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Re: Der Weg der Transition

Verfasst: Mi 24. Feb 2021, 23:35
von Scharap
Einen wunderschönen Abend oder Nacht euch allen.

Zwei Wochen ist es jetzt her, dass ich mit der Hormontherapie begonnen habe. Habe bisher nur kleinere Veränderungen festgestellt wie, dass die Libido kleiner geworden ist und die spontanen Errektionen ausgefallen sind. Fühle mich gerade wunderbar und auf dem richtigen Weg, es fühlt sich einfach schön und gut an. Manchmal ist es auch ein leichtes Auf und Ab, im Tage Rhythmus. Generell geht mir in letzter Zeit einiges durch den Kopf, so dass es mir Abends schwer fällt mal an nichts zu denken oder zu grübeln. Liege dann oft lange wach. Kommen dann unteranderem Gedanken zu den nächsten Schritten und wann ich diese gerne umsetzten würde, oder wie gerne ich in einen anderen Kanton ziehen und mir gerne einen Hund kaufen würde. Irgendwie sehne ich mich seit einiger Zeit nach einem Hund, es lässt sich kaum in Worte fassen. Obwohl ich weiss, dass es Zeit braucht, habe ich mir gesagt, dass ich den nächsten Schritt gerne nächstes Jahr schon machen würde. Wie gesagt, es geht mir im Moment sehr vieles durch den Kopf und ist ein leichtes Auf und Ab.


scharap

Re: Der Weg der Transition

Verfasst: Mi 17. Mär 2021, 20:45
von Scharap
Hallo ihr Lieben.

Fünf Wochen ist es nun her, dass ich mit der Hormontherapie begonnen habe. Zu Beginn war es Gefühlsmässig ein leichtes Auf und Ab, was sich im Moment etwas stabilisiert hat.Habe bisher folgende Veränderungen Festgestellt. An einigen Stellen, habe ich das Gefühl, ist die Haut bereits etwas weicher geworden und das Hautbild scheint sich vor allem im Bartbereich zu bessern. Hatte an den Wangen dort immer mit Unreinheiten zu kämpfen und diese scheinen sich nun nach und nach zu bessern. Ausserdem lässt sich der Bart mittlerweile besser abrasieren und die Haut ist danach nicht mehr so stoppelig und fühlt sich glatter und weicher an. Der Brustwachstum hat auch bereits eingesetzt. Dort ist mir Aufgefallen, dass die Brustwarzen nun etwas grösser wirken als vorher. War das bei euch auch so?
Die Abendlichen oder Nächtlichen Fressattacken von denen hier so viele berichtet haben sind bisher ausgeblieben. Allerdings habe ich das Gefühl, dass ich Abends beim Abendbrot mehr esse als für gewöhnlich. Genauso habe ich bisher vom Kraft- und Muskelabbau nicht viel bemerkt. Eine Frage hierzu habe ich dann auch. Und zwar wollte ich wissen ob bei euch dieser "Ring" zwischen Schultergelenk und Bi- und Trizeps verschwunden ist?

Habe sonst noch einige Fragen. Wie war das bei euch mit Gestik, Mimik und Gangart (Hüftschaukeln), habt ihr dafür irgendwelche Kurse besucht? Oder wo habt ihr das gelernt? Wie war das mit dem Stimmtraining bei euch? Für Diejenigen unter euch die Tattoos haben, wie war die dauerhafte Haarentfernung über dem Tattoo? Musstet ihr da auf irgendetwas besonderes achten? Welche Methode habt ihr dort angewendet, damit das Tattoo möglichst nicht beschädigt wird?

Freue mich auf eure Erfahrungsberichte.

Ansonsten bin ich mit den bisherigen Veränderungen sehr zufrieden (smili)

