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Re: Aus dem Alltag von Inga

Verfasst: Mi 3. Okt 2012, 10:42
von Lampenschirm
Hallo Inga,
das sieht gut aus. Ich hätte mir eine kürzere Frisur vorgestellt, fransig macht sowas dann immer etwas weiblicher. Bei den schulterlangen Haaren gefällt mir die Farbe. Der hellere Ton macht das Ganze irgendwie freundlicher. Ansonsten finde ich Perücken gut, die mehrfarbig, also gesträhnt sind. Ich finde, das wirkt natürlicher und vor allem lebendiger. Die Frisur auf deinem Avatar finde ich ein wenig hausbacken und steif. Das ist so die Länge, die nicht auffällt, die Farbe, die man bei Kleidung als "mausgrau" bezeichnen würde. Also alles ein wenig bieder. kürzer, farbiger, frecher, das war meine erste Idee.
Die Perücke auf dem Bild oben besticht durch Lebendigkeit. Da wirkt dein Hals auch nicht kurz, weil die Frisur alles einrahmt. Ein stimmiges Bild.
Das mit dem Hals ist mir auf deinem Avatar nicht so aufgefallen, da das Bild ja im Ganzen ein wenig verfremdet ist.
LG Lampe

Re: Aus dem Alltag von Inga

Verfasst: Mi 3. Okt 2012, 13:52
von Inga
Hallo, Lampenschirm,

für ein schnelles Foto hat die blonde Perücke ja gereicht. Sie trägt sich überraschend angenehm, was wohl an dem Material für die Haare liegen muss. Die Form mit den schulterlangen fransigen Haaren gefällt mir selber ganz gut. Die blonde Farbe finde ich zu hell und zu jugenglich und etwas zu gleichmässig eintönig. Ich bin ja keine 20 mehr, wo ich am Kopf aufstrahlen muss wie ein blitzender Stern. Da glaube ich stehe ich eh eher auf Strähnchen mit rötlichem Einschlag.

Die Frisur auf dem Avater finde ich ja auch nicht besonders aufregend. sie erfüklt halt so ihren Zweck. Damit zieht frau nicht so die Blicke auf sch, was mir beim en femme Ausgehen zur Zeit auch noch ganz gelegen ist. Das muss aber nicht so bleiben.

Was meintest du eigentlich genauer mit kürzer und farbiger und frecher als auf dem Avater-foto ? Ich kann mir da so viele Varianten vorstellen!

Übrigens: Auf dem Foto wirkt der Hals neben allen Verzerrungen auch deshalb besonders kurz, weil ich noch einen Winterpullover mit dem großem Rollkragen an hatte, während auf dem Avater noch ein Teil des Dekolette zu sehen ist...

Liebe Grüße
Inga

Re: Aus dem Alltag von Inga

Verfasst: Do 4. Okt 2012, 01:18
von Inga
Heute ist wieder ein Abend für "en femme light"

als ich abends nach Hause kam, Fahrrad vor der Haustür angeschlossen und im Wohnungsflur den Rucksack abgestellt habe, bot sich wieder die Gelegenheit, schnell in eine etwas weiblichere Erscheinung zu wechseln. Jacke und Hemd durch dünnen Pullover und Bluse ersetzt. Die Jeans konnte ich anbehalten, da eh aus der Damenabteilung und nach Rock war mir nicht zumute, die Sillis in den BH geschoben, eine Perücke mit vielen Locken ausgewählt, schütteln, über den Kopf ziehen, an den Locken zupfen und Blick in Spiegel - ok, jedenfalls ok für einen Abend Zuhause - und unbedingt noch Bartschatten etwas überpudern und etwas knalligeren Lippenstift ins Gesicht. Jetzt nur noch passende Schuhe, die flachen Treter an den Füßen durch Absatz-klack-klacker ersetzt, das die Nachbarn hoffentlich nicht zu deutlich hören, wenn ich über den Wohnungsflur laufe. Da bleibt die Zeit zum Abendbrot, Abwaschen, im Forum schmökern, so in den Mails herum gucken, im Radio hören. Etwas lesen. Der Abend "enfemme light" vergeht wieder wie im Fluge. Zeit zum Feierabend machen.

