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Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: So 26. Aug 2012, 13:43
von exuser-12-02-2013
Hallo Verena
Ich habe mir den Artikel gerade durchgelesen.
Ich will wirklich nichts beschönigen oder kleinreden, aber die entsprechende passage ist weder mit einer Erklärung noch Quelle versehen.
Und genau das bezweifle ich, einfach weil ich mir folgendes Überlegt habe: Wie können die Landstriche unbewohnbar gemacht werden? In diesem fall durch radioaktive Isotope, die großflächig verteilt werden. Wie kann das geschehen? Sie müssen fein Verteilt als Staub oder Rauch aus dem reaktor entweichen. Kann das hier passieren? Bei Tschernobyl ist der Graphitmoderator abgebrannt, als die Brennstäbe (geschmolzen, ungeschmolzen) noch drinsteckten. Bei fukoshima hat eine Knallgasexplosion das Gebäude gesprengt. Die genauen mechanismen kenne ich nicht, aber ich vermute, dass die flüssige uran-lava, beim Kontakt mit wasser diese Isotope im Dampf freisetzt.
Aber beim Thoriumreaktor? Der Brennstoff ist in einer flüssigen Salz-matrix gelöst, die sehr stabil ist. Wenn diese mit Wasser in Kontakt kommt, vielleicht kann dann etwas passieren. Aber der Reaktor benutzt kein Wasser. Das wichtigste sind die Not-Ablasstanks, mit denen man denn Brennstoff schnell aus dem Reaktorkern herausbekommt.
Ich gebe zu dass ich viele Dinge noch nicht verstehe, ich habe aber vor, nächstes Semester "Grundlagen der Nukleartechnik" als ergänzungsfach zu belegen.
Sabrina Verena hat geschrieben:Wenn die Technik wirtschaftlich ist, warum sind dann unsere "Großen 4" nicht schon dabei?
ich vermute du meinst die Energiekonzerne. warum sollten die etwas ändern? Es lässt sich doch so gut geld verdienen. Abbau, anreicherung, wiederaufbereitung,... das sind viele Geldquellen, die dann wegfallen würden. Forschungarbeit wäre nötig, da müsste man ja geld investieren (ganz schlecht für den Profit).
Du siehst wahrscheinlich, wie es hier läuft. Deshalb zu aller erst: Nehmt diesen geldgierigen Egoisten endlich die Energieversorgung weg! Am besten gleich die ganze Wirtschaft...

PS: der letzte Grund sind wahrscheinlich die Bürger selbst, die beim Wort "Atom" durchdrehen. Mit dir kann man ja vernünftig diskutieren, aber Ottonormalverbraucher?

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: So 26. Aug 2012, 14:04
von Sabrina Verena
Hallo Sophie!
Stimmt in Forschung muss Geld investiert werden. Der deutsche Steuerzahler pumpt sowohl in Rostock als auch in Spanien Gelder in die Erforschung der Fussionstechnik. Problem das erforderliche Plasma kann nicht lange genug erhalten werden um eine Fussion in Gang zu bringen. Außerdem ist die Erzeugung des Plasmas auch sehr Energieaufwendig. Die Großen 4 also die 4 Konzerne die nicht genannt werden sind zum Teil ebenfalls mit im Boot.
Ottonormalverbraucher ist mit anderen Themen beschäftigt, mit der Thematik nicht vertraut und durch Medien manipulierbar. Leider! Als Naturschützer, Parteimitglied und überzeugter Demokrat liegt mir das durchaus schwer im Magen.
Das Du Dich weiterbildest ist völlig ok! Letzten Endes entscheidet aber wozu das Wissen benutzt wird.
Aus dem Naturschutz weiß ich, dass man Arten nur schützen kann, wenn man ihre Lebenvorraussetzungen kennt. Dieses Wissen kann aber auch benutzt werden die Arten auszulöschen.
Kenntnisse in der Nukleartechnik können zum Nutzen der Allgemeinheit und der Umwelt eingesetzt werden, oder zu deren Schaden. Problem die Wenigsten können im Schadfall helfen!

Der Schweizer Text soll eine englische Ursprungsversion haben, mehr weiß ich im Moment auch nicht.

Liebe Grüße
Verena

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: So 26. Aug 2012, 14:43
von exuser-12-02-2013
Hallo Verena
Rostock und Spanien? Das wäre mir neu, ich dachte es wären Greifswald (Wendelstein-X7) und Südfrankreich (ITER).
Sabrina Verena hat geschrieben:Problem das erforderliche Plasma kann nicht lange genug erhalten werden um eine Fussion in Gang zu bringen.
Genau das soll ja mit den beiden Projekten geändert werden.
Sabrina Verena hat geschrieben:Außerdem ist die Erzeugung des Plasmas auch sehr Energieaufwendig.
Bei einer positiven Energiebilanz bekommt man das wieder zurück.
Sabrina Verena hat geschrieben:Ottonormalverbraucher ist mit anderen Themen beschäftigt, mit der Thematik nicht vertraut und durch Medien manipulierbar. Leider!
Da kann ich mich nur anschließen. Deshalb bin ich auch bei solchen Demonstrationen, Bürgerabstimmungen immer misstrauisch.
Sabrina Verena hat geschrieben:Kenntnisse in der Nukleartechnik können zum Nutzen der Allgemeinheit und der Umwelt eingesetzt werden, oder zu deren Schaden.
Das ist doch immer so. technologien sind weder gut noch schlecht. Es kommt immer drauf an was man daraus macht.

