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Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)
Verfasst: So 11. Mär 2018, 21:47
von jessy83
Beide werden bald 14 Jahre alt.
Jessy
Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)
Verfasst: Mo 12. Mär 2018, 09:04
von jessy83
Teil 14
Ein schöner Sonntag
"Dani, zieh dir die hübschesten Sachen an, die du hast! Wir gehen zum Mittagessen in ein ganz schickes Lokal."
"Wenn ich die hübschesten Sachen anziehen soll, müsste ich als Mädchen mitgehen", gab ich zu Bedenken und wollte testen wie Mom darauf reagieren würde.
"Nein, Dani, das kannst du heute nicht machen. Obwohl ich gemerkt habe, dass du eine feminine Ader in dir hast und manchmal auch gerne ein Mädchen wärst, nein, heute geht es wirklich nicht."
Gehorchen war angesagt. Weil ich glaubte, dass wir einfach nur Essen gehen würden, zog ich unter die Jungensachen einen rosaroten Mädchenslip, eine hautfarbene Strumpfhose und den Bustier an. Die lachsfarbenen Mädchensocken passten auch gut zu meinen hellroten Sneakers.
Mom begutachtete mein Äusseres und gab grünes Licht.
"Zieh noch eine Jacke an!"
Dad hatte den Wagen bereits vorgefahren. Wir stiegen ein und fuhren los. Nichts "šBöses"˜ ahnend bemerkte ich bald einmal, dass es Richtung Quartier ging, in welchem Laura mit ihrer Familie wohnte.
"Aber da hat es doch nirgends ein Restaurant", habe ich in Gedanken zu mir gesagt.
Wie wir dann vor Lauras Haus parkierten, verstand ich die Welt nicht mehr.
"Hä, was machen wir hier? Aha, du hast Laura auch eingeladen."
"Nein, wir sind von Lauras Eltern eingeladen."
Bingo, allmählich dämmerte es mir: "Spezieller Anlass, Ringe, aha." Mich überkam ein Gefühl der Freude, das aber gleich wieder gedämpft wurde, als ich daran dachte, was ich drunter an hatte.
Mom holte einen riesigen Blumenstrauss, Dad drei Flaschen Wein aus dem Kofferraum. Wir läuteten an der Türe und wurden von Tom empfangen, der sich auch in Schale geworfen hatte oder hatte werfen müssen. Die Eltern stellten sich einander vor und begrüssten sich herzlich.
"Hallo, Sandra!" — "Schön dich zu sehen, Dani", drückte mich ganz fest an sich und gab mir zwei Küsschen, die ihre Spuren auf den Wangen hinterliessen.
Laura wusste bis zu diesem Zeitpunkt immer noch nichts. Ihre Eltern liessen sie im Glauben, dass hoher Besuch aus Papas Firma käme und sie sich deshalb besonders schick anziehen und in ihrem Zimmer warten sollte bis sie gerufen wurde.
"Tom, geh, hol Laura! Und Peggy kannst du auch gleich aus deinem Zimmer befreien."
Wie Laura die Treppe herunter kam, war sie baff erstaunt, wen sie da im grossen Wohnzimmer erblickte und schaute überglücklich drein. Und ich konnte mich an meiner Freundin nicht genug satt sahen, war auch ein wenig neidisch, was sie trug. Zu ihrem weiss-rosa kombinierten Mini-Kleid mit kurzen Puffärmeln und Spitzenbordüren hatte sie hautfarbene Feinstrumpfhosen an und trug dazu weisse Lack-Ballerinas mit kleinem Absatz. In den nach hinten zusammengebundenen Haaren war vorne ein goldenes Diadem befestigt. Schmuckmässig sah man ein goldenes Halskettchen, die dazu passenden Ohrringe und ein Fusskettchen am linken Knöchel, all dies aus Gold oder zu mindestens vergoldet. Dezent geschminkt und rosa Lipgloss. "Meine Prinzessin!", schoss es durch meinen Kopf. Zuerst begrüsste Laura aufs Herzlichste meine Eltern, erst danach mich. Die gute Erziehung war unverkennbar. Bevor wir uns küssten und umarmten, motzte sie vorwurfsvoll zu ihrer Mama, auf meine Wangen zeigend: "Na, hast du wieder einmal mit meinem Freund rumgeknutscht?" Die Mama nahm"™s gelassen, sagte nichts.
Die Sitzordnung am Esstisch war auch gegeben. Lauras Papa sass an der Stirnseite des grossen, rechteckigen Tisches, den ein weisses Tischtuch bedeckte. Sandra hatte den Platz neben ihrem Mann. Mom durfte sich neben sie setzen, mein Dad neben den Papa von Laura. Laura neben Dad und ich neben Laura. Und mir gegenüber musste Tom Platz nehmen, der aber lieber neben mir gesessen wäre wie er kundtat.
Laura hatte mir ihrer Mama die wunderschöne Tischdeko aufbauen dürfen. Weisse und rosa Rosen, Efeu und Kerzen bedeckten die Tafel. In der Mitte lag das Schmuckkästchen, in welchem "šunsere"˜ Ringe stecken mussten. Dieses hatte Lauras Mama aber erst kurz vor unserem Kommen hingelegt, nicht dass Laura es schon hätte sehen können. Die ganze Überraschung wäre dahin gewesen.
Das 5-Gang-Menü, das Sandra hingezaubert hatte, war einfach himmlisch. Nur Tom hatte ausser beim Dessert überall etwas zu meckern. Alle verziehen es dem Kleinen.
