Re: SHZ: René_ Rain Hornstein, warum verklagen Sie die Deutsche Bahn?
Verfasst: Mi 22. Jun 2022, 13:19
Einen Gedanken möchte ich noch unterbringen zum Thema "medienwirksame Moves einzelner Personen" und gerade einzelner, besonders markanter Personen wie zum Beispiel René_ Rain Hornstein und ems sehr eigene Vorgaben zu Namen und Pronomen: Was immer wir an Rechten und Veränderungen einfordern und durchsetzen, auch diese Personen müssen in Wort und Tat klar und deutlich mit enthalten sein. Eben mitgedacht. Wie bei den Toiletten, bei Sportregelungen, bei Prozeduren in Firmen, im Familenrecht, usw. Diese Menschen markieren den Definitionsbereich, sonst haben wir nichts erreicht.
Ich habe die gleiche Diskussion bei CSDs erlebt. Thema Kink at Pride. Sehr gute Darstellung beim Zaunfink. Da wurde auch argumentiert, dass "zu schrille" Darstellungen, insbsondere aber Fetisch- und BDSM-Gruppen angeblich das hehre Ansinnen der politischen Forderungen in Verruf bringen. Je nu, die Forderung lautet aber, dass erwachsene Menschen das Recht auf jede Art einvernehmlicher Sexualität und Zusammenleben haben. Inklusive kink, poly, pan und allem, egal welche Gender und Körper.
(Ausgrenzung von trans Personen hatte da übrigen auch Tradition. Nicht nur in den USA; Sylvia Rivera (1973) "Y'all Better Quiet Down! You go to bars because of what drag queens did for you, and these bitches tell us to quit being ourselves!", auch hier, wo - sorry to say - hauptsächlich weisse Mittelklasse schwule Männer die ganze Bewegung und alle Gremien für sich reklamierten und zu allererst ihre Bedarfe im Blick hatten, die bitte nicht von "denen da" gefährdet werden sollten)
Wenn die schrilleren, die exotischeren, die anstrengenderen quasi von innerhalb an den Rand gedrängt und zum Schweigen gebracht werden, ist das um nichts besser als die Diskriminierung durch die Mehrheitsgesellschaft. Meist sind das gerade jene, die am verletzlichchsten sind und die meisten Repressalien draussen zu erleiden haben. Wenn wir sie nicht mit schützen, ist das alles nichts wert.
Ich habe die gleiche Diskussion bei CSDs erlebt. Thema Kink at Pride. Sehr gute Darstellung beim Zaunfink. Da wurde auch argumentiert, dass "zu schrille" Darstellungen, insbsondere aber Fetisch- und BDSM-Gruppen angeblich das hehre Ansinnen der politischen Forderungen in Verruf bringen. Je nu, die Forderung lautet aber, dass erwachsene Menschen das Recht auf jede Art einvernehmlicher Sexualität und Zusammenleben haben. Inklusive kink, poly, pan und allem, egal welche Gender und Körper.
(Ausgrenzung von trans Personen hatte da übrigen auch Tradition. Nicht nur in den USA; Sylvia Rivera (1973) "Y'all Better Quiet Down! You go to bars because of what drag queens did for you, and these bitches tell us to quit being ourselves!", auch hier, wo - sorry to say - hauptsächlich weisse Mittelklasse schwule Männer die ganze Bewegung und alle Gremien für sich reklamierten und zu allererst ihre Bedarfe im Blick hatten, die bitte nicht von "denen da" gefährdet werden sollten)
Wenn die schrilleren, die exotischeren, die anstrengenderen quasi von innerhalb an den Rand gedrängt und zum Schweigen gebracht werden, ist das um nichts besser als die Diskriminierung durch die Mehrheitsgesellschaft. Meist sind das gerade jene, die am verletzlichchsten sind und die meisten Repressalien draussen zu erleiden haben. Wenn wir sie nicht mit schützen, ist das alles nichts wert.