Grüsse


Scharap

Re: Der Weg der Transition

Verfasst: Mi 17. Mär 2021, 21:10
von Momo58
Es freut mich, dass die Hormontherapie bei dir so gut anschlägt. Es ist so schön, wenn sich das Hautbild verbessert. Es ist ganz natürlich, dass die Brustwarzen und der Warzenhof größer werden. Wenn die Brüste wachsen, kann es zu leichtem Spannungsgefühl kommen. Auch das ist normal. Gestik, Mimik, Wortwahl habe ich mir von Biofrauen abgekupfert. Bei der Stimmtherapie habe ich die LaKru-Methode gewählt. Ich habe einen Frequenzbereich zwischen 210-220 Hertz erreicht. Das klang bei mir am natürlichsten. Wenn ich versucht habe, höher zu sprechen, klang das sehr künstlich und angestrengt.
Die Gangart hängt entscheidend vom aufrechten Gang ab. Als Mann sieht das Gangbild aus wie die Bewegungen eines Gorillas. Ich habe Damenschuhe mit 3,5 Zentimeter Absatz. So komme ich schon etwas aufrechter. Jetzt wird es militärisch: Bauch rein, Brust raus! Das kannst du unterstützen, wenn du deine Arme leicht nach außen drehst. Die Beine halte ich immer geschlossen, so als ob ich täglich einen engen Rock tragen würde. Auch das ein- und aussteigen beim Kfz erfolgt bei mir mit geschlossenen Beinen, also zuerst deinen Hintern einsteigen lassen dann die geschlossenen Beine rein drehen. Beim Gehen achte ich so gut es geht auf den weiblichen Storchengang. Einen Kurs habe ich nicht besucht, aber der Freundin meiner pubertierenden Nachbarin habe ich Nachhilfe beim Gehen mit hohen Absätzen gegeben.
Zu den Tattoo's kann ich dir leider nicht weiterhelfen, da ich keine habe.
Wegen der Coronapandemie kann ich gerade nicht zur Bartepilation gehen. Ich habe mir deshalb ein gutes IPL Haarentfernungsgerät gekauft und lege mit gutem Erfolg selbst Hand an.

Liebe Grüße
Manuela

Re: Der Weg der Transition

Verfasst: Mi 17. Mär 2021, 21:43
von Aria
Scharap hat geschrieben: Mi 17. Mär 2021, 20:45 Habe sonst noch einige Fragen. Wie war das bei euch mit Gestik, Mimik und Gangart (Hüftschaukeln), habt ihr dafür irgendwelche Kurse besucht? Oder wo habt ihr das gelernt? Wie war das mit dem Stimmtraining bei euch? Für Diejenigen unter euch die Tattoos haben, wie war die dauerhafte Haarentfernung über dem Tattoo? Musstet ihr da auf irgendetwas besonderes achten? Welche Methode habt ihr dort angewendet, damit das Tattoo möglichst nicht beschädigt wird?
Also zu Gestik usw. kann ich sagen, dass ich da nie etwas eingeübt habe. Halte ich, ehrlich gesagt, auch für vollkommen unnötig. Entweder es kommt aus dir raus oder nicht. Wenn du etwas einstudierst wirst vielleicht du meinen, dass das gut ist aber den richtigen Personen wird das immer auffallen und somit bist du schneller enttarnt als dir lieb ist. Gib dich wie du bist wie es dir dein Gefühl sagt. Auch Cis-Mädels verhalten sich nicht eine wie die andere. Die eine kommt wie ein Bauer daher und die andere wie ein Vittorias-Secret Engel.

Haarentfernung über Tattoos ist mit Laser leider nicht möglich. Mit Nadelepilation evt., musst du nachfragen. Könnte mir aber vorstellen, dass das Tattoo dadurch verschwimmt oder so :?:

Re: Der Weg der Transition

Verfasst: Do 18. Mär 2021, 07:11
von Tatjana_59
Aria hat geschrieben: Mi 17. Mär 2021, 21:43
Scharap hat geschrieben: Mi 17. Mär 2021, 20:45 Habe sonst noch einige Fragen. Wie war das bei euch mit Gestik, Mimik und Gangart (Hüftschaukeln), habt ihr dafür irgendwelche Kurse besucht? Oder wo habt ihr das gelernt? Wie war das mit dem Stimmtraining bei euch? Für Diejenigen unter euch die Tattoos haben, wie war die dauerhafte Haarentfernung über dem Tattoo? Musstet ihr da auf irgendetwas besonderes achten? Welche Methode habt ihr dort angewendet, damit das Tattoo möglichst nicht beschädigt wird?
Haarentfernung über Tattoos ist mit Laser leider nicht möglich. Mit Nadelepilation evt., musst du nachfragen. Könnte mir aber vorstellen, dass das Tattoo dadurch verschwimmt oder so :?:
Da nach einiger Zeit Hrt die Körperbehaarung dünner und dünner wird, spielen weder Nadelepi noch Lasern eine Rolle, da darauf verzichtet werden kann.
Ich habe Tattos auf beiden Waden, linken Oberschenkel, beiden Armen und auf der Brust.
Es bildet sich nur noch ganz wenig helle dünne Härchen die ich nur noch alle paar Wochen rasieren muss.
(Ich war mal behaart wie ein Affe).
Tattoos bleiben unbeschädigt.