Feierabend machen? Den Abend beenden? Inga, du musst noch dein Rad in den Keller stellen. (Da meine Wohnung im größeren Block vierstöckiger Häuser ist, ist das ein größeres Unterfangen als im eigenen Reihenhaus al über die Türschwelle schieben.) Hm, sollte das das Ende des "en femme light"-Abends sein? Ooch, eigentlich nicht. Ich fühle mich so wohl. Es ist spät. Es ist dunkel. Das Wetter wie bestellt für eine öde Straßenszene im Tatort. Wird schon kein Mensch auf der Straße sein, den du kennst oder der dir unangenehm werden könnte. Also, Regenjacke übergezogen, die Klack-Klack-Schuhe gegen Treter mit leisen Sohlen getauscht. Und nun, Inga wag dich vor die Tür. Und zwar aufrecht. Ein paar Regentropfen fallen mir ins Gesicht. Die Straße ist weit und breit menschenleer. Das Rad ist nass. Nach dem Schloss muss ich suchen. Endlich habe ich den passenden Schlüssel gefunden und es bald aufgeschlossen. Ich schiebe das Rad am Haus entlang und über den Hinterhof. Es ist ein wohlig-frisches Gefühl so durch die feuchte Nacht zu gehen. Jetzt den Keller aufschließen, wo ist denn am Bund der Kellerschlüssel abgeblieben?! Ruhig Blut. Schlüssel gefunden und gefühlvoll ins Schloss gedreht, damit es nicht zu sehr hakelt. Nun noch das Rad durch den Kellerflur geschoben und in meinen Verschlag verstaut. Ich staune über den Schatten, den die Deckenleuchte an die Seitenwand wirft. Ja, das sind die Umrisse deines Kopfes! Ich bin ein bisschen stolz auf mich. Ich steige die Kellertreppe im Hause hoch, die direkt in den Hausflur führt. Es ist dunkel, kein Nachbar zu sehen oder zu hören. Ich öffne meine Wohnungstür (Warum habe ich auch an der Wohnungstür schon wieder so lange gebraucht, bis ich am Bund den passenden Schlüssel in der Hand habe?!) Ich streife die Regenjacke ab und hänge sie an die Garderobe, wechsle die Schuhe von flach und leise wieder zu wohnungsinternem Absatz-klack-klack, streiche mir die Haare aus der Stirn, zupfe mir einige locken zurecht - das könnte eine Mischung aus Daueraufgabe und Verlegenheit sein - und denke: So, das war das Zwischenspiel. Es hat keiner gestört. du hast dich nicht blamiert. Jetzt kannst du noch darüber hier ein paar Zeilen schreiben.

Wieso schreiben? Vielleicht, weil Berichte wie dieser, darüber wie solch kleinen unwichtigen Situationen en femme gelebt werden können, mir und vielleicht anderen Appetit machen können, mehr zu wagen.

Liebe Grüße
Inga

P.S. Hier noch ein Foto mit meinen heutigen Haaren
20121003 Foto Inga 032.jpg

Re: Aus dem Alltag von Inga

Verfasst: Do 4. Okt 2012, 07:48
von Andrea aus Sachsen
.
Hallo Inga,
danke für deine Berichte!
Also mir würde die schulterlange Perücke besser gefallen. Trotzdem gebe ich dir Recht: Etwas dunkler wäre altersgerechter.

Re: Aus dem Alltag von Inga

Verfasst: Do 4. Okt 2012, 09:25
von Lampenschirm
Hallo Inga,
Mensch, da dachte ich, ich google mal schnell ein paar Frisuren durch, Pustekuchen. Alle für 13-jährige, selbst bei den kürzesten Frisuren mindestens eine Gesichtshälfte vom überlangen Pony verdeckt. Ich kann da jetzt kein Bild dranhängen. Meine Vorstellung ist z.B. ein kurzer Bob, der ausgedünnt bis fransig fällt. Sowas in mehrfarbigen Strähnchen würde mir gefallen. Die längere Perücke ist wahrscheinlich zu blond, aber etwas heller als deine bisherige Frisur kann ich mir gut vorstellen.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, was hinterher bei deiner Suche rauskommt.
LG Lampe

Re: Aus dem Alltag von Inga

Verfasst: Do 4. Okt 2012, 11:46
von Inga
Anja hat geschrieben:Hallo Inga,

.... vielleicht hast du länger nach dem jeweils passenden Schlüssel gesucht, weil du so das Erlebnis künstlich verlängern konntest? Oder war es doch die Aufregung?


Ich denke, es war eine Mischung. Zu Dunkelheit und schlechter Beleuchtung gesellte sich, das Erlebnis etwas zu verlängern. Denn es "störte" mich ja niemand.
Anja hat geschrieben: Vielen Dank wieder für deinen interessanten Bericht, ich freue mich schon auf den nächsten!
Schaun wir mal, was sich noch so tut.
Anja hat geschrieben: Sag mal, wie viele Perücken hast du eigentlich noch in deinem Schrank?
Ach, über die Jahre haben sich schon so einige angesammelt, zumal man ja im Internet mit und ohne ebay so schnell bestellen kann. Manche aber gefallen mir nicht mehr, weil sie nicht 100prozentig sitzen oder auch verbraucht sind. Letztendlich tue ich mich schwer, Sachen wegzuwerfen oder weiter zu geben, die ich vielleicht noch einmal gebrauchen kann.

