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Re: Immer Enby?

Verfasst: Fr 4. Okt 2019, 12:38
von Marlene K.
MichiWell hat geschrieben: Do 3. Okt 2019, 21:51 Weil hier Selbstverortung im Extrem angesprochen wurde, ein Gedanke von mir ...

Wenn jemand meint, nur dadurch vor sich selbst bestehen zu können, dass er bzw. sie sich am jeweils zu seiner Anatomie passenden Ende des Geschlechterspektrums verortet, dann dürfte das doch eher die Folge des starken gesellschaftlichen Drucks sein. Ja, ich denke, dass Verorten im Extrem ist vor allem Ausdruck von extremer Unsicherheit. Wie oft lesen/hören wir, dass Transmenschen genau das versucht haben, und daran fast oder gar ganz zerbrochen sind.

Aber vielleicht war die Aussage auch nur unglücklich formuliert, und ich habe es falsch verstanden.
Ich teile Deine Annahme, dass hier das Ergebnis eines hohen gesellschaftlichen Drucks vorliegen kann und vermutlich wird. Es bleibt aber dabei, dass ich und kein anderer das Recht hat, diese Selbstverortung abzulehnen.

Wir alle unterliegen inneren und äußeren Zwängen und Einflüssen. Ich kann für mich selber da keine klare Grenze sehen, wo dort die Grenzen bei mir verlaufen, beide Einflüsse sind Teil von mir. Wie viel weniger kann ich da einen anderen klar erkennen und in Bezug auf Eigenarten erklären und festlegen.

Re: Immer Enby?

Verfasst: Fr 4. Okt 2019, 12:46
von Marlene K.
Joe95 hat geschrieben: Fr 4. Okt 2019, 05:44 Hallo Michi, ich habe es so verstanden das es nicht darum geht warum sich jemand im Extrem verortet oder ob das gut/schlecht, richtig/falsch ist, sondern nur darum das er/sie das Recht dazu hat.
Für mich bedeutet es das jeder das Recht auf selbstbestimmung hat, aber auch selbst die Verantwortung dafü übernehmen muss.
Ganz genau so ist es von mir gemeint. (dr)

Re: Immer Enby?

Verfasst: Fr 4. Okt 2019, 22:25
von Michi
Ralf-Marlene hat geschrieben: Fr 4. Okt 2019, 12:38
MichiWell hat geschrieben: Do 3. Okt 2019, 21:51 Weil hier Selbstverortung im Extrem angesprochen wurde, ein Gedanke von mir ...

Wenn jemand meint, nur dadurch vor sich selbst bestehen zu können, dass er bzw. sie sich am jeweils zu seiner Anatomie passenden Ende des Geschlechterspektrums verortet, dann dürfte das doch eher die Folge des starken gesellschaftlichen Drucks sein. Ja, ich denke, dass Verorten im Extrem ist vor allem Ausdruck von extremer Unsicherheit. Wie oft lesen/hören wir, dass Transmenschen genau das versucht haben, und daran fast oder gar ganz zerbrochen sind.

Aber vielleicht war die Aussage auch nur unglücklich formuliert, und ich habe es falsch verstanden.
Ich teile Deine Annahme, dass hier das Ergebnis eines hohen gesellschaftlichen Drucks vorliegen kann und vermutlich wird. Es bleibt aber dabei, dass ich und kein anderer das Recht hat, diese Selbstverortung abzulehnen.

Wir alle unterliegen inneren und äußeren Zwängen und Einflüssen. Ich kann für mich selber da keine klare Grenze sehen, wo dort die Grenzen bei mir verlaufen, beide Einflüsse sind Teil von mir. Wie viel weniger kann ich da einen anderen klar erkennen und in Bezug auf Eigenarten erklären und festlegen.
Gut. Dann ist das geklärt. Ich hatte ja schon bewusst in meinen Formulierungen indirekt die Möglichkeit offen gelassen, dass es nicht ausschließlich Folge des gesellschaftlichen Konformitätsdrucks sein muss.