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Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Verfasst: Mo 9. Nov 2015, 15:17
von ExUserIn-2026-04-08
Moin,

klar hatten wir das Thema schon. Aber es ist ja für (viele von) uns ein zentrales Thema. Ich denke, das berührt die Schuld- bzw. Schamfrage. Wäre es für uns "normal", als Frauen aufzutreten, gäbe es die Frage nicht. Wir würden es einfach tun. En homme fragt mich ja auch keiner, warum ich Herrenkleidung trage.

Oder anders gesagt, ich trage Frauenkleidung, weil ich sonst nackt wäre und frieren würde ... ;-)

Seth schrieb:

"Teilzeitfrauen und TV genießen es evtl einfach, einmal in die "andere" Kleidung und die andere Rolle zu schlüpfen."

Das ist nicht falsch, aber nach meiner Erfahrung ist es trotzdem eine Art "Zwang" oder "innere Notwendigkeit" mal so und mal anders aufzutreten. Aus meiner Sicht haben sie dabei genau so wenig Einfluss darauf wie TS. Es gehört halt zur Persönlichkeit.

Übrigens heißt "die Gründe nicht erklären können" nicht, dass es keine Gründe gäbe. Wir können sie nur (noch ?) nicht erkennen. Meine Modellvorstellung geht davon aus, dass das Gehirn, unabhängig vom Geschlecht, etwas ähnliches ist, wie ein Legobaukasten. Ob aus den Steinen ein Haus oder ein Auto wird, bestimmt der Erbauer. Die Steine sind die gleichen. Der "Erbauer" besteht beim Menschen im wesentlichen aus drei Teilen: Hormone (auch die der Mutter), Gene und Prägungen/Erfahrungen. Die Hormonproduktion ist wiederum von körperlichen Gegebenheiten abhängig.

So ist ein Teil festgeschrieben, ein Teil relativ gering und ein Teil mäßig beeinflussbar. An anderer Stelle wurde Simone de Beauvoir mit den Worten zitiert: "Die Frau ist in dem Maße weiblich, wie sie sich als solches empfindet." Demnach könnte die Frage auch lauten, woher denn die Empfindungen kommen, die wir mit Weiblichkeit verbinden (was übrigens nicht heißen muss, dass sie weiblich sind ...) ?

Ich denke, bei mir hat der Wunsch mich weiblich zu geben damit zu tun, dass ich seit jeher mit Männlichkeit nicht viel verbinden kann und auch nicht will. Es passt in einigen wichtigen Teilen für mich nicht. Einiges konnte ich in der Zwischenzeit für mich annehmen, aber da sind auch "untypische" Eigenschaften, die ich nicht missen will. Natürlich kann ich diese Teile auch als Mann leben, aber ich habe mich an meine geistige "Zwitterhaltung" gewöhnt. Vieleicht ist sie auch so fest verankert, dass sie ein fester Bestandteil meines Wesens ist. Diese "Zwitterhaltung" möchte ich, soweit sie mir zweckmäßig erscheint, nach außen leben. Es ist Teil meiner Kommunikation. Man kann nicht "Nicht-Kommunizieren". Jede Kleidung ist Teil der Kommunikation. Somit könnte man auch fragen, was ich mit der Kleidung ausdrücken möchte. Das könnte ein Schritt auf dem Weg zum "warum" sein.

Grüße
Vicky

Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Verfasst: Mo 9. Nov 2015, 17:23
von rika
Ich will keine Frau sein sondern einfach nur ich mit den Facetten, dir mir ins Leben mitgegeben wurden und von denen ich lange genug einige verborgen und gar bekämpft habe. Biologisch bin ich ein Mann und zeugungsfähig, sonst hätte ich keine Tochter, die auf "klassische Art" entstand.