Jetzt versuche ich stärker, mir vorher klar zu werden, was ich wirklich will und was zu mir passen kann, bevor ich etwas wirklich anschaffe. Da sind viele Meinungen, Anprobe und Beratung natürlich unheimlich hilfreich, auch wenn man dafür etwas aus dem Versteckten heraus treten muss und etwas Selbstbewusstsein gewinnen muss.

Liebe Grüße
Inga

Re: Aus dem Alltag von Inga

Verfasst: Do 4. Okt 2012, 12:17
von Inga
Lampenschirm hat geschrieben:Hallo Inga,
Mensch, da dachte ich, ich google mal schnell ein paar Frisuren durch, Pustekuchen. .... Meine Vorstellung ist z.B. ein kurzer Bob, der ausgedünnt bis fransig fällt. Sowas in mehrfarbigen Strähnchen würde mir gefallen.....
LG Lampe
Hallo Lampe,

wie wahr, im Netz finde ich auch nur Bobs mit langen Ponyfransen im halben Gesicht. Das würde mich kirre machen.

Mit so einen kurzen fransigen Bob muß ich mich einmal im Spiegel sehen. Wobei ich mich mit schulterlanger Variante in hübschen Farbtönen wie kupfer und leicht rot gesträhnt auch gerne sehen würde. meine Vorliebe für Katja Ebstein lässt da wohl grüßen.
Jedenfalls sind beide Varianten glatt und fransig.

Immerhin, mit euren Kommentaren wird mir schon langsam klarer, wonach ich überhaupt fragen muss.

Liebe Grüße
Inga

Re: Aus dem Alltag von Inga

Verfasst: Do 4. Okt 2012, 12:23
von Inga
Andrea aus Sachsen hat geschrieben:.
Hallo Inga,
danke für deine Berichte!
Also mir würde die schulterlange Perücke besser gefallen. Trotzdem gebe ich dir Recht: Etwas dunkler wäre altersgerechter.
Hallo, Andrea,

danke für deinen Kommentare. (smili)
Schulterlang entwickelt sich wohl zur ernst zu nehmenden Alternative.

ich glaube, ich werde mal anfangen zu sparen.

Liebe Grüße
Inga

Zwischenstation mit Folgen

Verfasst: Sa 6. Okt 2012, 00:38
von Inga
Zwischenstation mit Folgen

Heute war ich wieder beruflich unterwegs und hatte in einer Nachbarstadt wieder mehrere Stunden "Pause". Das war wieder eine Gelegenheit etwas in die Stadt zu schlendern. Ich kam zu einem großen Second-Hand-Laden mit guten Alltags-Klamotten vor allem für Leute mit geringem Einkommen. Geöffnet war für jeden und so ging ich durch die Regale und Kleiderständer, die an einem Ende nicht sauber nach männlich und weiblich getrennt waren. Herrensakkos und Damenblousons hingen da einträchtig nebeneinander an der Stange. Da hatte ich doch eine hübsche kurze mittelbraune Lederjacke in der Hand. Der Schnitt könnte mir gefallen. Bei der Suche nach der Größenangabe stieß ich auch prompt auf ein eingenähtes Etikett mit "yessica". Ja, mit dem dünnen Gürtel sieht sie recht feminin aus. Also Jacke aus und über das Hemd gezogen gezogen. Leider gestaltete sich beim Anprobieren das Einhaken des Reißverschlusses etwas langwierig und sie saß auch bei eingezogenem Bauch etwas stramm, aber die Art hätte mir gefallen können. Was nicht passt, brauche ich nun auch nicht unbedingt zu kaufen! Doch als ich mich weiter durch die Kleiderständer durcharbeitete und auch stärker in die Damenecke geriet, konnte ich mich nicht zurück halten und musste dieses und jenes mehr oder weniger gute Stück auszuprobieren. Schnell zeigte es sich, ob es zu klein oder zu groß war. Ich wurde mutiger und testete die Damenmäntel zum Sonderpreis. Manches Exemplar fühlte sich so schön weich an und hatte einen zeitlosen Schnitt. Aber sie waren meist doch eher für kleinere Leute da. Zwei hübsche Schals fand ich, schön weich und sicher gut für kalte Tage, die sicher wieder kommen werden. Dazu gesellte sich ein schöner Pullunder in lila und zufällig passend ein lange beiger Jeansrock. Ich ging ich schließlich an die Kasse, denn das Geschäft würde in wenigen Minuten schließen. Anfangs eher verschlossen wechselte ich mit der Bedienung noch ein paar freundliche Worte. sie packten die Sachen ein und nahmen das Geld (oh, wie billig können Klamotten sein) und wünschten mir noch viel Vergnügen damit. Ja, Vergnügen werde ich mit den Sachen sicher haben, dachte ich mir, wünschte den Damen an der Kasse einen schönen Feierabend und zog mit gut gefüllter Tasche von dannen.

