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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Mi 10. Jan 2018, 16:15
von ExuserIn-2019-12-20
Hallo allerseits,


Gestern gab es wieder eines dieser Gespräche, fordernd, dass ich endlich mal ein Ergebnis liefere, wie es dann nun weiter gehen soll.
Mit am Tisch war die Stieftochter.
Innerlich zerrissen versuchte ich mal wieder klar zu machen, das ich eine Trennung nicht möchte, es so aber auch nicht weiter gehen kann.
ICH muss mich ändern, die anderen haben kein Problem.
Ok, sie sind auch am Boden weil es zermürbt.

Dann kam die Aussage der Tochter, wir hatten nie ein gutes Verhältnis (liegt natürlich NUR an mir), das es ihr egal ist ob ich da bleibe oder peng.
Zu guter Letzt wurde ich vor die Wahl gestellt:

Entweder ich lasse das alles sein und werde wieder "normal" oder aber Trennung.

Wie soll ich bitte normal werden?
Ich reduziere mich aufs (Über)leben!
All meine Bedürfnisse habe ich so sehr zurück gedreht...!
Kompromissbereit bin ich, ich kann aber nicht meine Persönlichkeit aufgeben.

Daher muss ich mich nun mit dem Gedanken der Trennung abfinden und was damit noch alles auf mich zukommen wird.
*Ich habe aus egoistischen Gründen die Familie verlassen und was wird aus denen usw usw.*

Darf ich ehrlich sein?

Angst vor der Zukunft habe ich, ohne Ende!

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Mi 10. Jan 2018, 16:44
von Anne-Mette
Guten Tag Anna Marie,
Angst vor der Zukunft habe ich, ohne Ende!
Das kann ich gut verstehen und nehme Dich ganz aus der Ferne und in allen Ehren in den Arm )))(:

Leider gibt es Lebenssituationen, in denen gibt es keine gute Lösung, mit der alle Beteiligten gut leben können.
Schade, dass in den Auseinandersetzungen auch manche "Fiesigkeiten" stecken.

Da wäre eigentlich ein Gespräch mit einem Menschen gut, der moderieren kann; dann hättest Du bessere Möglichkeiten, alles zu verarbeiten und nicht vollkommen beschädigt zurückzubleiben - so oder so.

Herzliche Grüße
Anne-Mette

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Mi 10. Jan 2018, 16:47
von ExuserIn-2019-12-18
Hallo Anna Marie,

die Angst vor der Zukunft ist natürlich ohne Frage da. Aber vielleicht ist Angst das falsche Wort dafür? Könnte es nicht auch Respekt vor der Zukunft sein? Die vielen Aufgaben und Veränderungen die möglicherweise auf Dichvzukommen? Es ist das Wissen, dass vieles Arbeit, Zeit und Kraft kosten wird! Aber Angst? Lass Dich nicht schon im Vorfeld entmutigen ...
Für mich wäre es eine große Aufgabe mein Leben wieder alleine leben zu müssen und für Dich ist es das sicher nicht minder ... aber war da nicht auch immer ein Wunsch nach Freiheit in der Vergangenheit? Tief verwurzelt? Sicher nicht zu dem Preis gewünscht, den sie jetzt kosten mag, aber immer als Antriebsfeder zu sich selbst zu stehen..... Lass diese Kraft frei und nutze sie für die kommenden Aufgaben. Sieh den wunsch nach Freiheit bicht als Ursache für ein Scheitern, sondern als Motor für zukünftige Aufgaben.

Nimm die Freiheit an und starte in ein selbstbestimmtes Leben .... das wünsche ich Dir von ganzem Herzen!

VanessaL

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Do 11. Jan 2018, 18:25
von ExuserIn-2019-12-20
Danke für eure Antworten :)

Ja so eine dritte Person hätte was, jedoch sehe ich da auch Probleme drin.
Meine Frau und ich waren mal gemeinsam bei meiner Therapeutin, alleine weil sie wissen wollte worüber geredet wird etc.
Die Therapeutin hat ein paar gute Vorschläge gemacht, nun aber ist meine Frau der Meinung, dass sie ja sowieso auf meine Seite war.
Alles was sich gegen sie ausspricht....
Selbst Ihre Therapeutin hatte vor Jahren mal bei einer Kleinigkeit meine Aussage für positiv gefunden....
Da war Holland in Not.

Mal sehen wie es weiter geht.



Also Angst kann ich es schon nennen Vanessa :oops:

Es gibt da so viele Punkte die ich überlegt habe, da ich schon Angst vor haben kann.
Allein sein...
Umstellungen jeglicher Art
Spielt die Gesundheit mit bzw klappt es mit den Hormonen
Usw. ...

