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Re: Online„Petition um Männer im Rock publik zu machen

Verfasst: Mi 18. Mai 2016, 08:08
von biene38
Lina hat geschrieben:...eine Petition zu unterzeichnen, die keinen Zweck erfüllt...
liege ich denn vielleicht mit meiner Vermutung richtig, dass es nicht nur um eine sinnlose Petition geht, sondern viel mehr um eine Vorstellung, gegen die einige etwas haben? Vielleicht passen Männer mit Röcken nicht in ihr Weltbild, was mich nicht wundern würde bei dem antiquierten Frauen-/Männerbild, welches hier teilweise so kursiert. Dies wäre auch ein Grund, nicht zu unterschreiben.
Anders kann ich es mir nicht erklären warum sich manche so wortreich dagegen sträuben. Wenn für mich etwas sinnlos ist, beachte ich es gar nicht. Schon die Beachtung wäre dann Zeitverschwendung.

Grüße von der Biene (na)

Re: Online„Petition um Männer im Rock publik zu machen

Verfasst: Mi 18. Mai 2016, 08:44
von LaraCD
Was soll denn das jetzt?
Solche Unterstellungen finde ich hier völlig fehl am Platz.
Du forderst hier die Leute auf etwas zu unterschreiben, weil du es für richtig und einen guten Weg hältst. Viele hier sind offensichtlich anderer Meinung. Lass es doch damit gut sein. Jeder der die Petition für sinnvoll hält hat vermutlich schon unterschrieben.

Ich muss nicht alles mitmachen oder gut finden bloß weil es "der Sache dient". Für mich ist die Petition nunmal unsinnig, völlig unabhängig davon wie ich zu dem Thema Männer in Röcken stehe.
Unterstellungen sind da völlig fehl am Platz.

Re: Online„Petition um Männer im Rock publik zu machen

Verfasst: Mi 18. Mai 2016, 09:38
von biene38
LaraCD hat geschrieben: Solche Unterstellungen finde ich hier völlig fehl am Platz.
warum denn gleich so angriffslustig ?
Vielleicht magst Du mir mal erklären was der Unterschied ist zwischen Vermutung und Unterstellung.
Ich habe eine Vermutung geäußert...

Grüße von der Biene (na)

Re: Online„Petition um Männer im Rock publik zu machen

Verfasst: Mi 18. Mai 2016, 12:30
von Lina
biene38 hat geschrieben:
Lina hat geschrieben:...eine Petition zu unterzeichnen, die keinen Zweck erfüllt...
liege ich denn vielleicht mit meiner Vermutung richtig, dass es nicht nur um eine sinnlose Petition geht, sondern viel mehr um eine Vorstellung, gegen die einige etwas haben? Vielleicht passen Männer mit Röcken nicht in ihr Weltbild, was mich nicht wundern würde bei dem antiquierten Frauen-/Männerbild, welches hier teilweise so kursiert. Dies wäre auch ein Grund, nicht zu unterschreiben.
Anders kann ich es mir nicht erklären warum sich manche so wortreich dagegen sträuben. Wenn für mich etwas sinnlos ist, beachte ich es gar nicht. Schon die Beachtung wäre dann Zeitverschwendung.

Grüße von der Biene (na)


Nee, da liegst du zumindest was mich betrifft falsch. Du kannst ja meine vorigen Posts nachlesen. Zu denen gab es auch eine gewisse Zustimmung, soweit ich bemerkt habe.
Ich habe ja nicht die Petition von Anfang an als sinnlos bezeichnet. Sondern die Frage gestellt: Die ich bei jeder Kommunikation stelle, egal ob es eine private E-Mail ist oder eine Werbeanzeige, die vielleicht nur aus einem Bild und einem Text-Fetzen.
Nämlich die Fragen: Wen will ich damit ansprechen und welche Reaktion erhoffe ich von dem Empfänger.

Die Antwort, die raus kam war "Discount prêt-à-porter Hersteller". Da die sowieso nur auf bestehende Trends reagieren, macht das nicht wirklich nicht viel Sinn.