Liebe Grüße
Sophie

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: So 26. Aug 2012, 14:59
von Sabrina Verena
Hi Sophie!
Kann sein, dass ich die Orte durcheinander gebracht habe. Danke für den Hinweis.
Man muss in der Demokratie damit leben, dass nicht Jeder aufgeklärt ist und deshalb falsch entscheidet. Deshal müssen demokratische Beschlüsse rückholbar sein. Leider nicht immer gewährleistet.
Dennoch das bessere System, weil viele Köpfe mehr erkennen als die Summe der Einzelnen (Synergismus).
Liebe Grüße
Verena

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: So 26. Aug 2012, 18:14
von exuser-23-02-2013
Ich muss das noch einmal aufgreifen: Wenn die von Sophie präferierte Technik so gut wäre - warum ist sie dann bisher nicht im Einsatz? Außerdem wiederhole ich den Vorwurf der Kurzsichtigkeit, denn letztlich sind auch dort die Brennstoffe endlich (nur eben nicht so schnell), das Problem des Mülls bleibt ungelöst, auch wenn dieser "harmloser" sein mag als der konventioneller AKWs und zu guter letzt bleibt hier definitiv ein Restrisiko, welches wir final nicht bewerten können - die Frage nach den Emissionen im Normalbetrieb stelle ich lieber gar nicht mehr.

Neben Fukushima, Tschernobyl und Harrisburg (Three Mile Island) gab es durchaus noch mehr Störfälle - nur wissen wir von den meisten kleineren Störfällen nichts. War da nicht was mit Cattenom, Krümmel, Brunsbüttel, Sellafield (ok, letzters ist eine Wiederaufbereitungsanlage), ...?

Im Übrigen teile ich die Einschätzung der relativen Harmlosigkeit des Fukushima-Unfalls nicht, das wird auch uns noch treffen, wenn auch indirekt: Ist nicht schon japanischer Schrott an der amerikanischen Pazifikküste angelangt? Und wurden die Reaktoren nicht eine ganze Zeit lang mit Meerwasser gekühlt und auch später das Süßwasser in nicht unerheblichem Umfang ins Meer geleitet? Die so ins Wasser gelangte Radioaktivität verschwindet nicht einfach so, sie wird sich im Pazifik verteilen und mit hoher Wahrscheinlichkeit über Fisch(konserven) auch bei uns landen. Darf ich zudem daran erinnern, dass Waldpilze und Wild aus Teilen Deutschlands auch heute noch - mehr als 25 Jahre nach Tschernobyl - deutlich erhöhte Strahlenbelastung aufweist. Für mich ist das Thema durch, da hilft alles nichts.

Allerdings muss ich konstatieren, dass mich die Argumente von Sophie an andere Argumentationsketten erinnern: Atomkraftwerke sind sicher - wir wissen es seit Tschernobyl und Fukushima wohl besser -, die EXPO 2000 hat 40 Millionen Besucher - real war es wohl etwa die Hälfte, dennoch wurde immer offiziell damit argumentiert -, Deutsche Wurst und Fleisch sind sicher - und dennoch gab es BSE-Fälle auch im deutschen Tierbestand - usw. Alles Dinge, die man uns als unabdingbare Wahrheiten verkaufen wollte - und daran erinnert mich Sophies Argumentation.

Klartext ist: Entweder schränken wir unseren Energieverbrauch massiv ein, steigern die Effizienz des Energieeinsatzes deutlich (oder beides) oder wir müssen uns um wirklich dauerhaft tragfähige Konzepte Gedanken machen - und das sind nicht KKWs.

Im übrigen gibt es in der Wüste ja nicht nur um Photovoltaik, sondern eher um Spiegelkraftwerke oder Luftkraftwerke, also Installationen, die das Ökosystem nicht stärker schädigen als Windräder. Der Energietransport kann nebenbei auch in anderer Form erfolgen, etwa durch Elektrolyse, auch wenn das ökologisch andere Fragen aufwirft.

