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Ich wollte nicht hin und hatte großes Glück: Tauglichkeitsgrad Nr. 5. Ausgemustert wegen Untergewicht und unzureichendem Allgemeinzustand.
Na gut, ich war mit 16-17 ziemlich schnell gewachsen und mit 18 hatte ich die 1,91 m erreicht. Das Gewicht kam später; damals wog ich 59 kg und ich glaube, dass mich die Leute bei der Musterung einfach nicht gesehen haben
Bürger in Uniform ist ein eigentümlicher Begriff: Polizisten tragen welche, Manager auch (dunkler Anzug), Ärzte im Krankenhaus sowieso und ich = rika trage immer weibliche Kleidung, aber multiform.
Ich habe mich nach der Grundausbildung für 2 Jahre freiwillig verpflichtet, als Zett Zwo, oder Zettschwein, wie einige Kollegen bei der Bundeswehr gerne sagten. Es war Mitte der Sechziger Jahre, noch vor der APO-Zeit, der kalte Krieg schlug hohe Wellen und wir lagen ideologisch alle auf pro-amerikanischer Linie (die Freiheit verteidigen"). Mein Plan war, innerhalb dieser zwei Jahr die ROA- Ausbildung zum Leutnant zu machen. Leider verhinderte ein selbstverschuldeter Unfall beim Waffenreinigen, dass aus dem Plan Wirklichkeit wurde. Also flog ich aus dem Lehrgang, wurde degradiert und strafversetzt zu einer Transportkompanie. Dort erwarb ich den LKW-Führerschein und fuhr als Transportsoldat 15 Monate lang einen FAUN 10-Tonner (den mit dem Reserverad hinter der Frontkabine) übungsmäßig durch den Süden der Bundesrepublik. Nach 24 Monaten wurde ich als Obergefreiter entlassen, damals war ich 21. Viele schimpften hinterher über die Gammelei beim Bund und nannten es eine verloren Zeit. Ich bin anderer Meinung. Meine zwei Jahre beim Bund waren o.k. für mich. Ich habe später ein Buch darüber geschrieben. Und mit dem angesparten Geld des Zeitsoldaten konnte ich später im Zivilleben einen Teil meines Studiums finanzieren. Den LKW- und Busschein habe ich damals als Student gut brauchen können. Erst mit 50 wurde er ungültig, weil ich ihn nicht erneuert habe.
An Valerie habe ich während meiner Bundeswehrzeit überhaupt noch nicht gedacht, bzw. war die damals noch in voller Deckung,
ehhmmm... "tarnen, täuschen, und verpissen". Wer dort war versteht es schon.
Ich bekam natürlich auch als ich so um die 17 Jahre alt war meine Einladung zur Musterung und wurde dann erstmal wegen Ausbildung zurückgestellt. Da damals mit 27 die letzte Möglichkeit war, doch noch eingezogen zu werden, kam kurz davor aus heiterem Himmel ein Stellungsbefehl als Panzergrenadier.
In dieser Zeit war ich schon voll in meiner Frauenrolle und konnte mir ein Leben als Mann schon garnicht mehr vorstellen. In mir brach Panik aus. Ich zum Bund, unvorstellbar! Also was tun?
Ich habe sicherheitshalber erstmal meine Verweigerung eingereicht und einen Nachmusterungstermin beantragt.
Der kam dann auch sehr schnell. Das war in den 70 er Jahren, da hatte ich schon längst mein sogenanntes Comiing Out hinter mir. Ich bin dann auch im für mich damals üblichen Outfit, zwar in Hose, aber ansonsten voll als Frau gestylt dahingegangen.
Habe dann da gesessen und gewartet. Zwischendurch kam dann auch öfter jemand, der mich aufforderte mich doch schon mal auszuziehen. Stehe sexuell nicht auf Männer, dennoch war meine Antwort bzw. Frage: mit leicht süßlichen Tonfall. Wie, vor allem den Männern?
Die Antwort von demjenigen war dann nur ein kurzes: komischer Vogel. Nun denn damit konnte ich durchaus Leben.
