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Re: Crossdresser in Kirche und Gemeinde

Verfasst: Di 5. Mär 2019, 13:57
von Laurenzio
Kerstin65 hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 22:56 Hallo miteinander,

Ich finde Eure Beiträge in diesem Threat trotz der teilweise gegensätzlichen Ansichten total interessant.

Die Frage, ob ich als CD von Gott geliebt werde, habe ich mir auch schon oft gestellt. Gott ist die Liebe. Er hat uns so angenommen, wie wir sind und hat seinen Sohn für unsere Sünden am Kreuz sterben lassen, damit wir das Leben haben. Nun gibt es keinen unter uns, der keine Sünde hat. Jeder braucht die Vergebung. Und dabei spielt es keine Rolle, worin wir sündig geworden sind.

Ist jemand in Christus, dann ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, siehe Neues ist geworden. Wir leben nicht mehr unter dem Gesetz. Wir sind mit Jesus frei.

Nicht aus eigenen Werken, sondern aus Gnade.
Hallo Kerstin,

genau das ist die Ansicht, die mir Hoffnung gibt.

Vielen Dank für Deine Worte!

LG, Laurenzio

Re: Crossdresser in Kirche und Gemeinde

Verfasst: Di 5. Mär 2019, 19:22
von edeka
Jenniffer63 hat geschrieben: So 24. Feb 2019, 13:28 Was ich in diesem Zusammenhang interessant finde, ist einfach die Tatsache, wir wollen Freiheit und Toleranz, richten uns aber gleichzeitig nach Gemeinschaften die alles andere als unserem Anliegen zugetan sind. Und das nur weil das Wort "christlich" dabei steht....
Wir wollen tolerant sein, besuchen aber Orte, die Andersartigkeit nur insoweit annehmen wenn der /die sich anpasst.
Nein Danke brauche ich nicht
sehe ich auch so wie Jenny !
Ich habe die Religion seit meiner Jugend hinter mir gelassen, hatte damals keine CD-Erfahrung, aber sonst sehr negative Erfahrungen mit Kirche.
Aber wenn jemand von euch in so einer Gemeinde nette Leute findet und sich wohl fühlt, ohne sich zu verbiegen, dann könnt ihr ja hin gehen.
Kerstin65 hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 22:56 Gott ... hat seinen Sohn für unsere Sünden am Kreuz sterben lassen, damit wir das Leben haben.
Kerstin, entschuldige, aber wenn ich sowas lese, dann dreht sich mir der Magen um. Das sind die Sprüche der fundamentalen Christen. Jesus ist nicht für mich am Kreuz gestorben. Und ich wüsste nicht , für welche Sünden. (und so alt bin ich ja auch nicht :wink: )
Der Spruch ist lächerlich. Aber gleichzeitig ist er tief traurig, weil damit Menschen klein gemacht werden, ein Schuldbewusstsein eingetrichtert wird. Das ist das schlimme.

LG ascona

Re: Crossdresser in Kirche und Gemeinde

Verfasst: Di 5. Mär 2019, 20:55
von Martin-a
ascona hat geschrieben: Di 5. Mär 2019, 19:22
Jenniffer63 hat geschrieben: So 24. Feb 2019, 13:28 Was ich in diesem Zusammenhang interessant finde, ist einfach die Tatsache, wir wollen Freiheit und Toleranz, richten uns aber gleichzeitig nach Gemeinschaften die alles andere als unserem Anliegen zugetan sind. Und das nur weil das Wort "christlich" dabei steht....
Wir wollen tolerant sein, besuchen aber Orte, die Andersartigkeit nur insoweit annehmen wenn der /die sich anpasst.
Nein Danke brauche ich nicht
sehe ich auch so wie Jenny !
Ich habe die Religion seit meiner Jugend hinter mir gelassen, hatte damals keine CD-Erfahrung, aber sonst sehr negative Erfahrungen mit Kirche.
Aber wenn jemand von euch in so einer Gemeinde nette Leute findet und sich wohl fühlt, ohne sich zu verbiegen, dann könnt ihr ja hin gehen.
Kerstin65 hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 22:56 Gott ... hat seinen Sohn für unsere Sünden am Kreuz sterben lassen, damit wir das Leben haben.
Kerstin, entschuldige, aber wenn ich sowas lese, dann dreht sich mir der Magen um. Das sind die Sprüche der fundamentalen Christen. Jesus ist nicht für mich am Kreuz gestorben. Und ich wüsste nicht , für welche Sünden. (und so alt bin ich ja auch nicht :wink: )
Der Spruch ist lächerlich. Aber gleichzeitig ist er tief traurig, weil damit Menschen klein gemacht werden, ein Schuldbewusstsein eingetrichtert wird. Das ist das schlimme.