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: So 26. Aug 2012, 20:37
von exuser-12-02-2013
Hallo
Sumpfhuhn hat geschrieben:Wenn die von Sophie präferierte Technik so gut wäre - warum ist sie dann bisher nicht im Einsatz?
Ein kurzer geschichtlicher Überblick:
Der Flüssigsalzreaktor (MSR) wurde in den 50ern und 60ern in den USA entwickelt, mehrere Prototypen wurden gebaut. Die Idee war hauptsächlich nukleargetriebene Langstreckenbomber zu bauen. Aber die Ingenieure hatten vorallem die alternative zu Uran-Reaktoren im Hinterkopf. Das projekt war zwar vielversprechend, wurde aber beendet: ICBM waren wirtschaftlicher, und konventionelle reaktoren erzeugten (anders als der MSR) Rohstoff für Kernwaffen.
Seit dem ist die gesamte Industrie auf den Uran-Kreislauf fixiert. Da steckt eine ganze Menge Geld dahinter. Und seit Tschernobyl ist eine Weiterentwicklung der Nukleartechnik sowieso ein Tabu, gerade in Deutschland. Aber die Projekte sind nicht vergessen: In den USA arbeiten mehrere Firmen an der Entwicklung von kleinen MSR. Indien hat schon lange ein weitentwickeltes Thorium-Programm, und China arbeitet nach eigenen Angaben an der Entwicklung eines MSR-Großreaktors. Obwohl die Idee schon getestet wurde, ist noch einiges an Forschungsarbeit nötig.
Sumpfhuhn hat geschrieben:Außerdem wiederhole ich den Vorwurf der Kurzsichtigkeit...
Naja, 50000 Jahre würde ich nicht "kurzfristig" nennen. Müssen wir denn jetzt gleich Entscheidungen für immer und ewig treffen? Wissen wir denn was in Zukunft kommt?
Sumpfhuhn hat geschrieben:... das Problem des Mülls bleibt ungelöst,...
Eine fertige Patentlösung liegt nicht auf dem Tisch - aber die Möglichkeiten bleiben bestehen. Die Menge des heutigen Atommülls lässt sich massiv verringern (wie viel, weiss ich nicht. Bei gelegenheit überschlage ich das mal), sodass ein Endlager durchaus ausreichen könnte. Ein Endlager, dass nicht jahrtausende, sondern "nur" 300 jahre halten müsste. Eine technisch machbare Zeitspanne.
Sumpfhuhn hat geschrieben:die Frage nach den Emissionen im Normalbetrieb stelle ich lieber gar nicht mehr.
Diese frage ist schon heute kein Thema. Die natürliche Radioaktivität ist mancherorts höher, eine normale CT-untersuchung bringt dir eine höhere Dosis.
Sumpfhuhn hat geschrieben:Neben Fukushima, Tschernobyl und Harrisburg (Three Mile Island) gab es durchaus noch mehr Störfälle - nur wissen wir von den meisten kleineren Störfällen nichts. War da nicht was mit Cattenom, Krümmel, Brunsbüttel, Sellafield (ok, letzters ist eine Wiederaufbereitungsanlage), ...?
Aber weiter passiert ist da nichts oder? Das heisst doch wohl, dass die Sicherheitssysteme gegriffen haben. Und dass insbesondere die LWR keine guten Entwürfe sind, brauche ich wohl nicht extra betonen.
Sumpfhuhn hat geschrieben:Ist nicht schon japanischer Schrott an der amerikanischen Pazifikküste angelangt?
Ist er. Nur verstehe ich nicht ganz was das mit Fukoshima zutun haben soll. Die Reaktoren wurden doch nicht von einer Welle ins Meer gespült. Dem Tsunami haben die Gebäude ja auch standgehalten.
Sumpfhuhn hat geschrieben:Und wurden die Reaktoren nicht eine ganze Zeit lang mit Meerwasser gekühlt und auch später das Süßwasser in nicht unerheblichem Umfang ins Meer geleitet?
Das stimmt auch. Aber die verdünnung im Pazifik ist sehr groß. Ich weiss, dass das eine armselige Entschuldigung ist, aber:
Sumpfhuhn hat geschrieben:Die so ins Wasser gelangte Radioaktivität verschwindet nicht einfach so,
Doch das tut sie. Das ist Fluch und segen zugleich, denn durch den Zerfall entsteht die Strahlung. Und den Löwenanteil der Isotope machen vor allem Elemente, die zwar stark strahlen, aber auch schnell zerfallen. Ich will aber nicht leugnen, dass das noch Konsequenzen haben wird.
Sumpfhuhn hat geschrieben:Allerdings muss ich konstatieren, dass mich die Argumente von Sophie an andere Argumentationsketten erinnern: Atomkraftwerke sind sicher - wir wissen es seit Tschernobyl und Fukushima wohl besser -, die EXPO 2000 hat 40 Millionen Besucher - real war es wohl etwa die Hälfte, dennoch wurde immer offiziell damit argumentiert -, Deutsche Wurst und Fleisch sind sicher - und dennoch gab es BSE-Fälle auch im deutschen Tierbestand - usw. Alles Dinge, die man uns als unabdingbare Wahrheiten verkaufen wollte - und daran erinnert mich Sophies Argumentation.
Entschuldigung, aber wo habe ich irgendetwas einfach so behauptet? Wann habe ich behauptet: "Atomkraft ist sicher und deshalb..."? Wenn du einen fehler in meiner Argumentation findest, weise mich bitte darauf hin!
Ansonsten muss ich sagen, dass du (bitte nicht persönlich nehmen!) genau diese taktik verwendest. Du verwendest die typischen vier Axiome: "Atomkraft ist riskant", "Atomkraft ist nicht beherrschbar", "Atommüll ist ein ungelöstes Problem" und "Erneuerbare Energien lösen alle Probleme".
Alle vier kann ich widerlegen. ich hab es auch schon versucht. Quellen habe ich auch.