Wie Dad, später als wir wieder zu Hause waren, sagte, hätte er noch selten so guten Wein zu trinken bekommen. Nebst Mineralwasser für alle bekamen wir "šKleinen"˜ selbst zubereiteten, wenig gezuckerten Eistee.
Speziell fand ich, dass während des Essens Peggy die ganze Zeit zu meinen Füssen lag, immer in Körperkontakt zu mir.
Über zwei Stunden sassen wir am Tisch und genossen das vorzügliche Essen. Die Eltern diskutierten und erzählten sich jede Menge. Laura und ich sprachen sehr wenig und wenn, dann ganz leise. Plötzlich spürte ich ihren rechten Fuss, wie er sich den Weg unter meine Jeans suchte, aber durch die enganliegende Hose es nicht schaffte. Ich zog meinen linken Sneakers aus, und so massierten wir uns zärtlich die Füsse, ohne dass die anderen dies mitbekamen.
Vor der Nachspeise, einer selbst gemachten, riesigen Erdbeertorte mit viel Sahne darauf, erhob Sandra das Glas und begann eine kleine Rede zu halten. Sie erzählte wie sie den Anfang der Freundschaft von Laura und mir mitbekommen hatte, wie Laura zu einer noch lieberen Tochter geworden sei und vom Ringkauf von vor ein paar Tagen.
"Und weil ich nicht mit ansehen wollte, wie sich die beiden die Ringe gegenseitig so profan auf der Strasse angezogen hätten, kam mir die Idee dieses Essens. Die Freundschaft, die nun schon eine ganze Weile anhält, zwei Monate glaube ich, ist die erste grosse Freundschaft und Liebe der beiden."
"¦ und weiter "¦
"Der heutige Anlass ist nun feierlich genug, dass ihr eure Freundschaft und Treue durch Tauschen der Ringe bezeugen könnt."
Sie holte die Ringe aus dem Schächtelchen, gab Lauras Ring meiner Mom, meinen ihrem Mann und sagte feierlich: "Gebt den beiden nun die Ringe!"
Wir standen auf und die Eltern überreichten uns die Ringe und setzten sich wieder hin. Da sprach Sandra zu uns: "Tauscht nun die Ringe!"
Ich streifte Laura ihren Ring über den linken Ringfinger, sie den meinigen über meinen linken Ringfinger. Dabei schauten wir uns tief in die Augen, bei Laura flossen ein paar Tränchen.
Und schon sagte Sandra: "Ihr dürft euch jetzt küssen."
Alle klatschten als wir uns auf den Mund küssten, sogar Tom. Danach setzen wir uns wieder.
Zur himmlischen Erdbeertorte tranken die Erwachsenen noch Kaffee und die Väter genehmigten sich noch etwas Hochprozentiges.
Ich ass zwei Stück Torte. Wie ich mir noch ein drittes Stück nehmen wollte, sah ich den vorwurfsvollen Blick meiner Mom und liess es bleiben.
"Nimm doch", sagte Sandra.
"Nein, danke, ich denke ich habe genug gegessen. Vielleicht später" und lächelte zu meiner Mom rüber.
Laura und ich durften uns dann in ihr Zimmer zurückziehen, Tom durfte Spielen gehen.
"Schatz, du siehst einfach hinreissend aus. So werde ich zum nächsten Karneval als Mädchen gehen", war das erste was ich oben angekommen sagte. "Wenn du meinst", war alles was Laura antwortete.
Wir zogen die Schuhe aus, Laura schwang sich aufs Bett. Bevor ich es ihr nachtat, konnte ich es nicht lassen, ihre Ballerinas anzuprobieren. Sie waren etwas zu klein. Vielleicht hätten sie ohne Socken gepasst, aber die konnte ich doch aus bekanntem Grunde nicht ausziehen. Ich betrachtete mich im Spiegel und musste im Stillen zu mir sagen: "Gefällt mir. Schade, kann ich nicht immer so herumlaufen."
"Laura, ich muss rasch auf Toilette." — "Mach, du weisst ja wo das Badezimmer ist."
Ich machte kurz Pipi. Dann zog ich mir die Strumpfhose und den Bustier aus und versteckte die Teile in den Hosentaschen, ging runter zur Garderobe und verstaute sie in meiner Daunenjacke.
Während meiner kurzen Abwesenheit hatte Laura eine Kuschel-Rock-CD eingelegt und sich das Diadem abgenommen.
Bevor wir auf dem Bett mit Herumschmusen begonnen hatten, klopfte es an der Tür. "Herein", rief Laura. Sandra kam herein und teilte uns mit, dass die Erwachsenen auf einen Spaziergang gehen und Tom und Peggy mitnehmen würden. "Ihr habt also sturmfrei. Aber macht mir keine Dummheiten!" "Ja, ja" gaben wir im Chor zur Antwort.
"Ihr seid erst 13 und ich bin noch zu jung, um schon Oma zu werden" meinte sie dann noch spasseshalber.
"Mach dir keine Sorgen", antwortete Laura.
Kaum war die Mama weg, fragte ich Laura: "Hast du schon mal mit einem Jungen geschlafen?"
"Spinnst du, nein, und ich will auch noch nicht", antwortete sie leicht vorwurfsvoll. "Und du?"
"Nein, ich auch nicht."
Damit war das Thema vom Tisch.