Tagesschau war längst vorbei, als ich endlich nach Hause kam. Der Abend frei, jetzt also das Vergnügen, und die Neuerwerbungen gleich ausgepackt, angezogen und dann kann ich sie gleich eintragen. Aber halt, da musst du dich passend noch etwas aufdressen. Also wenigstens schnell ein einfaches Makeup mit wenig Puder und Lippenstift (welcher passt denn bloß zu lila!) das müsste für zu Hause reichen. Den langen Rock, er passt wie angegossen und den Pullunder übergezogen - halt, erst noch eine langärmelige Bluse untergezogen - und jetzt den Pullunder. Natürlich Strumpfhose, Absatzschuhe und zur Vervollständigung natürlich eine Perücke. Spiegelprobe. Ja, das gefällt mir. Ein paar Probefotos.
Foto Inga heute
Jetzt kann ich mir zufrieden das Abendbrot machen und mich so auch noch dem PC mitsamt den eingegangenen Mails und einigen Blicken ins Forum widmen.

Liebe Grüße
Inga

Nächtliche Heimfahrt

Verfasst: Mo 22. Okt 2012, 23:10
von Inga
Nächtliche Heimfahrt

Es ist einige Tage her, doch erst jetzt komme ich dazu darüber zu schreiben. Es war wieder so ein Tag in der Arbeitswoche. Es war abzusehen, dass es wieder mal sehr spät wird. Nach dem Abendtermin werde ich wohl erst gegen Mitternacht aufbrechen können und noch ca. zwei Stunden auf Bundesstraßen durch die Nacht fahren, bevor ich zu Hause ankomme. Ich musste das Auto nehmen, denn einen Zug gibt es um diese Zeit nicht mehr. Und vor Ort übernachten lohnt sich nicht, auch wenn ich den nächsten Morgen frei haben werde.

Hm, da könnte ich mir doch das Nützliche mit dem Angenehmen verknüpfen und die nächtliche Fahrt am Steuer en femme machen. Also packte ich vor dem Aufbruch noch schnelle eine Reisetasche mit den wichtigsten Kleinigkeiten: Schuhe, den neuen langen Rock, wollende Kuscheljacke und für den Fall des Falles den regenfesten Anorak in weiß, Sillis und Haare, Makeup, Lippenstift und was man halt für die schnelle Verwandlung braucht. Ja, Unterwäsche und Strumpfhose hatte ich eh unter und brauchte die nicht mehr einzupacken.

Den ganzen Tag unterwegs freute ich mich schon wie ein Schneekönig auf die nächtliche Heimfahrt und als ich nach getanener Arbeit endlich gegen Mitternacht im Auto saß, Radio und Motor startete, fuhr ich erst mal ein paar Straßenecken weiter und hielt am Straßenrand in einer beleuchteten Parkbucht an. wie erwartet war um die Zeit kein Mensch mehr auf den Straßen, kein Auto unterwegs, nirgendwo an der Straße geht ein Licht an. Die Anwohner fühlten sich in ihrer Nachtruhe von mir also nicht gestört. Also Reisetasche auf den freien Nachbarsitz, etwas gewühlt, um die Sillis zu finden, und als erstes dem Busen mehr Form zu geben. Dann Klamottenwechsel, die Schuhe getauscht, die Männersachen in der Reisetasche verstaut und noch mal am Steuer bequem gemacht. Noch mal die nachgewachsenen Bartstoppel des Tages abrasiert, etwas Make-up, Puder, Perücke in Form und passenden Lippenstift. Prüfender Blick in den Spiegel (von denen ein Auto ja genug hat), ja, das sollte zur nächtlichen Stunde gehen. Jetzt noch einmal aussteigen, ein paar Schritte ums Auto, die Tasche verstauen. Ein anderes Auto fährt zügig vorbei. also scheine ich nicht zu sehr aufzufallen. Ich setze mich wieder hinters Steuer, teste die Pedale, die sich mit Damenschuhen halt etwas anders anfühlen, lächle zufrieden in mich hinein und starte. Es ist wenig Verkehr und ich muss mich eher konzentrieren, um mit dem Fahrzeug auf der Straße und selbst wach zu bleiben. Im Radio kam Musik, Nachrichten und Verkehrsmeldungen von den Autobahnen des Landes . Der Wetterbericht versprach kühle Nächte. Nun ja, fahre vorsichtig und nimm dir Zeit. Genieße es en femme zu fahren. Ja, ich finde es en femme am Steuer entspannender. Und dennoch, Nachtfahrten nach Mitternacht finde ich zunehmend anstrengend.

