal wer oder was man ist, nie erreichen!

Wenn einer Blödsinn redet kann man ihn ggf. drauf aufmerksam machen. Ich habe auch en homme früher hàufig Kommentate bekommen " Wie ist die Luft da oben?" Weil ich 205 cm habe. Ich antworte dann nur: Klasse, stinkt wenigstens nicht nach Zwergen. Die meisten haben dann gemerkt, was sie für einen Stuss reden und waren dann handzahm.

LG Chrissie

Re: Als "Frau" / TS angepöbelt werden

Verfasst: So 3. Jul 2016, 15:24
von Exuserin-2016-074-06
Chrissie hat geschrieben: Hi, nach diversen Outings betuflich und privat in den letzten Wochen kann ich aus Erfahrung sagen: Die Leute sind aufgeklärt und es ist nichts aufregendes mehr. Daher gehen Sie selbst nach einem Outing sofort zur Tagesordnung über.
Die wenigsten wissen was Transsexualität usw. ist. Höchstens mal vom hören sagen aus'm Fernsehen. Aber nicht wie sie entsteht und was die Ursachen sein könnten.
Da wird alles bunt mit Homosexualität, Crossdressing und Intersex durcheinander gemischt. Derzeit liest man auch öfters den Running Gag, dass sich jemand als Kampfhubschrauber fühlt oder als Schwan gefangen im menschlichen Körper und Hormone fürs Federwachstum einnehmen möchte und die Arme zu Flügeln umoperieren. Wie reagiert man nun sachlich darauf? Mit dem Hintergrund, sich nicht auf eine mentale Störung zu beziehen wie die Kritiker, denn das wäre gegeben, wenn man sagt dass sich welche dem anderen Geschlecht zugehörig fühlen, aber warum nicht auch einem Tier? Mit wissenschaftlichen Grundlagen, dass Transexualität neurologisch nachweisbar ist, lässt sie auch kalt, weil sie sie sich auf eine mentale Störung berufen. Auf der anderen Seite ist ein Wandel zu erkennen, wo welche neuerdings darauf bestehen, dass es sich um Männer in Frauenkleidern handelt und dieses Person auch mit männlichen Pronomen ansprechen wollen. Das könnte zwar in der Akzeptanz des Crossdressing dienlich sein, dass akzeptiert wird, dass es sowas gibt, stellt aber gleichzeitig das Konstrukt der Transsexualität infrage, weil die Chromosmen immer noch männlich oder weiblich sind
und Transfrauen auch nicht schwanger werden können.
Chrissie hat geschrieben: Auch wir haben sicher schon mal eine Begleitung auf einen besonders grossen oder besonders dicken oder auch besonders schönen Menschen aufmerksam gemacht und uns über irgendjemand aufgeregt, der uns nicht gefiehl.
Nein. Ich zumindest noch nicht. Warum soll ich mich über jemanden aufregen, der mir nicht gefällt? Und einen schönen Menschen gutieren ist wohl gar nicht zu vergleichen mit abfälligen Bemerkungen über Dicke, Dünne, Behinderte oder Schwarze.
Chrissie hat geschrieben: Wenn einer Blödsinn redet kann man ihn ggf. drauf aufmerksam machen. Ich habe auch en homme früher hàufig Kommentate bekommen " Wie ist die Luft da oben?" Weil ich 205 cm habe. Ich antworte dann nur: Klasse, stinkt wenigstens nicht nach Zwergen. Die meisten haben dann gemerkt, was sie für einen Stuss reden und waren dann handzahm.
LG Chrissie
Der Spruch rührt aber mehr daher, weil kleineren Menschen eher von großen Menschen Kompetenz abgesprochen wird und ihnen mangelndes Durchsetzungsvermögen angedichtet wird. "Wie ist die Luft da oben?" ist nun wirklich nichts, womit man einen arroganten hochgewachsenen Mann aus der Fassung bringen kann. Das lädt geradezu ein, dass der Kleinere den kürzeren zieht. Ich war in meiner Klasse oft der kleinste und bekam auch ähnliche Zwergen Sprüche zu hören. Das hat sich aber schnell gelegt, nachdem ich den ihre Größe als Makel tituliert habe, dass ich nicht aus der Dachrinne saufen muss und nicht mit Wachstumshormonen in der Babynarhung abgefüllt worden bin. Letzteres fiel mir auf, dass alle ach 90 geborenen in der Regel immer viel größer sind und mein Jahrgang in etwa gleichgroß ist, wie ich.

Re: Als "Frau" / TS angepöbelt werden

Verfasst: So 3. Jul 2016, 15:45
von Marielle
Hallo zusammen,

entschuldigt bitte den off-topic-Beitrag.

Frühstück schrieb:

"Mit wissenschaftlichen Grundlagen, dass Transexualität neurologisch nachweisbar ist,..."

Ach? Seit wann?

Marielle

Re: Als "Frau" / TS angepöbelt werden

Verfasst: So 3. Jul 2016, 16:28
von Exuserin-2016-074-06
Nicht? Ich dachte, dass Transexualität durch Gehirnscans nachweisbar ist, weil das Gehirn von Transpersonen sich dem Gegengeschlechts verhält.
Umso schwieriger wird es doch jetzt den Kriitkern ihr Argument zu nehmen, warum es möglich ist, sich im falschen Körper zu fühlen, aber keinesweg in dem Körper eines Tier oder Kampfhubschraubers.