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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Do 5. Nov 2020, 08:41
von NAREA
Michaela und Angelika
..........................Beide überlegen, was sie machen sollen. Ist der Lehrgang ein Fake oder hat Frau Koch die Einladung vielleicht per Mail bekommen. Michaela bereitet sich seelisch und moralisch auf die Reise vor. Ein gutes Gefühl hat sie nicht.
"Überlege nicht so viel, ist ja noch eine Woche hin. Den Gürtel kannst du ja in den Koffer legen und wenn die meinst, dass es brenzlich werden kann, legst du das Ding einfach an. Sollte es zu einer Annäherung kommen, möchte ich Mäuschen sein und das Gesicht von den Damen sehen."
"Die Idee ist gut, so muss ich das teil nicht den ganzen Tag tragen. Lasse uns schlafen gehen, ich bin müde von dem Rumgerenne heute."
Beide gehen ins Bad. "Ich werde dir vor der Fahrt noch die Prothesen ankleben, so brauchst du nicht immer so darauf achten ob sie gut sitzen."
"Schau mal, das habe ich für dich heraus gesucht. Mein Lieblingspyjama. Gefällt er dir?"
"Optisch schon aber morgen früh kann ich dir erst sagen, wie gut es mir gefallen hat. Dafür ist für dich nur kuscheln angesagt und nicht Hose ausziehen."
"Spielverderber."
Nächsten Morgen bereiteten sie sich wieder auf den Arbeitsalltag vor. Michi saß noch im Pyjama am Frühstückstisch.
"Gefällt dir meine Nachtwäsche so gut, dass du sie gar nicht mehr ausziehen willst?"
"Ja, ich werde den Pyjama in die engere Wahl einbeziehen, wenn ich bei dir bin."
"Das macht aber nicht viel Sinn, denn falls es dir entgangen ist, werden wir nächste Woche zusammenziehen, dann gibt es nur noch schöne Nachthemden. Oh Mist, du bist ja nächste Woche gar nicht da. Ich gebe dir mein liebstes Stück einfach mit auf die Reise. So bin ich indirekt immer bei dir."
"Das ist eine sehr gute Idee. So kann ich dann Irene und Renate empfangen. Mit Keuschheitshöschen unter."
"Das finde ich nicht lustig."
Beide machen sich auf den Weg ins Büro. Die Woche verläuft stressfrei. Am Freitag vor der Reise verabredeten Frau Koch und Michaela die Abfahrt am Sonntag Abend. Angelika hat schon die Reisetasche gepackt. Ganz oben drauf den Keuschheitsgürtel. "Möchtest du ein paar bequeme Hosen von mir haben?" "Nein, lass mal, ich ziehe einen Jeansrock an. Der ist sicher bequemer als deine Jeans."
Es hupt. Frau Koch steht mit ihrem Auto vor der Tür. Angelika küsst ihre Michaela, zu lange, denn es hupt ein zweites Mal.
Auf der Fahrt unterhalten sich Frau Koch und Michaela über den Lehrgang, über das Hotel, in dem sie zwei Einzelzimmer bewohnen werden.
Angelika will die Abwesenheit von Michaela nutzen und mit ihren Freunden und Bekannten den Umzug organisieren. Das soll eine Überraschung werden. Einrichten können dann sie beide alleine.

Einzug ins Hotel.
Gut angekommen und gleich die Sachen ausgepackt. Dann zum Abendessen in ein kleines Restaurant in der Nähe. Den Rest des Abends hat sich Frau Koch mit einer Flasche Sekt selbst bei Michaela eingeladen. Vielleicht zum testen, ob sie für ein paar Tage Angelika vergessen kann? .................................

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Mo 9. Nov 2020, 15:12
von NAREA
....................Frau Koch will an ersten Abend keine Versuche machen, um sich Michaela zu nähern. Sie trinken die Flasche Sekt aus und Frau Koch verabschiedet sich. Noch mal gut gegangen, denkt Michaela.
Der nächste Tag war voll mit Lehrstunden. So gegen 16.00 Uhr kam Michaela im Hotel an und ruft sofort Angelika an.
"Na meine Lieblingsfrau, alles in Ordnung?"
"Du bist aber schnell, ich konnte dich gar nicht begrüßen. Deiner Lieblingsfrau geht es gut. Hatte gestern Abend schon Besuch von Irene. Aber harmlos. Sie wollte nur was trinken mit mir."
"Und hattest du?"
"Nein, der Besuch war so überraschend, dass ich gar nicht dazu kam diesen Stahlkäfig anzulegen."
"Passe bloß schön auf, ich habe Angst um dich." "Keine Sorge mein Schatz, ich gehe nach her Abendessen und dann ins Bett."

Frau Koch sieht das anders, sie will noch was erleben. Ohne Michaela macht es keinen Spaß, denn in ihrem Alter durch die Lokale ziehen und Bekanntschaften machen, ist ihr zu anstrengend. Sie hat ja ihr Lustobjekt vor der Nase.
Wieder wird Michaela erwischt. Sie sitzt beim Abendessen und Irene setzt sich an ihren Tisch.
"Na, schon was vor heute Abend?"
"Ja, was lesen und dann schlafen gehen."
"Das geht doch nicht. Wollen wir nicht ein paar Lokale besuchen und Spaß haben?"
Das gefällt Michaela gar nicht aber wie die Frau loswerden? "Ich habe keine Lust heute." "Dann aber morgen, ich habe Renate eingeladen, da machen wir 3 Mädels ein Fass auf."
"Mal sehen." "Nicht mal sehen, du bist dabei."

