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Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Di 1. Jan 2013, 09:56
von ExuserIn-2015-02-14
Hallo, Andrea!

Wahrhaft ein eleganter Abschluss eines interessanten Andrea-Jahres. Du hast uns immer wieder an Deinen en femme' Erlebnissen teilhaben lassen.
Vielen herzlichen Dank für das gedankliche Mitnehmen auf Deine diversen Ausflüge. Ich wünsche Dir für 2013 noch interessantere und schönere en femme' Erlebnisse.
Lächeln musste ich bei Deinen sogenannten kleinen Missgeschicken, sie sind mir ebenso passiert und machen das Ganze wunderbar aufregend.
Alles Gute im Jahr 2013!

Liebe Grüsse von Deborah!

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Di 1. Jan 2013, 21:16
von Andrea aus Sachsen
.
31.12.2012
Ganz zu Ende war das Jahr für Andrea noch nicht. Ich hatte noch einige Einkäufe zu erledigen und habe mich dazu in Andrea verwandelt. Ich trug das gleiche Outfit wie bei meinem letzten Ausflug nach Dresden (gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=6320).
Ziel sollte ein Einkaufszentrum am Rande der Stadt sein, wo ich schon zweimal als Andrea war. Diesmal hatte ich die Möglichkeit, mit dem Bus hin zu fahren. Beim Warten an der Haltstelle bin ich gleich dreimal nach Abfahrtzeiten und Einschränkungen am Silvestertag gefragt worden. Das stand zwar alles am Aushangfahrplan, aber "frau" hilft eben, wo sie kann. Alle Ratsuchenden hatte sich danach freundlich bedankt, Reaktionen zu meiner Person blieben aber (wieder einmal) aus. Einen vierten potentiellen Fahrgast habe ich dann von mir aus darauf hingewiesen, dass zu Silvester die Busse hier wie Samstag fahren, nachdem dieser in der Spalte Montag bis Freitag schaute.
Am Supermarkt dann eine Überraschung: Wo sind denn die ganzen Einkaufswagen? Ich konnte gerade noch den vorletzten ergattern. Wie sollte es anders sein, die Leute kauften ein was das Zeug hält, als gäbe es die nächsten 14 Tage nichts. Einen derartigen Andrang hatte ich lange nicht erlebt, als Andrea noch gar nicht. Stellenweise war es nicht möglich, mit dem Einkaufswagen zu wenden, weil die Schlange an den Kassen durch den ganzen Supermarkt reichte.
Als mir wieder einmal ein Bekannter über den Weg lief, hatte ich mich beinahe geoutet, denn mir lag schon auf der Zunge, was ich ihn schon lange mal fragen wollte. Ich habe mich aber im letzten Moment noch zurückhalten können und mir (hoffentlich) nicht anmerken lassen.
In dem Gedränge hatte ich für meine Einkäufe über eine Stunde länger gebraucht als geplant. So konnte ich natürlich das Gefühl, als Andrea inmitten der vielen Leute unerkannt herum zu schlendern, umso länger genießen. Weniger begeistert von der Situation war meine Mutter, die sich schon Sorgen um mich machte. Mütter sind eben so.
Am Nachmittag habe ich noch einige Dinge zu Hause erledigt, unter anderem schon einige Sachen für meinen ersten Tag als Andrea im neuen Jahr zurechtgelegt. Am liebsten hätte ich auch den Silvesterabend als Andrea verbracht, habe aber ein Zugeständnis an meine Mutter gemacht. Sie akzeptiert mein Crossdressing, unterstützt mich teilweise auch dabei (überließ mir zuletzt einige ihrer Halsketten) und hat prinzipiell kein Problem, mich als Andrea zu sehen. Aber einen ganzen Abend so zusammen verbringen, war ihr doch zu viel. Irgendwie sieht meine Mutter mich doch lieber so, wie sie es seit 54 Jahren gewohnt ist.
Trotz dieses "Schönheitsfehlers" empfand ich die Erlebnisse der letzen beiden Tage als gelungenen Jahresabschluss. Im neuen Jahr wird es hoffentlich genauso schöne und aufregende Erlebnisse. Möchtet ihr, dass ich weiter davon berichte?

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Mi 2. Jan 2013, 07:18
von Joselle
Moin Andrea,

auch ich bin dafür, dass Du weiter berichtest. (na)

Denn Erlebnisberichte haben für jede von uns etwas. Man kann was für sich daraus ableiten und weiß dass bei freundlichen Auftreten
niemand etwas zu befürchten hat. )))(:

Es muss auch nicht auf jeden Bericht geantwortet werden, aber ich bin mir sicher, dass die Berichte nicht nur von Mitgliedern gelesen
werden. (flo)

Ein frohes neues Jahr wünscht

und liebe Grüße wünscht

Joselle

P.S. Und jede von uns braucht auch mal ein Feedback (so)

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Di 8. Jan 2013, 09:17
von Andrea aus Sachsen
.
Zunächst mal vielen Dank für die anerkennenden Worte. Wenn meine Berichte so gut ankommen, werde ich also weiterschreiben.