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: So 26. Aug 2012, 21:58
von Sabrina Verena
Hallo Sophie! Vor Jahren ist mal ein Container Schiff auf dem Pazifik havariert und hat ein Teil seiner Ladung verloren. Dabei war ein Container voll mit gelben Plastikenten. Diese Plastikenten wurden auch im Schleswig- Holsteinischen Wattenmeer angespült. Sie sind durch die Beringsee und der Nord- West- Pasage zum Golfstrom gelangt. Soviel zum Thema Verdünnung. Ebenfalls bemerkenswert. Auch ein Plastikteppich von der Größe der Bundesrepublik befindet sich im Pazifik. Wir haben es also einmal mit der Weltumspannenden Meeresströmung und einmal mit einer Strömungsfreien Zone zu tun. Außerdem läuft die Durchmischung in den einzelnen Tiefen ebenfalls unterschiedlich ab. Hinzu kommt der zyklische El Nino welcher auch das Wetter in Deutschland beeinflusst. Fokushima betrifft uns also durchaus ebenfalls. Ein Großteil der angelandeten Hochseefische, welche auch in Deutschland verzehrt werden stammt aus der Beringsee (Alaskaseelachs(Fischstäbchen, MC Donalds Burger mit Seelachsfilet)) oder aus dem Pazifik (Pazifikscholle). Die Atombombentests im Pazifik lassen sich im Eis der Arktis und der Antarktis nachweisen aber auch im Wattenmeer Schleswig- Holsteins. Sorry aber je weniger Radioaktivität wir anreichern desto besser. Da hilft nur raus aus dem Atomwahn. Das viele strahlenden Stoffe eine kurze Zerfallszeit haben stimmt ist aber keine Rechtfertigung. Der Energiemix aus den Altenativen ist ökologisch das kleinere Übel, auch wenn Du das nicht wahr haben willst. Es kommt aber eine viel wichtigere und allzu gern verdrängte Problematik auf uns zu. Das ist die Überbevölkerung auch in Mitteleuropa. Viele Soziale und Ökologische Probleme könnten durch einen Rückgang der Bevölkerung relativiert werden. Ger aktuellen Rentenpolitik zum trotze.
Denk auch da mal drüber nach. Je weniger Menschen desto weniger Flächen müssen für die verschiedenen Versorgungsfaktoren herhalten. Ich will die Menschen jetzt nicht unter das Jagdrecht stellen und auf die Abschußliste setzen, aber genauso macht es der Mensch mit Tieren, selber ist er aber der invasivste Neozoen weltweit.
Liebe Grüße
Verena

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: So 26. Aug 2012, 22:36
von exuser-12-02-2013
Hallo Verena
Du musst aber zugeben, dass es einen Unterschied macht, ob es jetzt um im Wasser gelöste Chemikalien geht oder um gelbe Plastikenten, die noch dazu auf der Oberfläche schwimmen.
Sabrina Verena hat geschrieben:Die Atombombentests im Pazifik lassen sich im Eis der Arktis und der Antarktis nachweisen aber auch im Wattenmeer Schleswig- Holsteins
Das liegt aber weniger daran, dass die Strahlung so hoch ist, sondern eher an den unheimlich präzisen Messmethoden. Ein Nachbar, der Chemiestudent ist, hat mir erzählt, dass selbst der Nachweis, das sich jemand in den Bodensee entleert hat, nicht das geringste Problem ist. Und besonders bei radioaktiven Stoffen lassen sich die allerkleinsten Mengen nachweisen. Ein geigerzähler registriert schließlich jedes zerfallende Atom.
Sabrina Verena hat geschrieben:Der Energiemix aus den Altenativen ist ökologisch das kleinere Übel, auch wenn Du das nicht wahr haben willst.
Es ist nicht so, dass ich es nicht wahrhaben will, denn es stimmt einfach nicht. Und in Deutschland ist 100% Erneuerbare schon physikalisch nicht möglich.
Sabrina Verena hat geschrieben:Viele Soziale und Ökologische Probleme könnten durch einen Rückgang der Bevölkerung relativiert werden. Ger aktuellen Rentenpolitik zum trotze.
Denk auch da mal drüber nach. Je weniger Menschen desto weniger Flächen müssen für die verschiedenen Versorgungsfaktoren herhalten. Ich will die Menschen jetzt nicht unter das Jagdrecht stellen und auf die Abschußliste setzen, aber genauso macht es der Mensch mit Tieren, selber ist er aber der invasivste Neozoen weltweit.
Was schlägst du denn vor, um diesem Problem zu begegnen? Wir Deutsche sind ja schon am Aussterben...

