Re: Jazorina
Verfasst: So 16. Sep 2018, 21:43
11. Vortrag
Für die Osterferien war der Bewerbungstest geplant. Vorher war aber noch Fasching. Ein Termin um den Simon sonst einen großen Bogen machte, aber jetzt hatte er eine Idee, die ich nicht mehr losließ. Warum nicht mal eine Fee sein. Mit den StiNo Jungenkostüme konnte und wollte er einfach nichts anfangen bzw. sich nicht identifizieren. Das passende Feenkleid hatte er schon im Ballettshop gesehen. Eine Kombination aus Balletttrikot mit passendem Rock und zusätzlichem Tülllagen mit eingewebten Pailletten und die Flügel nicht zu vergessen. Die Verkäuferin hatte ihm angeboten, die Sachen anzupassen. Eine Perücke hatte auch schon im Internet gefunden. Aber leider akzeptierte der Shop nur Kreditkarten als Zahlungsmittel und mit sowas laufen gewöhnlich Schüler nicht rum. Nach einigem Zögern vertraute er sich seiner Mutter an und hoffte, dass sie zustimmte. Trotz aller Unterstützung von ihr, hatte er sogar damit gerechnete, dass sie Nein sagt. Stattdessen gab sie Ihm sogar Tipps wie das Kostüm besser werden würde. Er müsse sich aber am Faschingstag viel Zeit zum Umziehen nehmen. Er legt sich also alle Sachen zurecht. Da das Trikot nur Spagetti-Träger hatte, zog er noch einen hautfarbenen Kurzarmbody unter. Das war eine Bedingung seiner Mutter, bevor sie einwilligt ihm zu helfen. Darüber kam dann die hautfarbe Ballettstumpfhose, das Trikot und Rock mit dem Tüll alles in violett. Dann rückte seine Mutter mit ihrem Schminkset an und schminkte sein Gesicht an den Schläfen zu den Augen hin wuchsen kleine Blätter und auch auf den Unterarmen kamen kleine grüne Ranken mit Blättern. Als das fertig war bekam er die Feen-Perücke mit violetten Haaren auf. Im Spiegel konnte er sich selbst nicht mehr erkennen. Auf ging es zur Tanzschule. Dort angekommen, zog die kleine Fee Satin-Ballettschuhe mit Satinbändern in champagner an. Das war das erst mal, dass ihm Fasching richtig Spaß machte.
Der Tag des Bewerbungstestes rückte näher und an diesem Morgen weckte die Mutter ihn sehr früh. "Was ist los? Es sind Ferien."
"Du hast heute einen wichtigen Test, schon vergessen?"
Simon sprang wie eine Sprungfeder aus dem Bett und umarmte seine Mutter. "Mach dich fertig, ich wecke Florise. Und schreibe Luisa, dass wir kommen." Vor der Tür warte nach dem Frühstück der Mietwagen und eine Computerstimme fragt freundlich nach dem Ziel. Ehe die Mutter reagieren konnte rief Simon schon, "Zum Fähranleger am See. Wir fliegen über den See. Luisa holt uns mit dem Hover-Car ab. Dann sind wir in 30 Minuten dort." Als sie am Anleger ankamen schwebt gerade der Hover ein.
Luisa betrachtet Simon verwundert. Da er diesmal nur eine wenig mädchenhafte Jeans, T-Shirt und Turnschuhe trug. "Ich dachte Félicie will unbedingt den Test machen oder doch jetzt als Junge?" "Warte "˜s ab. Geht schon mal rüber." Nach ein paar Minuten kam Félicie in ihrem Kleid und weißen Ballerinas raus. "Können los. Naja, Simon ist schon angemeldet aber Félicie macht den Test. Bei dem Workshop hat mich Frau Beljajew zu sich gerufen. Weißt du noch Luisa? Die Beule unter meinem Trikot war ihr unteranderem aufgefallen. Da habe ich ihr die ganze Geschichte gebeichtet. Ich glaube sie versteht mehr Spaß als wir immer denken. War wohl aber auch etwas sauer auf die Rektorin. Da die ihr nichts erzählt hatte. Da habe ich ihr auch erzählt, dass ich mich beworben habe. Sie fand die Idee zwar total irre, aber sie hat es erlaubt und ich kann den Test in dem Trikot machen. In der Schule ist dann Simon zum tanzen. Sie ist froh, wenn Sie jemand hat, der den männlichen Part freiwillig übernimmt. Damit kann ich gut leben." Sie lachte.