5.1.2013
Das neue Jahr sollte gleich mit einem kulturellen Höhepunkt beginnen. Wie ich in einem anderen Beitrag schrieb, hatte ich eine CD-Freundin kennengelernt, die wie ich gern in die Oper geht. Unser erster gemeinsamer Besuch einer Aufführung war seit einigen Wochen beschlossene Sache. Es sollte nach Dresden in die Semperoper gehen und damit sich die Sache lohnt, hatten wir uns ein zweitägiges Programm zusammen gestellt. Aber alles der Reihe nach:
Emma, so nennt sich meine Freundin, wohnt auch in der Nähe von Chemnitz, aber in einer etwas anderen Richtung davon. Wir trafen uns am Vormittag in Chemnitz und fuhren mit der Bahn nach Dresden. Für Emma war es, trotz reichlicher Outdoor-Erfahrung, die erste Bahnfahrt.
Zu meinem Outfit gibt es diesmal nichts Neues zu berichten, ich trug wieder mein weinrotes Strickkleid und alles was dazugehört, wie bei meinem letzten Ausflug nach Dresden (gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=6320). Man mag mir vorwerfen, dass ich ob dieser Wiederholung keine modischen Einfälle mehr hätte. Ich hatte aber die Tage zuvor schon wieder ein volles Arbeitspensum zu bewältigen, sodass ich gar keine Zeit fand, mir über Alternativen Gedanken zu machen.
Bei der Fahrkartenkontrolle im Zug zeigte ich auf Verlangen meine Bahncard, wobei ich, wie schon oft in der Vergangenheit sie so anfasste, dass ein Finger meinen männlichen Vornamen verdeckte. Diesmal nahm der Kontrolleur die Bahncard an sich, inspizierte sie genauer und verlangte dann meinen Ausweis. Aus zahlreichen Berichten hier im Forum wusste ich, dass ich trotz männlichem Namen und Passbild nichts zu befürchten hätte, aber ein ungutes Gefühl hatte ich trotzdem.
Der Kontrolleur machte ein etwas ungläubiges Gesicht, und sein Blick wechselte ständig zwischen mir und meinem Ausweis. Ich weiß nicht, wie lange das noch gegangen wäre, hätte ich nicht auf mein verändertes Outfit hingewiesen. Der Kontrolleur meinte nur, dass er mich nicht erkennen kann und als ich wiederholte, dass ich heute anders aussehe, sagte er nach einer kurzen Pause: "Na gut, lassen wir"™s gelten" und gab mir meine Dokumente zurück. Auch wenn nichts Schlimmes passiert ist, mag ich solche Situationen nicht. Ich denke deshalb darüber nach, wie ich diese künftig vermeiden könnte.
In Dresden angekommen, haben wir zuerst unsere Koffer im Hotel deponiert und sind dann über die Augustusbrücke in die Dresdner Neustadt gegangen. Das Wetter war etwas durchwachsen, fast den ganzen Tag Sprühregen. Aber dadurch wollten wir uns die gute Laune nicht verderben lassen. In der Dresdner Neustadt gibt es eine Vielzahl von Galerien und Kunstausstellungen. Zuerst steuerten wir das Völkerkundemuseum an, waren aber auch schnell wieder raus, weil zur Zeit nur ein Bruchteil der Ausstellung zu sehen ist.
Danach machten wir einen Abstecher in zwei private Galerien. Während die eine unserer Ansicht nichts Besonderes bot, war die andere dafür umso interessanter. Deren aktuelle Ausstellung nannte sich Wertewandel, und zeigte Alltagsgegenstände, die scheinbar wertlos in Müllcontainern oder auf Schrottplätzen gefunden, durch entsprechende Umgestaltung aber als Kunstgegenstände zu Teil beträchtliche Werte (wieder-)erlangten.
Den Abschluss unseres "Kunstpfades" bildete das sogenannte Kügelgenhaus. In dem ehemaligen Wohnhaus des Malers und Professors der Dresdner Kunstakademie Gerhard von Kügelgen ist heute ein Kunst-, Literatur- und Musikmuseum untergebracht.