Michaela war froh endlich Ruhe zu haben.
Der Lehrgang war stressig. Als Michaela zurück kommt, ist von Irene noch nichts zu sehen. So beschließt sie einen kleinen Bummel in der Stadt zu machen. In 3 Stunden gibt es erst Abendessen. Sie geht an Schaufenstern vorbei, an denen sie sicher als Mann stehen geblieben wäre. Andere Auslagen interessierten sie mehr. Einen schönen Mantel für den Winter, sowas hätte sie gern. Sie geht in ein Kaufhaus und stöbert etwas herum. Immer beäugt von Verkäuferinnen in ihrer Nähe. Eigentlich möchte sie doch lieber mit Angelika einkaufen gehen. Da fühlt sie sich sicherer. Aber es passiert doch, dass sie zu lange einen Mantel in der Hand gehabt hat. Sofort kam eine Verkäuferin angelaufen. Keine Zeit für den Rückzug.
Sehr höflich und informationsbereit steht die Verkaufs Dame neben Michaela.
"Ich halte ihren Anorak, dann können sie einfach mal probieren." Michaela zog den Mantel aus und zog sich das neue Teil über. Passt perfekt. Ein sehr warmer Wollmantel mit hübsch aufgesetztem Fellkragen (nicht Natur). Das drehen vor dem Spiegel müsste Michaela noch mehr üben. Aber sie erkannte, dass er ihr sehr gut steht. Was ihr auch die Verkäuferin bestätigt. Aber darauf will man ja nicht viel geben. Sie Überlegt, wie sie sich hier herauswinden kann. "Ist es möglich den Mantel bis morgen hier zu deponieren? Ich möchte das erst mit meinem Mann absprechen. Ist ja keine billige Angelegenheit."
"Gerne aber eine Anzahlung brachen wir schon." Michaela kramt in ihrer Handtasche. Tut mir leid, ich habe meine Geldbörse im Hotel liegen lassen. Sie hängt den Mantel wieder an den Kleiderständer. "Vielleicht ist er morgen noch da, dann nehme ich ihn." Die Verkäuferin sieht sie etwas böse an, sagt aber nichts. Michaela geht ein paar Reihen weiter zu den Anoraks. Aber nur um zu sehen was die Verkäuferin macht. Die nimmt den Mantel von der Stange und nimmt ihn mit hin zur Kasse. Da soll er bis morgen auf Michaela warten aber ohne Anzahlung.
Da wird sie wohl lange warten müssen, bis Michaela wieder kommt.

Im Hotel wird sie schon vermisst. Irene hat sie schon gesucht. Nun muss aber schnell auf ihr Zimmer und sich umziehen. Besonders schick will sie sich nicht machen. Soll ja wohl ein Kneipenbummel werden. Aber ohne den Gürtel will sie nicht gehen. Geschafft, Punkt 19 Uhr sitzt sie am Tisch und ißt Abendbrot. Da kommt Irene und fragt, wo sie denn gewesen sei.
........................................