Der entgegen kommende Verkehr wurde stärker. Mautflüchtige LKWs nutzten die Bundesstraße offenbar zum Abkürzen der Routen und blendeten mit ihren starken Scheinwerfern. Pause machen? Wenigstens anhalten konnte ich an einer Infotafel, die hell beleuchtet war. Ausgestiegen, mich in der kühlen Luft über Landstraßen und Wanderwege der Gegend informiert, ein paar Schritte mit dem Rock schwingend gelaufen. wieder ins Auto. Später noch eine Pause? An Tanken brauchte ich zum Glück nicht mehr zu denken. Doch sollte ich unterwegs noch einmal anhalten, um einen Kaffee zu trinken oder Kleinigkeit zu essen? Die Entscheidung wurde mir abgenommen, denn in der Gegend war aber auch wirklich alles geschlossen. Nicht eine 24-Stunden-Tankstelle am Weg.

Ich rollte durch die Nacht und kam nach zwei Stunden nach Hause. Müdigkeit kroch wieder hoch, als ich den Wagen fuhr ich noch ins Parkhaus, das zu dieser nächtlichen Stunde total erleuchtet war. Ich parkte das Auto an der vorgeschriebenen Stelle, kontrollierte schnell Lippenstift und Sitz der Haare, stieg aus, zog mir den Regenanorak über, räumte die Reisetasche aus dem Auto, schaute noch zweimal nach, ob ich alles in die Tasche eingepackt hatte. Ich ging hörbar los, mir kamen zwei Gestalten des Sicherheitsdienstes entgegen und grüßten kurz. Ich grüßte etwas murmelnd zurück und das war es an Begegnung. Die nächtliche Straße entlang ging ich zu meinem Haus. Kein Mensch begegnete mir. Ich schloss die Tür auf, stellte in der Wohnung meine Tasche ab, zog den Anorak aus und hängte ihn an die Garderobe im Flur. Ich wohne allein, da brauche ich um diese Zeit keine Rücksicht auf Schlafende zu nehmen. Ich checkte noch den Briefkasten nach der Werbung des Tages, schaute in der Küche nach einer Kleinigkeit zu trinken, setzte mich an den PC um die Mails des (Vor-)Tages zu checken und beschloss ganz schnell, ins Bett zu gehen. Ich zog mich aus und hängte die Kleidung ordentlich auf einen Bügel, damit der Rock keine falschen Falten bekommt. Ich zog das Nachthemd über, löschte das Licht , verkroch mich ins Bett, kuschelte mich zurecht und zog die Bettdecke über die Nasenspitze. Warum trage ich diese Sachen eigentlich nicht länger und öfters?- wollte ich mich fragen und gähnte zufrieden. Auf eine Antwort brauchte ich nicht zu warten, denn ich bin schnell eingeschlafen. Ich muss gut geträumt haben. Diesmal blieb mir ein Arbeitstag unterwegs in den Frauensachen in Erinnerung.

Wenn Träume wahr werden können?! Na, wer weiß.

Liebe Grüße
Inga

Wenn frau nachts mal schnell um den Block will

Verfasst: Di 23. Okt 2012, 23:20
von Inga
Hallo, Anja und andere,

da habe ich gleich noch ...

Eine gute Nacht-Geschichte

Mit einer lieben Nachbarin, die genau genommen zwei Straßenecken weiter wohnt, teile ich mir das Abo für die Tageszeitung. Ich bekomme sie geliefert und wenn ich sie ausgelesen habe, bringe ich sie ihr vorbei oder stecke sie in Briefkasten. Dafür teilen wir uns die Abokosten.

Es war wieder so ein Abend, als ich nach Hause kam, die um diese Uhrzeit nicht mehr ganz so neue Zeitung aus dem Briefkasten nahm, und es vorzog, "en feme light" den weiteren Abend anzugehen, Abendbrot zu machen, Mails zu sortieren, die Zeitung durchzulesen, hier im Forum zu blättern und manch anderes. d.h. der heimatliche Abend begann mit dem Wechsel der Klamotten in Jeansrock, Shirt und Steppweste. Die Schlappen mit den Keilabsätzen geben den Füßen eine andere Stellung als am Tag und mir so ein erhebendes Gefühl. Dazu schnell die Sillis in den BH (hat ja Vorteile, wenn man tagsüber einen BH trägt) und etwas oberflächlich den Bartschatten übergeschminkt, die Lippen nachgezogen und - na klar - die Perücke, die mir schnell mehr weibliches Aussehen gibt und in mir noch mehr die weiblichen Gefühle weckt.