Es war bereits Zeit zum Mittagessen. Emma kannte ein schönes Restaurant gleich um die Ecke, wo das Essen auch vorzüglich geschmeckt hat. Wieder auf der anderen Elbseite, haben wir uns noch die Kathedrale Ss. Trinitatis (ehemalige katholische Hofkirche) angesehen, bevor es erst einmal ins Hotel zurück ging.
An dieser Stelle sei mir ein erstes Resümee gestattet, insbesondere da ich zum ersten Mal mit einer CD-Freundin unterwegs war. Einerseits ist es natürlich schöner, eine Gesprächspartnerin dabei zu haben. Andererseits fällt dadurch Passanten oder anderen Besuchern eher auf, wenn das optische Erscheinungsbild nicht mit dem, was akustisch ankommt, übereinstimmt. Ich bin es ja inzwischen gewöhnt, als Andrea draußen ganz ungehemmt zu sprechen. Emma dagegen achtete viel stärker darauf, dass möglichst niemand mithört. Sie hat wohl auch eine tiefere, männlichere Stimme.
Ein Einkaufsbummel in der Innenstadt musste sehr kurz ausfallen. Zwischendurch noch schnell einen Kaffee getrunken und dann mussten wir schon an die Vorbereitungen für den Abend denken. Gekauft hatten wir beide nichts, auf die Schnelle war einfach nichts zu finden.
Im Hotel haben wir uns dann noch einmal neu geschminkt und unsere Festkleidung angezogen. Ich trug wie bei meinem ersten Besuch in der Semperoper mein langes rotes Abendkleid. Der Regen hatte inzwischen aufgehört. So konnte ich gleich mit Sandaletten in die Oper gehen. Es herrschten sogar angenehme Temperaturen draußen, sodass ich davon nicht mal kalte Füße bekam. Emma trug ein knielanges blaues Kleid und dazu ein schwarzes Bolerojäckchen. Ein bodenlanges Kleid wie ich es trug, sah ich bei den anderen Besucherinnen noch 4 oder 5 Mal, aber immer in schwarz.
Es fällt mir auch nach mehreren ähnlichen Berichten schwer, die Atmosphäre eines Opernabends in einem so exklusiven Haus in Worte zu fassen. So inmitten der anderen festlich gekleideten Besucher(innen) durch die Gänge schlendern, in der Pause ein Glas Wein trinken und dann wieder die herrliche Musik genießen, das Gefühl ist einfach unbeschreiblich.
Apropos Musik: Gespielt wurde Un ballo in maschera (Ein Maskenball) von Giuseppe Verdi, meinem Lieblingskomponist. Da konnte eigentlich nichts schiefgehen, wäre es aber beinahe doch, da kurzfristig der männlich Hauptdarsteller ausgefallen war. Im letzten Moment war es aber gelungen, Ersatz einzufliegen. Da dieser offenbar die Inszenierung nicht kannte, kam es zu folgender Konstellation: Einer spielte die Rolle auf der Bühne, während der Ersatz-Sänger vom Rand der Bühne aus für den richtigen Ton dazu sorgte. Das sah zwar etwas komisch aus, aber immer noch besser als gar keine Vorstellung, und dem Gesamterlebnis tat das keinen Abbruch.
Die Inszenierung fiel durch einige skurrile Kostüme, besonders der Kleindarsteller auf. Dabei waren auch einige Männer in langen Kleidern. Da ich etwas Ähnliches schon bei meinem letzten Besuch der Semperoper beobachtet hatte, frage ich mich, ob der Kostümbildner wohl ein Crossdresser ist? Wer mehr über das Werk wissen möchte, kann hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Un_ballo_in_maschera
Emma machte noch ein paar Fotos von mir. Die sind zwar nicht von bester Qualität, eins davon habe ich trotzdem in meine Galerie gestellt (gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=6508).
Wir ließen den Abend bei einem Glas Wein in einem Restaurant ausklingen. Mit meinem Outfit bin ich dort durchaus etwas aufgefallen, sodass sich ein schon sehr betagter Herr zu der Bemerkung hinreißen ließ: "Oh, ein langes Kleid, so was sieht man heute selten!
Damit ging ein überaus erlebnisreicher Andrea-Tag mit vielen neuen Erfahrungen zu Ende. Ich möchte fast behaupten, es war der bisher schönste.

