Re: Anders als gedacht
Verfasst: Mo 16. Jul 2018, 07:31
Körpergröße? Körbchengröße? Konfektionsgröße? Kondomgröße? Schuhgröße?.....welche darf's denn sein? 
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Die Sorge ist wohl unbegründet. Da wird nichts hervorkommen, was nicht schon irgendwie drin war. "It's not a choice". Und zweitens: Auf Männer zu stehen bedeutet ja, es dann zu mögen.Kati_nx hat geschrieben: So 15. Jul 2018, 21:54Tatsächlich aber war Dein Eröffnungsbeitrag der Grund, welcher mich allgemein abgeschreckt hat. Nämlich dass man dann beginnt auf Männer zu stehen, was ja für mich nun überhaupt nicht in Frage kommt.
Das sehe ich anders und habe es auch anders erlebt......und ja, ich bin ehrlich zu mir selbstJaddy hat geschrieben: Mo 16. Jul 2018, 10:17Die Sorge ist wohl unbegründet. Da wird nichts hervorkommen, was nicht schon irgendwie drin war. "It's not a choice". Und zweitens: Auf Männer zu stehen bedeutet ja, es dann zu mögen.Kati_nx hat geschrieben: So 15. Jul 2018, 21:54Tatsächlich aber war Dein Eröffnungsbeitrag der Grund, welcher mich allgemein abgeschreckt hat. Nämlich dass man dann beginnt auf Männer zu stehen, was ja für mich nun überhaupt nicht in Frage kommt.
Ist dieses Zurückschrecken nicht der Grund, in einer Situation zu verharren, obwohl er nicht zufriedenstellend ist ? Weil man nicht kennt, was auf einen zukommt, kann man sich nicht vorstellen, dass es anders besser sein könnte. Und dann schreckt man zurück.Jaddy hat geschrieben: Mo 16. Jul 2018, 10:17Die Sorge ist wohl unbegründet. Da wird nichts hervorkommen, was nicht schon irgendwie drin war. "It's not a choice". Und zweitens: Auf Männer zu stehen bedeutet ja, es dann zu mögen.Kati_nx hat geschrieben: So 15. Jul 2018, 21:54Tatsächlich aber war Dein Eröffnungsbeitrag der Grund, welcher mich allgemein abgeschreckt hat. Nämlich dass man dann beginnt auf Männer zu stehen, was ja für mich nun überhaupt nicht in Frage kommt.
Wie ihr ja vermutlich alle wisst bin ich glücklich verheiratet, meine Transition hat unsere Beziehung eher gefestigt als zerrüttet.Jaddy hat geschrieben: Mo 16. Jul 2018, 10:17Die Sorge ist wohl unbegründet. Da wird nichts hervorkommen, was nicht schon irgendwie drin war. "It's not a choice". Und zweitens: Auf Männer zu stehen bedeutet ja, es dann zu mögen.Kati_nx hat geschrieben: So 15. Jul 2018, 21:54Tatsächlich aber war Dein Eröffnungsbeitrag der Grund, welcher mich allgemein abgeschreckt hat. Nämlich dass man dann beginnt auf Männer zu stehen, was ja für mich nun überhaupt nicht in Frage kommt.
Ich habe eine Menge Formen sexueller Interessen und Vorlieben gesehen und erlebt, darunter etliche, die nichts für mich wären und auch ein paar, die ich nicht mal nachvollziehen kann. Ich kann mich für andere freuen, wenn ich ihr Glück zusammen sehe, aber das heisst noch lange nicht, dass ich es ihnen nachtun müsste oder davon viel sehen wollen würde. Persönliches Begehren ist eben persönlich - und unabhängig von der eigenen geschlechtlichen Identität. Deshalb bin ich trotzdem immer bereit, andere Menschen Freiheit zu ihrer Sexualität zu verteidigen; ethische Legitimität vorausgesetzt,Tatjana_59 hat geschrieben: Mo 16. Jul 2018, 12:17Nein mit Männern kann ich nicht.
Wie gesagt, erschlagt mich nicht, ich habe gegen keinerlei Art Sexualität etwas.
Möchte ich in allen Punkten so unterschreiben!Jaddy hat geschrieben: Mo 16. Jul 2018, 12:27Ich habe eine Menge Formen sexueller Interessen und Vorlieben gesehen und erlebt, darunter etliche, die nichts für mich wären und auch ein paar, die ich nicht mal nachvollziehen kann. Ich kann mich für andere freuen, wenn ich ihr Glück zusammen sehe, aber das heisst noch lange nicht, dass ich es ihnen nachtun müsste oder davon viel sehen wollen würde. Persönliches Begehren ist eben persönlich - und unabhängig von der eigenen geschlechtlichen Identität. Deshalb bin ich trotzdem immer bereit, andere Menschen Freiheit zu ihrer Sexualität zu verteidigen; ethische Legitimität vorausgesetzt,Tatjana_59 hat geschrieben: Mo 16. Jul 2018, 12:17Nein mit Männern kann ich nicht.
