Muss hier eben mal updaten. Am Dienstagabend war die nächste Premiere. Zuhause bei einer Freundin, die ich seit 30 Jahren kenne und die ihre Kinder Tochter (17 - ein bildhübsches Mädchen) und Sohn (19, Student) schon vor 2 Wochen eingeweiht hat in meine Realität als Teilzeitfrau. Er war dazu komplett locker, sie jedoch eher verwirrt. Meine Freundin blieb dran, fragte paar Tage später, ob sie mal ein Bild von mir sehen wolle, aber sie lehnte ab. Am Montag dann kam nochmal die Sprache auf meinen bevorstehenden Besuch und ob sie vielleicht doch sich ein Bild machen will. Da war sie einverstanden und kam beim Bilderanschauen nicht aus dem Staunen raus, mit dem Ergebnis: Ist ok, er könne auch als Frau kommen. Aber sie würde mich gerne weiter mit meinem männlichen Namen ansprechen.
Zunächst öffnete meine Freundin die Haustür, die Tochter blieb in ihrem Zimmer, der Sohn kam erst später. Meine Freundin war entzückt und super herzlich. Von ihrer Mutter zum Abendessen gerufen stand ich im Esszimmer, als die Tochter im Flur 6m entfernt um die Ecke kam, stehenblieb, kurz schaute, dann näher kam, um mich schließlich zur Begrüßung zu umarmen. Sodann ging sie wieder auf Beurteilungsabstand, guckte und sagte „Du kannst Dich ja total gut schminken“. Ich wurde immer wieder gemustert. Die Schuhe fanden besondere Aufmerksamkeit und Bewunderung. In der Küche dann wieder eine Frage „Hast du da auch was gemacht mit Bronzer, auch Contouring?“, das sei alles echt gut und da könne sich ihre Mutter mal‘n Beispiel nehmen. Abendessen und Desert hatten ganz normale Themen. Am nächsten Morgen hatte Tochter wohl nochmals betont, wie beeindruckt sie von meinen Schminkkünsten sei.
Der Sohn kam am späteren Abend. Er war total offen, kommunikativ und nicht ansatzweise irritiert, tatsächlich so, als sei die äußerliche Identität völlig bedeutungslos.
Die Stunden vergingen wie im Flug. Als Hauptthema des Abends war aber meiner geschiedenen Freundin‘ „Liebesleben“ avisiert und sie schüttete schließlich ihr ganzes Herz aus, Kummer inklusive. Zum Abschied musste sie mich gleich mehrmals drücken und knutschen und entzückt in meine Haare fassen - das nächste Treffen soll asap im Januar sein.
Das Outfit hatte ich extra schlicht gehalten, um das Ausmaß etwaiger Irritation möglichst gering zu halten. Ich erhielt im Nachgang noch Komplimente dafür, was meine Wahl bestätigte.
Auch wenn der Personenkreis, der über meine zweite weibliche Identität Kenntnis hat (14), mittlerweile deutlich angewachsen ist, bleibt die Zahl derer, die Martina live erleben möchten, recht überschaubar: VIER - ohne Forummitglieder. Da ist Luft nach oben und ich weiß, was ich in der Zukunft zu tun habe.



Schöne Vorweihnachtszeit allen!



Martina
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