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Mi 11. Nov 2020, 09:31
von NAREA
........................"Einen kleinen Bummel durch ein paar Geschäfte. Nichts weiter."
"Hättest auch warten können und ich hätte dich begleitet."
Ein Glück, denkt sich Michaela, dass sie schneller war. Auf die Begleitung konnte sie gut verzichten.
"Nach dem Abendessen treffen wir uns mit Renate."
"Wieso das?"
"Weil ich sie gerne wiedersehen wollte und sie wohnt nur 2 Stunden Autofahrt von hier." "Ach so."
Nach dem Essen will Irene sich umziehen gehen.
"Kommst du mit?"
"Wohin?"
"Na umziehen!"
"Ich bin bereits fertig angezogen." "Du willst doch nicht etwa in Hosen mit uns ausgehen?" "Warum nicht? Ich gefalle mir gut und solange wir nicht ins Theater gehen, sehe ich keine Veranlassung was anderes zu tragen. Wenn es dir nicht gefällt, dann gehe doch mit Renate aus. Ich kann mich auch anders beschäftigen."
"Na dann warte hier."
Michaela hatte eine innerliche Freude, weil sie sicher einen ihr noch unbekannten Plan zerstört haben könnte. Gut das Angelika noch ein paar Hosen von sich in den Koffer getan hat. Überstylt kam Irene zurück und beide gingen wortlos zu einer kleinen Bar 200 m vom Hotel entfernt. Michaela sah schick aus mit den Hosen. Angelika hatte eine breitere Hüfte, darum hat sie schon einen passenden Gürtel eingefädelt. Eine schicke Bluse und ein Blazer drüber machten aus ihr eine hübsche Business Frau. Zum Ärger von Irene.
Renate wartet schon vor der Tür der Bar. Sehr elegant eingerichtet und sehr leer. Eigentlich waren sie die einzigen Gäste.
Aber wer geht schon vor 9 oder 10 Uhr in eine Bar?
"Gut sehen sie aus Michaela." "Danke."
Sie suchen sich einen kleinen Tisch in einer Nische des Raumes. Irene bestellte erst mal Sekt zum Anstoßen. Renate und Michaela sollen auch Du zueinander sagen, so wollte es Irene. Beide stoßen miteinander an und gaben sich einen Kuss auf den Mund bei gleichzeitiger Umarmung. Michaela hat das Gefühl, dass Renate ihre Lippen noch länger auf ihre gedrückt hätte. Ein belangloses Gespräch der drei Damen begann. Die Bar fing an sich zu füllen. Einige Einzelpersonen und mehrere Paare besetzten die Tische. Eine Band fing an ihre Instrumente aufzubauen. Bei Michaela fängt es an im Kopf zu arbeiten. Musik, das heißt tanzen. Oh nein, tanzen will sie nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine der Frauen beim Tanzen vielleicht mit den Händen ihren K-Gürtel spüren könnte, lässt ihren Puls leicht ansteigen. Sie überlegt, was sie dann sagen soll.
"Na Michaela, beim träumen?"
"Nein Irene, mir ging gerade was durch den Kopf. Aber nicht so wichtig. Trinken wir lieber noch ein Glas Sekt."
"Du weißt, dass du mir alles erzählen kannst, so lange wie wir uns schon kennen."
Was denkt die sich denn? Eine nette Freundin war sie noch nie, geht es Michaela durch den Kopf.
Wie wird er tanzen? Als Mann führen? Gut tanzen kann er nicht. Einfach abwarten.
Zwei Flaschen Sekt sind schon leer. Jetzt bestellt Irene Cocktails. Da weiß man nie genau, was drin ist. Michaela muss aufpassen.
Und dann passiert es doch. Ihre Zunge fängt an schwer zu werden. Renate bittet sie auf die Tanzfläche. Langsame Musik. Sicher kein Zufall gerade jetzt tanzen zu gehen. Sie tanzen sehr dicht. Renate legt ihre Arme um Michaelas Hals. Michaela hält Renate an den Hüften fest. Renate kommt immer näher. Sie tanzen schon Wange an Wange. Michaela versucht mit ihren Händen Renate auf Abstand zu halten. Hinter ihrem Gürtel rührt sich was. Nicht jetzt, denkt sie sich. Wie soll das weiter gehen? Irene wurde von einem Herrn zum Tanz aufgefordert, der mit ihr auch zur Bar ging. Danach setzte sie sich zu ihm an den Tisch.
Michaela und Renate tanzen 3 Runden, dann gehen sie wieder an den Tisch. Irene hat schon eine neue Runde Cocktails bestellt.
So gegen Mitternacht geht Renate zu Irene, die immer noch am Tisch des Herrn sitzt und sagt ihr, dass sie mit Michaela ins Hotel geht.
Michaela hat genug von dem ganzen Alkohol intus. Renate scheint noch etwas besser drauf zu sein. Im Hotel angekommen musste Renate zwangsläufig mit in Michaelas Zimmer. Es waren sowieso Doppelzimmer, ebenso wie bei Irene, nur hat Renate keinen Schlüssel für Irenes Zimmer. Sie will aber auch lieber bei Michaela bleiben. Renate fängt an Michaela mit Küssen zu überhäufen. Michaela hat nicht viel Kraft für eine Gegenwehr. Renate fängt an ihren Rock auszuziehen. Michaela, etwas vom Alkohol gehandicapt, lag auf dem Rücken auf dem Bett.
Renate will ihr helfen sich auszuziehen. Michaela überblickt die Situation nicht mehr. Renate hebt den Oberkörper von Michaela an und zieht ihr Blazer und Bluse aus. Dann zerrt sie an den Hosen und zieht auch die aus.
Jetzt strahlt ihr ein silbernes Stahlband entgegen. Sie weiß sofort, was das ist. Sie versucht noch von Michaela zu erfahren, ob da ein Schlüssel in der Nähe ist. "Nein, den hat meine Freundin Angelika."
Dieses Biest, denkt sich Renate. Sie weiß, dass sie keine Chance hat den Gürtel zu knacken. Sie ärgert sich, weil die weite Fahrt umsonst war. Damit konnte aber auch keiner rechnen so überlistet zu werden. Renate legt sich neben Michaela ins Bett und schläft ein. Wenn das Irene erfährt.....................................

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Mi 11. Nov 2020, 15:45
von NAREA
Hallo, habe gar nicht daran gedacht, dass heute 11.11. ist.
Bei unserem Morgenspaziergang war Doris auch so ruhig, was ich von ihr nicht so kenne. Sicher weil es so kalt war. Wir haben uns aber versprochen, dass wir das durchziehen. So bei Wetter, das Leute Ü 60 nicht von der Strasse fegt. Bei Sturm und Hagel bleiben wir im Haus.
Als wir heute zurück kamen, sagte Doris ich solle mich im Schlafzimmer umziehen, sie hätte schon Sachen herausgelegt.
Was für Sachen? Ich war doch angezogen. Sie hat nichts gesagt. Ich also ins Schlafzimmer. Da lagen Sachen auf meinem Bett. Ein schwarzer langer Rock, den sie mal als Hexe zum Karneval getragen hatte, eine schwarze Bluse und ein großes schwarzes Tuch. Sie stand schon hinter mir. Was das soll, fragte ich. Ziehe alles an, dann verrate ich es dir.
Bei dem ganzen Wundern, habe ich nicht bemerkt, dass sie einen meiner längsten Kittelschürzen an hatte. Sie ging wieder nach unten und wartete auf mich.
Vorsichtig wegen des langen Rockes, kam ich auch unten an und sah mein Frauchen gekleidet wie ein Schulmädchen in einem grauen Rock, hellblaue Bluse mit kleiner Weste und einem Strohhut auf dem Kopf, stehen.
Verdutzt schaute ich sie an und wollte wissen was den eigentlich los ist. "Na Karnevals Beginn!"
Oh, war ich überrascht, weil ich mir soooo vieeeeel aus Karnval mache.
Sie kam und umarmte mich, nahm das Tuch und hob es von der Schulter auf meinen Kopf. "Ich deine Gretel und du die böse Hexe. Freue dich doch mal."
So war mein heutiger Vormittag.
Ich hatte gerade die Geschichte von Michaela abgeschickt, da klingelt es an der Haustür. Doris hin als hätte sie darauf gewartet. Es waren Olaf und Carmen. Beim zweiten Hinschauen erkannte ich sie. Carmen war der Bruder von Doris. Also der Hänsel. Olaf kam als Mutter der beiden Kinder. Erst verdeckte ein bodenlanger Ledermantel von Carmen sein wunderschönes Dirndl Kleid. Als er den Mantel abgelegt hat, habe ich Doris böse angesehen. So schön hätte ich auch aussehen wollen. Hexe, das kann jeder. Mein Dirndl hängt oben im Schrank.
Zwei Flaschen Sekt trösteten mich. Wir feierten den historischen Tag. Wegen Corona müssen wir das leider im kleinen Kreis machen. Es hat aber trotzdem viel Spaß gemacht. Trotz Hexe war ich ein guter Gastgeber.
Bis bald. LG Narea