Wenn ich das Äußere einer Frau annehme, versuche ich vielleicht ein Wunsch- oder Idealbild umzusetzen. Gepflegt, elegant oder auch mal extravagant gekleidet, ein gutes Make-up und eine schöne Frisur. Ich finde es schade, wenn ich des öfteren Frauen sehe, die überhaupt keinen Sinn für Schönes haben und sich dann auch noch - na sagen wir mal sehr robust verhalten.

Das Innere ändere ich aber nicht durch die Kleidung - sonst hätte ich nach 20 x Strumpfhosen tragen oder 10 x Kleider eine höhere Stimme, oder? Aber vielleicht bin ich trotz männlicher Stimme und dem Äußeren in meinem Wesen nicht der typische Mann, auch wenn die Kettensäge im Gartenhaus liegt und das Auto ziemlich motorisiert ist. Ich mag das Kerzenlicht, das ruhige Gespräch mit Zuhören und Reden, was fast nur mit Frauen geht, das Dekorieren von Räumen, ein gutes Essen kochen und essen, Harmonie und bin verletzlich. Bin ich weich? Ja, auch. Aber eine Frau will ich trotzdem nicht sein, denn wäre ich es, hätte ich dieses Forum nie gesucht und gefunden und würde hier nicht schreiben.

rika

Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Verfasst: Di 27. Dez 2016, 10:23
von MichelleMarie
Hallo zusammen, gerade sprach mich meine Frau an , die Michelle teilweise toleriert, das sie es als Frau immer noch nicht richtig nachvollziehen kann warum ich als Mann gerne auch Frau bin....

Ich habe ihr das gefühlt schon hundert Mal erzählt, aber der Prophet im eigenen Land zählt ja bekanntlich nicht.... ;-)

Daher möchte ich diesen Thread noch einmal aufleben lassen, hoffe ihr beteiligt euch rege.....

Liebe Grüße, Michelle

Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Verfasst: Di 27. Dez 2016, 10:29
von exuserin-2017-01-16
hab ich gefunden http://www.aerzteblatt.de/archiv/62493 da steht auch was drin ,aber davon kriege ich Brechreiz so ein Mist staht da geschrieben.
LG Uta

Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Verfasst: Di 27. Dez 2016, 10:56
von Cybill
Beweggründe - das ist nicht das richtige Wort. Ein Beweggrund setzt eine freie Entscheidung voraus. Wenn ich die Mehrzahl der Mitglieder in diesem Forum richtig verstehe, dann liegt unsere Daseinsform mit all ihren Varianten jenseits einer willentlichen Entscheidung für oder gegen.
Wir sind eben so - und das ist auch gut so!

-Cy

Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Verfasst: Di 27. Dez 2016, 12:17
von @ Julia
Ich verbinde mit "Mann sein" diese ganze Macho-Kacke. Wenn ich sehe, welche Stars in Bravo und Co. gezeigt werden, sind das doch eher feminine Typen. Ich habe in den Zeitschriften noch keinen Brutalo gesehen, der von den Mädels angehimmelt wird.
Nach einem Vorbeigehen an einen scheinbar nicht westlich aussehenden Mann rotzte der auf den Bürgersteig und drehte sich verächtlich um, obwohl ich eindeutig als Mann verkleidet war. Ich finde es einfach traurig... und doch auch schön, als femininer Mann erkannt zu werden. Beweggründe? Ich bin so.

Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Verfasst: Di 27. Dez 2016, 14:35
von Simone 65
Als ich 10 Jahre alt war und das erste mal ein Kleid meiner Schwester anzog. Was kann ein Kind , was ich war , für Gründe haben? Ich tat es einfach und fand es schön. Heute denke ich mehr nach.
LG Simone

Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Verfasst: Di 27. Dez 2016, 17:23
von Valerie Bellegarde
Alle guten Wünsche zum Jahreswechsel von Valerie. Die für mich interessantesten Beiträge zum Thema fand ich bei Cybill und bei Simone65. Beide weisen daraufhin, dass entscheidende Weichenstellungen wohl schon im frühen Kindesalter erfolgen und man daher wohl nicht von einer freien Willensentscheidung ausgehen kann, also deutet im Ganzen wohl mehr auf genetische Dispositionen als verursachende Faktoren hin. Ich persönlich empfinde diesen Standpunkt als nachvollziehbar, und er stimmt auch mit den eigenen Erinnerungen und frühen Erfahrungen überein. Uta zitierte einen Aufsatz von Prof. Korte von der Berliner Charité, der sich ebenfalls mit der Fragestellung des threads befasst und die Sache generell im den Bereich sexueller Identitätsstörungen verortet. Kortes Beitrag ist sehr umfangreich und in sich sehr schlüssig, aber auch er weist daraufhin, dass es zur Ausgangsfrage nahezu keine statistisch überzeugenden empirischen Arbeiten gibt. Also bleibt die thread Frage, die uns alle interessiert, zumindest bis heute eher unbeantwortet. Wissenschaftler an die Front!
LG, Valerie

Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Verfasst: Di 27. Dez 2016, 23:18
von Nadja Sarah
Bei vielen von uns hat es in der Jugend begonnen.Da liegt der Gedanke der Unschuld nahe. Aber es gibt hier keine Schuldfrage. Und es ist für mich Normalität. Ich bin ich, mal Frau mal Mann. Und nein ich bin im Reinen mit meiner Situation. Im Gegenteil, das Glück, das ich spüre wenn ich Frau bin ist so unendlich schön und das ist auch meine Antwort auf die im Betreff gestellte Frage nach dem Warum. Akzeptiert Euch selbst mit Selbstvertrauen, genießt Euer anders sein und zweifelt nicht.

Nadja

Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Verfasst: Do 29. Dez 2016, 08:16
von exuserin-2017-01-16
Moin moin vielleicht ist es ganz einfach?
Wir sind ja Produkt der Liebe unserer Eltern.
Somit bestehen wir zu je 50 % aus mütterlichen und zu 50% aus väterlichen Erbanlagen.
Bleibt man jetzt bei den Prozenten,was wäre wenn sich die Prozente in bei uns mehr Richtung weiblich verschoben haben? Wieviel es bei euch ist kann ja jeder selber überlegen .
Der Cd hat vielleicht 60 % die Teilzeit Frau 75 % und ab 80 oder 90 % Ist man Ts und hat den bekannten Leidensdruck und ändert sein Leben?
Die Grenzen sind dabei fliessend bei manchen ist bei 75% Schluss bei manchen kommt die Erkenntnis erst spät.
Lg Uta

Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Verfasst: Do 29. Dez 2016, 10:44
von Michi
Hallo,

ich sehe es ähnlich wie Uta. Wir haben halt mehr weibliche Anteile in uns, und die wollen/müssen wir leben, sonst werden wir krank.

Wenn ich gefragt werde, warum ich ab und zu als Frau gekleidet rausgehe, dann antworte ich, dass viele Frauen auch das Bedürfnis haben, sich hin und wieder besonders "aufzubrezeln".

Das, was Uta Leidensdruck nennt, verspüren auch CD und TV, ja eigentlich alle Menschen, die nicht so leben können, wie sie gerne wollen.
Von daher habe ich immer Bauchschmerzen, wenn eine Gruppe für sich reklamiert, dass sie sooo viel schlechter als die anderen dran wäre.
Wir sind doch nicht im Wettbewerb darum, wer das schwerere Los hat.

Aber das wäre schon wieder ein neues Thema.


Liebe Grüße
Michi

ist die Frage nicht eher viel zu eng gestellt!