Sie hatten noch viel Zeit, so konnte Simons Mutter noch einige Formulare ausfüllen. Was der Hauptgrund war warum Luisa sie mit dem Hover-Car alleine abholen durfte. Es fiel ihr schwer statt nur Simon nun Simon - Félicie in die Anmeldung zu schreiben, darauf hatte er bestanden. Nach dem schriftlichen Test folgte das Probetanzen. Bei beiden hatte Simon ein gutes Gefühl. Jetzt mussten sie auf die Ergebnisse waren. Einige Tage später sollte eigentlich diese da sein, aber es kam nur eine E-Mail, dass Simon in der näheren Auswahl war, aber noch nichts entschieden. Da hieß es warten und die Zeit verging.
Bis zum Ende des Schuljahres musste jeder Schüler einen Vortrag über ein Thema seiner Wahl erstellen. Simon suchte sich das Thema, in dem er zeigen wollte, dass die Menschen nicht alle nur männlich oder weiblich, sondern auch viel dazwischen gibt und in jedem auch etwas vom anderen Geschlecht steckt. Er bat darum als letztes dran zu kommen und er brauchte noch etwas Vorbereitungszeit. Um seine Lehrerin davon zu überzeugen, erkläre er was vorhatte. Sie fand, dass er ein interessantes aber auch schweres Thema gewählt hat und es sehr mutig von ihm. Er solle sich aber im Klaren sein, dass andere kein Verständnis dafür haben werden und er echte Probleme bekommen könnte. Und so war er wirklich der letzte mit seinem Vortrag. Jeder Vortrag wurde anschließend von den Mitschülern gemeinsam ausgewertet. Simon war so aufgeregt, dass er gar nicht richtig zugehört hatte, aber Johns nicht ganz ernst gemeinten Vortrag über das Liebesleben der ostsibirischen Waldameise reizte ihn auch nicht wirklich. Als dieser sich setzte, nahm er einen Beutel aus seiner Tasche und ging damit in den Vorbereitungsraum. Dort zog er sich um. Die Jeans und Schuhe tauschte er gegen Luisas blauen Jumpsuit und die türkisenen Sandaletten. Seine Haare hatte er weiterwachsen lassen und konnte diese so zu einem kleinen Zopf zusammen machen. Als er reinkam, raunte es im Klassenraum aber auch Lachen war zu hören. Das überraschte ihn nicht weiter, es waren die Mitschüler, von denen er eh nichts anderes erwartet hatte. Die Diskussion über seinen Vortrag war sehr lebhaft und ging von totaler Ablehnung bis Zustimmung und Respekt vor seinem Auftreten.
"Ok, beenden wir jetzt die Diskussion. Simon du kannst dich jetzt wieder umziehen.", forderte die Lehrerin ihn auf. "Wenn es ihm so gefällt, warum kann er es nicht anlassen?" Simon war schon aufgestanden als dieser Satz aus der hintersten Reihe von Linus kam. Bisher hat er als einzige nichts zu seinem Vortrag gesagt. Linus hatte einen echt passenden Namen, er war der Computer-Nerd schlecht hin in der Klasse. Umso mehr überraschte es Simon von ihm diese Frage zu hören und es klang nicht so als wenn er sich über Simon lustig machen wollte.
"Ähm, ich ziehe mich lieber um." Meinte Simon und ging wieder in den Vorbereitungsraum.
Am Ende der Stunde packte Simon seine Sachen zusammen. Auf seiner Smart Watch blinkte eine neue Nachricht. Sie war von Linus und lautete nur "Respekt und Anerkennung" Und ein Daumen-hoch-Sticker.
Sein "šLieblings-Mitschüler"˜ warteten auf dem Schulhof ihn wollten handgreiflich werden. Dank dem Aikido-Training blamierten er sich aber vor allen anderen Schülern und mussten sich dann beim Schuldirektor dafür auch noch verantworten.