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Mi 18. Nov 2020, 09:21
von NAREA
...................Irene kam gegen 2 Uhr nachts in ihr Zimmer. Renate nicht da. Super, dann hat es doch geklappt mit Michaela. Sie geht zufrieden ins Bett.
Renate wacht früh auf, kann aber nicht in das Zimmer von Irene. Sie hatte keine Schlüsselkarte.
Michaela wird auch wach. "Sag mal Michael, hast du gewusst, dass ich dich vernaschen wollte?"
"Wenn ich ehrlich sein soll, dann habe ich das erwartet. Ich möchte sagen, dass dir auch nicht
widerstanden hätte. Der Alkohol hätte mich schwach werden lassen. Damit hast du doch gerechnet?"
"Nicht nur, ich war so scharf auf dich, da hätte ich alle Register gezogen mich zu lieben. Leider hast
du dir das versaut, wie es in Fekalsprache heißt."
"Ich habe eine feste Freundin, die ich sehr liebe. Sie zu hintergehen wäre ein Vertrauensbruch, da bin
ich sehr altmodisch veranlagt."
"Du würdest nie mal so mit einer anderen Frau ins Bett hüpfen? Dann bist du wirklich altmodisch.
Deiner Freundin traust du das auch nicht zu? Wie lange kennt ihr euch schon?"
"Ein halbes Jahr."
"Und sie ist deine große Liebe?"
"Ja, kannst du dir das nicht vorstellen?"
"Nicht so richtig aber ich bin vielleicht schon zu alt, um die große Liebe kennen zu lernen. Es ist
schon schwierig, weil ja meistens alte verlassene Männer oder Witwer, die ein Ebenbild ihrer
verstorbenen Frau suchen oder Männer, die mit 55 gerade bei Mutti ausgezogen sind. Mir sind dann
die Männer gerade recht, die nur ein Abenteuer und nicht die große Liebe suchen."
"Was wird wohl Iren sagen, wenn sie das erfährt?"
"Sie wird mich auslachen oder ich werde ihr leid tun. Aber einen Versuch warst du mir wert, das
muss ich zu geben."

Als Irene das am nächsten Morgen erfährt, weiß sie nicht was sie davon halten soll. Jedenfalls hatte sie Spaß in der Nacht.
Renate will nicht mehr bleiben und packt ihre Koffer. Irene macht das etwas traurig, hatten sie sich den Abend doch ganz anders vorgestellt. Michaela soll nicht einfach so davon kommen. Am Frühstückstisch hat Irene kein Wort gesagt. Michaela beginnt die Ruhe zu durchbrechen. "Was stört dich denn so an dem gestrigen Abend? Lief doch gut für dich, hoffe ich. Das mit Renate war nicht fair. Das werde ich dir nie vergessen. Sie hat mich damals in deinem Büro schon so angesehen als wenn du ihr was über uns erzählt hast. Dieser Lehrgang und die Einladung von Renate ließen bei mir die Alarmglocken läuten."
"Und dann hast du mit Angelika diesen Plan ausgeheckt?"
"Wenn du so willst, dann war es unsere Idee. Aber es war nicht so geplant. Leider war die Zeit zu kurz, so kam Angelika auf
die Idee mit dem Gürtel. Das ist das Schlimmste, was ich je getragen habe. Den Schlüssel dafür habe ich zu hause gelassen
und quäle mich jetzt damit rum. Der Gürtel ist eigentlich für Frauen."
"Schön, dann tut es sogar ein wenig weh und ich noch schadenfroh sein? Pass mal auf, ich dachte wir haben ein gutes
Verhältnis zueinander. Ihr habt mich und meine beste Freundin veräppelt. Das hat mich gedemütigt."
"Ich kann deine Ansicht nicht teilen, ihr fühlt euch betrogen, weil ihr mich nicht bumsen konntet? Beziehungsweise deine
Freundin, denn du warst ja gar nicht da. Jetzt soll ich mich wohl noch entschuldigen? Ich hoffe du glaubst nicht, dass ich
weiterhin mit dir zusammen arbeite. Da gehe ich lieber wieder putzen. Ich fahre jetzt nach Hause und schreibe meine
Kündigung."
"Michaela so ist das doch alles nicht gemeint. Warte doch. Ich nehme die Kündigung sowieso nicht an."
"Das ist mir egal, mich siehst du nie wieder."
"Dann kannst du deine Angelika gleich mitnehmen."
Michaela ging auf ihr Zimmer und packte alle Sachen zusammen. Renate war schon ausgezogen und war in einer Bäckerei einen Kaffee trinken. Als sie zurück kam und in ihr Auto steigen wollte, sah sie Michaela am Taxi Stand. Sie ging hin und und wollte wissen, was los ist, denn der Lehrgang ist ja noch nicht zu Ende. Michaela erzählte kurz von dem Gespräch am Frühstückstisch.
"Was willst du jetzt machen?"
"Erst mal nach Hause, ich bin mir Irene her gekommen und muss nun die Bahn nehmen."
Renate nahm Michaela an die Hand und führte sie zu ihrem Auto.
"Das wir vor hatten ist nicht gut gewesen, nur dass es jetzt in diese Situation geraten ist, tut mir wahnsinnig leid. Ich
werde dir helfen und mit Irene reden."
"Nein bitte nicht. Ich kann da nicht mehr arbeiten. Angelika, meine Freundin soll ich auch gleich mitnehmen."
"Die spinnt wohl, so ohne triftigen Grund kann sie euch gar nicht entlassen. Michaela, ich möchte was gut machen und
fahre dich nach Hause."
"Das geht doch nicht, du wohnst doch in der anderen Richtung."
"Ich bin frei. Habe Zeit und kann dich hin fahren wohin du willst."
"Nach Hause reicht mir, obwohl das nicht nötig ist. Renate, ich will dir keine Umstände machen."
"Jetzt bist du mal ruhig und schnallst dich an."...................................