Verfasst: Do 29. Dez 2016, 12:05
von AndroSern
ich weiß ncht - ich weiß nicht!
allein schon die Formulierung der Frage greift im blick auf die meisten Menschen daneben.
Beweggründe als Mann, Frau sein zu wollen

Ich kenne diese elende Fragerei zu meinem Sein jetzt viel zu viele Jahre:
Wann wirst Du eine richtige Frau sein? (bin ich jetzt eine falsche?; wer sagt, dass ich überhaupt irgendwie Frau sein will?!)
Kannst Du Dich nicht für das eine oder andere entscheiden? (warum muss ich mich überhaupt für etwas etwas entscheiden, schließlich bin ich doch schon ICH, nur passe ich damit nicht in einen der zwei Dir bekannten Schuhkartons!)
Warum willst Du kein Mann mehr sein? (ich kann in mir nicht entdecken, dass ich jemals wirklich ein Junge/Mann war, das war vielleicht der Wunschtraum meiner Eltern. Ich weiß nicht mal, wie das geht "Mann sein")
usw usw.
Wenn Du endlich auch mal in aller Ruhe und Gelassenheit die Kleidung anziehen möchtest, die irgendein Wichtigmensch für FRAU zugedacht hat, was macht Dich dann zur Frau, streng genommen nichts; Du kleidest nur nicht in der geforderten Konformität, aber Frau kannst Du damit nicht sein, Du spürst - wie Frau -, den anderen Stoff, den anderen Schnitt, Du siehst endlich mal Farbe an Dir, Du merkst vielleicht auch, wie angenehm das alles auf und in dir wirkt - aber bist Du daraum schon Frau?

Wer als TS oder aufgrund anderer körperlicher Einflüsse (auch krankheitsbedingt) hormonelle Veränderungen erleben durfte oder musste, der/die weiß sehr genau, dass es viel mehr ist, als nur äußerlich eine Umdekorierung vorzunehmen. Aus diesem innerlichen Umbau kann man dann nicht mehr einfach aussteigen, in dem die Kleidung gewechselt wird.

Ganz abgesehen davon ist die "Grenze" zwischen dem, was wir "Mann" und "Frau" beschreiben, eher gar nicht vorhanden. Es gibt bestenfalls das Kriterum "gebären" oder "zeugen". Die sonstigen Grundlagen sind bei uns Menschen so unendlich verschieden, dass es keinen zweiten Menschen gibt, der ganz genauso gepolt ist wie Du oder ich und selbst jeder von uns variiert im Verlaufe seines Lebens so fließend (im gesunden Zustand) und auch so radikal, dass die Identität grad noch über die DNA erhalten bleibt - mehr nicht!

Ich bin ich - und das ist richtig gut so!
_____________________________________________
zur Grafik unten:
Wie Du die Farben und Formen inhaltlich füllst, bleibt unwichtig /Frau/Mann/Testosteron/Oestardiol/usw usw
der schwarze Ring bist Du; verschiebst Du ihn nur minimal, verändern sich schon die Anteile in Dir...

Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: http://www.christel-pruessner.de/__FOTO ... ema-1T.png


Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Verfasst: Do 29. Dez 2016, 14:24
von Beatrix
uta hat geschrieben:Wir sind ja Produkt der Liebe unserer Eltern.
Somit bestehen wir zu je 50 % aus mütterlichen und zu 50% aus väterlichen Erbanlagen.
Nicht immer - bei mir ist die Verteilung eher 66,67% mütterliche zu 33,33% väterlichen Genen. :)

LG
Beatrix

Re: ist die Frage nicht eher viel zu eng gestellt!

Verfasst: Di 3. Jan 2017, 03:02
von Lina
AndroSern hat geschrieben:ich weiß ncht - ich weiß nicht!
allein schon die Formulierung der Frage greift im blick auf die meisten Menschen daneben.
Beweggründe als Mann, Frau sein zu wollen