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Mo 27. Aug 2012, 07:08
von exuser-23-02-2013
Sophie_90 hat geschrieben:Naja, 50000 Jahre würde ich nicht "kurzfristig" nennen. Müssen wir denn jetzt gleich Entscheidungen für immer und ewig treffen? Wissen wir denn was in Zukunft kommt?
Doch, ich bleibe beim Vorwurf der Kurzfristigkeit. Hätten die Neandertaler das bereits gekonnt und entsprechend gehandelt, ... aber das hatte ich bereist geschrieben. Nur weil sich etwas unserer beschränkten Vorstellungskraft entzieht, ist es trotzdem existent.
Sophie_90 hat geschrieben:
Sumpfhuhn hat geschrieben:... das Problem des Mülls bleibt ungelöst,...
Eine fertige Patentlösung liegt nicht auf dem Tisch - aber die Möglichkeiten bleiben bestehen. Die Menge des heutigen Atommülls lässt sich massiv verringern (wie viel, weiss ich nicht. Bei gelegenheit überschlage ich das mal), sodass ein Endlager durchaus ausreichen könnte. Ein Endlager, dass nicht jahrtausende, sondern "nur" 300 jahre halten müsste. Eine technisch machbare Zeitspanne.
Toll, technisch machbar. Blenden wir also zurück und schreiben das Jahr 1712: Preußen ist durch einen Kunstgriff vor wenigen Jahren Königtum geworden, die Hexenverbrennung ist zwar auf dem Rückzug, aber noch nicht abgeschlossen, die französiche Revolution, diverse innerdeutsche und europäische Kriege stehen noch aus, dazu noch beide Weltkriege, diverse größere Naturkatastrophen, wobei die schwereren Ausgaben Europa zum Glück nur mittelbar betrafen (z.B. das Jahr ohne Sommer) - und inmitten dieses Geschehens ist der Atommüll des Jahres 1712 natürlich immer bestens bewacht und behütet. Übertragen auf heute: Du hast aber schon von "schmutzigen Bomben" gehört - m.E. das Pendant zum Giftgaseinsatz im ersten Weltkrieg, zu Agent Orange in Vietnam usw., nur eben auch für "kleine Leute" äh Terroristen nutzbar. Im Übrigen lehrt die Erfahrung, dass alles, was technisch machbar war, früher oder später doch Nebenwirkungen zeigt, Beispiele gäbe es en masse.
Sophie_90 hat geschrieben:
Sumpfhuhn hat geschrieben:die Frage nach den Emissionen im Normalbetrieb stelle ich lieber gar nicht mehr.
Diese frage ist schon heute kein Thema. Die natürliche Radioaktivität ist mancherorts höher, eine normale CT-untersuchung bringt dir eine höhere Dosis.
Das Eine ist medizinisch notwendig, das Andere nur ein Beleg dafür, dass die Technik eben nicht beherrschbar ist, denn wenn sie es wirklich wäre, müsste sie ohne solche Emissionen auskommen. Die natürliche Radioaktivität ist vorhanden und ohne Zweifel an manchen Orten auch ungesund hoch, hier reden wir aber über zusätzliche - und damit vermeidbare - Belastungen. Aus einem geschlossenen Kreislauf darf eben nichts entweichen.
Sophie_90 hat geschrieben:
Sumpfhuhn hat geschrieben:Neben Fukushima, Tschernobyl und Harrisburg (Three Mile Island) gab es durchaus noch mehr Störfälle - nur wissen wir von den meisten kleineren Störfällen nichts. War da nicht was mit Cattenom, Krümmel, Brunsbüttel, Sellafield (ok, letzters ist eine Wiederaufbereitungsanlage), ...?
Aber weiter passiert ist da nichts oder? Das heisst doch wohl, dass die Sicherheitssysteme gegriffen haben. Und dass insbesondere die LWR keine guten Entwürfe sind, brauche ich wohl nicht extra betonen.
Was passiert ist - ja, das wüssten viele gerne. In Brunsbüttel ist in nicht unerheblichem Umfang Radioaktivität entwichen, in welchem Umfang ist durch Vertuschung und spätes Eingeständnis nie genau ermittelbar gewesen. Sicherheitsmechanismen, die lediglich den GAU verhindern, sind sicher gut, aber eben bei weitem nicht ausreichend. Explodiert der Kessel eines Kohlekraftwerkes oder brennt eine PV-Anlage ab, so gibt es durchaus einen womöglich nicht unbeträchtlichen Schaden, die Umweltschädigung bleibt aber überschaubar - bei einem KKW ist das aber nicht der Fall. Erschwerend kommt hinzu, dass Radioaktivität potenziell DNA-ändernd wirkt. Zum Rest und den Fukushima-Folgen sind Deine Aussagen tatsächlich, um die zu zitieren, armselig, die Inhalte wurden aber mittlerweile schon passend kommentiert, ich möchte das nicht wiederholen.
Sophie_90 hat geschrieben:Entschuldigung, aber wo habe ich irgendetwas einfach so behauptet? Wann habe ich behauptet: "Atomkraft ist sicher und deshalb..."? Wenn du einen fehler in meiner Argumentation findest, weise mich bitte darauf hin!
Ansonsten muss ich sagen, dass du (bitte nicht persönlich nehmen!) genau diese taktik verwendest. Du verwendest die typischen vier Axiome: "Atomkraft ist riskant", "Atomkraft ist nicht beherrschbar", "Atommüll ist ein ungelöstes Problem" und "Erneuerbare Energien lösen alle Probleme".
Alle vier kann ich widerlegen. ich hab es auch schon versucht. Quellen habe ich auch.
Sorry, Du hast bisher keines der Argumente widerlegt, wobei ich die letztgenannte These so auch nicht aufgestellt hatte. Du erweckst sehr wohl den Eindruck, als sei Atomkraft sicher und beherrschbar, verniedlichst das Problem des Mülls (Umwandelbarkeit in harmlosere Stoffe, Lagerdauer "nur" 300 Jahre und technisch beherrschbar) usw. Erneuerbare Energien lösen nicht alle Probleme, sind aber letztlich alternativlos. Wir müssen uns aber dennoch von der Illusion verabschieden, dass wir in Deutschland mit erneuerbaren Energien energieautark werden können, es sei denn, wir schaffen es, was ich für nicht realistisch halte, unseren Energieverbrauch drastisch zu reduzieren. Im Übrigen müssen wir uns auch davon verabschieden, dass es große Lösungen gibt, im Gegenteil, es ist ein difiziles und extrem kleinteiliges Puzzle - aber am ende zählt jeder Fernseher, der nicht auf Stand-by steht und jedes Wattstunde, die auf dem eigenen Dach erzeugt wird (in Form von Strom oder Wassererwärmung).

