Re: Was macht das T„Wort mit einer Frau mit trans Hintergrund? I Jetzt mal ehrlich
Verfasst: So 9. Jul 2023, 22:24
Interessante Diskussion!
Die Linie zwischen Akzeptanz und Nichtakzeptanz des Begriffes "Transe" scheint relativ deckungsgleich mit der Trennlinie zwischen CD und TS zu sein.
Ich könnte jetzt nachfragen, ob sich diejenigen, die sich von dem Begriff "Transe" beleidigt fühlen, für etwas Besseres halten? Tue ich aber nicht. Nicht, weil ich keine Lust auf Shitstorm hätte, sondern weil mir klar ist, dass diese Frage am Kern vorbeigeht. Es geht nicht darum etwas Besseres zu sein, es geht darum etwas Anderes zu sein.
Die Allermeisten aus diesem Forum sind irgendwo in den letzten 5 Dekaden eines längst vergangenen Jahrtausends sozialisiert worden. Quasi mit der Muttermilch wurde uns eingeflöst, dass ein Transvestit oder eine Transe entweder etwas abartig perverses oder eine Witzfigur zum auslachen ist. Diese beiden Label will sich doch niemand ernsthaft anhängen lassen?
Also was machen? Die meisten (so wie ich) haben es verdrängt, versteckt, negiert. Einige haben einen anderen Weg gefunden (oder sich zeigen lassen), indem sie erklärt haben, eigentlich eine Frau zu sein. Eine Transe ist ein verkleideter Mann, also kann eine Frau keine Transe sein. Also kann auch TS keine Transe sein. Einfacher Dreisatz, dem aber ein großer Teil der Gesellschaft trotzdem nicht folgen kann. Daraus entsteht ein hohes Verletzungsrisiko.
Ich möchte dringend raten: Egal ob TS, CD, NB oder was auch immer: Nehmt diese Begriffe: Transe, Tunte, Tucke... für euch an und füllt sie mit positiven Definitionen. Sprache ist in einer ständigen Weiterentwicklung.
Im Duden von 2035 heißt es: "Eine Transe ist ein Mensch mit einem geschlechterübergreifend breitem Spektrum an Interessen und Fähigkeiten" oder "Eine Transe ist ein Mensch mit hoher Sozialkompetenz, herausragendem Einfühlungsvermögen und einem ausgeprägten Sinn für Schönheit".
Das würde insbesondere auch nachfolgenden Generationen helfen, sich nicht mehr für Ihre Gefühle zu schämen und diese verstecken zu müssen.
Liebe Grüße
Helga
Die Linie zwischen Akzeptanz und Nichtakzeptanz des Begriffes "Transe" scheint relativ deckungsgleich mit der Trennlinie zwischen CD und TS zu sein.
Ich könnte jetzt nachfragen, ob sich diejenigen, die sich von dem Begriff "Transe" beleidigt fühlen, für etwas Besseres halten? Tue ich aber nicht. Nicht, weil ich keine Lust auf Shitstorm hätte, sondern weil mir klar ist, dass diese Frage am Kern vorbeigeht. Es geht nicht darum etwas Besseres zu sein, es geht darum etwas Anderes zu sein.
Die Allermeisten aus diesem Forum sind irgendwo in den letzten 5 Dekaden eines längst vergangenen Jahrtausends sozialisiert worden. Quasi mit der Muttermilch wurde uns eingeflöst, dass ein Transvestit oder eine Transe entweder etwas abartig perverses oder eine Witzfigur zum auslachen ist. Diese beiden Label will sich doch niemand ernsthaft anhängen lassen?
Also was machen? Die meisten (so wie ich) haben es verdrängt, versteckt, negiert. Einige haben einen anderen Weg gefunden (oder sich zeigen lassen), indem sie erklärt haben, eigentlich eine Frau zu sein. Eine Transe ist ein verkleideter Mann, also kann eine Frau keine Transe sein. Also kann auch TS keine Transe sein. Einfacher Dreisatz, dem aber ein großer Teil der Gesellschaft trotzdem nicht folgen kann. Daraus entsteht ein hohes Verletzungsrisiko.
Ich möchte dringend raten: Egal ob TS, CD, NB oder was auch immer: Nehmt diese Begriffe: Transe, Tunte, Tucke... für euch an und füllt sie mit positiven Definitionen. Sprache ist in einer ständigen Weiterentwicklung.
Im Duden von 2035 heißt es: "Eine Transe ist ein Mensch mit einem geschlechterübergreifend breitem Spektrum an Interessen und Fähigkeiten" oder "Eine Transe ist ein Mensch mit hoher Sozialkompetenz, herausragendem Einfühlungsvermögen und einem ausgeprägten Sinn für Schönheit".
Das würde insbesondere auch nachfolgenden Generationen helfen, sich nicht mehr für Ihre Gefühle zu schämen und diese verstecken zu müssen.
Liebe Grüße
Helga