Auf dem Bett hörten wir Musik, betrachteten immer und immer wieder unsere Ringe und kuschelten miteinander. Auf ein Mal stand Laura auf und zog ihr Kleid aus. Unter dem Kleid trug sie bloss einen BH, nicht mal ein Top.
"Das Kleid engt mich beim Kuscheln ein. Und du, zieh dir diese engen Jeans aus!", befahl sie.
Wie ich die Hose runterliess, fiel Lauras Blick auf meinen rosaroten Slip.
"Du trägst einen Mädchenslip?"
"Ja", sagte ich kleinlaut, "stört es dich?"
"Nein, ich finde es witzig. Trägst du solche auch in der Schule?"
"Ja, manchmal, aber nur an Tagen, an welchen wir keinen Sport haben."
"Und sonst nichts?"
"Doch, diese Socken habe ich auch in der Mädchenabteilung gekauft."
"Und "¦ was sonst noch?
"Ab und zu auch Feinstrumpfhosen und einen Bustier."
"Warum einen Bustier?"
"Der fühlt sich wie ein BH an, macht aber keine Ausbuchtungen. Das wäre mir dann doch zu peinlich, vor allem in der Schule."
"Aber heute nicht?"
"Nein, "¦ äh, "¦ ja, doch. Hatte ich. Wie ich vorhin zur Toilette bin, habe ich beides ausgezogen und in meine Daunenjacke in der Garderobe unten gesteckt."
"Los, hol die Sachen rauf und zieh sie an. Das will ich sehen."
Was blieb mir anderes übrig als der Aufforderung von Laura zu folgen.
Bald stand ich also da, nur noch mit Bustier, Slip und FSH bekleidet.
"Bist du nun mein Freund oder meine Freundin, Dani?"
"Beides!", holte sie zu mir, drückte sie ganz fest an mich und gab ihr einen Zungenkuss.
Wieder auf dem Bett liegend wollte ich von ihr wissen: "Stört es dich sehr, dass ich gerne Mädchensachen trage?"
"Ein wenig schon", und nach kurzer Pause, "aber dadurch bist vielleicht feinfühliger und verstehst uns Mädchen besser. Lieber so, als wenn du einer dieser Macho-Typen aus der Schule wärst."
"Danke."
"Und deine Mom, hat die das noch nicht bemerkt?"
"Nein."
"Wie machst du das mit dem Waschen?"
"Habe ich mir noch nicht überlegt, ich habe diesen Slip heute zum ersten Mal an. Andere habe ich selber per Handwäsche ausgewaschen."
"Wenn du willst, bringst du mir die schmutzige Mädchenwäsche. Ich wasche sie für dich, denn meine Wäsche mache ich meistens selber."
"Das würdest du für mich machen? Danke, danke, danke." Zungenkuss, Thema für den Moment erledigt.
Wir kuschelten dann weiter, küssten und streichelten uns. Die Küsse am Hals hinterliessen dann für mehrere Tage ihre Spuren. Die Kommentare in der Klasse zu diesen Knutschflecken waren dementsprechend.
"Ich möchte, dass du meinen Busen streichelst", forderte mich Laura auf. Sie zog den BH aus und ich berührte die beiden Brüste ganz vorsichtig, streichelte sie ganz sanft. Da bemerkte ich, wie sich die beiden Nippel aufrichteten und hart wurden. Laura begann zu stöhnen.
"Schön?"
"Ja, mach weiter!"
Nach einer Weile seufzte sie tief durch, die Nippel waren erschlafft. Der nächste Zungenkuss war ein speziell intensiver.
"Danke, Dani, das war wunderbar, ich glaube, ich hatte eine Art Orgasmus, meinen ersten. Super. Danke."
Dann begann Laura meinen "šKleinen"˜, der schon längst steif geworden war, durch den Slip hindurch zu massieren. Auch ich gab wohlige Töne von mir bis es geschah. Ich bekam eine Ejakulation, nicht meine erste, denn ich hatte zu Hause schon selbst an mir herumgespielt.
Wir lächelten uns liebevoll an.
"Oh, dein Slip ist ganz feucht geworden. Steh auf und geh dich ins Badezimmer waschen!" Sie kam mit und wusch den Slip aus. Da dieser nun nass war, gab sie mir einen von sich, weiss mit Herzchen drauf, der doch etwas eng war. "Bring ihn mir dann in die Schule, achte darauf, dass ihn deine Mutter nicht entdeckt, und wir tauschen zurück."
Wir hörten die anderen mit lautem "Hallo" vom Spaziergang zurückkommen. Raus aus dem Bett, schnell in die Klamotten gesprungen und in die Sitzgruppe gewechselt, schon stand Tom ohne anzuklopfen im Zimmer.
"Nicht am Knutschen?", fragte er ganz enttäuscht.
Nun erlebte ich Laura von ihrer energischen Seite. Sie packte ihren Bruder am Kragen und schmiss ihn mit den Worten "Du weisst genau, dass du anklopfen musst!" hochkant aus dem Zimmer.
Von unten schallte es: "Dani, kommst du, wir wollen nach Hause."
"Ja, bin gleich da!", rief ich zurück.
Bei der Verabschiedung konnte ich feststellen, dass sich die Eltern nun duzten.
Mom sagte in die Runde: "Dann sehen wir uns das nächste Mal bei uns zu Hause." — "Ja, sehr gerne."
Sandra meinte zwinkernd und ganz leise zu mir: "Scheint wild zu- und hergegangen zu sein als wir weg waren", und deutete auf die zwei Knutschflecken. Ich nickte.