Der Abend nahm seinen Lauf und verging mal wieder unglaublich schnell. Bald ging es auf Mitternacht. Selbst auf dem Rummelplatz, der nicht weit entfernt Quartier aufgeschlagen hat, hatten Karussell, Autoscooter und Achterbahn schon fast Feierabend. Das meiste Publikum war schon gegangen und nur noch die Trinkfesten und die sich dafür hielten, sammelten sich um die letzten erleuchteten Buden. ansonsten war es schon ruhig in der Nacht.

Ich wollte jetzt nur noch schnell die Zeitung weg bringen, bevor der neue Tag begann und ich noch ein paar Stunden Schlaf haben wollte.

Jetzt noch schnell umziehen? Ich wollte eigentlich nicht. Ich wollte etwas mehr Frau tragen. Würde wahrscheinlich eh niemenad mehr unterwegs sein. Wenn jetzt dennoch ein bekannter Nachbar käme? Ich habe mich doch noch nicht geoutet! Naja, dachte ich für mich, tauschte Rock gegen Jeans (Damenjeans natürlich) und die Hausschlappen mit der Keilsohle gegen Sneaker mit denen ich auf die Straße gehen kann. Jetzt noch eine dunkle Unisex-Regenjacke darüber und zupfte die Perücke zurecht: Na also, fertig zum nächtlichen Gang um die Straßenecken.

Ich schlich von der Wohnung in den Flur: Alles dunkel, alles ruhig.

Ich öffnete die Haustür. Auf den Straßen war es wirklich schon schön nächtlich ruhig. Klarer Nachthimmel. Die Luft war rein. Ich atmete durch und - halt - was ist denn da? Ein Rauschen? Ein Schatten? Im Vorgarten? Im Vorgarten! Im Beet zwischen Straßenhecke, die den Zaun ersetzt, und Hauswand. Was denn da?! Ein Typ steht da und entleert sich anhaltend die Blase, in die Blumenbeete, an die Hauswand und vors Kellerfenster. Guckt mich an. Ich gucke zurück und frage deutlich ob das denn sein müsse, mir so Beete, Hauswand und Kellerfenster zu wässern. Ich hörte ein schlichtes "ja". Da habe ich den noch etwas deutlicher den Marsch geblasen, dass ich ja auch nicht ungefragt in sein Wohnzimmer ginge und dort mich entlaste und so. Er war dann doch bald fertig, schloss sich hastig die Hosen, zog betrottelt ab und deutlich vernehmbar mit dem Worten "Blöde Transe!".

Was soll man da noch sagen? Ich hielt die Situation nicht für geeignet, ihn aufzuhalten und ihn auf die großen Unterschiede zwischen CD, TV und TS aufmerksam machen. Doch fand ich seine Bemerkung irgendwie doch wie ein Kompliment: Im Halbdunkel hat er mich wohl definitiv für 'ne Frau gehalten, die sich wohl erst durch die deutliche Stimme als nicht ganz so Frau verriet.

Ich atmete durch, machte mich da auf den Weg um den Block und lieferte die Zeitung in den Briefkasten. Dann ging ich noch ein paar Schritte durch die klare Nachtluft wieder zurück zu meiner Wohnung, schloss die Türen auf und trat ein. Müde war ich und gähnte. Ich packte die Sachen für den nächsten Tag. Bald zog ich mich aus, machte mich Bett fertig und fand auch schnell den Weg dorthin.

Vor dem Einschafen dachte ich noch: Welch ein Erlebnis. Und schreibe dies Erlebnis hier auf. Als Warnung. Für alle, die glauben, nachts könne man als CD oder TS unerkannt im anderen Geschlecht durch die menschenleeren Straßen der Stadt laufen. Man kann es halt nicht immer. Auch wenn man glaubt, die Luft sei rein.

P.S. Hat eigentlich jemand einen guten Tipp, was man gegen Urin im Vorgarten machen kann bzw. welche Blumen (andere als Brennnesseln) besonders resistent sind. ?

Liebe Grüße
Inga

Re: Wenn frau nachts mal schnell um den Block will

Verfasst: Mi 24. Okt 2012, 00:43
von Kerstin
Inga hat geschrieben:.......Er war dann doch bald fertig, schloss sich hastig die Hosen, zog betrottelt ab und deutlich vernehmbar mit dem Worten "Blöde Transe!".
Hi Inga

Also ein grinsen kann ich mir jetzt doch nicht verkneifen und ganz schön abgeprüht von dir wie du das Ferkel zurecht gestutzt hast.
P.S. Hat eigentlich jemand einen guten Tipp, was man gegen Urin im Vorgarten machen kann bzw. welche Blumen (andere als Brennnesseln) besonders resistent sind. ?

