hallo Annette
meine erste OP war am 17.4.2019 ich berichte dir gerne wie es mir dabei ergangen ist ich hoffe das dieses gestattet ist
am Tag vor der OP kam ich ins kh München Bogenhausen mit etwa 20 min Verspätung was auch dem FlixBus verschuldetet war aber was will man machen wenn auf der strecke von meiner Heimat nach München ewig Stau auf der Autobahn ist.
dann kam ich erstmal zur Aufnahme damals war das noch unkompliziert da alles vor Korona war und im MVZ vom ersten bis ins dritte Stockwerk hoch Papiere zusammen holen und dann ab in die chirurgische Klinik wo man mich gleich in den ersten Stock weiter empfahl dort hieß es erstmals warten bis ich ins zimmer kam.
ich hatte Glück in dem zimmer wo ich reinkam lag schon jemand aber ich bekam das Bett am Fenster und bekam auch gleich den wohlbekannten begrüßungs- Drink serviert eine ganze Flasche davon sollte ich davon trinken.
nun war es so das ich damals nie Blockade hatte heißt ich habe den Drink nicht runter gebracht es ging nicht.
so bin ich rüber ins Schwestern zimmer und habe gesagt das ich es nicht schaffe dieses Getränk zu mir zu nehmen aber man wollte mir das damals nicht glauben und so wurde ich wieder zurück geschickt.
ich versuchte es nochmal aber (wie sagt m,an im schwäbischen) es ging ums verrecken nicht dieses Gebräu zu trinken.
so bin ich nochmal ins Schwesternzimmer und da war auch der Chirurg dr markovsky (hoffe habe den Namen richtig geschrieben) und klagte trotz seiner Anwesenheit mein leid und fragte auch ob man nicht was anderes hatte zum abführen aber nein und dr markovsky sagte auch das wenn ich das Getränk nicht nehme meine OP gefährdet sei worauf ich nur erwiderte das dieses mir sonnenklar sei aber ich leider das nicht zu mir nehmen könnte.
nach etwa 5 Minuten kam eine Schwester und brachte mir ein Glas voll mit dieser Flüssigkeit worauf ich mir dachte ok das schaffste.
zu dem Zeitpunkt hatte ich auch eine Cola bei mir stehen so habe ich abwechselnd ein Schluck von dem mittel und gleich danach ein Schluck Cola zum nach spülen bis das Glas leer war .
kindlich wie ich war jubelte ich mit dem Worten babala und bin zu den Schwestern hin und habe berichtet das ich es geschafft habe und eins kann ich euch sagen was man dabei danach rennt ohh weia.
eigentlich wollten die noch bei mir einen Einlauf machen aber an dem Tag hatte ich eh die flotte Marie zu Besuch und so wurde ich davon verschont da der Magen Darm Trakt sowieso fast leer war und es am nächsten Tag zur OP gehen konnte.
am Tag der OP wurde ich um 6:00uhr früh geweckt und musste dann unter die dusche um frisch zu sein wegen der OP was ich Dusel vergessen habe noch ein Foto zu machen vom Unterleib vor der OP aber na ja was solls m 6:45 wurde ich in den OP geschoben und um 7:15 Uhr begann die OP heißt ich lag mit ausgestreckten armen auf dem OP Tisch und man wollte mir die Maske aufsetzen worauf ich nur sagte die Maske bitte zum Schluss mit der habe ich von früheren OPs schlechte Erfahrung gemacht und dieses wurde auch respektiert.
das letzte was ich wusste und denken konnte war oh Herr in deine Hände befehle ich meinen Geist und weg war ich.
als ich wieder zu mir bzw. den ersten klaren Gedanken fassen konnte da wusste ich Bibi jetzt hast du es geschafft im leben, jetzt bist du genau da wo du immer hinwolltest.