LG ascona
Jesus ist auch für Dich am Kreuz gestorben. Du hast nur dieses Geschenk noch nicht für Dich angenommen. Für den Glauben kannst Du Dich direkt mit Jesus vereinen. Das geht auch ohne Kirche. Doch die Kirche sollte eigentlich Halt, Gemeinschaft und Nächstenliebe geben. Wenn sie das nicht kann, suche eine, die das kann.

Übrigens genau der Grund, warum ich zu meiner Kirche kam. War vorher aus der reformierten Kirche ausgetreten, weil sich in einer Notlage niemand zeigte. Unsere römisch kath. Kirche, die nur von Spenden lebt, wird von der grossen rk Kirche teilweise abgelehnt. Doch sind die Priester da, wenn man mal Hilfe braucht. Die hatten uns trotz schmalem Budget uns mehrmals finanziell in der Not geholfen. Leider haben die nur in wenigen Gebieten Kirchen, Kapellen und Priorate. Unsere Kirchen sind meistens ziemlich bis sehr voll.

Viele Ansichten, die Anhänger einer Kirche haben, kommen gar nicht von der Kirche. Sondern die Anhänger bilden sich das nur ein, als käme es von der Kirche. Mehrere Priester haben mir das bestätigt. Denn viele dieser Ansichten würden kolossal gegen das Gebot der Nächstenliebe verstossen.

Das einzige, das auf Grund des Keuschheitsgebot abgelehnt wird, sind gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen. Der Zugang zu Jesus und der Kirche darf für Homosexuelle nicht verboten werden. Ein Verbot würde wieder gegen die Nächstenliebe verstossen.

LG Martin-a

Re: Crossdresser in Kirche und Gemeinde

Verfasst: Di 5. Mär 2019, 21:53
von Aubergine
Stellt euch mal die Frage, wer draußen vor eurer Tür das Recht hat euch zu kritisieren, zu bevormunden oder euch zu sagen hat, was ihr zu tun habt oder wie ihr zu leben habt. Kurze Anwort - Niemand!

Jetzt geht ihr in ein Haus, das für alle Menschen offen sein sollte. Drinnen arbeiten Menschen, die wie ihr alle auch einen Beruf erlernt haben und ihn ausüben. Die einen aus Berufung und die andern weil es ein sicheres Ein- und Auskommen bedeutet. Jeder auf seine Weise.

Und wie jeder auf der Straße wird auch in diesem Haus der eine so und der andere anders reagieren, wenn ihr euer Sein so auslebt wie ihr euch fühlt. Und absolut niemand - und schon gar nicht Gott - würde das in irgendeiner Weise anprangern oder verurteilen.

Gaaanz anders sehe ich das bei den Kirchen, die durch die ganze Geschichte nur für Macht und Geld hunderte von Kriegen geführt haben egal ob unter dem Namen von Allah oder der Jungfrau Maria oder dem Heiligen Geist - Es waren immer nur von Macht besessene Anführer und bis heute hat sich in meinen Augen nicht viel daran geändert.
Priester und Pfarrer sind sogenannte Vertreter Gottes auf Erden, aber Menschen wie jeder von uns. Sie sind vermutlich nicht besser wie du und ich, die einen sind Berufene, die andern angelernt.
Ich sehe mich als Christin, aber habe mit der Kirche und ihren Vertretern recht wenig am Hut, denn für mich gibt es wichtigeres als Kirchengang und Gottesdienste.

Die Frage, die ich immer dann stelle, wenn ich deswegen schief angesehen werde ist folgende: Wenn Gott alles lenkt, beschützt und richtet und der Mensch nur glauben muss, warum hat dann der Papst ein gepanzertes Fahrzeug?