Zweite Antwort: (nichts)

Niemand kann sagen welche Reaktion, sie sich genau oder auch nur ungefähr wünschen. Du hast auch keine Antwort darauf, wie es scheint.


Deshalb meine Konklusion: Komplett sinnlose Aktion!


Nenn du uns einfach ein einziges logisch vertretbares Argument dafür.



Wenn du eine Männermode willst, wo Röcke auch vorkommen, cool. Leg los. Es handelt sich ja nicht um Custom-Autos, wo man eine sündhaft teure Werkstatt-Ausstattung braucht, um die Traumobjekte zu realisieren. Du brauchst einen Zeichenblock, Farbkreide, große Papierbögen, Kreide, Schere, eine gute Nähmaschine, die du im Second-Hand-Laden aus einer Haushaltsauflösung für 40-50 EUR bekommst. Also Startkapital Max. 150 EUR.


Mach, zieh es an, lass es Fotografieren, zeig es - z.B. hier.

Die einzigen Grenzen die es dann noch gibt sind dein Mut und deine Träume.

Re: Online„Petition um Männer im Rock publik zu machen

Verfasst: Mi 18. Mai 2016, 13:01
von biene38
Lina hat geschrieben:
Wenn du eine Männermode willst, wo Röcke auch vorkommen, cool. Leg los. Es handelt sich ja nicht um Custom-Autos, wo man eine sündhaft teure Werkstatt-Ausstattung braucht, um die Traumobjekte zu realisieren. Du brauchst einen Zeichenblock, Farbkreide, große Papierbögen, Kreide, Schere, eine gute Nähmaschine, die du im Second-Hand-Laden aus einer Haushaltsauflösung für 40-50 EUR bekommst. Also Startkapital Max. 150 EUR.
Mach, zieh es an, lass es Fotografieren, zeig es - z.B. hier.
Die einzigen Grenzen die es dann noch gibt sind dein Mut und deine Träume.
Wenn ich Tipps brauche, lasse ich es dich wissen. Bis dahin verschwende besser deine Zeit nicht damit.
Grüße von der Biene (na)

Re: Online„Petition um Männer im Rock publik zu machen

Verfasst: Mi 18. Mai 2016, 14:55
von Julia65
Also ich finde Röcke an Männern nicht sonderlich kleidsam. Röcke sind eher feminin, so ist es seit langem und das finde ich auch okay.
Wichtig finde ich jedoch, das es Röcker für Männer gibt und diese die natürlich auch tragen dürfen.
Aber schön ist anders, finde ich.
LG
Julia