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Di 8. Jan 2013, 23:45
von Andrea aus Sachsen
.
6.1.2013
7.30 Uhr sind Emma, meine CD-Freundin und ich im Hotel aufgestanden. Nach der Schminkprozedur gingen wir zum Frühstück. Frisch gestärkt für den Tag deponierten wir unsere Koffer wieder im Hotel und zogen noch mal los. Ich trug wieder mein weinrotes Strickkleid und Emma ging fast komplett in schwarz (Rock, Pullover, Jacke). Das Wetter war deutlich kühler als am Vortag, aber wir waren ja warm genug angezogen.
Wir hatten uns noch einen Besuch im Asisi-Panometer vorgenommen. In dieser Einrichtung, von der es weitere in Berlin und Leipzig gibt, werden große Panoramabilder gezeigt (http://www.asisi.de). Zum Dresdner Panometer sind wir etwa eine Viertelstunde mit der Straßenbahn gefahren. Zu sehen ist dort zur Zeit ein Bild, wie Dresden im 18. Jahrhundert wahrscheinlich ausgesehen hat. Hinzu kommt noch eine Ausstellung zu wichtigen Ereignissen und Persönlichkeiten der damaligen Zeit. Das war eine gute Ergänzung zu dem Erlebnisrundgang, den ich Ende vorigen Jahres mitgemacht hatte, denn es ging um die gleiche Epoche.
Die Detailtreue des Bildes erlaubt es, Menschen in vielen alltäglichen Situationen zu beobachten. So kann man unter anderem die Mode der damaligen Zeit studieren, sowohl, die der hohen Herrschaften, als auch die der einfachen Leute. Meine Vermutung, die ich bereits an anderer Stelle äußerte, fand ich hier eindrucksvoll bestätigt: Damals war die Männermode deutlich vielfältiger und farbenfroher. Männer und Frauen hatten etwa den gleichen Gestaltungsspielraum, ohne dass es Überschneidungen gab.
Hin und wieder sahen wir andere Frauen, die ebenfalls Rock oder Kleid trugen, wenn diese auch deutlich in der Minderheit waren. Wir machten uns sogar gegenseitig darauf aufmerksam, wenn wieder eine in klassischer Damenkleidung zu sehen war und diskutierten dann darüber, inwiefern wir so etwas auch anziehen würden.
Es war bereits 13 Uhr, als wir meinten, das Panoramabild von allen Seiten gesehen zu haben. Wir fuhren wieder zum Hotel zurück, holten unsere Koffer ab und machten uns auf den Weg zum Bahnhof. Diesmal waren deutlich mehr Leute im Zug. In unsere Vierersitzgruppe setzte sich noch ein Ehepaar. Um uns nicht gleich zu outen, haben wir für den Rest der Fahrt nicht mehr miteinander gesprochen. Die Fahrkartenkontrolle verlief diesmal unproblematisch, da üblicherweise die Bahncard nur einmal vorgezeigt werden muss.
Wieder zu Hause angekommen, musste ich mich leider auch wieder von Andrea verabschieden, da ich für den Abend meine Tochter wieder zu Hause erwartete.
Bei unserem ersten gemeinsamen Ausflug ist Emma und mir schon klar geworden, dass wir zusammen eher auffallen, nicht nur, wenn wir uns unterhalten. Die schönen Erlebnisse überwogen natürlich gegenüber diesem "Makel". Emma schrieb mir noch eine E-Mail, dass ihr die zwei Tage sehr gut gefallen haben. Vielleicht gibt es ja dieses Jahr noch eine Wiederholung.