Liebe Grüße
Inga
Die Hauswand würde ich mit Essigreiniger schruppen - nicht das die Vierbeiner meinen sie müssten auch ihre Durftmarke hinterlassen.
Wegen dem Rasen und den Blumen würde ich mir keine Gedanken machen, die halten das schon mal aus.

liebe Grüße
Kerstin

Re: Aus dem Alltag von Inga

Verfasst: Mi 24. Okt 2012, 14:21
von Inga
Anja hat geschrieben:Hallo Inga,

.... Das du so nachts allein den Mut hast, einen Mann zurechtzustutzen...

Grüße
die Anja
Hallo, Anja,

Was heißt hier Mut. Wenn du vielleicht eine erwischt, der dir einer so ausgiebig direkt vors Wohnzimmer pinkelt, würdest du vielleicht auch deine weibliche Zurückhaltung vergessen.

Liebe Grüße
Inga

An einem Herbsttag von Neun bis Fünf

Verfasst: Mo 29. Okt 2012, 13:24
von Inga
An einem Herbsttag von Neun bis Fünf

Von Neun bis Fünf ist so eine Umschreibung für einen typischen Bürojob mit geregelten Arbeitszeiten. Von Neun bis Fünf verbringe ich zu Hause oft am Schreibtisch und genieße es, mich en femme light zu geben. Doch diesmal meinte von Neun bis fünf für mich kürzlich an einem Herbsttag wieder eine Arbeitspause, die ich am Wochenende in einer Stadt Nordrhein-Westfalens verbringen konnte und bei der ich etwas die Stadt entdecken wollte.

Zwar waren die Nächte schon kalt. In einigen Gegenden Deutschlands war sogar Nachtfrost und Schnee angesagt. Ich aber rechnete tagsüber mit einem mehr oder weniger sonnigen Herbsttag. Da bot sich wieder ein Stadtbummel an. Vielleicht komme ich zu einem kleinen Museum, vielleicht schnuppere ich den Alltag in der Innenstadt, kann irgendwo nett einkehren, mal sehen.

Für den Stadtbummel hatte ich — welch eine Überraschung — schon eine Grundausstattung en femme light dabei. Schon beim frühmorgens beim aufstehen hatte ich darauf geachtet, mich trotz früher Stunde besonders gründlich zu rasieren, passende Unterwäsche und typische Unisex-Kleidung, die ich auch in meinem männlichen Alltag trage, anzuziehen. Diesmal hatte ich es gewagt, nicht nur wie so oft Jeans, Pullover und Regenjacke aus der Damenabteilung zu tragen, sondern auch hautenges Longshirt und eine gestreifte Damenbluse darunter. Ins Handgepäck kamen dann die Damenschuhe mit Absatz, Perücke, Sillis, Puder und Lippenstift fürs Schminken, ein passender farbenfroher Schal und eine Handtasche.

Nach dem ich den frühmorgentlichen Teil der Arbeit hinter mir hatte und ich mich nach einem Vormittagskaffee schon sehnte, suchte ich zuerst eine ruhige Ecke zum Schuhe wechseln, Sillis in den BH schieben, leichtes Nachschminken und Perücke aufsetzen. Den farbenfrohen Schal um den Hals geschwungen und die Handtasche mit dem Nötigsten für unterwegs über die Schulter gelegt. Das Faszinierende bei der ganzen Verwandlung: Bis auf die Schuhe brauchte ich von der Kleidung nichts zu Wechseln! Also das übrige Handgepäck in die Hand genommen und ins Gepäckschließfach am nächst besten Hauptbahnhof geschoben. Geld eingeworfen, abgeschlossen und den Schlüssel in die Handtasche, die auch dafür noch genug Platz hat. Der Stadtbummel konnte beginnen und führte mich zuerst zu einer Bäckerei, bei der ich mich mit Kaffee und belegtem Brötchen stärkte und einige Blicke in die örtliche Tageszeitung werfen konnte. Ein kleiner Rundgang durch die Seitenstraßen und den Stadtpark schlossen sich an, sodann ein Besuch der Stadtbibliothek, da ich keine andere Gelegenheit für eine Toilette fand. Bei den Damen war es zwar eng, aber sauber und ich konnte alle meine Bedürfnisse zufriedenstellend erledigen.

Ich schlenderte weiter hinein in die Fußgängerzone der Innenstadt. Ich kaufte ein paar Kleinigkeiten, einen neuen Geldbeutel. Vielleicht finde ich hier ein Geschäft mit einer passender neuen Perücke.