10 min nachdem ich wieder auf dem zimmer war und schwach wie ich war von der OP her rief ich meine damals beste Freundin an sagte ihr das die OP gut verlaufen war und sang ihr das Lied von abba The Winner take it all vor was ich nicht wusste sie war beim einkaufen brach da weinend an der Kasse zusammen vor Glück weil ich es geschafft hatte.
was mir dann auch aufgefallen das die Zimmernachbarin nicht mehr da war auf anfrage bei der Krankenschwester berichtete man mir ich hätte so viel Terz gemacht das sie auf ein Einzelzimmer bestanden hatte
doch das war mir alles egal ich schwelgte im Glück oder um besser auszudrücken das Glück war zu dem Zeitpunkt wie eine Bettdecke in das man sich wohlig einkuscheln konnte endlich da zu sein wie man immer hinwollte mit warp 9,97 durhs ziel geschossen man waren das berauschende Gefühle durch die medis von der OP war ich auch wie in Watte gehüllt aber das sollte sich spätestens am nächsten morgen vorbei sein.
am 2 Tag sollte ich aufstehen was mit Hilfe von der Krankenschwester die sehr nett war (das gilt übrigens auch für die alle Schwestern im kh) half sie mir aus dem Bett und ich sollte einmal ums Bett laufen na ja laufen war Zuviel gesagt ich watschelte eher wie Ente ums Bett das ich nicht gequakt habe war da aber auch alles.
15 min nach dem ersten aufstehen bin ich nochmal aufgestanden da es mich nach einer Zigarette lüstete bin ins Schwesternzimmer die sogenannte Base gewatschelt und habe angefragt wann ich meine erste fluppe den rauchen dürfe?
eine Zeitlang kam nur öhhm und ähhm bis sich eine schwester ein Herz faste und meinte nach dem Mittagessen sollte ich das versuchen wenn es klappt ist gut wenn nicht dann sollte ich noch ein paar tage warten.
nach dem Mittagessen bin ich dann zur Terrasse wo man rauchen durfte erst bin ich die eine stufe nicht hochgekommen aber mit viel mühe hat das dann doch geklappt und habe gleich 2 hintereinander geraucht wenn man schon dort ist sollte sich das auch lohnen.
ich hatte in den 2 Wochen viele Gespräche gehabt intensive Gespräche und bin da auch in ein regelrechtes Fettnäpfchen getappt und ich gebe dazu da könnte man einen 40 tonner drin versenken.
ich hatte mit einigen transmänner gesprochen gehabt habe die seiten der Frau gerühmt und es absolut nicht verstanden gehabt zu dem Zeitpunkt (ich wiederhole zu dem Zeitpunkt nicht das hier ein shitstorm losgeht) wieso die sich dann operieren lassen darauf bekam ich die frage wieso habe ich dann?c
und da wurde mir einiges klar ich entschuldigte mich dafür und für mein Unwissen aber man verzeihte mir recht schnell.
am 4 Tag nach der OP gingen mir die Zigaretten aus und ich musste irgendwie Nachschub besorgen so bin ich jetzt ohne Witz mit Katheder und stend drin zur tanke aber wie angestellt das man den Katheder nicht sah?
ich habe mir vom Bademantel die Schnur oder Kordel um den Bauch gebunden den Katheder daran eingehängt vorher natürlich leer gemacht so das der nicht zu schwer war und dann darüber das Kleid angezogen da es recht warm zu der Jahreszeit konnte ich das Kleid wunderbar tragen aufgefallen ist das niemand.
als ich wieder zurück war von der tanke zurück war tat mir der ganze Unterleib weh aber ich sage euch das hat sich gelohnt gehabt.
3 tage vor der Entlassung habe ich mich tatsächlich gefragt wie lebt Frau eigentlich? nur beantworten konnte mir das niemand bis heute nicht
und dann kam die Entlassung ich hatte das Glück beim flixbus das ich damals einen nigel nagel neuen Bus bekam mit super sitzen drin wo man auch 2.5 stunden sitzen konnte und so recht bequem in die Heimat kam.
als ich dann zuhause war man wollte mich abholen was nicht geklappt hatte und ich ein Taxi nehmen musste kam ich in meine alte Bude und musste mich Erstmal umschauen ob ich hier wirklich wohnen würde.
ja so war das meine erste OP und ob ich mich wieder entscheiden müsste im nächsten leben das ganze auf mich zu nehmen ein ganz klares ja
denn die schwersten im klinik München Bogenhausen waren alle sehr nett die mit Patienten/rinnen super Gespräche auch ich vermisse das tatsächlich
und Annette mir geht es mit dem Lied von abba (the winner take it all) auch stets die tränen denn mit diesem Lied verbinde ich alles was ich erlebt habe während der Transition und im kh und der Heilungszeit
mit lieben Gruß und ich hoffe da einen erfahrungsbericht abgeben zu können
eure Bibi-Melina
PS falls gewünscht erzähle ich auch meine 2te op erlebnisse bzw wies in münchen passing war