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Mi 9. Jan 2013, 15:00
von ExuserIn-2015-02-14
Hallo, Andrea!

Ein wahrhaft abwechslungsreicher Start ins Jahr 2013. Vielen Dank für das ausdrucksvolle Beschreiben Deiner en femme'Erlebnisse.

Liebe Grüsse von Deborah!

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Do 17. Jan 2013, 23:15
von Andrea aus Sachsen
.
15.1.2013
Meine Tochter ist wieder einmal mit ihrer Klasse unterwegs. Das gibt mir erneut die Gelegenheit, als Andrea etwas zu unternehmen und zwei Tage Resturlaub sinnvoll zu vertun.
Bei der Auswahl des Reiseziels habe ich als Opernliebhaberin im Vorfeld Spielpläne durchgesehen und bin fast verzweifelt. Fast alle Häuser der näheren Umgebung machen gerade diese Woche Pause oder die Stücke interessieren mich nicht. Nur im Stadttheater Fürth wurde ich fündig, doch dazu später mehr.
Klar, im benachbarten Nürnberg gibt es Spezial-Trade und Olenas Crossdressingmode, wo ich schon immer mal reinschauen wollte.
So packte ich meinen Koffer und machte mich auf meine bisher weiteste Reise als Andrea. Ich trug ein beiges Strickkleid, anthrazitfarbene Strumpfhosen und schwarze Stiefel (siehe Galerie: gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=4975), und darüber einen cremefarbenen Anorak. Kleine Missgeschicke blieben auch diesmal nicht aus. Das erste - ich hatte meinen Vergrößerungsspiegel zum Schminken vergessen - bemerkte ich, als es für eine Umkehr grade zu spät war.
Dann im Zug bei der Fahrkartenkotrolle gab es diesmal keine Probleme. Dafür wurde es unterwegs etwas dramatisch, als zwischen Plauen und Hof die Strecke gesperrt war und kurzfristig Schienenersatzverkehr eingerichtet werden musste. So abenteuerlich war die Sache dann aber auch nicht, denn es hat alle reibungslos geklappt, nur das ich mit einer Stunde Verspätung in Nürnberg ankam. In der Regel stören mich solche Zwischenfälle wenig, wenn ich als Andrea unterwegs bin. Diesmal war es mir doch unangenehm, weil ich mit Olena von Crossdressingmode verabredet war. Sie hatte aber auf meinen Anruf hin gewartet und so vertan war die Zeit gar nicht, da ich bei meinem Aufenthalt in Hof das Mittagessen (eigentlich nur ein kleiner Imbiss) vorziehen konnte.
Ich wollte mir von Olena einen gepolsterten Rock (für weibliche Hüften) anfertigen lassen, wie ihn Nora schon mal im Forum vorgestellt hat. Meine Maße hatte ich schon einige Tage vorher durchgegeben, sodass Olena den Rock schon vorfertigen konnte. Vor Ort führten wir dann eine erste Anprobe durch. Es wurden noch einige Korrekturen und die Lage und Dicke der Polsterung besprochen. Wir vereinbarten, dass ich den fertig gepolsterten Rock am nächsten Tag abholen kann. Vorteilhaft war, dass ich zwei Röcke mithatte, die ich mal mit Polster tragen möchte. Das hatte die Entscheidung über die endgültigen Maße sehr erleichtert.
Danach bin ich erst mal mit der U-Bahn nach Fürth zum Hotel gefahren. Wie üblich, hatte ich wieder per E-Mail als Andrea ... gebucht und bin stets als Frau behandeln und angesprochen worden.
Bis zur Theateraufführung am Abend blieb noch etwas Zeit. Die habe ich genutzt, um mir das Jüdische Museum anzusehen. Es ist in einem Haus untergebracht, welches über 200 Jahre, bis zu ihrer Vertreibung 1933 von Juden bewohnt wurde. Ich fand es interessant, etwas über diese jahrhunderte alte Kultur kennenzulernen.
Weil sie auf direkt auf dem Weg lag, habe ich auch einen Blick in die katholische Stadtpfarrkirche geworfen. Ich bin zwar nicht gläubig, aber die Architektur dieser alten Gebäude fasziniert mich immer wieder.
Jetzt aber wurde es Zeit, mich für die Abendveranstaltung im Fürther Stadttheater zurechtzumachen. Das Makeup hatte ich nur um das Kinn herum erneuert und mich noch einmal rasiert. Die Augen ließ ich dagegen unverändert. So war mein vergessener Vergrößerungsspiegel entbehrlich.
Als Outfit wählte ich, wie schon mehrmals in der Vergangenheit bei ähnlichen Anlässen, meinen kniebedeckenden engen schwarzen Rock, meine weinrote Bluse dazu schwarze Strumpfhosen und Pumps. Das war eine gute Wahl, denn mit einem ganz langen Rock oder Kleid, wie ich es auch gern trage, wäre ich die einzige gewesen. Ansonsten waren unter den anderen Besucherinnen an diesem Abend die Hosenträgerinnen leicht in der Überzahl. Ich wollte mir von einem anderen Besucher wieder ein "Beweisfoto" machen lassen, aber meine Kamera versagte ihren Dienst. So gibt es (vorläufig) leider keine neuen Bilder von mir.
Gespielt wurde die eher selten aufgeführte Operette "Die Großherzogin von Gerolstein" von Jacques Offenbach. Ich hatte das gleiche Stück im vergangenen Jahr schon einmal auf der Seebühne Kriebstein gesehen (siehe meinen Bericht weiter oben in diesem Thread). Hier in Fürth wurde es ganz anders inszeniert, teilweise mit völlig ungewöhnlichen Einfällen: z.B. die erste Szene als Vorspiel noch vor der Ouvertüre oder der Einbau einiger bearbeiteter "fremder" Musikstücke.
Es zeigte sich einmal mehr, dass wenig bekannte Stücke wie dieses nicht viele Zuschauer anlocken. Wie in Kriebstein, blieb auch in Fürth etwa die Hälfte der Plätze leer. Einige Besucher verließen sogar in der Pause das Theater, was ich nicht nachvollziehen kann.
Die Straßen und Gehwege in Fürth sind übrigens vorbildlich gepflastert. Dadurch bestand keine Gefahr, dass ich mit einem Absatz steckenbleibe (außer vielleicht in den Löchern der Gullydeckel), wie es mir in meiner Heimatstadt schon mehrmals passiert ist. Trotzdem war der Weg zurück ins Hotel wegen einer dünnen Neuschneedecke eine Herausforderung. Es war glatt und meine Pumps haben keine rutschfeste Sohle. Nachdem ich es aber ohne Ausrutscher ins Hotel geschafft hatte, schminkte ich mich ab und legte mich erst mal zur Ruhe.