LG Tatjana

Re: Der Weg der Transition

Verfasst: Do 18. Mär 2021, 08:39
von Aria
Tatjana_59 hat geschrieben: Do 18. Mär 2021, 07:11 Da nach einiger Zeit Hrt die Körperbehaarung dünner und dünner wird, spielen weder Nadelepi noch Lasern eine Rolle, da darauf verzichtet werden kann.
Ich habe Tattos auf beiden Waden, linken Oberschenkel, beiden Armen und auf der Brust.
Es bildet sich nur noch ganz wenig helle dünne Härchen die ich nur noch alle paar Wochen rasieren muss.
(Ich war mal behaart wie ein Affe).
Tattoos bleiben unbeschädigt.
Kommt ganz drauf an würde ich sagen. Bei mir (dunkle Haare) hat sich da leider nicht viel getan. Die wachsen langsamer aber sonst....Zustand wie vor der HET.

Und, dass Rasieren einem Tattoo nicht schadet, ist wohl klar. Hier geht es um (Laser)Epilation. Und die tut es jedenfalls :)

Re: Der Weg der Transition

Verfasst: Do 18. Mär 2021, 09:01
von Tatjana_59
Aria hat geschrieben: Do 18. Mär 2021, 08:39
Tatjana_59 hat geschrieben: Do 18. Mär 2021, 07:11 Da nach einiger Zeit Hrt die Körperbehaarung dünner und dünner wird, spielen weder Nadelepi noch Lasern eine Rolle, da darauf verzichtet werden kann.
Ich habe Tattos auf beiden Waden, linken Oberschenkel, beiden Armen und auf der Brust.
Es bildet sich nur noch ganz wenig helle dünne Härchen die ich nur noch alle paar Wochen rasieren muss.
(Ich war mal behaart wie ein Affe).
Tattoos bleiben unbeschädigt.
Kommt ganz drauf an würde ich sagen. Bei mir (dunkle Haare) hat sich da leider nicht viel getan. Die wachsen langsamer aber sonst....Zustand wie vor der HET.

Und, dass Rasieren einem Tattoo nicht schadet, ist wohl klar. Hier geht es um (Laser)Epilation. Und die tut es jedenfalls :)
Auch ich hatte dunkle Körperbehaarung, die sich immer mehr verringerte, bis nur noch heller Flaum übrig war.
Allerdings ein Prozess über einige Jahre.

Mit es spielen weder Laserepi und Nadelepi eine Rolle, meinte ich, dass beide Anwendungen nicht mehr nötig sind.
Es wird betreffend der Hrt vermutlich auch bei jeder einzelnen Frau andere Erfolge geben, mal mehr, mal weniger.
Bei mir war es jedenfalls von Erfolg geprägt, musste mir nie Gedanken über Behandlung der Tattoos machen.

LG Tatjana

Re: Der Weg der Transition

Verfasst: Fr 19. Mär 2021, 20:53
von crossi
Hi Scharap
läuft wohl ganz gut für Dich, wünsche Dir alles gute. Bin neugierig wie es weiter geht und drücke dir die Daumen.
LG Anne

Re: Der Weg der Transition

Verfasst: So 21. Mär 2021, 14:55
von Scharap
Hallo Ihr Lieben.

Ich muss euch unbedingt berichten wie's mir gerade geht.

Im Moment hab ich ein so unnormal hohes Hoch. Ich glaube bisher hatte ich noch nie in meinem Leben ein solch starkes Stimmungshoch. Die Nerven liegen blank und ich bin so voller Energie, dass ich gar nicht weiss wohin damit. Ich hatte, durch dieses hohe Stimmungshoch, die letzten zwei Nächte mühe einzuschlafen (Ich hätte die ganze Nacht durch machen können). Ich war und bin es immer noch, so aufgedreht dass es mir schwer fiel mich irgendwie zu beruhigen. Ich glaube das wird sich jetzt noch die nächsten paar Tage so hinziehen, bis es dann wieder einigermassen abgeflacht ist (hoffentlich). Es lässt sich nur schwer in Worte fassen. Man könnte mich mit einem Tier vergleichen, das wer weiss wie schnell im Kreis herum rennt und seinen Schwanz versucht zu fangen oder wie eine verrückt gewordene Rakete. Ich könnte explodieren :lol: :-o Es gibt soo viele Dinge die im Moment wahnsinnig gerne machen würde.

Wer von euch kennt das und hatte das vielleicht auch schon mal?