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Mo 27. Aug 2012, 10:20
von exuser-12-02-2013
Hallo Sumpfhuhn
Sumpfhuhn hat geschrieben:Das Eine ist medizinisch notwendig, das Andere nur ein Beleg dafür, dass die Technik eben nicht beherrschbar ist, denn wenn sie es wirklich wäre, müsste sie ohne solche Emissionen auskommen.
Ich zitiere mal aus dem Wiki-Artikel zur Strahlenbelastung:
medizinische Anwendungen: 41,1%
Einatmen von Radon: 27,1%
Andere natürliche Strahlenbelastung: 30%
Folgen des tschernobyl-Unfalls: 0,6%
Kernkraftwerke (Normalbetrieb): 0,3%
restliche künstliche Strahlung: 0,9%
Was du willst, und das scheint mir für uns Deutsche typisch zu sein, ist die garantierte Sicherheit. Die garantierte Lösung für immer und ewig. Aber so etwas gibt es nicht. Wie du an der Statistik siehst, ist die Strahlung durch KKWs vernachlässigbar.
Sumpfhuhn hat geschrieben:Zum Rest und den Fukushima-Folgen sind Deine Aussagen tatsächlich, um die zu zitieren, armselig, die Inhalte wurden aber mittlerweile schon passend kommentiert, ich möchte das nicht wiederholen.
Ich frage mich zwar, welchen rest du meinst, aber bleiben wir bei der Verdünnung, die ich schon rückkommentiert habe. Ich meinte deshalb armselig, weil ich die Entsorgung im Meer für eine schlechte Lösung halte, die aber damals unvermeidbar war. Und das die Menge an Isotopen im Vergleich mit den Wassermassen des Pazifik wieder vernachlässigbar ist, habe ich mir nicht ausgedacht, sondern so in der Chemievorlesung gelernt. Und das Wissenschaftler und Ingenieure Lügner sind, willst du doch hoffentlich nicht behaupten.
Sumpfhuhn hat geschrieben:Sorry, Du hast bisher keines der Argumente widerlegt, wobei ich die letztgenannte These so auch nicht aufgestellt hatte. Du erweckst sehr wohl den Eindruck, als sei Atomkraft sicher und beherrschbar, verniedlichst das Problem des Mülls (Umwandelbarkeit in harmlosere Stoffe, Lagerdauer "nur" 300 Jahre und technisch beherrschbar) usw.
ich wiederhole meine Frage von vorhin: Wo ist in meiner Argumentation der Fehler drin? Weise mich darauf bitte hin!
Die fakten liegen auf dem virtuellen Tisch. Ich habe sie mir nicht ausgedacht. Ob du sie akzeptierst oder nicht, liegt bei dir. Aber du wischst diese Fakten einfach weg und wiederholst beharrlich deine drei Axiome (das vierte nehme ich zurück, entschuldige).
Entweder ignorierst du was ich an fakten hinlege, oder du glaubst mir einfach nicht. Dann kann ich auch nichts mehr machen. Denn Totschlagargumente habe ich nie benutzt, und werde damit auch nicht anfangen.
Sumpfhuhn hat geschrieben: aber am ende zählt jeder Fernseher, der nicht auf Stand-by steht und jedes Wattstunde, die auf dem eigenen Dach erzeugt wird (in Form von Strom oder Wassererwärmung).
Dass Energiesparen (und sparen im allgemeinen) wichtig ist, finde ich auch. Aber gegen die Energiemengen, die in der Industrie gebraucht werden, ist das doch ein Klacks. Allein was eine Drehmaschine in der Stunde an Strom frisst...
Aber letzten Endes kannst du ganz beruhigt sein, denn unsere feine BRD wird mit sicherheit bald keine KKWs mehr benutzen. Was dann kommt, kann ich mir auch lebhaft vorstellen: Da die Erneuerbaren nicht so recht in die Gänge kommen, muss der Strom anderweitig erzeugt werden, auf Deutsch mit Kohle, Öl und Gas. (Passiert bereits!) Damit gibt die Umweltschützernation D dem Klima den Todesstoß. Irgendwann kriegen wir es dann doch hin 100% Erneuerbare zu benutzen (hartnäckig sind wir Deutsche schon). Müssen aber sehr viel importieren. Also aus Frankreich, der Tschechischen Republik und aus den Arabischen Staaten, die Solartec vielleicht doch hinkriegen.
In 30 Jahren werden Staaten wie die USA, Russland, China und Indien (und Polen, Brasilien, etc.) schon erfolgreich reaktoren wie den MSR, IFR, usw. entwickelt haben. immerhin können wir unseren Atommüll, der dann wervoller Rohstoff ist, an diese Länder verkaufen. Hoffentlich ist dann das Rückholen aus dem Salzstock nicht so teuer...
In 50 Jahren ist dann die Kernfusion marktreif, und alle Kurzfristigkeitssorgen lösen sich in Wohlgefallen auf. (Bitte keine Diskussionen, ob Fusion machbar ist, darauf habe ich wirklich keine lust!)
In ein oder zwei Generationen steigt dann D wieder schamhaft in die Kernenergie ein. Aber dann gibt es hier keine Wälder mehr, denn Solar- und Windparks brauchen ja Platz.
Entschuldigt bitte den Sarkasmus, aber auch ich habe keine Lust mich noch länger zu wiederholen.