Nächsten Monat sind wir 12,5 Jahre zusammen und im April 7 Jahre verheiratet.
Und auf einmal bumm. .... alles weg.

Nochmal danke für eure Denkanstösse :)

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Fr 12. Jan 2018, 03:35
von Simone 65
Anna Marie , ich wünsche Dir eine gute Zukunft .
Was bringt die Zukunft, wer weiss das schon .
Ich war dieses Weihnachten, dieses Silvester zum ersten Mal in meinem Leben nicht bei meiner Familie, nicht bei meiner Mutter .
Es hat sich komisch angefühlt.
Es war aber ein tolles ( mein schönstes) Weihnachten. Silvester , ich habe noch nie so viel getanzt.
Anna Marie, lasse dich auf was Neues ein . Der Anfang tut weh . Ich bekam Vorwürfe von meiner Familie. Aber ich bereue Es nicht .
Ich habe im letzten Jahr ein neues Leben entdeckt .
Es ist nicht einfach , nur Du kannst es wissen , entscheiden.
Da kann ich Dir nicht helfen , darf ich auch nicht .
Liebe Grüße Simone


Ach , Angst ist kein guter Ratgeber .

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Fr 12. Jan 2018, 08:43
von Michelle_Engelhardt
Hallo Liebes,

wir haben in der Vergangenheit schon so viel über PN geschrieben und nun stellt sich langsam heraus, was wir / ich vermutet habe(n). Deine Frau ist nicht bereit, den Weg mit Dir zu gehen, Deine Stieftochter sowieso nicht (mehr oder weniger bist Du ihr sch...egal). Nun liegt es einzig und allein an Dir, wie Du Dein weiteres Leben gestaltest. Weiter wie bisher (das es Dir dabei nicht gut geht und Du daran über kurz oder lang zerbrichst, hast Du hier im Forum bereits geschrieben) oder aber der Sprung ins kalte Wasser, der sicherlich auch nicht einfach sein wird. Bedenke allerdings, das Du ohnehin schon seelisch am Boden bist und es eigentlich nur noch eine Richtung gibt, nämlich nach oben.

Wie auch immer Deine Entscheidung ausfallen mag, wünsche ich Dir von Herzen viel Kraft für die kommende Zeit. Bevor Du eine endgültige Entscheidung triffst, sprich vielleicht noch einmal mit Frau Dr. H., wie sie die derzeitige Situation sieht und einschätzt. Entscheiden mußt Du letztendlich aber selbst.

Alles, alles Liebe (ki)
Michelle

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: So 14. Jan 2018, 13:53
von Joe95
Leider habe ich irgendwie den Eindruck das du die einzige bist, die an einer echten Beziehung interessiert ist.
Es klingt irgendwie nach "funktioniere oder verschwinde, alles andere interessiert nicht!".

Ob du noch weiter für die anderen kämpfst oder ob du deinen eigenen Weg gehst, ich wünsche dir Kraft genug dies zu überstehen.

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: So 14. Jan 2018, 13:58
von Michi
Danke Joe. Gut auf den Punkt gebracht. Ich wünsche mir manchmal, dass ich das öfter so könnte.

Liebe Grüße
Michi

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: So 14. Jan 2018, 14:13
von Tatjana_59
MichiWell hat geschrieben: So 14. Jan 2018, 13:58 Danke Joe. Gut auf den Punkt gebracht. Ich wünsche mir manchmal, dass ich das öfter so könnte.

Liebe Grüße
Michi
Weniger ist manchmal mehr liebe Michi :)p

LG Tatjana

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: So 14. Jan 2018, 14:28
von Michi
Tatjana_59 hat geschrieben: So 14. Jan 2018, 14:13 Weniger ist manchmal mehr liebe Michi :)p
Ich weiß, Tatjana ich weiß. Aber ich kann da genauso wenig aus meiner Haut schlüpfen wie du. Ist noch alles gut bei euch?

Liebe Grüße
Die Vielschreibtante Michi :lol:

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: So 14. Jan 2018, 16:21
von Tatjana_59
MichiWell hat geschrieben: So 14. Jan 2018, 14:28
Tatjana_59 hat geschrieben: So 14. Jan 2018, 14:13 Weniger ist manchmal mehr liebe Michi :)p
Ich weiß, Tatjana ich weiß. Aber ich kann da genauso wenig aus meiner Haut schlüpfen wie du. Ist noch alles gut bei euch?

Liebe Grüße
Die Vielschreibtante Michi :lol:
Danke der Nachfrage Michi,

noch ist alles gut, hoffe es bleibt so.
Im Moment scheint meine Angst mehr und mehr zu verschwinden, dafür werde ich nervöser. Oder ist das eine Kombination?
Keine Ahnung. Aber alles gut, Danke!