Re: Online„Petition um Männer im Rock publik zu machen

Verfasst: Mi 18. Mai 2016, 15:31
von Exuserin-2016-074-06
Hallo,
ich habe in meiner Anfangszeit auch Männerröcke getragen. So einen habe ich von Sandra Kuratle, der aber auch im Preis sehr üppig war.
westnetz.ch/thumbnails/location_full/media/1/4/14b3c4a0bb13c864901a471e55a14a97b06bed03.JPG.jpg
westnetz.ch/story/das-rockt-mann
Mit dem Rock bekam ich gute Resonanzen von Frauen wie auch bei Männern und regte Gespräche unter ihnen an. Frau: "Wie wärs? Ein Rock wäre auch was für dich." Ein Mann zu seinem Kumpel:"Sieht echt cool aus. Steht dem". In der Zwischenzeit hat aber auch der letzte Anbieter in Deutschland für Männerrröcke - Anderslandigner aufgehört. Sie verkaufen sich einfach nicht. Kilts sind die Ausnahme aber nun wirklich nichts für den Sommer. Amok ist der letzte Anbieter, der Männerröcke in Kleinauflage herstellt.
Der Import aus der Schweiz nach Deutschland stellt sich zudem als kompliziert und teuer heraus, da man für den Rock ohne Geschenksendung Zoll bezahlen muss und fast teurer kommt als was der Rock selber kostet.
Später hatte ich einen Hosenrock von der 2013er Fashionweek.
vfiles.com/api/v2/image/media/146168/double
Obwohl Designer Männer reinstecken, ist er im Prêt-à-porter unter Damenmode zu finden. modaoperandi.com/jw-anderson-pre-fall-2013/ruffle-shorts-in-camel-duffle
Apropos Hose: Früher wurden Hosen ausschließlich von Männern getragen, bis die ersten Damen hinein schlupften.
Der moderne Begriff des "crossdressing", der ein Begriff ohne Genderhintergrund ist und heterosexuell konnotiert ist, mag weiblich dominiert sein, weil sich die Frauen durch die Frauenbewegungen nicht mehr in unpraktische Kleidung zwängen lassen wollten. Diese Frauen wollen keinesfalls "männlich" wirken, sondern einfach praktische Kleidung im Alltag und Berufsleben tragen. Deshalb werden auch die regelmäßig in vielen Herrenkollektionen vorkommenden Röcke/Kleider für Männer nicht angenommen.
mattsmeditationsdotcom.files.wordpress.com/2013/01/mert-version-11.jpg
In anderen Kulturen sind Kleider/Röcke ähnliche Kleidungsstücke für Männer durchaus üblich.
Ich denke da an einen Discounter-Prospekt. Ja genau die, die immer Männerhemden in Holzfälleroptik und in den Farben schwarz, blau, grau haben ;-)
Der derzeitige Hipster-Trend geht in Richtung Vollbart und Holzfäller-Stil mit karierten Flanellhemden und Überbetonung des Männlichen.
Mal ehrlich: wenn ein Discounter auf der Titelseite einen Mann im Jeans-Rock abbildet, sorgt das bestimmt für Diskussionsstoff. Und nebenbei bin ich mir sicher, dass die Röcke restlos ausverkauft sein werden. Es gibt genug Männer die nur darauf warten, einen Rock tragen zu können.
Über weite Teile in der Geschichte war es üblich, dass Mädchen und Jungen bis zu einem gewissen Alter in Kleider/lange Hemden gesteckt wurden.
thepragmaticcostumer.files.wordpress.com/2012/10/childbell.jpg?w=294&h=430
Man machte da lange keinen Unterschied. Noch bis ins 20.Jhd. war es in bäuerliche Gegenden üblich, Kleinkinder beiderlei Geschlechts in lange Kleider zu kleiden. Die Ausdifferenzierung begann erst meist mit dem 7. Lebensjahr. Knaben hatten also über lange Zeit die Möglichkeit zu fühlen, wie sich Röcke/Kleider anfühlen, trotzdem entschieden sich die meisten Männer für Hosen. Selbst die Reformbewegung des ausgehenden 19.Jhd. wich davon nicht ab. Mode lässt sich aber auch durch Politik oder Ökonomie beeinflussen. Der sogenannte "New Look" der 50er Jahre war davon beeinflusst, dass die Textilbranche überzähligen Stoff loswerden musste.
Doch wie bekommen wir das hin? Wie gesagt, wenn auf irgendeiner Modeschau ein Mann einen Rock trägt, bekommt das nicht die breite Masse mit.
Modeschöpfer greifen immer auch auf Vergangenes zurück. Die Mode des Empire griff auf die griechische Antike zurück und kehrte auch in der ach so revolutionären Mini-Mode der 1960er Jahre wieder. "Kurze Röcke" kamen aus dem Militärbereich und nicht dem Alltagsbereich. m/w Römer oder Griechen waren sehr ähnlich gekleidet. Die Modeindustrie versucht zwar immer wieder den Männerrock unters Volk zu bringen, leider nicht so erfolgreich. Man muss eingestehen, dass die wenigsten Männer Röcke tragen möchten. Was würde Männer hindern, die Röcke zu verlangen? Auch die Kleiderreformation hatte daran nichts geändert. Im 16.Jhd. steckte man kleine Buben auch in Kleider oder Röcke und als erwachsene Männer trugen die Männer trotzdem ausschließlich ihre Hosen. Sie hatten also genügend Zeit das Gefühl von Kleidern kennenzulernen.

