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Re: Mein Sohn Helen

Verfasst: Mo 27. Apr 2015, 13:43
von biene38
habe mir den Film auch gerade angesehen, und fand ihn sehr gut, auch wenn einige Klischees ziemlich bedient werden.
Von Jannick Schümann eine große schauspielerische Leistung, und obendrein sah er als Frau sehr gut aus, fast besser als als Mann ;-) wie ich finde.
Dafür dass er Pubertätsblocker genommen hat, war seine Stimme allerdings ziemlich tief... naja sehen wir darüber mal hinweg.
Grüße von der Biene (na)

Re: Mein Sohn Helen

Verfasst: Mo 27. Apr 2015, 14:23
von ExuserIn-2019-10-06
Hallo Ihr Lieben. )))(:
Ein sehr schöner Film.
Für mich sehr emotional. (wo)
Auch wenn wegen der nur 90-Minuten-Spielzeit alles etwas kompakt war, war doch vieles enthalten, indem man sich wieder fand.
Ich finde es auch sehr gut, dass dieses Thema im öffentlichen Sender ausgestrahlt wird. Oder was sagt Ihr?
Liebe Grüße (ki)
Renée
(flo)

Re: Mein Sohn Helen

Verfasst: Mo 27. Apr 2015, 16:57
von LanaX
Ich habe den Film gestern Abend mit meiner Freundin zusammen in der Mediathek geschaut
und fand ihn sehr gut. Der Schauspieler wirkte sehr authentisch. Sollte er im realen Leben
keine weibliche Seite haben, war das aber mal eine klasse schauspielerische Leistung!

Für TS-Spezialisten hatte bestimmt auch dieser Film Ecken und Kanten (z.B. das Ende, wo alles
toll war, selbst das Verhältnis zu den Großeltern, das war doch sehr viel Wunschdenken...).
Aber vor dem Hintergrund, dass dieser Film primär das Freitagabendprogramm füllen soll und
gleichzeitig dieses Thema aufgreift, war es ein toller Film.

Schöne Grüße
Lana

Re: Mein Sohn Helen

Verfasst: Do 30. Apr 2015, 11:54
von Sabrina.P
Habe den Film erst Gestern Abend ansehen können, finde es beachtlich dass das Thema im ARD in der Primetime gezeigt wurde.
Die Einschaltquoten zeigen ein (von mir erwartetes) mittleres Interesse (Heino Ferch war sicherlich ein grosses Zugpferd! =>

Das Erste belegt mit seinem 20.15-Uhr-Film Rang 5 hinter der "heute-show": 3,37 Mio. sahen die Transgender-Tragikomödie "Mein Sohn Helen" — allenfalls solide 11,9%. Dafür lief es für den Film bei den jungen Zuschauern recht gut: 870.000 14- bis 49-Jährige entsprachen 9,5% Quelle:http://meedia.de

Finde aber 3,37 Mio Zuseher schon sehr gut!

Zum Inhalt wurde ja schon viel gesagt, für mich wäres es Material für eine ganze Serie gewesen.

Re: Mein Sohn Helen

Verfasst: Do 30. Apr 2015, 16:29
von JuliaS (†)
Ich habe mir den Film ebenfalls noch einmal angesehen und war immer noch von ihm angetan. Neben der ganz persönlichen, positiven Wirkung, sollte nicht unbeachtet bleiben das er unser Thema und unsere Probleme zur besten Sendezeit positiv und bemüht realistisch und angemessen einem breiten Publikum nahe gebracht hat. Vieles im Film gezeigte habe ich unwissend selbst erlebt.

Re: Mein Sohn Helen

Verfasst: Do 30. Apr 2015, 20:36
von ChristaK
Habt Ihr Heino Ferch schon mal mit den Brüsten von Mariella Ahrens gesehen? Im Film "Vom Suchen und Finden der Liebe" als Hermaphrodit.
Sehr schön.
Christa

Re: Mein Sohn Helen

Verfasst: Fr 1. Mai 2015, 01:19
von Doris_S
Nachdem ich den Film mittlerweile mehrfach gesehen hab muss ich doch auch noch meinen Senf dazu geben. Natürlich haben manche mehr von dem Film erwartet bzw. kann ich die Kritik von z.B. Jaddy nachvollziehen, aber für nen Film am Freitag abend in der ARD zu dem Thema find ich ihn insgesamt doch durchaus gelungen.
Mich hat der Film sehr bewegt und es gab mehr als eine Szene in der ich hemmungslos am Heulen war. Trotz etlicher Schwächen in der ganzen Geschichte waren halt auch viele Momente dabei in die ich mich gut reinversetzen konnte. Aus meiner Sicht ein gelungener Film (unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen). Herausragende schauspielerische Leistung von Jannik Schümann, dem ich das nicht zugetraut hätte.