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Fr 20. Nov 2020, 13:16
von NAREA
................Renate fährt Michaela nach Hause. Angelika ist noch bei der Arbeit. Michaela ruft sie an.
"Hi Schatz, ich bin wieder da. Sag mal wo ist der Schlüssen für den Gürtel, langsam stört er schon."
"Den habe ich um meinen Hals. Ist ja bald Feierabend, dann erlöse ich dich. Warum bist du schon so früh zu Hause, wolltet ihr nicht morgen erst kommen?"
"Ist eine etwas längere Geschichte. Erzähle ich dir nachher."
Renate hat sich ein Hotelzimmer genommen. Michaela will sie aber nicht mehr sehen. Ihr schlechtes Gewissen wegen der missglückten Liebesnacht macht ihr noch zu schaffen. Mit Irene hat sie auch noch nicht gesprochen. Die versucht sie laufend anzurufen. Renate will sie noch etwas zappeln lassen.

Als Angelika nach Hause kommt fallen sich die beiden sofort in die Arme. "Das mit der Wohnung hast du toll gemacht. Warum konntest du nicht warten? Ich wollte doch auch helfen."
"Ich freue mich so sehr, dass es dir gefällt. Ich habe meine Freunde und Bekannten mobilisiert und ruck zuck war alles erledigt. Sogar die Endreinigung der anderen Wohnung haben sie für uns gemacht."
"Dann brauchen wir nur noch meine alte Wohnung ausräumen. Viel ist da ja nicht mehr drin. Schau dich doch mal um, ein paar Sachen musst du doch erkennen."
"Du bist ein Schatz aber nun gebe mir schnell den Schlüssel für mein Gefängnis."
"Lass mich das machen."
"Nie wieder werde ich das Ding tragen." "Sei nicht so böse zu deinem Gürtel, er hat dir doch geholfen."
"Ja schon, er hat aber dafür gesorgt, dass wir jetzt arbeitslos sind." Angelika sieht Michaela erschrocken an. "Es ist alles so gekommen, wie du es gesagt hast. Irene hat Renate eingeladen, um mich zu verführen. Wir gingen vorgestern nach dem Lehrgang in eine Bar. Ich wollte nicht, ließ mich trotzdem überreden. Es floss Alkohol. Irene hat sich einen Herrn angelacht und ging zu seinem Tisch. An dem standen zwei Stühle und trotzdem saß Irene nur auf seinem Schoss.
Renate merkte, dass ich wohl etwas zu viel getrunken habe und drängte zum Aufbruch. In meinem Hotelzimmer angekommen, fiel ich sofort ins Bett. Ich war so weit weg, dass ich nicht mitbekommen habe, dass sie mir die Hosen ausgezogen hat. Als sie dann den Slip sah, an dem sich schon der Gürtel abzeichnete, muss sie sehr enttäuscht gewesen sein. Leider konnte ich das nicht sehen. "Schade mein Schatz, ich hätte es gerne gesehen." Als sie dann gehen wollte, bemerkte sie, dass sie keine Schlüsselkarte für Irenes Zimmer hatte. Sie legte sich neben mich und wir schliefen unseren Rausch aus. Als Irene am Morgen von Renates Pleite erfuhr, kam sie zu mir. Beschimpfte mich und hat mich entlassen, dich gleich mit, weil du ja Schuld hast."
"Na toll, ich schütze meinen Freund und werde noch bestraft. Das wird sicher ein toller Prozess vor dem Arbeitsgericht. Da werden die Schöffen sich bestimmt freuen. Sowas haben die auch nicht jeden Tag zu verhandeln. Da kann Frau Leiterin einer Klink Koch sich nur blamieren."
"Ich will aber nicht mehr als Sekretärin dort arbeiten. Eigentlich will ich da gar nicht mehr arbeiten."

"Habe Mut, das stehen wir durch. Wir können nur gewinnen." Mit unseren Argumenten, dass wir bei der Arbeit keine Fehler gemacht haben, besteht kein Grund zur Kündigung. Warten wir erst mal ab, ob ein blauer Brief kommt. Ich gehe jedenfalls arbeiten."
"Ich bleibe zu Hause. Lasse mich krank schreiben wegen seelischer Störungen."...............

Die bekomme ich auch bald. Doris geht damit relaxter um. Sie hat ja mich. Heute morgen war unser Spaziergang schon extremer. Es war saukalt. Dicke Strumpfhosen, Jeans und Strickkleider hatten wir an. Jeder einen dicken Schal um den Hals, warme Stiefel und unsere langen Wintermäntel. Das Schöne ist das Heimkommen nach dem Spaziergang. Heißer Kaffee, aufgebackene Brötchen und schöne Musik von Radio MV. Ob wohl wir nichts schmutzig machen, wird unsere Wohnung an den Wochenenden geputzt. Doris wollte mir eine Freude machen und hat mir von ihrem letzten Einkauf eine neue Kittelschürze mitgebracht. Schöne dunkelblaue Farbe mit hellblauem Kragen. Bei der Länge muss sie sich verschätzt haben. Ich bin nicht soooo klein, dass mir der Kittel bis übers Knie reichen sollte. Im Gegenteil, er endet 10 cm über dem Knie. Dafür hat er einen Reißverschluss aber keine Ärmel. Soll mich beim Tragen wohl jünger fühlen als ich bin.
Mehr Neues gibt es nicht.
Wünsche Euch allen ein schönes Coronafreies Wochenende. Bei uns im Dorf waren die Vieren noch nicht.
Liebe Grüße
Narea

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Di 24. Nov 2020, 10:37
von NAREA
Hallo, ich habe mich sehr über Eure "Dankeschöns" gefreut. Das motiviert mich immer wieder aufs Neue.
Heute sitze ich schon am Morgen in einem Kleid hier am PC. Manchmal schüttelt Doris den Kopf über meine spontanen Ideen.