Die Petition habe ich auch unterschrieben, bezweifle aber, dass ein Discounter wegen 10.0000 Leuten/Unterschriften Röcke ins Sortiment aufnimmt, auf denen sie im schlimmsten Fall sitzen bleiben. Zumal die 10.000 erstmal erreicht werden müssen. (Oder man unterschreibt doppelt und dreifach ;) ). Die Gedankenzug, dass sie ansonsten von Frauen gekauft werden, impliziert dass es sich automatisch um einen Damenrock handelt und Männer die Finger davon lassen. Die, die es nicht tun, bedienen sich eh bei den Frauen. So einfach isses dann doch nicht mit dem unisex. Denn auch in den Discountern liegen die Hosen und sogar Socken gegendert für Frauen und Männer vor. Wegen 10.000 potentiellen Käufern wird kein Discounter extra Röcke für Männer anfertigen lassen und vorher Geld rein investieren. Oder doch?

Grüße. :)

Re: Online„Petition um Männer im Rock publik zu machen

Verfasst: Mi 18. Mai 2016, 19:35
von Dolores59
Julia65 hat geschrieben:Also ich finde Röcke an Männern nicht sonderlich kleidsam. Röcke sind eher feminin, so ist es seit langem und das finde ich auch okay.
Wichtig finde ich jedoch, das es Röcker für Männer gibt und diese die natürlich auch tragen dürfen.
Aber schön ist anders, finde ich.
LG
Julia
Das kann eine Frage der Sehgewohnheiten sein. Röcke an Männern sind eben ungewöhnlich. Das gefällt nicht jedem/jeder. Muss es auch nicht.

Wenn manche Frauen maskulines Zeugs tragen, ist es ein gutes Recht für Männer, sich feminine Klamotten überzuwerfen. Ob das anderen Leuten gefällt, steht überhaupt nicht zur Debatte.

Re: Online„Petition um Männer im Rock publik zu machen

Verfasst: Do 19. Mai 2016, 01:16
von Lina
biene38 hat geschrieben:
Lina hat geschrieben:
Wenn du eine Männermode willst, wo Röcke auch vorkommen, cool. Leg los. Es handelt sich ja nicht um Custom-Autos, wo man eine sündhaft teure Werkstatt-Ausstattung braucht, um die Traumobjekte zu realisieren. Du brauchst einen Zeichenblock, Farbkreide, große Papierbögen, Kreide, Schere, eine gute Nähmaschine, die du im Second-Hand-Laden aus einer Haushaltsauflösung für 40-50 EUR bekommst. Also Startkapital Max. 150 EUR.
Mach, zieh es an, lass es Fotografieren, zeig es - z.B. hier.
Die einzigen Grenzen die es dann noch gibt sind dein Mut und deine Träume.
Wenn ich Tipps brauche, lasse ich es dich wissen. Bis dahin verschwende besser deine Zeit nicht damit.
Grüße von der Biene (na)
So, und gleich wird man unfreundlich, oder wie?
Du forderst Leute auf etwas zu tun - dann kann ich das wohl auch, oder?

Re: Online„Petition um Männer im Rock publik zu machen

Verfasst: Do 19. Mai 2016, 01:21
von Lina
@Mal ehrlich: wenn ein Discounter auf der Titelseite einen Mann im Jeans-Rock abbildet, sorgt das bestimmt für Diskussionsstoff.

Ja, natürlich. Aber warum sollten die das tun? Was sollten DIE davon haben? Nur weil man irgend ein Kleidngsstück auf dem Prospekt abbildet, wird es ja nicht automatisch verkauft. Was soll die dazu veranlassen etwas abzubilden, was sie wahrscheinlich nicht in großer Menge verkaufen werden?