trotz allem liebe Grüße
Sophie

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Mo 27. Aug 2012, 10:41
von exuser-12-02-2013
Da bin ich aber beruhigt, dass die Diskussion hier doch mehr als nur uns drei interessiert. :)
Juliane, die den Thread eröffnet hat, haben wir wohl schon vertrieben...

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Mo 27. Aug 2012, 14:56
von exuser-23-02-2013
Brauchst Du auch nicht abzuwürgen, weil sie für mich beendet ist. Ich habe meine Argumente vorgetragen und aus meiner Warte auch schlüssig dargelegt, warum die Argumente der Gegenseite nicht zu überzeugen vermögen. Wiederholungen machen weder meine Argumente noch die der Gegenseite besser, wahrer oder falscher; in die Zukunft können wir alle nicht schauen und sollten daher mit Prognosen vorsichtig sein. Wenn ich alleine die Prognosen der letzten 60 Jahre betrachte, die als gesichert galten, und diese mit dem heutigen Ist-Zustand vergleiche ... au backe, fast alle lagen gnadenlos daneben -, von daher werde ich die zukunftsgerichteten Aussagen nicht weiter kommentieren, wäre das doch eine eher philosophische Diskussion. Ich halte mich lieber an die Fakten, schaue in Vergangenheit und Gegenwart und stelle eben Dinge fest, die tatsächlich passiert sind oder bestehen, allenfalls gibt es kleine Ausflüge in die Zukunft, die dann aber auf heute bereits serienreifer Technik beruhen.

Sollte es mir nicht gelungen sein, meine Argumente überzeugend vorzutragen, bin ich dazu offenbar nicht wirklich in der Lage. Sollte ich die Gegenseite nicht verstanden haben, bin ich zu dumm dazu. Allerdings könnte es in beiden Fällen auch genau anders herum sein - aber wer will das beurteilen?