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Fr 18. Jan 2013, 00:55
von Kerstin
Andrea aus Sachsen hat geschrieben:.
15.1.2013
.......
Danach bin ich erst mal mit der U-Bahn nach Fürth zum Hotel gefahren. .....
Wie - du bist in Fürth und sagst nix? Grmpf :oops:


Liebe Grüße
Kerstin

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Sa 19. Jan 2013, 00:58
von Andrea aus Sachsen
.
16.1.2013
Um 7 Uhr bin ich im Hotel aufgestanden. Nach dem Waschen und Rasieren folgte gleich die größte Herausforderung des Tages: Schminken ohne Vergrößerungsspiegel.
Die großflächigen Sachen wie Camouflage und Lidschatten gingen ja noch, da reichte der normale Spiegel im Hotelzimmer. Beim Lidstrich aber wurde es kompliziert. In eine Hand nahm ich den Kajalstift und mit der anderen hielt ich die Brille so auf Abstand, dass ich einerseits darunter kam, andererseits aber auch noch etwas erkennen konnte. Irgendwie bin ich immer wieder am Gestell hängengeblieben. Beim Mascara ging es dann vorsichtig nur nach Gefühl. Allein für die Augen habe ich so etwa doppelt so lange gebraucht als sonst, aber das Endergebnis sah doch ganz brauchbar aus.
Beim Frühstück war ich die einzige. Ich habe danach meinen Koffer an der Rezeption deponiert und bin noch einmal in die Stadt gegangen. Ich trug wie am Vortag mein beiges Strickkleid mit allem, was dazugehört. Mein erstes Ziel war das Fürther Stadtmuseum. Ich habe etwa eine Stunde gebraucht, um mich etwas mit der Geschichte der Stadt vertraut zu machen. So etwas sehe ich mir immer gern an, auch wenn ich hinterher das meiste wieder vergesse.
Beim Bummel durch die Fußgängerzone konnte ich es mir nicht verkneifen, in das eine oder andere Damenmodegeschäft reinzuschauen. Zweimal hatte ich schöne Hosenanzüge entdeckt. Hose und Jacke waren sogar einzeln, sodass ich die mir passenden unterschiedlichen Größen zusammenstellen konnte. Die Jacken in Größe 44 passten alle gut, aber bei den Hosen: Einmal saß sie nur so weit auf der Hüfte, dass nicht einmal die Jacke darüber reichte, ein andermal war sie an den Oberschenkeln viel zu eng. Zusammen mit zwei anderen Fehlversuchen in der Vergangenheit hat sich bei mir nun die Erkenntnis durchgesetzt, dass ich keine (Damen-)Hosenfigur habe.
Unter diesen Umständen ist es verwunderlich, dass meine einzige Damenjeans, vor einigen Jahren noch ohne Anprobieren gekauft, so einigermaßen passt. Spätestens seit heute kann ich es allerdings nicht mehr nachvollziehen, wenn einige hier im Forum schreiben, dass ihnen Damenhosen besser passen.
Bei der Suche nach einer Lokalität zum Mittagessen bin ich fast verzweifelt, als ich an 5 Gaststätten vorbeikam, die erst 17 oder 18 Uhr öffnen wollten. Schließlich wurde ich doch noch fündig; es hatte sogar sehr gut geschmeckt.
Da ich noch bei Special-Trade und Olenas Crossdressingmode vorbeischauen wollte, wurde es Zeit, meinen Koffer vom Hotel zu holen und mit der U-Bahn Richtung Nürnberg zu fahren. Bei Special-Trade kaufte ich mir ein Paar schwarze Stiefeletten mit Keilabsatz, eine Pushup-Hose, einen Kryolan-Abdeckstift und einen Spitzer für Kajal- oder Lipliner-Stifte. Ansonsten habe ich mich dort noch mit einer netten CD-Freundin aus Nürnberg unterhalten, die aber nicht hier im Forum angemeldet ist.
Über kleine Missgeschicke hatte ich ja schon berichtet, da darf auch das nicht fehlen: Seit langem trug ich wieder einmal meinen cremefarbenen Anorak, mein einziges Oberteil, zu dem ein Gürtel gehört. Ich habe nicht mehr mitgezählt, wie oft ich es erst auf der Straße gemerkt habe, dass dieser noch offen ist.
Auf der letzten Station meiner Reise ging es noch einmal zu Olena. Ich war schon gespannt, wie mein gepolsterter Rock wohl aussieht. Gut, der Rock selbst sieht nur wie ein unförmiges Stück Stoff aus, aber unter dem Kleid getragen — was für eine weibliche Figur! Leider kann ich wegen der defekten Kamera noch kein Foto davon liefern. Ich denke mal, der Rock bringt unter figurbetonten Kleidern ein deutlich besseres Passing. Bei weiten Röcken oder Kleidern und auch unter Hosen ist vielleicht die Pushup-Hose von Special-Trade günstiger, aber das muss ich erst noch mal in Ruhe ausprobieren.
Den gepolsterten Rock habe ich für meine Heimfahrt gleich angelassen. Diesmal konnte ich von Nürnberg bis Chemnitz durchfahren. Im Zug war es sehr warm, da bin ich in meinem Strickkleid vom bloßen Dasitzen schon ins Schwitzen gekommen. In diesem Zusammenhang konnte ich überhaupt nicht verstehen, warum eine junge Dame auf der anderen Seite, normal mit Hose und langärmliger Bluse bekleidet, sich mit ihrer Jacke zudecken musste. Nach diesem "Treibhausaufenthalt" war ich froh, in Chemnitz auszusteigen.
Noch ein paar Stationen mit einem Regionalzug und meine bisher weiteste Reise als Andrea war beendet. Es waren herrliche Erlebnisse und jede Menge neue Erfahrungen. Falls ich es noch nicht erwähnt habe: Scheinbar hat wieder einmal niemand bemerkt, dass ich nicht "echt" bin, zumindest ist mir diesbezüglich nichts aufgefallen.