Re: Online„Petition um Männer im Rock publik zu machen

Verfasst: Do 19. Mai 2016, 02:32
von Dolores59
Daenerys Targaryen hat geschrieben: Es gibt doch tolle Second Hand-Shops, in denen man günstig Haute Couture kaufen kann. Ich würde dort nach Männerröcken suchen.

Liebe Grüße

Daenerys
Oder man lässt sich einen Rock schneidern. Der passt dann 100%-ig, wenn es ein gute Schneiderwerkstatt ist.

Eine weitere Alternative: Man kauft sich Kleider oder Röcke in der Damenabteilung und lässt die Teile für einige Euronen bei einer Änderungsschneiderei anpassen. Ein schönes Trägerkleid von Brooks Brothers habe ich enger machen lassen (zu große Oberweite) und jetzt sitzt es perfekt (Taillenweite, Hüftweite und Länge waren vorher schon ok). Die 15 Euro sind gut investiert, denn jetzt habe ich ein adaptiertes "Männerkleid" aus der Damenabteilung.

Wer handwerklich begabt ist, kann das auch selbst machen.

LG
Dolores

Re: Online„Petition um Männer im Rock publik zu machen

Verfasst: Do 19. Mai 2016, 09:38
von biene38
Was mich allerdings etwas wundert, dass die Modeindustrie noch nicht erkannt hat, welch großes Potential besteht, bei Männermode den Umsatz zu steigern. Bei Frauenmode ist meiner Meinung nach eine gewisse Grenze erreicht, Umsätze noch weiter zu erhöhen, da er schon auf einem sehr hohen Niveau liegt.
Bei Männern müsste das Interesse an Mode geweckt werden. Man stelle sich nur vor, welch Umsatzplus da möglich wäre. Allerdings hält man es momentan eher für sinnvoll, Männerabteilungen zu verkleinern oder gar ganz abzuschaffen, Modeauswahl zu verkleinern. Dies ist verständlich, wenn Männern suggeriert wird, Mode ist Frauensache, 1 Paar Sneakers, zwei Jeans, zwei T-Shirts, ein Anzug sind für sie genug und somit kein Interesse für mehr Kleidung besteht.
Alles eine Sache der Werbung.

Grüße von der Biene (na)

Re: Online„Petition um Männer im Rock publik zu machen

Verfasst: Do 19. Mai 2016, 11:09
von Lina
Nicht nur in der Frauenmode ist ziemlich stark die Grenze erreicht, wo es nur der Kampf um Marktanteile ist. Der einzige Mart, den ich sehe, der momentan expandiert ist der Informatonsmarkt - egal, ob wir von Geräten oder von Dienstleistern sprechen.

Einige Leute hier scheinen wohl noch an den alten Mythos zu glauben, dass man einfach mit Werbung einen Bedarf erwecken kann, dann eine Menge Sachen verkaufen und sich an den armen dummen Verbrauchern bereichern.

Wenn das so wäre, würde sich die Modeindustrie doch nicht als Erstes sich damit befassen, Männern zu indoktrinieren, dass sie genausoviele Modeklamotten kaufen sollen wie Frauen, oder für Männer, Röcke entwerfen.

Wenn man einfach mit Werbung Männer - und Frauen - so manipulieren könnte, würde man alles darauf setzen, dass es Trend wird, auffällige Haarspangen zu tragen. Die wären nämlich produktions und logistisch viel unproblematischer als alles andere. Eine Größe, ein maschineller Form-Prozess. Das Produkt ist innerhalb Bruchteile von Sekunden fertig, Kostenpunkt wenige Zent und angekommen in Europa ca. 1 EUR. Verkaufspreis, je nach Marke zwischen 8 und 58 EUR. Vor allem wenn man einfach mit der richtigen Werbung, die Männer dazu bringen könnte, die zu kaufen, wäre es sehr lukrativ.

Nenn mir nur ein Beispiel, wo man mit Werbung jemandem dazu brachte, etwas zu kaufen, was er ursprünglich nicht haben wollte. Nur ein Beispiel aus der ganzen Weltgeschichte.