..................Angelika geht in die Klinik an ihren Arbeitsplatz. Irene wartet auf Michaela. Aber die kommt nicht. Sie ruft Angelika an. "Wo bleibt denn ihr Freund? Er ist schon 20 Minuten über der Zeit."
"Ich glaube, er will zum Arzt."
"Ach so, hat bestimmt Scheuerstellen vom Damen KG." Dumme Pute, denkt sich Angelika. "Ich habe Michaelas Kündigung in der Poststelle abgegeben. Nach dem Arzt Besuch will er gleich zum Arbeitsamt. Hier kommt er nicht mehr her."
"So einfach geht das nicht, wenn ich der Kündigung nicht zustimme...."
"Sie haben ihn doch entlassen und mich gleich mit. Können sie sich nicht mehr erinnern? Ich lasse mich nicht so schnell rausschmeißen."
Irene beendete das Gespräch sehr schnell. Sie hatte von heute auf morgen keine Sekretärin mehr.

Michaela ist nicht zum Arzt gegangen. Sie hat in ihrem Kündigungsschreiben aufmerksam gemacht, dass sie bis zum Ende der Kündigungsfrist Urlaub macht.
Dann hat sie sich Kleidungsstücke herausgesucht, die den Michael hervorheben sollen. Dummerweise hat Angelika ihm vor dem Lehrgang noch mal die Silikon Brüste angeklebt. Er hat sie sich noch nie alleine entfernt. Er nimmt sich von Angelika einen BH, der sehr eng anliegt. Richtigen Erfolg hat er nicht. Also ein weites Hemd anziehen. Ein Hemd hat er ja gar nicht.
Unter den vielen Blusen fand er eine, die als Männer Hemd durchgeht. Seine Damen Jeans hat alles, was Mann auch hat und so sah er sich im Spiegel an. Haare zum Pferdeschwanz gemacht und eine Jacke gesucht. Man, dachte er sich, hundert Jacken im Schrank und keine so richtig männlich. Hatte er auch noch nie gebraucht. Aus Angis Schrank nahm er sich dann ihren Trenchcoat, den hatte er schon öfter an. Reicht übers Knie und viel nicht auf.
Auf dem Arbeitsamt will er sich nach Stellen erkundigen. Die Sachbearbeiterin will seine Kündigung sehen. Er hat aber noch keine. Dann soll er sich wieder melden, wenn er endgültig arbeitslos ist. Wegen der offenen Stellen soll er sich am PC im Raum nebenan informieren.
Da sitzt er fast 2 Stunden. So richtig hauen ihn die Arbeitsstellen nicht vom Hocker. Viele sind weit weg, andere verlangen Erfahrung in den Berufen, wieder andere zahlen Mindeslohn. Das wäre aber erste mal egal. Hauptsache Arbeit.
Michael beschließt Ilona anzurufen.

"Du Michaela, Frau Koch erwartet dich schon sehnsüchtig. Ich habe ihr gesagt, dass ich mich nicht rausschmeißen lasse. Sie hat den Hörer sofort aufgelegt. Wie ist es auf dem Amt gelaufen?"
"Gar nicht, ich brauche eine Kündigung oder eine Bestätigung meine Kündigung, dann kann ich wieder kommen. Ich habe 2 Stunden am Pc Arbeitsstellen gesucht. War ernüchternd. Ich werde nach her mal Ilona anrufen, vielleicht hat sie eine Idee. Bis heute Abend, Küsschen.
Ilona:"Hi Michaela, was kann ich für dich tun?"
Michaela erzählt kurz seine Erlebnisse der vergangenen Tage.
"Das geht doch gar nicht. Das kann sie nicht tun. Soll ich mit ihr reden? Wir kennen uns schon lange."
"Bitte nicht, ich will da nicht mehr hin, schon gar nicht wenn du für mich vermittelst. Sie hat mich schwer enttäuscht."
"Wie du sagst, hat das Arbeitsamt nicht so das Richtige für dich. Ich werde mich mal umhören. Wie läuft es mit Angelika? Noch die große Liebe?"
"Ja noch größer geworden, wir wohnen jetzt zusammen."
"Gratuliere. Was sagt sie denn zu dem Allen? Hat sie eine Idee, wo du arbeiten könntest?"
"Nein."
"Möchtest du einen Job als Mann oder Frau?"
"Das weiß ich ehrlich gesagt nicht mal. Ich sitze hier zum Beispiel als Mann, weil ich auf dem Arbeitsamt war. Habe mir Sachen von Angelika geborgt. Als ich dann an den Schaufensterscheiben vorbei gegangen bin, musste ich feststellen, dass ich schon recht weiblich aussah. Ich muss nehmen was ich kriege. Du weiß ja auch, dass ich keine abgeschlossene Lehre habe. So bleiben doch nur Hilfsarbeiten."
"Ich habe verstanden Michaela, ich werde dir helfen."