Natürlich habe ich mich da nicht vor den Anderen ausgezogen. Dann endlich im Untersuchumgszimmer habe ich erstmal verlangt mit einem Phsychologen zu sprechen, was dann auch geschah und ich ihm meine Situation erklären konnte. Offensichtlich hat hat er das wohl verstanden und ich habe noch bevor ich gehen konnte, erfahren, dass ich Ersatzreserve 4 bin und somit ausgemustert wäre. Das wars. Ich habe auch nie mehr was von denen gehört und war darüber glücklich und zufrieden.
Hätten die mich damals trotzdem eingezogen, wäre ich auch in Frauenkleider, auch im Rock, mit dem sogenannten Sammeltransport so dahin gefahren.
Ich wollte mich unter keinen Umständen kleinkriegen lassen. Ein Leben ohne Frauenkleider war für mich damals undenkbar. Das wäre sicherlich nicht einfach geworden und ich hatte selbst überhaupt keine Vorstellung, wie das alles überhaupt hätte gehen sollen, aber ich war zu allem bereit.
So, das war meine Erfahrung mit der Bundeswehr. Nicht besonders viel, aber mir hat das schon gereicht.
Na hier sind ja ein Haufen Wehrdienstverweigerer im Einsatz ! Jetzt meine Frage ! Habt ihr verweigert weil ihr gegen Waffengebrauch seit ,oder weil ihr euch so weiblich gefühlt habt dieses Amt nicht auszuführen zu wollen wozu ihr berufen wurdet?.
Dienst am Staat??? Im allgemeinen ging es zu meiner Zeit um unsere Bundesrepublik Deutschland zu verteidigen ,im inneren und nicht nach aussen! Wo war euer Problem? Du koenntest mich Heute zur Frau umbauen (sorry) und ich würde mich freiwillig melden auch als Frau!!!! Nehmt es nicht als Schutzschild ,so schwach sind die Frauen nicht ,sie sind stärker als ihr denkt .Ihr hattet halt kein Bock eure Staatspflicht zu erfüllen ,mit Ausnahmen die es wirklich nicht koennen ,aber es gibt Sanitätsdienst (also Human),Militärpolizei auch wie unsere heutige normale Polizei ,nur mit weniger Befugnissen.
Mein Meinung hier ist das es mit einer eigenen inneren Einstellung zu tun hat ,aber nicht mit weiblich sein!! Ich habe schon Frauen gesehen die keilen ganz schoen aus !! Also ,meine Bitte ,lasst die Kirche im Dorf und sagt eure wahren Beweggründe. So jetzt bin ich mal gespannt was kommt !
damals war ich mit 2 gemustert worden, war sportlich und abenteuerlustig, wäre bestimmt auch eine interessante Erfahrung beim Bund gewesen.
Ich hatte aber mehrere Gründe dort nicht hinzugehen.
1. habe ich damals an den Friedensdemos gegen den Nato-Doppelbeschluss und gegen Pershings und Cruise Missiles aktiv teilgenommen und konnte mir einen Dienst an der Waffe nicht vorstellen.
2. habe ich mich damals zwar eher als Crossdresser gesehen, auch wenn ich den Begriff noch gar nicht kannte zu der Zeit und konnte mir nicht vorstellen in solch einem Männermachoverein untergebracht zu sein.
Und Frauen beim Bund gibt es ja erst seit 11. Januar 2000 außer vielleicht im Sanitäts- und Militärmusikdienst.
3. konnte ich mir die Stelle beim Zivildienst selber aussuchen und somit auch den Ort, wo ich die 20 Monate verbringe und damals wollte ich, der Liebe wegen, unbedingt nach Celle.
LG Dahlia
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
Dahlia ,Hallo ist ja ok ,das was du gemacht hast und gehandelt hast ist ja in Ordnung ,Dienst am Staat in sozialer Art ,das braucht man doch auch!!
Mir geht es um die Ausage das verweigern sei weiblicher Natur oder die Ablehnung ,ich bin im Schützenverein und dort ist im Luftgewehr sowie im Kleinkaliberbereich eine Frau führend mit Bundesligatauglichkeit und trainiert unsere Jugend . Sehr schmächtig von der Statur und Landwirtin . Sehr feminin
. Liebe Grüße Inge
Hallo Inge. Mir ist auch beim lesen aufgefallen, das hier viele Wehrdienstverweigerer gibt. Aber was hätten alle gemacht, wenn es Die Möglichkeit nicht gibt. Im Osten gab Es das nicht. Mit Glück bei der Reichsbahn, aber nur in Ausnahmefälle. Konsequente Wehrdienstverweigerer kamen ins Gefängnis. Ich bin schon froh nicht an die innerdeutsche Grenze gekommen bin. Es gab ein Schiessbefehl. Ich musste Nie auf Menschen schießen. LG Simone
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .
An Inge die 2. das klingt ja wie ein Vorwurf.
In den 70 er Jahren gab es keine Möglichkeitkeit als Frau zur Bundeswehr zu gehen. Ausserdem war ich z.B. noch nicht einmal eine Frau. Körperlich war ich und bin ich immer noch ein Mann. Ein Mann in Frauenkleider beim Bund, undenkbar! Wie soll das gehen?
Ich hatte aber auch in dieser Zeit eine recht pazifistische Einstellung. Das war ja auch schon Grund genug den Dienst an der Waffe zu verweigern. Obendrein war mein Vater Schwerkriegsbeschädigt, somit hatte ich täglich die Auswirkungen von Waffengewalt vor Augen. Auch das hat meine innere Einstellung dem Gegenüber sicherlich ebenfalls geprägt.
Angelika
Ich bin der Ansicht das jeder/jede für sich selbst entscheiden muss was er /sie macht.@ inge, gäbe es die sogenannten Wehrdienstverweigerer nicht wären sehr viele soziale Einrichtungen ohne Personal gewesen. Als weiteres wurde die Bundeswehr im Inneren nur bei sehr großen Schadenslagen eingesetzt werden, ansonsten war es ich sage mal eine Verteidigungsarmee. Da muss auch bei den Postings keine unnötige Schärfe reingebracht werden. Das sehe ich so.
Für meinen Teil war ich gerne Soldat und es hat auch Spaß gemacht und wir haben auf See auch sehr oft kontakt mit den Einheiten des Warschauer Pakts gehabt, da war lustig schon was anderes, aber trotzdem Respekt vor denen die in Pflegeheimen oder ähnlichen Einrichtungen ihren Ersatzdienst gemacht haben.
Ach ja, ich bin immer noch Oberbootsmann d.R.
LG
Laura
Ich bin wie ich bin und weiß wer ich bin. Das gut so!
Ich war 4 Jahre beim Bund und ich war gerne da!
Ich war in Leck beim AG52 stationiert und hatte eine tolle Zeit.
Ich wäre auch gerne länger geblieben aber mir konnte keine Feldwebel-Stelle angeboten werden (Zitat meines Staffelchefs: "Sie sind einfach zu unmilitärisch"). Die Frau in mir habe ich während dieser Zeit weitestgehend unterdrückt.
LG
Angelique
Ich trage Frauenkleider - Na und! 50% der Menschheit tut das.
ingedie2te hat geschrieben:Na hier sind ja ein Haufen Wehrdienstverweigerer im Einsatz ! Jetzt meine Frage ! Habt ihr verweigert weil ihr gegen Waffengebrauch seit ,oder weil ihr euch so weiblich gefühlt habt dieses Amt nicht auszuführen zu wollen wozu ihr berufen wurdet?.
ich habe den Wehrdienst verweigert, weil ich nicht auf Menschen schießen wollte ( nur weil irgend so ein Typ mir befiehlt ich solle das jetzt tun ).
Mit weiblich / männlich hat das so garnichts zu tun !
Es liegt mir fern auf Menschen zu schießen ,aber ich habe auch die verdammte Pflicht und Verantwortung dieseszu tun wenn mein Mutter/Vaterland angegriffen wird . Da kann ich nicht wegsehen und sagen das werden schon die anderen richten. Aber mein Arsch ist fein raus . Was ist das für ein Verständis für seine Heimat ,Staat, Gesellschaft?? Komische Auffassung ,aber da stehst du ja nicht alleine.
Haste dich wenigstens sozial eingebracht oder total verpisst??
@ Ingedie2te ich weiß nicht wirklich warum hier diese Schärfe eingebracht wird?
Bislang war hier doch ein recht höflicher Umgangston! Wo hast du denn gedient? Und als Soldat hättest du ja zwangsläufig in die Situation kommen können auf andere zu Schießen oder sehe ich das falsch?
Ich bin wie ich bin und weiß wer ich bin. Das gut so!