Re: Waldspaziergang
Verfasst: Mo 23. Sep 2024, 21:26
Prinzipiell nix dagegen - bloß muss man dann halt fallweise auch mit ablehnenden Reaktionen rechnen. Wenn einem das nix ausmacht...YvonneTV hat geschrieben: Mo 23. Sep 2024, 19:47 Ich mag diese "angemessen gekleidet" nicht, denn das meint wohl von etlichen Menschen "trage nur das was typischerweise die meisten Menschen an diesem Ort tragen". Doch warum sollten alle das "erfüllen" ... ?![]()
Sicher, je mehr ein Look von diesen "Konventionen" abweicht um so mehr wird es andren (konservativen ?) Menschen auffallen.
Doch das macht ja nix![]()
Es gibt nun mal vielerlei gesellschaftliche Konventionen, deren Übertretung nicht beliebig weit toleriert wird. Als erkennbare Crossdresser übertreten wir zwangsläufig gleich eine ganze Menge solcher Konventionen, das ist unvermeidlich. Da muss ich die Toleranz der Leute nicht noch zusätzlich in völlig unnötigen Aspekten strapazieren. Ich mache einfach gute Erfahrungen damit, mich im eigenen Interesse überall da weitgehend an Konventionen zu halten, wo es mir keine besondere Mühe macht. Das hat auch mit gegenseitigem (!) Respekt zu tun: ich signalisiere damit meinen Mitmenschen, dass mir ihre anderweitig erwiesene Toleranz wichtig ist, dass ich ihnen dafür dankbar bin, und dass es mir eben nicht einfach egal ist, wie sie über mich denken.
Im Übrigen fühle ich mich trotzdem bei der Kleidungswahl seit dem Rollenwechsel viel freier als vorher, weil die Grenzen des "Erlaubten" bei weiblicher Kleidung und weiblichen Accessoires sehr viel weiter gesteckt sind als bei der "Männer-Uniform". In der Praxis "dürfen" Frauen da doch nahezu ALLES - jedenfalls aus Sicht eines Mannes, der sich bei jedem Stoff, bei jedem Schnitt, bei jedem Muster und bei jedem Accessoire die Frage stellen muss, ob das nicht zu "tuntig" oder irgendwie lächerlich oder ungepflegt oder proletenhaft oder unseriös wirkt. In der weiblichen Rolle genieße ich da die goldene Freiheit; die Einschränkungen durch Konventionen sind vergleichsweise marginal.