LG
Doris

Re: Mein Sohn Helen

Verfasst: Mi 16. Sep 2015, 08:45
von Ulrike-Marisa
Moin zusammen,

...ich habe keinen Fernseher und habe mir den Film gestern erst auf dem PC angesehen - bin vorher einfach nicht so recht dazu gekommen.
So ich fand ihn sehr bewegend, denn er schildert doch genau das, wie es die meisten Betroffenen in der Wirklichkeit erleben und sei es wie bei mir in der Kindheit vor fast 60 Jahren: weitgehendes Unverständnis der Menschen um uns herum, Familie und Behörden etc.. Das so etwas heute möglich ist, wie in dem Film geschildert, ist doch ein wahrer Segen, auch wenn der Weg für Betroffene heute immer noch steinig ist - immer noch geprägt von Ängsten und Unverständnis der Menschen, die mich umgeben. Das zeigt der Film doch eindrücklich und entlockte mir mehr als eine Träne am Ende. Ich telefonierte gestern mit meiner Frau mit einem meiner Kinder und erzählte, das ich mir den Film ansehen werde- meine Frau stand daneben und stieß mich an von wegen, dass ich so etwas nicht äußern dürfe - mein Sohn sagte nur im Telefon, er hätte den Film längst gesehen...
Ich glaube, dass der Film eine Bereicherung für den Unterricht in alles Schularten zu diesem Thema geeignet wäre ein Standardinhalt zu werden - wenn Lehrkräfte sich trauen würden, so einen film im Unterricht zu zeigen und entsprechend aufzuarbeiten. 1-1/2 Stunden Länge des Films sprechen allerdings ein wenig dagegen. Andererseits mit wenigen worten und Szenen wäre der Sachverhalt auch nicht in dieser eindringlichen Art und Weise zu transportieren.
Ein schöner film - geht ans Herz...

Gruß, Ulrike-Marisa

...bin hin und her gerissen wegen meiner eigenen Geschichte und Vergangenheit...

Re: Mein Sohn Helen

Verfasst: Mi 16. Sep 2015, 09:36
von Vivian Cologne
Hallo Ulrike-Marisa,

schön, dass du den Film noch sehen konntest. Trotz mancher Unzulänglichkeiten hat er mich sehr berührt und kam auch in meinem "heteronormativen" Umfeld sehr gut an.

Weil du es mal wieder erwähnst: Mit deiner Frau müsstest du mal dringend was ganz Grundsätzliches klären, aber das weißt du ja ...

Vivian

Re: Mein Sohn Helen

Verfasst: Mi 16. Sep 2015, 10:03
von Ulrike-Marisa
Halo Vivian,

...das Problem weiss ich, dass es zu klären wäre - aber nach 37 Jahren Partnerschaft ist das schon so eine Sache. Da stoßen grundsätzliche Meinungen und Sichtweisen des Leben und wie es zu gestalten ist aufeinander. Ein Konsens ist da nicht immer möglich. Du kennst wahrscheinlich meine diversen Beiträge dazu in verschiedenen Themen. Das Thema und die CD fasst meine Frau auch mit spitzen Fingern nicht an. Sie ist grundsätzlich und für sie unverrückbar dagegen hin bis zu der Behauptung - wider besseren Wissens eigentlich, dass es das gar nicht gäbe und das nur eingebildet und von außen her bei mir befördert wäre. (grob gesagt scheiß Internet)
Da kannst du lange und fruchtlos diskutieren und es führt zu nichts. Bei aller Gemeinsamkeit in so langer Zeit, gibt es eben auch Bereiche, in denen wir scheinbar unterschiedliche und getrennte Wege gehen. Zur Zeit ist das eben so und die Kraft und Muße zum großen Crash in der Familie habe ich zur Zeit nicht und werde ihn wohl auch in absehbarer Zeit, die das Leben mir gibt, nicht herbeiführen. Was hätte ich konkret davon - dass ich im Rock rumlaufen dürfte?- das wäre es ja nun doch wohl wirklich nicht. Ich kann meine Freiräume nutzen und tue das, zu jeder möglichen Minute und Gelegenheit und das ist wahrlich nicht an das tragen eines Rockes gekoppelt, nur um mal einen Differenzpunkt mal zu benennen.

LG, Ulrike-Marisa ))):s

...nix ist so, wie es scheint... :wink:

Re: Mein Sohn Helen

Verfasst: Mi 16. Sep 2015, 10:44
von Vivian Cologne
Hallo Ulrike-Marisa,

natürlich kenne ich die Schilderungen eurer Beziehung und ich wollte nicht den Finger in die Wunde legen. Ich kann es mir nicht vorstellen, wie das nach 37 Jahren Ehe sich anfühlt. Und deshalb steht es mir nicht an, dazu Ratschläge zu geben. Das kannst du nur selbst.

Vivian

Re: Mein Sohn Helen

Verfasst: Mi 16. Sep 2015, 11:14
von Ulrike-Marisa
Hallo Vivian,

..genau das versuche ich ja, durch kleine und kleinste Schritte das Thema weiter in unserer Beziehung auszubauen und einzubringen auf vielfältigste Art. Nicht alles ist immer mit Erfolg gekrönt, aber auch ich konnte schon einiges erreichen, was meine weibliche Identität und Daseinswirklichkeit betrifft. Mein glaube hilft mir da auch weiter - nichts geschieht ungesehen von höheren Mächten, wer immer das auch ist.
Wie schon oft gesagt, es geht nicht immer alles im Leben und wir müssen oft genug Kompromisse schließen - und das geht. :wink:

LG, Ulrike-Marisa ))):s