Für die Osterferien war der Bewerbungstest geplant. Vorher war aber noch Fasching. Ein Termin um den Simon sonst einen großen Bogen machte, aber jetzt hatte er eine Idee, die ich nicht mehr losließ. Warum nicht mal eine Fee sein. Mit den StiNo Jungenkostüme konnte und wollte er einfach nichts anfangen bzw. sich nicht identifizieren. Das passende Feenkleid hatte er schon im Ballettshop gesehen. Eine Kombination aus Balletttrikot mit passendem Rock und zusätzlichem Tülllagen mit eingewebten Pailletten und die Flügel nicht zu vergessen. Die Verkäuferin hatte ihm angeboten, die Sachen anzupassen. Eine Perücke hatte auch schon im Internet gefunden. Aber leider akzeptierte der Shop nur Kreditkarten als Zahlungsmittel und mit sowas laufen gewöhnlich Schüler nicht rum. Nach einigem Zögern vertraute er sich seiner Mutter an und hoffte, dass sie zustimmte. Trotz aller Unterstützung von ihr, hatte er sogar damit gerechnete, dass sie Nein sagt. Stattdessen gab sie Ihm sogar Tipps wie das Kostüm besser werden würde. Er müsse sich aber am Faschingstag viel Zeit zum Umziehen nehmen. Er legt sich also alle Sachen zurecht. Da das Trikot nur Spagetti-Träger hatte, zog er noch einen hautfarbenen Kurzarmbody unter. Das war eine Bedingung seiner Mutter, bevor sie einwilligt ihm zu helfen. Darüber kam dann die hautfarbe Ballettstumpfhose, das Trikot und Rock mit dem Tüll alles in violett. Dann rückte seine Mutter mit ihrem Schminkset an und schminkte sein Gesicht an den Schläfen zu den Augen hin wuchsen kleine Blätter und auch auf den Unterarmen kamen kleine grüne Ranken mit Blättern. Als das fertig war bekam er die Feen-Perücke mit violetten Haaren auf. Im Spiegel konnte er sich selbst nicht mehr erkennen. Auf ging es zur Tanzschule. Dort angekommen, zog die kleine Fee Satin-Ballettschuhe mit Satinbändern in champagner an. Das war das erst mal, dass ihm Fasching richtig Spaß machte.
Der Tag des Bewerbungstestes rückte näher und an diesem Morgen weckte die Mutter ihn sehr früh. "Was ist los? Es sind Ferien."
"Du hast heute einen wichtigen Test, schon vergessen?"
Simon sprang wie eine Sprungfeder aus dem Bett und umarmte seine Mutter. "Mach dich fertig, ich wecke Florise. Und schreibe Luisa, dass wir kommen." Vor der Tür warte nach dem Frühstück der Mietwagen und eine Computerstimme fragt freundlich nach dem Ziel. Ehe die Mutter reagieren konnte rief Simon schon, "Zum Fähranleger am See. Wir fliegen über den See. Luisa holt uns mit dem Hover-Car ab. Dann sind wir in 30 Minuten dort." Als sie am Anleger ankamen schwebt gerade der Hover ein.
Luisa betrachtet Simon verwundert. Da er diesmal nur eine wenig mädchenhafte Jeans, T-Shirt und Turnschuhe trug. "Ich dachte Félicie will unbedingt den Test machen oder doch jetzt als Junge?" "Warte "˜s ab. Geht schon mal rüber." Nach ein paar Minuten kam Félicie in ihrem Kleid und weißen Ballerinas raus. "Können los. Naja, Simon ist schon angemeldet aber Félicie macht den Test. Bei dem Workshop hat mich Frau Beljajew zu sich gerufen. Weißt du noch Luisa? Die Beule unter meinem Trikot war ihr unteranderem aufgefallen. Da habe ich ihr die ganze Geschichte gebeichtet. Ich glaube sie versteht mehr Spaß als wir immer denken. War wohl aber auch etwas sauer auf die Rektorin. Da die ihr nichts erzählt hatte. Da habe ich ihr auch erzählt, dass ich mich beworben habe. Sie fand die Idee zwar total irre, aber sie hat es erlaubt und ich kann den Test in dem Trikot machen. In der Schule ist dann Simon zum tanzen. Sie ist froh, wenn Sie jemand hat, der den männlichen Part freiwillig übernimmt. Damit kann ich gut leben." Sie lachte.