Was Mode betrifft wird ja sehr viel getan, nur etwas anders als einige sich hier vorstellen. Einige clevere Textil-Kaufleute und ihre Marketingabteilungen / Werbeagenturen haben einfach eingesehen, dass die meisten Männer keinen Bock auf Shopping haben, keinen Sinn für Mode, und dass es dann auch dann nichts nützt noch mehr Produkte in Webshops und Katalogen schick abzubilden.
Statt dessem ändern sie das Shopping-Concept - Männergerecht - kauf dir ein komplettes Outfit, von oben bis unten. Wir wissen, was zusammen passt, und wir schicken es dir zu. Du brauchst dir nicht viel zu überlegen, einfach zwei, drei mal clicken und du kannst dir wieder wichtigere Sachen widmen, wie z.B. GTA. Eine Plattform, die ins Auge stecht ist "The Outfittery".

Ob The Outfittery und Mitbewerber damit erfolgreich sein werden, wird sich herausstellen. Die sind aber ein Beispiel davon, wie die cleversten Kaufleute und ihre Werber kein interessen daran haben, die Welt zu verändern, sondern die Welt genau so nehmen, wie die ist. Wenn Männer keinen Bock auf Shopping haben, aber trotzdem aus ihren Urinstinkten her Eindruck machen wollen, dann nutzen wir eben DAS. Das ist efolgsversprechender als krampfhafte Versuche, die Welt zu verändern.

Re: Online„Petition um Männer im Rock publik zu machen

Verfasst: Do 19. Mai 2016, 12:18
von biene38
Lina hat geschrieben: Nenn mir nur ein Beispiel, wo man mit Werbung jemandem dazu brachte, etwas zu kaufen, was er ursprünglich nicht haben wollte. Nur ein Beispiel aus der ganzen Weltgeschichte.
Wenn du mit "nicht haben wollen" meinst, dass jemand etwas ablehnt und sich dagegen sogar wehrt, dann wird es vermutlich nicht möglich sein, jemandem durch noch so gute Werbung vom Gegenteil zu überzeugen.

Aber woher willst du wissen, dass Männer allgemein nicht offen wären für mehr modische Vielfalt?
Wie viele Männer gibt es wohl, die gerne würden, aber es nicht zulassen können oder sich auch nicht trauen?

Und es wird hoffentlich niemand bezweifeln, dass Werbung einen großen Einfluss auf die Gesellschaft und ihre Gepflogenheiten hat.
Man stelle sich als Beispiel nur mal vor, in der Waschmittel-Werbung würde ein Familienvater erscheinen, der ganz selbstverständlich einen Rock trägt und seiner Frau bei der Wäsche hilft....
Alles eine Sache der (Seh-)Gewohnheit.

viele Grüße von der Biene (na)

Re: Online„Petition um Männer im Rock publik zu machen

Verfasst: Do 19. Mai 2016, 12:57
von Exuserin-2016-074-06
biene38 hat geschrieben:Was mich allerdings etwas wundert, dass die Modeindustrie noch nicht erkannt hat, welch großes Potential besteht, bei Männermode den Umsatz zu steigern.
Das wird doch längst gemacht. Fast keine Fashionshow kommt mehr ohne androgyne Männer in Männerröcken oder Männerkleidern aus. Trendsetter haben also die Gelegenheit Haute Couture zu tragen, wie es prominente Frauen machen. Den Anzug werden die Fetzen als elegantes Outfit aber nicht ablösen. Mir gefallen die Wollkutten und und "Unisexröcke" nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das auch nur eine Frau kaufen würde. Warum sollte das dann ein Mann kaufen?
Die Styles von David Bowie, Prince, George Boy und Bill Kaulitz Styles haben auch keine Jungs und Männer kopiert oder aufgenommen.
biene38 hat geschrieben: Allerdings hält man es momentan eher für sinnvoll, Männerabteilungen zu verkleinern oder gar ganz abzuschaffen, Modeauswahl zu verkleinern. Dies ist verständlich, wenn Männern suggeriert wird, Mode ist Frauensache, 1 Paar Sneakers, zwei Jeans, zwei T-Shirts, ein Anzug sind für sie genug und somit kein Interesse für mehr Kleidung besteht.
Alles eine Sache der Werbung.