Ich kenne diese elende Fragerei zu meinem Sein jetzt viel zu viele Jahre:
Wann wirst Du eine richtige Frau sein? (bin ich jetzt eine falsche?; wer sagt, dass ich überhaupt irgendwie Frau sein will?!)
Kannst Du Dich nicht für das eine oder andere entscheiden? (warum muss ich mich überhaupt für etwas etwas entscheiden, schließlich bin ich doch schon ICH, nur passe ich damit nicht in einen der zwei Dir bekannten Schuhkartons!)
Warum willst Du kein Mann mehr sein? (ich kann in mir nicht entdecken, dass ich jemals wirklich ein Junge/Mann war, das war vielleicht der Wunschtraum meiner Eltern. Ich weiß nicht mal, wie das geht "Mann sein")
usw usw.
Wenn Du endlich auch mal in aller Ruhe und Gelassenheit die Kleidung anziehen möchtest, die irgendein Wichtigmensch für FRAU zugedacht hat, was macht Dich dann zur Frau, streng genommen nichts; Du kleidest nur nicht in der geforderten Konformität, aber Frau kannst Du damit nicht sein, Du spürst - wie Frau -, den anderen Stoff, den anderen Schnitt, Du siehst endlich mal Farbe an Dir, Du merkst vielleicht auch, wie angenehm das alles auf und in dir wirkt - aber bist Du daraum schon Frau?

Wer als TS oder aufgrund anderer körperlicher Einflüsse (auch krankheitsbedingt) hormonelle Veränderungen erleben durfte oder musste, der/die weiß sehr genau, dass es viel mehr ist, als nur äußerlich eine Umdekorierung vorzunehmen. Aus diesem innerlichen Umbau kann man dann nicht mehr einfach aussteigen, in dem die Kleidung gewechselt wird.

Ganz abgesehen davon ist die "Grenze" zwischen dem, was wir "Mann" und "Frau" beschreiben, eher gar nicht vorhanden. Es gibt bestenfalls das Kriterum "gebären" oder "zeugen". Die sonstigen Grundlagen sind bei uns Menschen so unendlich verschieden, dass es keinen zweiten Menschen gibt, der ganz genauso gepolt ist wie Du oder ich und selbst jeder von uns variiert im Verlaufe seines Lebens so fließend (im gesunden Zustand) und auch so radikal, dass die Identität grad noch über die DNA erhalten bleibt - mehr nicht!

Ich bin ich - und das ist richtig gut so!
_____________________________________________
zur Grafik unten:
Wie Du die Farben und Formen inhaltlich füllst, bleibt unwichtig /Frau/Mann/Testosteron/Oestardiol/usw usw
der schwarze Ring bist Du; verschiebst Du ihn nur minimal, verändern sich schon die Anteile in Dir...

Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: http://www.christel-pruessner.de/__FOTO ... ema-1T.png


@Wann wirst Du eine richtige Frau sein? (bin ich jetzt eine falsche?;


Wer fragt denn so was und in welcher Situation?

Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Verfasst: Di 3. Jan 2017, 09:53
von Tatjana_59
Hallo Lina,

genau dieselbe Frage wurde mir vor ein paar Wochen aus heiterem Himmel gestellt.
Wir waren beim Gassi gehen mit unseren Hunden, plauderten über dieses und jenes, plötzlich wie aus der Pistole geschossen kam diese Frage, völlig zusammenhangslos.
Ich war erst mal platt und wusste nicht was ich entgegnen soll, nach kurzer Pause sagte ich *ich werde nicht zur richtigen Frau, ich bin eine richtige Frau.
Damit hab ich dann erst mal eine Diskussion losgetreten, die für mich irgendwie eine ständige Rechtfertigung hatte.
Gott sei Dank war unsere Hunderunde dann bald vorbei.
Sie hat komischerweise nicht mehr nachgefragt obwohl wir uns ziemlich häufig treffen.
Sie war übrigens eine der ersten fremden Personen (nur durch gassi gehen bekannt) die vor ein paar Jahren zu kir sagte. Ich finde es toll dass sie zu sich stehen und in der Öffentlichkeit als Frau auftreten.
Damals sagte ich nicht dass ich Frau bin, da wusste ich selber noch nicht wo ich stehe, wo mein Weg hinführt.

Gruß Tatjana