Tom und ich gingen mit einem "Give me Five!" auseinander. Und auch Peggy war da und bekam von mir noch ein paar Streicheleinheiten. Natürlich auch Laura, die uns noch bis zum Wagen begleitete. Ein Kuss durfte natürlich auch nicht fehlen.
Während der kurzen Heimfahrt lobten meine Eltern diejenigen von Laura in den höchsten Tönen. Mein Dad gratulierte mir zu meiner "šEroberung"˜.
Vor dem Zubettgehen verstaute ich Lauras Höschen in einer undurchsichtigen Plastiktüte und steckte diese in meinen Schulrucksack.
(Fortsetzung folgt, aber erst in ca. 1 Woche, weil ich bis Sonntag bei Bekannten im Tessin eingeladen bin, Jessy)
Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)
Verfasst: Mo 12. Mär 2018, 09:59
von Lorelai74

Tolle schöne Fortsetzung!!
Du schreibst toll.
Ich bin gespannt wie es weitergeht
Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)
Verfasst: Mo 12. Mär 2018, 14:15
von Satinxsilk
Eine wirklich schöne Geschichte. Gefällt mir sehr.
Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)
Verfasst: Mo 12. Mär 2018, 16:14
von ExuserIn-2018-07-10
Bin sehr gespannt auf die Fortsetzung und hoffe dass die Woche bald vorbei ist.
Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)
Verfasst: Fr 16. Mär 2018, 21:59
von rebecca58
Es ist einfach zu gut geschrieben. Ich freue mich auch schon auf die Fortsetzung.
LG
Beccy
Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)
Verfasst: Sa 17. Mär 2018, 18:27
von sandra65
Ich habe schon lange nicht mehr eine so gute Geschichte gelesen! Freue mich schon auf eine Fortsetzung und hoffe,daß das Ende noch in weiter Ferne liegt! LG sandra65
Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)
Verfasst: Mo 19. Mär 2018, 09:40
von jessy83
Teil 15
Ostergeschenke
Damit nicht alle in der Schule die Knutschflecken sehen würden, gab mir Mom ein Halstüchlein. Du sagst dann, dass du ein wenig Halsschmerzen hättest. Laura hatte schlauerweise einen Rollkragenpullover angezogen. Zum Glück war es an diesem Tag recht kalt. So fiel überhaupt nichts auf.
Aber unsere Freundschaftsringe fielen auf, ausnahmslos den Girls aus der Klasse. Sie fanden sie sehr schön und wollten wissen:
"Wo habt ihr die gekauft?", "Was haben sie gekostet?", Wer hat sie ausgesucht?", "Aus welchem Material sind sie?", "Ist der Diamant echt?" und "Wo habt ihr sie einander angezogen?"
Es war Laura, die Red und Antwort stand.
In einem unbeobachteten Moment tauschten wir an diesem Morgen die Tüten mit den Slips aus.
"Hast du heute wieder Mädchenwäsche an?", wollte Laura noch wissen.
"Ja, Feinstrumpfhosen, denn es ist ziemlich kalt heute und die geben doch ein bisschen warm", rettete ich mich aus der Situation. Laura lächelte.
Ich hatte übrigens auch damit begonnen, keine Tarnsocken zu den Strumpfhosen zu tragen, und zwar immer dann, wenn ich mit den hohen, alten Jungs-Sneakers unterwegs war. Ich musste einfach darauf achten, dass die Jeans nicht hochrutschten. Nur beim Sitzen kam die "šHaut"˜ zum Vorschein. In meiner Klasse hat jedoch niemand etwas gemerkt.
Wieder zu Hause habe ich Mom gefragt, wann wir eigentlich Lauras Familie einladen würden.
"Mit Sandra habe ich mich auf Sonntag nach den Osterferien geeinigt." — "Super."
"Was wirst du Laura eigentlich zu Ostern schenken", fragte Mom dann noch so beiläufig.
"Oh, da habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Hast du eine Idee?"
"Schenk ihr doch zum Beispiel eine Musik-CD, ein Parfüm, etwas Schokoladiges. Mehr fällt mir gerade auch nicht ein."
"Das mit der CD gefällt mir sehr gut, denn ich weiss, dass vor Ostern die neue Kuschel-Rock raus kommen wird. Das Problem ist nur, dass sie Laura sich nicht selber kauft oder von den Eltern schenken lässt."
"Ich muss sowieso noch mit Sandra telefonieren und werde sie darüber informieren."
"Gut, danke."
Kurz vor Ostern habe ich die CD gekauft und schön einpacken lassen. Zu Hause habe ich ein paar Sticker drauf geklebt, Herzchen und Häschen.
Weil Lauras Familie für die Osterferien bei den Eltern von ihrem Vater eingeladen war, sahen wir uns über eine Woche nicht. Das Ostergeschenk für Laura hatte ich ihrer Mutter vorgängig vorbeigebracht, und zwar an einem dieser Abende, an welchem sie im Training war.
Dasselbe Spielchen hatte sie auch mit dem Geschenk für mich gemacht. Sie wusste, dass ich mit meinem Dad zum Joggen unterwegs war, und brachte es Mom.
Weil das Ostereier suchen mit 13 nicht mehr so mein Ding war, verzichtete Mom darauf und wir beschenkten uns nach dem Mittagessen am Ostersonntag. Von meinen Eltern bekam ich eine schöne Jeansjacke, einen blauen Sweater und zu meiner grössten Freude ein gelbes, nicht ganz knielanges Nachthemd mit grossem Tigermotiv drauf. Dazu von den Grosseltern noch Euros und Schokoladehasen.