Grüße von der Biene (na)
Ehrlich? Ich hätte nichts dagegen, wenn die Herrenabteilung abgeschafft würde und alles zusammengelegt wird.
Es ist keine Sache der Werbung, sondern eine (Tat)Sache der Umstände. Männer kleiden sich ihrer Hierarchie.
Lina hat geschrieben: Was Mode betrifft wird ja sehr viel getan, nur etwas anders als einige sich hier vorstellen. Einige clevere Textil-Kaufleute und ihre Marketingabteilungen / Werbeagenturen haben einfach eingesehen, dass die meisten Männer keinen Bock auf Shopping haben, keinen Sinn für Mode, und dass es dann auch dann nichts nützt noch mehr Produkte in Webshops und Katalogen schick abzubilden.
Statt dessem ändern sie das Shopping-Concept - Männergerecht - kauf dir ein komplettes Outfit, von oben bis unten. Wir wissen, was zusammen passt, und wir schicken es dir zu. Du brauchst dir nicht viel zu überlegen, einfach zwei, drei mal clicken und du kannst dir wieder wichtigere Sachen widmen, wie z.B. GTA. Eine Plattform, die ins Auge stecht ist "The Outfittery".
Modomoto und Outfittery sind sehr stark am Markt und werben mit typischen Männerklischees. Die Resonanz und Verkaufszahlen geben ihnen Recht. Letzens hat Outfittery ein rosa Hemd? mit engen Jeans? Naja, irgendwie so auf ihrer Seite vorgestellt und die Hälfte davon waren "Hetzkommentare", dass jetzt auch noch die Männer verweichlicht und verschwult werden. Sie sollten doch wieder richtige Männermode vorstellen. Abgesehen davon finde ich die 0815 Lumpen bei den Coperate Shops überteuert.
biene38 hat geschrieben: Aber woher willst du wissen, dass Männer allgemein nicht offen wären für mehr modische Vielfalt?
Wie viele Männer gibt es wohl, die gerne würden, aber es nicht zulassen können oder sich auch nicht trauen?
Unterhalt dich doch einfach mit Männern. Wenn sie Interesse an Mode hätten, würden sie wenigsten solche Anzüge wie von Gucci anziehen. Stattdessen greifen sie auf schwarz, grau und dunkelblau zurück.
biene38 hat geschrieben: Und es wird hoffentlich niemand bezweifeln, dass Werbung einen großen Einfluss auf die Gesellschaft und ihre Gepflogenheiten hat.
Man stelle sich als Beispiel nur mal vor, in der Waschmittel-Werbung würde ein Familienvater erscheinen, der ganz selbstverständlich einen Rock trägt und seiner Frau bei der Wäsche hilft....
Alles eine Sache der (Seh-)Gewohnheit.
Anfällig für Werbung bin ich nur, wenn ich mich damit vorher auseinandergesetzt habe. Nur weil ich eine Marlborowerbung oder Bierwerbung sehe, greife ich nicht automatisch zur Kippe oder zur Flasche. Werbung impliziert nicht mit dem Rauchen oder Trinken anzufangen, sondern genau diese Marke zu kaufen. Was soll ich mir bei einer Werbung denken, wo ein Familienvater Wäsche wäscht? Nichts. Das kommt doch schon in der Werbung vor. Trotzdem sind es immer noch überwiegend die Frauen, die die Wäsche waschen. Außerdem würde dieser Stereotyp Familienvater im Rock an der Waschmaschine in die falsche Richtung laufen. Denn dann wäre für Unwissende das Stereotyp klar. Klar, der Mann trägt einen Rock, logisch dass er jetzt die Hausarbeit der Frau übernehmen muss und die Frau in Hosen wechselt die Autoreifen ;)