Ach, da war ja gleich ein immer wieder gern besuchtes Bekleidungskaufhaus einer bekannten Kette. Da musste ich einfach herein gucken, hatte ich in einer anderen Stadt bei "Cunda" kürzlich Stiefel gesehen. Ein Traum: Knielange hellbraune Damenstiefel mit recht kleinem doch prägnanten Absatz von 5 cm, die einem gleich ein ganz anderes Gefühl geben. Knielange Schaftlänge von rund 40 cm, und alles in Größe 43 zu gerade mal 50 Euro. Tatsächlich fand ich die Stiefel in der Schuhabteilung sogar gleich in meiner Größe und ich musste sie natürlich sofort anprobieren. Oh, die saßen wie angegossen und man konnte ohne Anstrengung darin stehen und laufen. Das Bild im Spiegel gefiel mir. Die Hosenbeine lies sich gut darüber ziehen oder auch in die Stiefel stecken. Die würden sicher auch gut zu Röcken und Kleidern passen und sind farblich so neutral, um sie gut mit vielen Klamotten kombinieren zu können. Endlich auch im Winter etwas anderes, Dezentes, als dunkel bis schwarz an den Füßen. Sollte ich wirklich? Was soll ich lange schreiben, ich sortierte meine Scheine, schwörte mir so kurz vor dem Monatsende eine Woche bei Wasser und Brot und Haferflocken mit Gemüseeintopf, und ging zur Kasse.

Vor der Tür suchte ich die nächste Bank, wechselte meine Schuhe gegen die neuen Stiefel, mit denen ich in der warmen Mittagssonne den Bummel durch Fußgängerzone und Einkaufsgalerien der Stadt fortsetzte. Ich wurde hungrig, suchte ein türkischen Restaurant und genoss Mittagstisch mit Döner und Cola, in dem mich die aufmerksame Bedienung zügig bediente.
Ach ist das ein schöner Tag, dachte ich, als ich mit gut gefülltem Bauch wieder auf der Straße stand.

Leider schritt die Zeit voran. Es wurde merklich kühler, weil die Sonne zum späten Nachmittag schon verschwand. Bald würde ich mich in die Abendabschlussarbeit begeben müssen. Also holte ich das Handgepäck aus dem Schließfach, suchte mir wieder eine ruhige Ecke, wechselte Schuhe, verstaute Perücke und Sillis mit den übrigen Utensilien für den weiblichen Schein wieder in dem Handgepäck.

Der männliche Alltag hat mich wieder und konnte weiter gehen.

Ich bin mir sicher, dass mich beim Bummeln diverse Passanten beim genaueren Hinsehen nicht unbedingt als typische Frau wahr nahmen. Aber ob sie überhaupt genauer hin geguckt haben? Ich wurde nicht ein einzige Mal angemacht und habe nicht einen blöden Spruch hinter mir gehört. Und dabei habe ich ein gutes Gehör, gerade bei Jugendlichen am Wege.

Tja, und wenn etwas auffällig gewesen wäre, dann wäre es halt so. Ich brauche mich nicht zu rechtfertigen, auch wenn ich etwas anders bin als dass ich in die üblichen Schubladen einzusortieren bin.

Liebe Grüße
Inga

Re: Aus dem Alltag von Inga

Verfasst: Mo 5. Nov 2012, 11:19
von Inga
Den Vormittag rughig angehen lassen

Nachdem ich am Wochenende wieder arbeiten musste, ist heute früh wieder ein Montag, an dem ich es etwas langsamer angehen kann. Nach dem Aufstehen, ausgiebigen Duschen und der üblichen Morgenpflege suche ich mir auch die Unterwäsche heraus, in der ich mich für den Tag wohl fühlen mag. Da kann ich noch den neuen BH unterziehen, ein einfaches Modell, das mit etwas Füllung durch die Sillis knitterfrei sitzt. Slips und ein glatter schwarzer Body, dunkle Strumpfhose, ein schwarzes Longarm-Shirt mit großem Rundausschnitt um den Hals. Ich schaue in den großen Spiegel und bin von mir sehr angetan. Wie natürlich weiblich wirken die Proportionen, der Gesamteindruck! Ein einfacher Jeansrock und Schuhe mit Absatz. Ich schaue noch einmal in den großen Spiegel und merke, wie wohl ich mich so fühle. in dieser Kleidung. Ich widme mich Morgenkaffee, Müsli und Morgenzeitung, um mich dann mit dem Radio im Ohr den Posteingängen im PC und den anrufen am Telefon zuzuwenden.

Wie wohl fühle ich mich in diesen Klamotten, die mich so meine weibliche Seite ausdrücken lassen. Wie selbstverständlich ist für mich diese weibliche Seite, während ich mich zu Hause den Alltäglichkeiten widme. Schade, dass ich mich nachher so nicht zu einigen Erledigungen in die Heimtstadt traue. Mein Bauch sagt mir: Noch nicht.

Liebe Grüße
Inga