Das ist aus meiner Sicht nicht ganz richtig. Ich kann zwar nicht bestreiten, dass es Ablehnung und Negativreaktionen gibt, aber "meistens" stimmt nach meiner Erfahrung nicht. Jedenfalls nicht in den Situationen, denen ich mich und meine Mitmenschen aussetze. Die wenigen (zugegebenermaßen bewusst ausgewählten) Menschen, die beide Seiten an mir kennen, können gut damit umgehen. Und die ganz überwiegende Reaktion von den unbekannten Menschen, auf die man in Hotels, Geschäften, Kneipen oder in U-Bahnen trifft, ist schlicht Desinteresse. Sie gucken, oft tuscheln sie kurz, das wars. Warum sollten die sich auch ausgiebig mit mir beschäftigen? Und tuscheln würden sie auch, wenn ich einen grauen Anzug anhätte, mir aber dafür die Haare blau färben würde. Abweichungen vom Üblichen werden halt registriert.werden die Röcketragenden Männer meistens negativ sanktioniert
Spannend wird es immer dann, wenn man den Leuten irgendwie ein kleines bisschen näher kommt. In dem man sie anspricht, ihnen in einer vollen Kneipe einen Stuhl anbietet oder irgendetwas ähnliches. Dann passiert meistens das, was CP oben genannt hat; Die Leute sehen, dass der Typ im Rock eigentlich ganz "normal" ist.
Nur weil wir uns hier innerhalb der Community gegenseitig immer wieder erklären wie schlecht die Welt zu uns ist, wird sich nichts ändern. Eigentlich wollte ich keine Beispiele von anderen anführen (weil ich ganz sicher nicht alle kenne; die anderen mögen sich mit erwähnt fühlen), aber meiner Ansicht nach sind Menschen wie Flodur mit seinem Geschäft, Lucy mit ihren genialen Ausflügen in die reale Welt, Dana durch ihre Aussenwirkung und Claus Peter mit diesem Forum und seinem offenen Umgang mit der Sache, diejenigen die was bewegen. Durch deren Tun werden die Leute draussen an uns "gewöhnt", bis sie uns eines (fernen) Tages vielleicht als ganz "normal" ansehen. Auf diese Weise sind die Schwulen Bürgermeister geworden und die Frauen zu den Hosen gekommen.
ein schönes Wochenende wünscht
Marielle