Sie hatten noch viel Zeit, so konnte Simons Mutter noch einige Formulare ausfüllen. Was der Hauptgrund war warum Luisa sie mit dem Hover-Car alleine abholen durfte. Es fiel ihr schwer statt nur Simon nun Simon - Félicie in die Anmeldung zu schreiben, darauf hatte er bestanden. Nach dem schriftlichen Test folgte das Probetanzen. Bei beiden hatte Simon ein gutes Gefühl. Jetzt mussten sie auf die Ergebnisse waren. Einige Tage später sollte eigentlich diese da sein, aber es kam nur eine E-Mail, dass Simon in der näheren Auswahl war, aber noch nichts entschieden. Da hieß es warten und die Zeit verging.
Bis zum Ende des Schuljahres musste jeder Schüler einen Vortrag über ein Thema seiner Wahl erstellen. Simon suchte sich das Thema, in dem er zeigen wollte, dass die Menschen nicht alle nur männlich oder weiblich, sondern auch viel dazwischen gibt und in jedem auch etwas vom anderen Geschlecht steckt. Er bat darum als letztes dran zu kommen und er brauchte noch etwas Vorbereitungszeit. Um seine Lehrerin davon zu überzeugen, erkläre er was vorhatte. Sie fand, dass er ein interessantes aber auch schweres Thema gewählt hat und es sehr mutig von ihm. Er solle sich aber im Klaren sein, dass andere kein Verständnis dafür haben werden und er echte Probleme bekommen könnte. Und so war er wirklich der letzte mit seinem Vortrag. Jeder Vortrag wurde anschließend von den Mitschülern gemeinsam ausgewertet. Simon war so aufgeregt, dass er gar nicht richtig zugehört hatte, aber Johns nicht ganz ernst gemeinten Vortrag über das Liebesleben der ostsibirischen Waldameise reizte ihn auch nicht wirklich. Als dieser sich setzte, nahm er einen Beutel aus seiner Tasche und ging damit in den Vorbereitungsraum. Dort zog er sich um. Die Jeans und Schuhe tauschte er gegen Luisas blauen Jumpsuit und die türkisenen Sandaletten. Seine Haare hatte er weiterwachsen lassen und konnte diese so zu einem kleinen Zopf zusammen machen. Als er reinkam, raunte es im Klassenraum aber auch Lachen war zu hören. Das überraschte ihn nicht weiter, es waren die Mitschüler, von denen er eh nichts anderes erwartet hatte. Die Diskussion über seinen Vortrag war sehr lebhaft und ging von totaler Ablehnung bis Zustimmung und Respekt vor seinem Auftreten.
"Ok, beenden wir jetzt die Diskussion. Simon du kannst dich jetzt wieder umziehen.", forderte die Lehrerin ihn auf. "Wenn es ihm so gefällt, warum kann er es nicht anlassen?" Simon war schon aufgestanden als dieser Satz aus der hintersten Reihe von Linus kam. Bisher hat er als einzige nichts zu seinem Vortrag gesagt. Linus hatte einen echt passenden Namen, er war der Computer-Nerd schlecht hin in der Klasse. Umso mehr überraschte es Simon von ihm diese Frage zu hören und es klang nicht so als wenn er sich über Simon lustig machen wollte.
"Ähm, ich ziehe mich lieber um." Meinte Simon und ging wieder in den Vorbereitungsraum.
Am Ende der Stunde packte Simon seine Sachen zusammen. Auf seiner Smart Watch blinkte eine neue Nachricht. Sie war von Linus und lautete nur "Respekt und Anerkennung" Und ein Daumen-hoch-Sticker.
Sein "šLieblings-Mitschüler"˜ warteten auf dem Schulhof ihn wollten handgreiflich werden. Dank dem Aikido-Training blamierten er sich aber vor allen anderen Schülern und mussten sich dann beim Schuldirektor dafür auch noch verantworten.