Motivationslevel: 30'000
Ungeduldigkeitslevel: 15'000
Gesamtlevel/Aufgedrehtheitslevel: 3'000'000

Grüsse

Scharap

Re: Der Weg der Transition

Verfasst: So 21. Mär 2021, 15:07
von Momo58
Hi Scharap,

Das ist schön. Ich hatte diese Euphorie am Anfang auch. Das ist ganz normal, denn du bist happy. Mit der Zeit gibt dich das und wenn du mit allem durch bist, lebst du ein stinknormales Frauenleben.

Liebe Grüße
Manuela

Re: Der Weg der Transition

Verfasst: So 21. Mär 2021, 15:51
von Engelchen
Achja, die erste Pubertät und rosa Phase....,
hab viel Spass

Liebe Grüße
Lisa

Re: Der Weg der Transition

Verfasst: So 21. Mär 2021, 16:09
von Bibi Melina
Scharap hat geschrieben: So 21. Mär 2021, 14:55 Motivationslevel: 30'000
Ungeduldigkeitslevel: 15'000
Gesamtlevel/Aufgedrehtheitslevel: 3'000'000
woher ich das nur kenne *smile*

Re: Der Weg der Transition

Verfasst: So 21. Mär 2021, 19:15
von Aria
Scharap hat geschrieben: So 21. Mär 2021, 14:55 Ich glaube das wird sich jetzt noch die nächsten paar Tage so hinziehen, bis es dann wieder einigermassen abgeflacht ist (hoffentlich).
Bei mir hat das ca. 3/4 Jahr angehalten. Damit bin ich einer Menge Leute auf den Sender gegangen und irgendwann mir selbst auch. Schön daran zurück zu denken aber auch gut, dass die Zeit vorbei ist.

Re: Der Weg der Transition

Verfasst: Fr 26. Mär 2021, 19:28
von Scharap
Hallo ihr Lieben.

Dieses euphorische Hoch, von dem ich letztens berichtet habe, ist danach schneller wieder abgeklungen als gedacht/erwartet. Hat die Stimmung zu diesem Zeitpunkt auf einer Skala von -10 bis 10 den Rahmen bei weitem gesprengt, sinkt sie im Moment wieder zunehmend's Richtung negativen Bereich. Montags und Dienstags war es noch immer ein Hoch, allerdings schon ziemlich abgeflacht. Und im Moment ist es wieder ein leichtes Tief. Ich habe manchmal das Gefühl, dass etwas aus mir ausbrechen will. Nur gelingt es ihm (noch) nicht durch diese Mauer, obwohl sie schon langsam zu bröckeln beginnt, durch zu brechen. Diese mauer habe ich jahrelang unbewusst um mich herum aufgebaut um mein Inneres, meine Gefühle zu schützen. Irgendwie wird das (noch) unterdrückt. Ich verspüre dann ein leichtes brodeln oder ziehen und es fühlt sich wie ein Kloss im Hals an. Ich hasse dieses Gefühl. Es wäre solch eine Erleichterung, wenn es einfach mal "ausbrechen" würde. Es würde sich dann einfach befreiend anfühlen, weil dann einfach mal so vieles raus wäre.

Wie lange hat es bei euch gedauert bis sich eure Gefühlswelt verändert hat und ihr emotionaler wurdet?


Scharap

Re: Der Weg der Transition

Verfasst: Fr 26. Mär 2021, 19:46
von Aria
Scharap hat geschrieben: Fr 26. Mär 2021, 19:28 Wie lange hat es bei euch gedauert bis sich eure Gefühlswelt verändert hat und ihr emotionaler wurdet?
Puuh, das kann ich gar nicht mehr so genau sagen. Vllt nach so ca. 3 Monaten.....?!? Wobei "emotionaler werden" bei mir nicht so ausgeprägt war wie andere es teilw. berichten.
Ich habe viel mehr gemerkt, wie sich mein ganze Denk- und Handelsweise verändert hat. Es hat mein komplettes Identitätsgefühl auf den Kopf gestellt. Es gab Zeiten da wusste ich gar nicht wohin ich denn eigentlich gehöre - totally lost. Ich habe diese Zeit für mich als die psychische Transitions-Zeit definiert. Ein Zeitraum wo die bisher gelebte, falsche Identität ausschleicht und nach und nach die eigentlich Einzug hält. Und dieser Einzug hält immer noch an, da damit so viel verknüpft ist. Ist ja auch klar, eine weibl. Sozialisation hatte ich ja nicht. Den Typ von damals habe ich mittlerweile so gut wie vergessen. Bilder und Videos bringen die Erinnerung wieder hoch. Doch zumuten möchte ich mir das nur noch äusserst ungern.