Michaela wartet auf Angelika, die gleich Feierabend hat.
"Schatz, was hast du denn an?"
"Mir ist heute morgen eingefallen, dass ich als Michael zum Arbeitsamt gehe. Das ist dabei herausgekommen."
"Hättest du was gesagt, dann hätte ich dich von den Brüsten befreit. Aber so hast du ja auch alles gut gelöst."
"Ja aber so richtig wohl gefühlt habe ich mich nicht."
"Was heißt das?"
"Na so wie ein Mann eben. Als ich am PC im Amt offene Stellen für Männer gesucht habe, hatte ich das Gefühl, dass ich keinen dieser Berufe ausführen könnte."
Angelika geht zu Michaela und nimmt sie in den Arm. Sie hält ihn fest. Aus ihren Augen kullern ein paar Tränchen. Als Michaela sie küssen will, bemerkt er die Tränen. "Was ist das denn, warum weinst du?"
"Weil ich meine Michaela mehr liebe als den Michael. Aber das weißt du ja. Ich gehe auch jeden anderen Weg mit dir, wenn ich dich auch dann ab und zu als Michaela sehen kann. Versprichst du mir das?"
"Ich verspreche dir alles auf das Welt, wenn du nur bei mir bleibst."
Michaela behielt die Sachen noch den ganzen Abend an. Beide hoffen auf einen schnellen Erfolg von Ilonas Stellensuche.

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Di 24. Nov 2020, 10:43
von Engelchen
Sehr schöne weiterführung der Geschichte, bin gespannt wie es weitergeht.

Liebe Grüße
Lisa

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Di 24. Nov 2020, 20:14
von Anjali-Sophie
Hallo Narea , ich kann mich nur den Worten von Lisa Anschliessen , mach weiter so

Liebe Grüße Anjali-Sophie

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Do 26. Nov 2020, 09:54
von NAREA
..............Frau Koch ist wütend über die Kündigung von Michaela. Gut, dass Angelika nicht entlassen werden will. Gute Leute soll man nicht verärgern. Bei Michaela ist es zu spät, die kommt nicht wieder, mit oder ohne ein Kündigunsschreiben.
Selbst hat Frau Koch noch keine Kündigung verfasst. Sie weiß aber auch, dass Michaela bei Selbst Kündigung 3 Monate kein Geld vom Amt bekommt. Sie will noch einen Versuch starten.
Sie schreibt an Michaela, entschuldigt sich für alles und bittet sie, doch wieder als ihre Sekretärin weiter zu arbeiten. Den Brief gibt sie Angelika.

"Stell dir mal vor, die Koch will allen Ernstes, dass ich wieder komme."
"Ja mein Liebling, sie hat schon für die Bewältigung der Büroarbeit deine Vorgängerin geholt. Wie ich gehört habe, will die aber nicht so lange bleiben. Nun hat die liebe Frau Koch Stress."
"Das ist mir egal. Ach ich soll morgen mal zu Ilona kommen, sie hat Einiges für mich."
"Wie willst du denn da hingehen? Hosenmann oder Kleiderfrau?
"Ich werde wohl als Michaela gehen, als Mann bin ich gestern nicht gut rüber gekommen. Das lag aber nicht, weil ich deine Sachen an hatte. Ich spiele schon zu lange diese Rolle und verinnerliche sie schon zu sehr."
"Hoffentlich hat Ilona auch ein paar Frauenberufe dabei."
"Eigentlich graut mir schon davor wieder einen anderen Job zu machen. Aber in die Klinik gehe ich nicht zurück, nur wenn Frau Koch weg ist. Vielleicht lobt man sie ja mal eine Etage höher."
"Das glaube ich nicht. Bei dem Leitungsstil? Warte erst ab, bestimmt wird alles gut."
Angelika nimmt Michaela in den Arm, drückt und küsst sie.
"Komm, wir machen es uns auf dem Sofa gemütlich und hören Kuschel Musik. Zieh dich schon mal aus. Ich hole uns was zum Anziehen."
Sie geht ins Schlafzimmer und holt zwei lange Nachthemden. "Dieses oder das? So lernst du mal meine Nachtwäsche kennen. Einiges hast du ja schon getragen aber die noch nicht."
"Dann will ich das." Angi zieht es ihr über den Kopf und beide liegen sich in den Armen, Kopf an Kopf und hören leise Musik. Was sie wohl denken?...........................