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Mo 21. Jan 2013, 09:15
von Andrea aus Sachsen
.
20.1.2013
Im Chemnitzer Opernhaus gibt es demnächst wieder mal eine Premiere. Üblicherweise findet dazu im Vorfeld ein sogenanntes Opernfrühstück statt. Ich war noch nie auf einer solchen Veranstaltung, wusste nicht mal genau, was mich dort erwartet. Gerade deshalb aber reizte es mich, mal als Andrea dort hinzugehen.
Ich hatte noch einmal mein beiges Strickkleid angezogen, das ist bei -5-°C draußen einfach ideal. Das "Frühstück" sollte 10.30 Uhr beginnen. Um diese Zeit habe ich normalerweise längst gefrühstückt, aber darum ging es wohl nicht.
Auf der Fahrt nach Chemnitz kam ein junger Mann durch den Zug wegen Fahrgastbefragung. Ich war so freundlich, und habe mich (anonym) in seiner Liste verewigen lassen. Die Fragen kannte ich längst, habe sie schon oft beantwortet, aber heute zum ersten Mal als Andrea.
Im Foyer des Chemnitzer Operhauses trafen sich schätzungsweise 120 Besucher. Regisseur, Dirigent und eine Moderatorin stellten das Werk, das demnächst hier Premiere hat, näher vor. Die Veranstaltung war insofern interessant, das es um ein ziemlich ausgefallenes Werk mit einer ungewöhnlichen Entstehungsgeschichte geht. Vielleicht schreibe ich noch etwas dazu, wenn ich die Premiere gesehen habe. Zwei Sänger, die jeweils eine ihrer Arien mit Klavierbegleitung vortrugen, rundeten das Programm ab. Wie gesagt, eine interessante Sache, aber ich hatte eigentlich auch Gespräche mit den Besuchern erwartet. Daran hätte ich mich als Andrea gern beteiligt.
Diesmal hatte ich wieder eine funktionsfähige Kamera dabei und kann somit wieder mal ein neues Bild von mir zeigen: gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=6595
Wie gesagt, es ist das gleiche Outfit, das ich vor einigen Tagen in Nürnberg trug, einschließlich des gepolsterten Rockes darunter.
Das Opernfrühstück dauerte 1-½ Stunden. Da das für einen Andrea-Tag etwas wenig war, habe ich mir noch die aktuellen Sonderausstellungen in den Chemnitzer Kunstsammlungen gleich neben dem Opernhaus angesehen. Gezeigt werden dort zur Zeit Werke von Rosa Loy, Neo Rauch und Mario Nigro. Sollten jemandem die Namen nichts sagen, ist es nicht schlimm, mir sagten sie vorher auch nichts.
Erstaunt war ich dagegen, wie gut die Ausstellungen besucht waren, aber es kam noch besser: Etwa die Hälfte der Besucherinnen trug Röcke oder Kleider! Der größte Teil davon ging zwar auf das Konto einer ausländischen Reisegruppe, aber immerhin! Kann es vielleicht sein, dass kunstinteressierte Frauen irgendwie ein anderes Modeverständnis haben?
Innerhalb der Reisegruppe fielen mit auch gleich zwei besonders groß gewachsenen junge Frauen auf. Zuerst dachte ich: Crossdresser! Bei unauffälligem näherem Hinsehen fand ich aber außer der Größe nichts Verdächtiges. Sie waren höchstwahrscheinlich doch echt.
Im Museumscafe nahm ich noch einen kleinen Imbiss zu mir, bevor ich wieder nach Hause fuhr. Und weil"™s schon mal so schön war, kam gleich noch mal einer zur Befragung durch den Zug, natürlich mit den gleichen Fragen. Reaktionen wegen meiner männlichen Stimme oder sonstigen Besonderheiten konnte ich wieder einmal nicht beobachten.
Also mein Fazit: Ein zwar nur kurzer, aber trotzdem schöner Andrea-Tag!