Meiner Mom schenkte ich ein Fläschchen ihres Parfüms und für Dad hatte ich drei Flaschen Wein organisiert, den er bei Lauras Eltern getrunken hatte und den er so mega fand. Dann holte Mom noch ein Geschenk aus dem Sideboard, wo sie es gut versteckt gehalten hatte.
"Das ist noch von Laura."
Voller Freude über diese Überraschung, ich hatte nämlich befürchtet, dass mich meine Freundin vergessen hätte, löste ich den Knoten des roten Geschenkbandes, klaubte ganz vorsichtig die Tesafilm-Streifen weg, um das schöne Geschenkpapier nicht zu zerfetzen und öffnete in aller Ruhe die Schachtel. Doch ich sah zuerst bloss ganz viel Osterstroh. Darunter lag dann aber noch ein kleineres Schächtelchen, das ich unschwer als Schmuckkästchen erkannte. Vorsichtig öffnete ich dieses. Ein goldener Ohrstecker in Herzform kam zum Vorschein, dazu noch ein handgeschriebenes Zettelchen mit vielen roten Herzchen, darauf stand:
Den zweiten Ohrstecker habe ich bei mir behalten. Am Ostersonntag um 18:00 Uhr steckst du ihn ans rechte Ohr und ich mache gleichzeitig dasselbe.
Ich musste herzhaft lachen und freute mich über die gelungene Überraschung.
Am Abend telefonierten wir miteinander und erzählten uns was wir an Ostern alles gemacht und erlebt hatten. Die CD hätte sie sich schon zwei Mal angehört, und sie gefalle ihr sehr.
"Weisst du eigentlich, dass ich bald einmal meinen 14. Geburtstag habe?", fragte sie mich.
"Nein, wusste ich nicht. Wann genau?", wollte ich wissen.
"Am 7. Mai." — "Oh, dann bist du ja über drei Monate älter als ich."
"Schmeisst du eine Party?"
"Ja, ich hab es im Sinne, weiss aber noch nicht unter welches Motto ich diese stellen soll. Hast du eine Idee?"
"Kommt drauf an, wen du alles einladen willst."
"Hauptsächlich welche aus unserer Klasse und ein paar wenige aus der Tanzgruppe und der Nachbarschaft."
"Ich hätte da schon eine Idee, aber du wirst wahrscheinlich keine Freude daran haben."
"Sag schon!"
"Wir machen eine Geschlechtertausch-Party, die Jungs müssen als Mädchen und die Mädchen als Jungs kommen", schlug ich mit dem Hintergedanken vor, wieder einmal so richtig als Girl gestylt unter die Leute zu kommen.
"Ha, ha, du willst also wieder einmal das Mädchen in dir rauslassen! Die Idee ist aber gar nicht schlecht. Ich muss es allerdings zuerst mit meiner Mama besprechen."
(Fortsetzung folgt, Jessy)
Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)
Verfasst: Mo 19. Mär 2018, 15:41
von Lorelai74
Sehr sehr schöne Fortsetzung
Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)
Verfasst: Fr 23. Mär 2018, 11:37
von jessy83
Teil 16
Das Versteckspiel nimmt ein Ende
Der Frühling zog ins Land, die Temperaturen erreichten endlich wieder angenehme Werte, so dass ich damit begann mit dem Fahrrad zur nahegelegenen Stadt zu fahren, und zwar immer dann, wenn Laura anderweitig beschäftigt war. Mehr oder weniger als Junge gekleidet brauchte ich für die Strecke keine 40 Minuten.
Als erstes suchte ich immer das grosse Kaufhaus auf, schlich mich auf die Damentoilette und zog mir die Mädchensachen an, die ich einem kleinen Rucksack jeweils mitnahm. Auch die Schminksachen hatte ich dabei. Haare zusammenbinden, ein wenig Schminken und schon ging ich als Mädchen durch. Ein paar Mal habe ich auch ein Kleid anstelle der Jeans getragen.
Unbeschwert konnte ich so durch die Mädchen- und Frauenabteilungen und Schuhläden streifen und mir ausmalen, wie ich wohl in diesem Kleid, in jenem Rock oder in schönen Schuhen aussehen würde. Manchmal habe ich auch Sachen anprobiert und mich im Spiegel betrachtet. Gekauft habe ich nie etwas. Wo hätte ich die Sachen zu Hause verstecken können? In besagter Schublade hatte es keinen Platz mehr.
Besonders angetan hatten mich kurze Jeansröcke und Jeansshorts. Zu letzteren würde ich eine knielange Leggins tragen, stellte ich mir in Gedanken vor. Oben würde ein schönes T-Shirt mit modernem Print und etwas Glitzer gut passen.
Einmal fand ich zwei solcher Leggins im Sonderangebot, lila und weiss, beide mit Schmetterlingen drauf. Da konnte ich nicht widerstehen und habe sie gekauft.
Mein Taschengeld ging in diesen Monaten ausschliesslich für Mädchensachen drauf, vorwiegend für Schminksachen, von denen es ab und zu wieder einmal neue brauchte.
Oftmals setzte ich mich in der Fussgängerzone auf ein Mäuerchen und beobachtete die Leute, oder besser gesagt die Mädchen und Frauen, die vorbeischlenderten. Ich stellte mir jeweils vor, was ich selber gerne tragen und was eher nicht zu mir passen würde.
