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Re: Ärzte fordern geringere Hürden für Transsexuelle vor Geschlechts­umwandlung

Verfasst: Sa 16. Sep 2017, 10:13
von Marielle
Hallo Heike, Hallo zusammen,

es ist nicht meine Art, in der Öffentlichkeit von Foren oder Gesprächsgruppen über sehr persönliche Dinge zu reden. Im Vergleich zu dem, was andere Menschen über sich selbst berichten, sieht es dann vielleicht so aus, als fehle es an eigenem Erleben. Dieser Eindruck ist falsch.


Abgesehen davon könnte (kann) man auch abstrakt zu der Erkenntnis kommen, dass Gutachten und Fremdbestimmung über die eigene Persönlichkeit ein demütigender, verunsichernder und unzulässiger Eingriff in die Selbstbestimmung von Menschen sind.

Ich habe übrigens nichts anderes als das gesagt. Wenn du diesen und viele andere Threads verfolgst, wirst du zugeben müssen, dass ich gegen die Fremdbestimmung und für die Schaffung von Möglichkeiten zur freien Entfaltung streite. Es sind andere, die die Menschen vor sich selbst schützen wollen oder Kategoriebildungs- und Abgrenzungsdebatten führen. In diesen Debatten machen sie dann 'Aussenstehende' aus, obwohl sie nichts, gar nichts, über die jeweiligen Personen wissen. Im Grunde erstellen diese Leute selbst so eine Art 'TSG-Gutachten', nur ohne jeden Sachverstand, ohne jede Informationsbasis und mit vorab festgelegtem Ergebnis. Ich frage mich schon manchmal, wie man deren Klagen über die Fremdbegutachtungspraxis noch ernst nehmen soll.


Es fehlt nicht mir an eigenem Erleben, sondern anderen an Informationen und wohl auch an der Möglichkeit zur Abstrahierung ihres Erlebens auf eine allgemeinere Ebene.

Ja, ich weiss, klingt arrogant. Aber was soll ich machen? Das ist meine Sicht auf die Dinge.

Hab es gut

Marielle