Wie gesagt, erschlagt mich nicht, ich habe gegen keinerlei Art Sexualität etwas.
Hey, wir setzen uns schon über biologistische Geschlechtszuweisungen hinweg. Da ist doch wohl die selbstbestimmte Seuxalität schon gar kein Thema![]()
Warum auch?
Hallo Aria,Aria hat geschrieben: So 15. Jul 2018, 20:26
Nach gut 1 Jahr HET habe ich ja schon einiges an Veränderungen beobachten können, aber das hätte ich jetzt so nicht erwartet und ich frage mich ernsthaft, wie das überhaupt möglich ist.
Dass meine Hände schmaler und zierlicher geworden sind, habe ich so nach und nach ja bemerkt, aber, dass nun meine Füsse auch um eine gute Nummer kleiner sind, hätte ich nicht erwartet.
Und, um das alles noch zu toppen, bin ich auch kleiner geworden - gute 3 cm! Ich war immer 183 cm. Jetzt kratze ich gerade noch so die 180 cm. Wie ist das möglich??? Klar, das bringt das Alter
mit sich, aber doch erst ab ca. 75 - und davon bin ich ja noch weit entfernt. Hängt das tatsächlich mit der HET zusammen, so wie sich sonst auch der Körper verändert? Ich bin echt sprachlos!
Klar, ist eine Grösse nicht viel, aber, dass das überhaupt passiert, verwundert mich schon sehr.Kati_nx hat geschrieben: So 15. Jul 2018, 21:54 Nun gut, eine Schuhgröße ist jetzt auch nicht wirklich viel, so dass man sich sorgen müsste. Und es macht auch einen Unterschied, ob man die Körpergröße Morgens, oder Abends misst. Morgens nach dem Aufstehen ist man immer etwas größer. Mach Dir keine Sorgen, bestimmt ist alles ok und es sind nur die Veränderungen durch die HET.![]()
Trotzdem ist jetzt wieder mein Wunsch zur HET entflammt. Tatsächlich aber war Dein Eröffnungsbeitrag der Grund, welcher mich allgemein abgeschreckt hat. Nämlich dass man dann beginnt auf Männer zu stehen, was ja für mich nun überhaupt nicht in Frage kommt.![]()
Dem oft zu lesenden Satz muss auch ich widersprechen! Ich habe mir immer vorgestellt, wie wohl mein Verhalten als Frau wäre. Wäre ich äusserlich Frau aber innerlich immer noch der Mann, den ich schon immer war, mit sämtlichen Angewohnheiten, was das aäussere Erscheinungsbild betrifft (Gestik, Mimik). Wie würde das zusammenpassen? Wird man auch daran erkennen, wer ich mal war? Alles falsch!Andrea aus Sachsen hat geschrieben: So 15. Jul 2018, 21:56 .
Hallo Aria,
ich hätte nie gedacht, welche charakterlichen Veränderungen mit meiner Transition einhergehen werden. Etwas irritiert durch den hier oft zu lesenden Satz "man bleibe doch derselbe Mensch", war ich dann überrascht, wie wenig dies auf mich zutrifft.
Zuerst erfuhr ich nur von anderen, dass ich jetzt viel offener und zugänglicher sei. Später merkte ich selbst, dass ich mich vom extrem schüchternen und zurückhaltenden Mann in eine selbstbewusste Frau gewandelt hatte. Jetzt konnte ich offen auf andere Menschen zugehen und Dinge unternehmen, die ich mir im "alten Leben" nie getraut hätte.
Änderungen in den Körpermaßen konnte ich dagegen nicht feststellen.
Dein Beitrag lässt mich schmunzeln und anerkennend nicken. Mir geht es ganz genau so! Gewohnheiten, die mit Essen und Trinken zusammen hängen, haben sich nicht geändert. Auch die Hobbies sind die selben geblieben. Dennoch haben sich die Prioritäten etwas verschoben. Ich habe früher auch sehr gerne Fussball geschaut, mittlerweile tangiert mich das nur noch am Rande. Und wenn ich dann mal schaue, um auch wieder mitreden zu können, ertappe ich mich dabei, wie ich diesen oder jenen Spieler gut finde - vom Aussehen, nicht vom Spielen herMichelle_Engelhardt hat geschrieben: Mo 16. Jul 2018, 07:07 Sehr interessantes Thema, liebe Aria.
Also bei mir hat sich nach über 6 Jahren (davon knapp 5 Jahre mit Hormonen) eine ganze Menge verändert.
Partnerschaftliche Präferenzen haben sich bei mir komplett gedreht. Früher kamen ausschließlich Frauen in Frage, heute sind es Männer.....vielleicht auch ne TV oder eine TS (dann aber nur eine mit vorn was dran....bevor jetzt die Erbsenzähler aufschreien, das TS ja auch Frauen seien.....danke, das weiß ich selbst).