In einem Schuhladen habe ich mehrere Male schöne Schuhe anprobiert. Mit Grösse 39 hatte ich in der Damenabteilung freie Auswahl. Besonders angetan haben mich High Heels mit 8 bis 12 cm hohen Pfennigabsätzen. Ich zog solche an und bin im Laden vor einem Spiegel hin und her gegangen. Anfänglich war das eine ziemlich wacklige Angelegenheit, in meinen Pumps mit Blockabsatz lief es sich leichter. Den Anschauungsunterricht, den ich jeweils genoss, wenn ich Frauen in Stöckelschuhen beobachtete, würde mir aber sehr helfen, den Gang nach und nach zu verbessern, ging es mir durch den Kopf.
"So ein Paar Heels musste ich einfach haben", war dann eines Tages mein fester Entschluss.
Und so kaufte ich mir welche, nämlich schwarze aus Kunstleder und Schleife, mit 10 cm Absätzen und Schnalle an den Knöcheln, was mir etwas mehr Halt gab. Im Sonderangebot kosteten sie 29 Euro.
In meinem Zimmer musste ich jeweils die neuen Sachen ausprobieren.
Zu Hause trug ich fast ausschliesslich Mädchendessous, die Ballerinas als Hausschuhe und wenn mein Dad nicht zu Hause war auch mal das Kleid, die Pumps und war geschminkt.
Mit den Stöckelschuhen war es dann aber rasch langweilig, immer nur im Zimmer hin und her zu trippeln. Ich musste die auch mal draussen tragen. Ich begab mich eines Abends in die Nähe des Schwimmbades, das noch geschlossen hatte, und probierte auf den Gehwegen bei den Fahrradabstellplätzen mit den High Heels einen schönen Gang hinzukriegen. Ich versuchte in einer geraden Linie zu gehen, so wie ich es im Fernsehen schon gesehen hatte. Wie bewunderte ich doch damals diese Models und wie sie über den Laufsteg schritten. Nicht ganz einfach immer den einen Fuss wie auf einer Geraden vor den anderen zu setzen. Tja, und nach einer gewissen Zeit taten auch die Füsse weh.
An einem schönen Nachmittag nahm ich allen Mut zusammen, schlich zu Mom in die Küche und weihte sie in mein Tun, die Gedanken und Gefühle ein, die mich schon seit Monaten oder besser Jahren bewegten.
Wie ich ihr erzählte, dass mir Laura die Unterwäsche machte, meinte Mom, dass es sie schon gewundert hatte, warum sie in den vergangenen Wochen weniger Shirts, Slips und Socken von mir zu waschen hatte. Alibimässig habe ich zum Teil gar nicht schmutzige Sachen in die Wäsche gelegt gehabt, damit es nicht auffallen sollte. Aber Mütter lassen sich offenbar nur schwer täuschen!
"Du wirst Laura in unser Gespräch einweihen und ihr mitteilen, dass ich von nun all deine Wäsche machen werde."
"Ja, mache ich. Sie wird sicher nicht unglücklich sein."
"Möchtest du denn wirklich lieber ein Mädchen sein, immer?", war ihre alles entscheidende Frage.
"Ja, im tiefsten Innern eigentlich schon", antwortete ich nach einem gewissen Zögern, "einerseits fühle ich mich schon wie ein Mädchen, aber andererseits habe ich auch Angst, Laura als Freundin zu verlieren, wenn sie das erfahren würde."
"Das ist eine schwierige Entscheidung. Wir werden alles auch noch mit deinem Vater besprechen müssen."
"Ja, das müssen wir."
"Weisst du was, ich werde mich mal bei der Kinderärztin erkundigen, was sie uns rät und wie wir weiter vorgehen sollen, wenn es tatsächlich dein innerster Wunsch ist."
In dieser Nacht habe ich fast kein Auge zugetan. Die Gedanken drehten sich pausenlos ums Mädchen- oder Jungensein. Im tiefsten Innern hatte ich schon das Gefühl ein Mädchen zu sein, das im falschen Körper geboren wurde.
(Fortsetzung folgt. Und danke allen Leserinnen, die mitlesen. Es freut mich, dass euch meine frei erfundene Geschichte gefällt. Jessy)
Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)
Verfasst: Fr 23. Mär 2018, 14:56
von Dana X07
Wieder super

... Schön finde ich , wie du die Spannung hoch hält's . Man wartet mit Hochspannung schon auf den nächsten Teil

.
LG Nicole
Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)
Verfasst: Fr 23. Mär 2018, 15:41
von ExuserIn-2018-07-10
Hallo Jessy
Die Fortsetzung Ihrer Geschichte ist wieder brillant.

Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass es so gehen würde.
Bin sehr gespannt wies weitergeht
Liebe Grüsse José
Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)
Verfasst: Fr 23. Mär 2018, 21:49
von Lorelai74
Spannend wie du die Geschichte entwickelst!
Dankeschön
Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)
Verfasst: Di 27. Mär 2018, 18:51
von jessy83
Teil 17
Lauras Geburtstag
Lauras Mama hatte ihr Ok für die Geburtstags- und Kostümparty gegeben.
Was sollte ich anziehen? Ich wollte ja nicht dasselbe wie beim Maskenball in der Schule tragen. Mom, der ich davon erzählte, meinte:
"Dann werden wir eben wieder in die Stadt fahren und etwas Hübsches kaufen."