LG Aubergine

Re: Crossdresser in Kirche und Gemeinde

Verfasst: Mi 6. Mär 2019, 00:21
von conny
Martin Luther hat die Bibel ins deutsche übersetzt, damit sie jeder lesen und für sich daraus Erkenntnisse ableiten kann.
Demnach ist jede(r) für sich selber mit seinem Handeln und Glauben direkt vor Gott verantwortlich und nicht vor einem Priester oder Papst.
Eine protestantische Sichtweise.

Re: Crossdresser in Kirche und Gemeinde

Verfasst: Mi 6. Mär 2019, 09:58
von Joe95
Aubergine hat geschrieben: Di 5. Mär 2019, 21:53 Die Frage, die ich immer dann stelle, wenn ich deswegen schief angesehen werde ist folgende: Wenn Gott alles lenkt, beschützt und richtet und der Mensch nur glauben muss, warum hat dann der Papst ein gepanzertes Fahrzeug?
Warum sieht dich jemand schief an?
Gott will doch das du diese Frage stellst, sonst würde er es ja verhindern. das mit dem gepanzerten Auto hat natürlich auch einen Sinn, ob es jetzt zur Rettung von Mercedes Benz oder zur Rettung des Papstes dienen soll weiß ich allerdings nicht.

Re: Crossdresser in Kirche und Gemeinde

Verfasst: Mi 6. Mär 2019, 18:00
von Kerstin65
Hallo Ascona,
ascona hat geschrieben: Di 5. Mär 2019, 19:22 Kerstin, entschuldige, aber wenn ich sowas lese, dann dreht sich mir der Magen um. Das sind die Sprüche der fundamentalen Christen. Jesus ist nicht für mich am Kreuz gestorben. Und ich wüsste nicht , für welche Sünden. (und so alt bin ich ja auch nicht )
Der Spruch ist lächerlich. Aber gleichzeitig ist er tief traurig, weil damit Menschen klein gemacht werden, ein Schuldbewusstsein eingetrichtert wird. Das ist das schlimme.
zunächst möchte ich mich ganz persönlich für Deinen ehrlichen Kommentar bedanken. Ich finde es gut und richtig, dass Du das schreibst, was Du denkst und wahrscheinlich viele hier im Forum und auch außerhalb des Forums denken.

Eine Frage an Dich vorab: Was ist für Dich ein "fundamentaler" Christ ? Ich für mich kann sagen, dass ich Christ bin, und dies aus gutem Grund.

Egal, ob Du nun Christen, Juden, Moslems, Satanisten oder Esotheriker fragst, alle werden Dir wahrscheinlich bestätigen, dass es neben der Welt, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, eine Welt gibt, die darüber hinaus geht. Wir in Europa mit unserem aufgeklärten Weltbild tun uns schwer, dies zu verstehen, doch in anderen Zivilisationen, z.B. in Indien, wie mir ein Freund berichtet hat, ist dies etwas ganz Alltägliches. Ich habe nun die Wahl, für was ich mich entscheiden will. Will ich in der Freiheit leben, die mir Jesus schenken will oder will ich in Sünde und Knechtschaft leben. Wenn Du behauptet, Du wüsstest nicht, für welche Sünden Jesus für Dich gestorben ist, so glaube ich Dir das nicht.

Du schreibst, dass uns mit der christlichen Lehre ein Schuldbewusstsein eingetrichtert werde. Dem kann ich widersprechen. Nicht das Christentum trichtert das Schuldbewusstsein ein. Unsere Schuld wurde vergeben, darum sind wir frei von Schuld und Sünde. Es gibt Mächte, die uns diese frohe Botschaft wegnehmen wollen und die wollen, dass wir mit einem Schuldbewusstsein geknechtet werden. Das ist nicht Gottes Wille.

Durch den Glauben werden wir auch nicht klein gemacht. Im Gegenteil: Durch den Glauben werden wir "Gottes Kinder" und Miterben des Reiches Gottes. Mit seiner Hilfe sind wir schon im Leben stärker, den er ist unser Fels, auf dem wir bauen können. In Notlagen können wir auf ihn vertrauen. Dies baut mich auf und macht mich groß. Ich könnte Dir da einiges aus meinem Leben berichten.

Wenn Du willst, können wir gerne auch über PN weiter diskutieren. Ich bin jedenfalls davon überzeugt, dass Jesus mich auch als CD liebt und so annimmt, wie ich bin.