Ich denke, dass alles, was wichtig und heute bekannt ist, bereits gesagt und bewertet bzw. kommentiert wurde. Jede weitere Diskussion kann sich daher nur im Kreis drehen, es sei denn, es kommen tatsächlich neue und belastbare Fakten auf den Tisch äh ins Forum. Von daher klinke ich mich aus der Diskussion zumindest so lange aus.

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Mo 27. Aug 2012, 15:01
von Gitta
Was bei der ganzen Sache mal wieder erstaunlich ist (oder vielleicht auch gerade nicht), ist, was da wieder für ein Mega-Business dranhängt. Ob sich die Energiewende letztlich in eine wirksame Richtung bewegt, wird wohl ganz viel auch daran hängen, ob da auch die Wirtschaft dran interessiert ist. Das ist per se nichts schlechtes, aber kann unter Umständen auch das ganze Projekt torpedieren.

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Mo 27. Aug 2012, 16:02
von ab08
Anja hat geschrieben:Hallo Mädels,
...
Macht euch keine Sorgen, der Mensch tut das was er schon immer getan hat, wenn er mit einem Problem konfrontiert wird. Er wird sich was einfallen lassen.

Beharkt euch aber gern weiter, ich finde die Diskussion auf dem technischen Niveau wirklich äußerst interessant (smili)

Grüße
die Anja
Diesem "Hallo Mädels" von Anja

möchte ich mich voll anschließen. Ihre Ausführungen finde ich passend, besonders obige Sätze!!
Wie es meist ist, jede Diskussionsteilnehmerin hat teilweise Recht und die Sichtweise wird oft durch die spezielle Ausbildung, das Studium oder den Beruf nicht unwesentlich beeinflußt.

Aus meiner Lebenserfahrung möchte ich nur darauf hinweisen,
dass meist die Dinge mit ihren Auswirkungen am schlimmsten sind, die man noch nicht entdeckt hat und von deren Gefährlichkeit man somit nichts weiß!
Marie Curie trug Dinge am Körper, die ihr Leben verkürzten (In Paris kann man die Wohnung besuchen. Gebrauchsgegenstände lösen heute noch signifikantes Ticken aus... -
Womit ich nicht behaupte, dass sie noch gefährlich sind..)


Liebe Grüße, danke für die interessante Diskussion
ab

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Mo 27. Aug 2012, 17:09
von Sabrina Verena
Hallo Leute!
Schön das noch paar dazugestoßen sind.
Komm gerade von der Arbeit und hab die Beiträge nur überflogen.
Habe aber noch etwas für Sophie auf Lager.
Nachrichtlich gebe ich folgende Mail bekannt:

"Hallo Herr XXXXX,

Thorium-Reaktoren gehören zu den ingenieurtechnischen Träumen des "inhärent sicheren" Atomkraftwerks. In Deutschland wurde ein solcher Reaktor (Thorium-Hochtemperatur- Reaktor - THTR) in Hamm-Uentrop gebaut und war in den 1980er Jahren eine Zeit lang im Betrieb. Dann traten Schäden und Zwischenfälle auf, die das Projekt zum Scheitern brachten. Eine guten Überblick über die Technik findet sich bei http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_THTR-300.

Technisch haben Thorium-Reaktoren zwar einige Vorteile gegenüber konventionellen Atomkraftwerken. Weniger Brennstoffbedarf, weniger Atommüll, der dazu nicht Zehntausende sondern "nur" über Jahrhunderte strahlt. Sicher ist die Technik deswegen aber noch lange nicht. Im Gegenteil, wie die Probleme in Hamm-Uentrop gezeigt haben. Wir haben damals bereits das Abschalten des Reaktors gefordert. Auch heute sind wir dagegen, neue AKW-Technologien zu entwickeln. Zu lange wurde uns weisgemacht, dass es "sichere" Atomkraftwerke gebe. Das hat zu den bekannten Katastrophen geführt. Wir setzen uns deshalb für einen weltweiten Atomausstieg ohne Wenn und Aber ein.

Wir halten es mit der Kernaussage der so genannten "Ethikkommission", die 2011 unter der Leitung von Klaus Töpfer empfohlen hat, dass wo immer es Alternativen gebe, von der Atomkraft gelassen werden sollte. Diese Alternativen sind längst vorhanden: Wind, Sonne, Wasser und - mit Abstrichen - auch Biomasse sind sichere und preiswertere Energiequellen. Ihr Ausbau darf nicht durch teure und gefährliche Atomtechnik behindert werden.

Mit freundlichen Grüßen
XX XX XX"

Wohl bemerkt ich habe eine an mich addressierte Mail zitiert. Sophie bleibst Du bei Deinen Aussagen?
Deine Frage wegen der Überbevölkerungskritik ist berechtigt, wäre aber ein eigenes Thema.
Geburtenkontrolle wäre aber ein Teil der erforderlichen Maßnahmen.
Liebe Grüße
Verena