Bin gerade Single....Bewerbungen bitte per PN......just kidding^^
Als Frau kann ich mich beim Sex endlich total fallen lassen, was früher so gar nicht möglich war, als ich im Bett die von mir erwartete männliche Rolle spielte.
Zu Beginn bedeutete Frau für mich automatisch Rock / Kleid und Schuhe mit Absatz (selbst in der Wohnung). Heute lache ich darüber![]()
Empfindsamer bin ich definitiv geworden und auch empathischer. Konnte früher in Horrorfilmen nicht genug Blut fließen, so stoßen mich solche Filme heute ab.....Liebesschnulzen allerdings ebenso. Früher bin ich für Fußball und Formel 1 gestorben, heute interessiert mich das kaum noch. Selbst das miserable Auftreten der Nationalmannschaft bei der WM hat mich nicht gejuckt. Ach ja....früher kaute ich Fingernägel, heute krieg ich schon einen Anfall, wenn ein Nagel einreisst![]()
Es gibt aber auch Dinge, die so sind wie früher. Mein Interesse für Computer und Gaming oder meine Liebe zu lauter, harter Musik. Tanzen hasse ich heute genauso wie damals, Bier trinke ich immer noch am liebsten aus Flaschen und ein ordentliches Steak ist besser als im Salat rumzustochern.
Lovely greetings
Michelle
Darüber habe ich auch schon öfter nachgedacht. Habe ich das alles nur unbewusst gespielt, verliere die Rolle langsam, weil ich nicht mehr muss, oder adaptiere ich nun einfach, weil ich meine neue, richtige Rolle das von mir verlangt. Wenn man länger darüber nachdenkt, wird man irgendwie gaga im KopfMagdalena hat geschrieben: Mo 16. Jul 2018, 07:10 Hallo,
im Grunde stimmt es aber, Du bleibst der selbe Mensch, Andrea. Nur was sich verändert, ist doch die Offenheit, das sich nicht mehr verstecken müssen und eine ungeliebte Rolle spielen. Oder anders ausgedrückt, Du warst schon dann ganzes bisheriges Leben Andrea. Und als Andrea bleibst du der selbe Mensch. Was sich aber verändert hat, Du hast es geschafft endlich auch Andrea zu sein und als solche wahrgenommen zu werden. Andere Personen Dich endlich auch als Andrea erkennen. Der Mensch der anders war, war der Mann den Du spielen musstest, da ist und war nicht Andrea. Du brauchst nicht mehr daran denken, dieses oder jenes könnte mich verraten. Nein Andrea, Du kannst alles tun und lassen was Du möchtest, ohne gleich schief von der Seite angesprochen zu werden. Das ist die Veränderung, welche Du und auch andere spüren.
Viele liebe Grüße Magdalena
In einem Teil sehe ich es positiv, Grössen tragen zu können, die einfach mehr im Angebot sind. Im anderen Teil, kann ich mich nur bedingt darüber freuen, weil ich manche Sachen einfach nicht mehr tragen kann und die in die Altkleidersammlung wandern müssen. Meine Kleidergrösse ist nun auch eine 42, vorher 44. Insgesamt, sehe ich es aber positiv, obwohl ich zuerst schon ganz schön perplex war.ChristinaF hat geschrieben: Mo 16. Jul 2018, 14:20Hallo Aria,Aria hat geschrieben: So 15. Jul 2018, 20:26
Nach gut 1 Jahr HET habe ich ja schon einiges an Veränderungen beobachten können, aber das hätte ich jetzt so nicht erwartet und ich frage mich ernsthaft, wie das überhaupt möglich ist.
Dass meine Hände schmaler und zierlicher geworden sind, habe ich so nach und nach ja bemerkt, aber, dass nun meine Füsse auch um eine gute Nummer kleiner sind, hätte ich nicht erwartet.
Und, um das alles noch zu toppen, bin ich auch kleiner geworden - gute 3 cm! Ich war immer 183 cm. Jetzt kratze ich gerade noch so die 180 cm. Wie ist das möglich??? Klar, das bringt das Alter
mit sich, aber doch erst ab ca. 75 - und davon bin ich ja noch weit entfernt. Hängt das tatsächlich mit der HET zusammen, so wie sich sonst auch der Körper verändert? Ich bin echt sprachlos!
war bei mir ganz genauso. Vor der HRT Schuhgröße 41. Heute, nach über vier Jahren Hormone Schuhgröße 37/38. Auch die Kleidergröße schrumpfte von 40 auf 38; bei Röcken gar 36.
Vor gut zwei Jahren sprach ich dies bei meiner Hausärztin an und die bestätigte, dass es nicht mit dem Alter zu tun hat sondern mit der Hormontherapie.
Nachdem du bislang ein Jahr in Therapie stehst, kannst du dich vielleicht auch über weitere positive Veränderungen freuen.
LG Christina