Als Mädchen gestylt, ähnlich wie beim Maskenball in der Schule, ging"™s dann bei nächster Gelegenheit zum Einkaufsbummel.
Es gab so viele Sachen, die mir gefielen, aber ich hatte mich letztendlich für ein 4-teiliges Set aus rot-schwarzem Schottenmini, weissem Shirt mit Herzaufdruck "šLove Rock"˜, kurzem schwarzem Gilet mit Pailletten und schwarzen Midi-Leggings entschieden, das nur 39.95 Euro kostete. Dieses Outfit würde ich dann zu Lauras Geburtstag anziehen.
Zudem kauften wir noch einen Jeans-Mini mit Glitzersteinchen, Jeans-Shorts mit Fransen, eine schwarz-weisse Karobluse und ein blaues Trägerkleid. Weiter noch Feinstrumpfhosen in 15 und 18 Den, hautfarbene und schwarze sowie eine schwarze mit feinem Netzmuster. Wir einigten uns, dass ich mich mit meinem Taschengeld an den Ausgaben beteiligen solle.
"Einverstanden."
"Könnten wir noch in ein Schuhgeschäft und uns nach einem schönen Paar Sneakers umsehen?"
Mom nickte zustimmend.
Unauffällige blue-denim Sneakers sind es dann geworden, die auch Jungs anziehen könnten. Diese hatte ich ausgewählt, weil es ein Ausverkaufsangebot war und ich diese dann auch in der Schule tragen konnte, wo ich als Junge angezogen hingehen musste, aber wusste, dass es eigentlich Mädchen-Schuhe sind.
"Für Laura sollte ich noch ein passendes Geburtstagsgeschenk haben", sah dabei Mom etwas verschämt an, denn wir hatten schon reichlich Geld ausgegeben. Zum Glück verdiente mein Vater als Chemiker gut, so dass wir es uns leisten konnten.
"Du könntest ihr ein feines Parfüm schenken", schlug Mom vor. — "Ja, gute Idee."
Und ab in die Duftwässerchenabteilung des Kaufhauses. Wir liessen uns von der jungen und hübschen Verkäuferin beraten.
"Ist das Parfüm für dich?", fragte sie. Auch sie hatte nicht bemerkt, dass da eigentlich ein Junge und kein Mädchen vor ihr stand.
"Nein, für meine Freundin, die Geburtstag hat."
Sie zeigte uns ein paar Flakons für Mädchen im Teenie-Alter und liess uns mit Duftstäbchen daran riechen. Unter Mithilfe von Mom entschied ich mich für das Parfüm mit Namen "šPapillon"˜, das gemäss Inhaltsangabe Essenzen von Pfirsich, Grapefruit und Kirsche sowie Jasmin in der Herznote enthielt. Sehr gut gefiel mir auch das Flakon mit seiner liebevollen, naiven Blumenmalerei, das süsse Romantik mit sonniger Lebensfreude verband — wie treffend für meine Liebste. Die Verkäuferin fand dies eine gute Wahl, empfahl aber die "šEau de Parfüm"˜-Variante, auch wenn die etwas teurer war.
Wir liessen "šPapillon"˜ schön einpacken. Die Verkäuferin zog all ihre Register und zauberte ein super schönes Geschenkpäckchen hin.
Gut eine Woche vor ihrem Geburtstag bat mich Laura, ihr beim Schreiben der Einladungen für ihre Party behilflich zu sein. Keine Frage, dass ich mich darauf freute.
9 Mädchen und 7 Jungs, mich bei den Jungs mitgezählt, erhielten eine Einladung, die alle von Hand geschrieben und mit Sticker und Zeichnungen verziert waren. Leider mussten zwei Mädchen und ein Junge wegen anderweitigen Verpflichtungen absagen.
Interessant war im Vorfeld der Party, dass sich lediglich die Jungs erkundigten, ob sie schon in Mädchensachen erscheinen müssten oder ob sie sich bei Laura umziehen dürften. Laura stellte es ihnen frei.
Nur Peter, der zur Karnevalsparty als Blumenmädchen gekommen war, und ich erschienen schon im Mädchen-Outfit.
Ich hatte mich in den letzten Wochen schon so oft selber geschminkt, dass mir das immer leichter aus der Hand ging. Ich trug Schottenrock-Outfit, darunter der leicht formgebende BH, einen weissen Slip, fast unsichtbare FSH und meine Lack-Pumps. Dazu hatte ich mir die grossen Creolen in die Ohren gesteckt, die Haare waren wie meist zu einem Pferdeschwanz zurückgebunden, diesmal mit rotem Haargummi, der zum Rot des Schottenrocks passte.
Die Mädchen hatten es einfacher in Jungen- oder Herrenkleidung zu erscheinen. Anzug (blau, grau, beige) und Hemd mit Krawatte waren der Trend, zwei erschienen im Blazer mit dazu passender Hose und ein Mädchen kam im Smoking, der ihr ein bisschen zu gross war. Dafür passte der Zylinder perfekt. Beim Schuhwerk hatten sie sich auch bei ihrem Papa oder grossem Bruder bedient. Fast alle hatten sich auch auf "šmännlich"˜ geschminkt, zwei sogar einen Schnurrbart angeklebt.
Und Laura? Ja, Laura hatte sich etwas Besonderes ausgedacht und kam als Charlie Chaplin. Das Kostüm hatte sie bei einem Karnevalskostümverleih besorgt. Einfach Spitze sah mein Schätzchen aus.