LG Tatjana

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Mo 15. Jan 2018, 10:51
von Theresa-Annalena
Liebe Anna,

1. Du bist ein Mensch mit einer - nämlich Deiner(!) Persönlichkeit und die
kann Dir keiner nehmen noch musst Du sie verändern.

2. Wieviel liegt Deiner Familie überhaupt an Dir? Findest Du es richtig
das sie Dich in so einer schwierigen Situation, die es eh für Dich ist, so einfach
und plump unter Druck setzen? Ihnen muss doch klar sein, das man damit leben
kann, wie auch immer eine solcher Kompromis aussieht, aber die Forderung
"alles sein zu lassen und wieder normal zu werden" ist einfach nur dumm.

3. Glaube ich mittlerweile, das Deine Frau (bzw. Deine Stieftochter) eigentlich
mit der Situation schon abgeschlossen (ihre Entscheidung schon getroffen) haben,
nur trauen sie es sich nicht es zu sagen. Du sollst wahrscheinlich der jenige sein der die
weitreichende Entscheidung trifft (Ein ziemlich feiges Verhalten meiner Meinung nach).
Zum Thema Egoismus muss ich da wohl nichts mehr sagen.

4. Ganz ehrlich - glaubst Du nach allem was hier im Forum von "unsereins" geschrieben wurde
und den Gesprächen mit den Therapeuten - das man "ES" einfach sein lassen kann und "normal"
wird? (mit dem heutigen Kenntnisstand muss ich über solche Formulierungen fast lachen...).

5. Solltes Du beginnen Dir ein Netz zu bauen, was Dich auffängt. Das Forum ist schon ein kleiner
Teil davon. Persönlich Kontakte aus den SHG's helfen da sicher auch. Gemeinsam kann man
sich stützen bis man wieder genug eigene Kraft gesammelt hat.

6. Unsere Zeit hier ist endlich - vergesse das nie! Sich wegen einer Illusion ein Leben lang zu quälen
und für andere eine Bühne zu bauen auf der Du nie wirklich eine eigene Rolle spielen wirst...
willst Du das?

Ich drück Dich

LG Tessa.

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Mo 15. Jan 2018, 14:35
von ExuserIn-2019-12-20
Danke ihr Lieben für eure Antworten :)

Natürlich ist es alles Humbug, das man Trans nicht weg therapieren kann usw ist mir sowas von bewusst.

Habe auch zu meiner Frau gesagt das ich bereit bin, Kompromisse einzugehen, meine Persönlichkeit kann und werde ich nicht aufgeben können, selbst wenn ich es wollte.

Freitag war ein "gutes" Gespräch. ....
So langsam fange ich zu akzeptieren an, das eine Trennung unabdingbar ist.
Auch wenn es eine nicht wollende Trennung wird.
Sie möchte sich ja auch nicht trennen, aber den Rest wisst ihr ja.
Irgendwie war das Wochenende dann etwas erleichtert.
Auch wenn mir die Nähe zu ihr fehlt und ich keine Nähe zulassen kann, fühlte ich mich "verbunden".

Ich lasse es jetzt erstmal auf mich zukommen und werde Mittwoch mit Fr. H sprechen (Termin bei der Therapeutin).

Nochmal Danke für euer Feedback.

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Mo 15. Jan 2018, 16:53
von ExuserIn-2019-12-18
Liebe Anna-Marie,

ich weiß nicht, ob Ihr Euch schon mal über eine räumliche Trennung gedanken gemacht habt?

Zwei getrennte Wohnungen - dann könntest Du Dich in Deinem Reich entwickeln und könntrst trotzdem den Kontakt zu Deiner Partnerin aufrecht halten ... manchmal tut eine räumliche Trennung ganz gut und vielleicht klappt es si ja dann auch besser im Miteinander ....

Liebe Grüße
VanessaL

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Mo 15. Jan 2018, 23:04
von ExuserIn-2019-12-20
Hallo Vanessa :)

Natürlich haben wir auch an sowas gedacht.
Jedoch bringt es ja nichts.
Sie möchte meinen Weg ja nicht mit gehen.
Es würde lediglich für die Zeit der räumlichen Trennung die Spannung schmälern.

Daher wäre es im Endeffekt keine Option.

Einzig und allein die Trennung ist leider die einzige Möglichkeit, das ich meinen Weg gehen kann.
Und je mehr ich darüber nachdenke, um so mehr bin ich der Meinung, dass es für alle die beste (schade das es keine andere Wahl gibt) Lösung ist.

Lg,
Anna