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: Mi 23. Jan 2013, 09:49
von ExuserIn-2015-02-14
Hallo, "echte" Andrea!

Dein Passing ist einfach zu perfekt, um als Non-feminin erkannt zu werden. Deine ausgedehnten Reisen durch das Ländle sind mal wieder sehr interessant gewesen. Leider konnte ich am letzten Mittwoch nicht crossdressen, sonst wäre ich unbedingt nach Nürnberg gekommen. Special-trade ist auch eines meiner kurzfristigen Reiseziele, es muss nur vom Wetter her besser werden.

Liebe Grüsse Deborah!

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: So 27. Jan 2013, 11:07
von Andrea aus Sachsen
.
26.1.2013
Wieder einmal hatte ich die Gelegenheit für einen Andrea-Tag, diesmal aber keinen Ausflug geplant, sodass ich eigentlich überhaupt nichts Besonderes erwartete. Es war sogar wieder nur ein kurzer Andrea-Tag, denn vormittags hatte ich noch einiges im Männermodus zu erledigen.
Erst nach dem Mittagessen habe ich mich in Andrea verwandelt. Ich trug einen kurzen schwarzen engen Rock, eine blau-grün-weiß gemusterte Bluse, schwarze blickdichte Strumpfhosen und Stiefel. Es gab noch etwas einzukaufen. Dazu habe ich meinen cremefarbenen Anorak drübergezogen und bin in den Supermarkt gegangen, in dem ich zuletzt nur als Andrea zweimal war. Es hat sich inzwischen so ergeben, dass ich in meiner Heimatstadt als Mann und Frau verschiedene Läden aufsuche, um das Risiko, erkannt zu werden, gering zu halten.
Der Einkauf verlief völlig unspektakulär, diesmal hatte ich keine Bekannten getroffen.
Zu Hause habe ich dann einige Sachen erledigt, die ich sonst im Männermodus gemacht hätte. Auch hier gab es nichts, was besonders erwähnenswert wäre. Erst das Ende Tages wurde noch einmal spannend:
Spontan entschloss ich mich, noch einen kleinen Spaziergang um den Block zu machen. Es war etwa der Weg, den ich vor 33 Jahren zum ersten Mal ging, damals allerdings noch völlig ohne Passing und mit Blutdruck jenseits von 180 . Heute unter ganz anderen Voraussetzungen konnte ich noch einmal die frische Luft genießen und über meine Anfangszeit nur schmunzeln.
Wieder zu Hause, ich wollte gerade zu Bett gehen, rief meine Tochter an: Die Eltern ihrer Freundin, bei der sie übernachten wollte, bringen sie wieder nach Hause, da es ihr nicht gut ginge. So blieben mir 30 Minuten, um alle Spuren von Andrea zu beseitigen.
Das ist ja noch mal gut gegangen! Meiner Tochter geht es inzwischen auch wieder besser. Mir ist natürlich nicht erst nach diesem "Vorfall" klar, dass ich langfristig um ein Outing nicht herumkommen werde.

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: So 27. Jan 2013, 18:02
von Kerstin
Andrea aus Sachsen hat geschrieben:.
....... So blieben mir 30 Minuten, um alle Spuren von Andrea zu beseitigen.
Das ist ja noch mal gut gegangen! Meiner Tochter geht es inzwischen auch wieder besser. Mir ist natürlich nicht erst nach diesem "Vorfall" klar, dass ich langfristig um ein Outing nicht herumkommen werde.
Upps das ging gerade noch mal gut. Beste Wünsche an deine Tochter.

LG Kerstin

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: So 27. Jan 2013, 21:10
von conny
hallo andrea,

falls du es schon mal geschrieben hast, ich will nicht lange suchen, wie alt ist denn deine tochter?

lg
conny

Re: Andrea — meine Erlebnisse

Verfasst: So 27. Jan 2013, 21:13
von Andrea aus Sachsen
.
conny hat geschrieben: wie alt ist denn deine tochter?
13 Jahre