Sogar die Jungs hatten sich ziemlich viel Mühe gegeben, zogen sich bei Laura um und mussten sich von den Girls, ob sie wollten oder nicht, noch schminken lassen.
Zur Modenschau erschienen drei Kleider (1 x Jeanskleid, 1x Mini und 1 x Midi), zwei kurze Jupes mit ein Mal T-Shirt und ein Mal Bluse, Peter mit schwarzem Cocktailkleid und ich. Ein paar hatten auch eine Feinstrumpfhose angezogen, BHs waren auch auszumachen. Peter und noch zwei andere Jungs hatten sich auch eine Perücke besorgt. Besonders amüsant war, wie sich die Jungs in den Damenschuhen bewegten, die sie sich in ihrer Familie ausgeliehen hatten. Diverse Pumps, Sandalen und Ballerinas waren angesagt, Peter kam in 12 cm hohen High Heels, in denen er kaum gehen konnte. Alle lachten, als er sich präsentieren musste.
Die Situation "šrettete"˜ ich für ihn, als ich ihn auffordert, die Heels auszuziehen und meine Pumps zu montieren. Sie waren ihm etwas zu klein, aber es ging. Mir waren die Heels etwas zu gross, so dass ich Laura bat, ein Paar Socken zu holen, damit ich guten Halt hatte.
Es sah zwar etwas "šSch"¦e"˜ aus, aber dafür konnte ich einen super Catwalk hinlegen; mein Training hatte sich ausbezahlt.
Applaus brandete auf.
"Wo hast du das gelernt?", "Du bist wahrlich ein Naturtalent.", "An dir ist ein Mädchen verloren gegangen", und so weiter waren die Kommentare der Anwesenden. Balsam auf meine Seele.
Dann tauschten wir die Schuhe wieder, Peter unternahm noch einen Versuch mit den High Heel, der wieder kläglich ausfiel, liess es dann aber bleiben und zog seine Latschen an, mit denen er gekommen war.
Ein Junge hatte eine Disco-Kugel inklusive Farbspot mitgebracht, um das Wohnzimmer zu einem richtigen Partyraum werden zu lassen. Als DJ amtete die Mama von Laura, unterstützt von Tom, der auch dabei sein durfte. Nur Peggy war zu Nachbarn ausquartiert worden.
Tanzspiele wie Flaschendrehen, Spaghettitanzen (Nudel wird im Mund, Hände auf dem Rücken, wenn Nudel bricht ist das Paar ausgeschieden), Partnertausch bei Musikstopp und Damenwahl sorgten für reichlich Spass. Kleine Schleckereien als Preise für das jeweilige Siegerpaar waren motivierend. Und wer will schon verlieren?
Irgendwann unterbrach Sandra, Lauras Mama, das Geschehen und bat zu Tisch. Sie hatte einen selbst gemachten Hackbraten mit Kartoffelsalat zubereitet, was grossen Anklang fand. Diverse Limos gab"™s zu Trinken. Und als Nachspeise ein Erdbeer-Tiramisu, eine ihrer Spezialitäten, wie mir Laura verriet.
Danach war wieder Tanzen angesagt. Etwas später hiess Sandra Tom die Rollläden runterzulassen; es war fast ganz dunkel im Wohnzimmer. Sandra kam mit einer grossen Quarktorte mit 14 brennenden Kerzen darauf herein und stellte diese mitten auf den grösseren der beiden Tische. Laura schaffte es dann unter Applaus und Gegröle tatsächlich, alle Kerzen auf einmal auszublasen. Tom schaltete das Licht wieder ein und wir machten uns hinter die mega feine Torte.
Anschliessend durfte Laura ihre Geschenke auspacken. Nagellack und Lippenstift, Badesalz und ein Pinselset Make-up, einen Büchergutschein und ein Kartenspiel, eine CD und Pulswärmer. Dazu natürlich mein "šEau de Parfüm"˜. Von ihrem Bruder Tom bekam sie ein Set Haargummis, das er selber von seinem Taschengeld gekauft hatte. Dazu gab es noch Geschenke von den Eltern und den Grosseltern, vor allem Geld, wie es sich Laura gewünscht hatte. Nachdem sie sich bei allem mit einem Kuss bedankt hatte, wurde wieder bei Dämmerlicht getanzt.
Je länger der Nachmittag dauerte, umso langsamer wurden die Musikstücke, was vielen recht war, hatte sich doch das eine oder andere neue Liebespaar gefunden. Laura und ich genossen es, eng umschlungen und fest aneinander gedrückt, einen langsamen Schritt um den anderen noch langsameren zu tun, bis wir nur noch stillstanden und uns mit geschlossenen Augen einen minutenlangen Zungenkuss gaben. Wie wir diesen beendeten, sahen wir, dass niemand mehr am Tanzen war und uns alle beim Küssen zugeschaut hatten. Wir bekamen sogar noch Applaus.
Irgendwann war dann Schluss, die Gäste verabschiedeten sich, die Jungs natürlich nicht ohne sich vorher wieder umzuziehen. Ich blieb noch und half beim Aufräumen. Am Abend kam auch Lauras Papa nach Hause, der den Samstagnachmittag mit meinem Dad beim Fussball verbracht hatte.
(Fortsetzung folgt, Jessy)
Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)
Verfasst: Di 27. Mär 2018, 19:02
von Lorelai74
Sehr schöne Fortsetzung.
Bin gespannt wann es rauskommt das er als Mädchen leben möchte...