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Mi 2. Dez 2020, 09:42
von NAREA
..............."Angi, an was denkst du gerade."
"Eigentlich an Nichts. Ich genieße es hier mit dir zu liegen. Und du, was geht dir durch den Kopf?"
"Viel, besonders das Finden eines neuen Jobs. Besonders macht mir meine Entwicklung sorgen, die ich seit Monaten durchlebe. Aus einer Not heraus geboren habe ich mich darauf eingelassen als Frau eine Arbeit anzunehmen. Um so gut wie möglich die Stelle ausfüllen zu können, habe ich geübt und geübt. Besonders das Laufen in Hacken Schuhen."
"Das machst du aber auch sehr gut, dafür bewundere ich dich immer wieder."
"Aber wenn Ilona einen Job für Männer findet, habe ich Angst, dass ich mich nicht schnell genug umstellen kann."
"Michaela, das bekommen wir auch wieder hin."
"Aber die Frau auf dem Arbeitsamt hat auch gesagt, dass es schwierig werden kann, weil ich als Mann eine zu zierliche Figur habe und darum viele Berufe schon mal weg fallen."
"Nun warte erst mal ab was Ilona herausfindet. Bis jetzt bist du mit ihr doch gut gefahren. Besonders dein letzter Job, der war der Beste in meinem Leben."
"Wie in deinem Leben?"
"Ich habe dich getroffen, das war das Beste. Seit dem bin ich sehr sehr glücklich."
Michaela schaut Angi an und streichelt ihr durch ihr langes Haar. Angi lächelt kann nicht verhindern, dass ein paar Tränchen ihre Augenwinkel verlassen.
Michaela umarmte Angi ganz schnell, sonst wären ihm auch noch die Augen feucht geworden. In der Beziehung wollte er ganz Mann bleiben. Ein leises: "Ich liebe dich," wurde von Angelika mit zärtlichen Küssen beantwortet.
"Komm lass uns schlafen gehen." Klaus spaziert stolz in Angis Nachthemd ins Bad. Sie war schon fertig und wartet im Bett sitzend auf ihre allerbeste Freundin und Liebespartnerin, die das gewisse Etwas hat.
"Hast du noch was vor? Ich ziehe das Nachthemd nicht mehr aus. Außerdem schau mal auf die Uhr, du musst heute wieder arbeiten."
"Spielverderber."
"Ich bin morgen auch noch da." "Du hast ja recht aber du musst ganz dicht bei mir sein, ich möchte dich spüren."
"Aber deine Hände hältst du still." "Ich probiere es."
Sie liegen in der Löffelchen Stellung und Angi kann ihre Hände nicht still halten. Sie streichelt Michaelas Oberschenkel.
"Wenn du das nicht sein lässt, dann gehe ich auf das Sofa."
"Dann komme ich mit."
Etwas müde hat Michaela schon das Frühstück gemacht. "A u f s t e h e n du Schlafmütze." Angi krabbelte aus dem Bett. Ein Begrüssungsküsschen und der Tag beginnt.
"Ich darf dich doch auch immer kritisieren, wenn mir was nicht passt, oder?"
Michaela denkt, was wird nun kommen? "Auf deinem Nachthemd ist ein Fleck." Wenn es nicht mehr ist. "Da ist nur Wasser, der Hahn hat etwas gespritzt."
"Du kannst dir aber auch angewöhnen was über zu ziehen."
"Ja meine liebe Angi."
"Bevor du mich fragst, ich trage morgens einen Morgenmantel."
"Schön für dich, was ist das? Ich habe dich noch nie hier in einem Mantel gesehen. Wenn wir einkaufen waren hast du nie erwähnt, dass Frau sowas braucht. Soll ich mir einen kaufen? Wo muss ich suchen? Sommer- oder Wintermantel? Mit Fellbesatz oder normaler Kragen?"
"Das glaube ich dir nicht, dass du keinen Morgenmantel kennst."
"Im Film habe ich schon Männer gesehen, die einen komischen gemusterten Mantel anhatten, unter dem sie Hemd mit Halstuch getragen haben. Ist das sowas?"
"Ja so ähnlich. Sowas, wie ich jetzt trage ist ein Morgenmantel für Frauen. Für dich hätte ich noch einen im Schrank, den ich mal im Kaufrausch erstanden habe. Zu Hause hat er mir nicht mehr gefallen und da hängt er immer noch. Den kannst du haben."
"Kann man den auch abends anziehen? Dann würde ich den mal probieren, um zukünftig keine Kritik mehr zu ernten. Sollte ich männliche Abende oder Morgende erleben, brauche ich da einen neuen Morgenmantel?"
"Mach dich nur lustig über mich."
"Ich konnte doch nicht wissen, dass du einen im Schrank zu hängen hast." "Ich doch auch nicht, ich habe es vergessen, weil er da schon Jahre hängt. Erst durch den Umzug kam er mir in die Hände. Ich wollte ihn wegschmeißen, habe ihn dann doch wieder in den Schrank gehängt. Vielleicht gefällt er dir ja."
"Das was du da über deinem Nachthemd trägst habe ich immer als Teil deiner Nachtwäsche gesehen und mir nie Gedanken gemacht, dass es ein Mantel sein könnte."
"Es ist ja auch kein Mantel in dem Sinne, dass er warm halten soll. Es soll schön aussehen und die Nachtwäsche verdecken."
"Angi, du willst mir deinen alten Morgenmantel schenken damit ich schöner aussehen????"
"Michaela, hör auf, ich habe keine Lust den ganzen Morgen mit dir zu diskutieren."
"Du hast doch angefangen!"

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Fr 4. Dez 2020, 09:10
von NAREA
Hallo, komme gerade von unserem Clubhaus. Habe die Heizung angeschmissen, weil wir heute Abend mal zusammen sitzen wollen. So abstandsmäßig wir die Leute bei den Talk Shows. Sind nur wir Kittelschürzen Fans.
Dann will ich nach her noch schnell zum Gratulieren. Der Mann einer Kittel Freundin ist 70 geworden. Doris ist im Schlafzimmer und will mir Sachen raussuchen. Ich weiß schon was mich erwartet. Aber ich will als Willi zu Karl gehen. Wird sicher viel Überzeugungsarbeit bedeuten.

Melde mich Montag wieder, das Wochenende ist schon ausgebucht, habt bitte Verständnis.

Einen schönen 2. Advent wünsche wir Euch Allen. Bleibt gesund.
Doris und Narea

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Mi 9. Dez 2020, 15:48
von NAREA
..............Michaela und Angelika.
Angelika geht zur Arbeit in die Klinik. Michaela zieht sich an, denn sie will sich heute mit Ilona treffen. In der Klinik hat man immer noch keinen Ersatz für Michaela gefunden. Vielleicht hat Frau Koch keinen guten Ruf? Zur Überbrückung wurde die Vorgängerin von Michaela aktiviert. Die ist nicht begeistert und kommt nur halbtags. Auch zur Einweisung einer neuen Sekretärin wäre sie noch bereit.
Michaela fährt zu Ilona. Hoffentlich hat sie was. "Hallo Michaela, freue mich dich wieder mal zu sehen. Trinkst du einen Kaffee mit mir?"
"Ja gern."
"Also, ich habe mich mal umgehört. Jetzt zu Corona Zeiten ist es natürlich noch schwerer geworden einen Job zu finden. Bei den Männern habe ich nur Nachfrage bei den boomenden Berufen, wie Transport und Baugewerbe. Für den Bau bist du nicht geschaffen glaube ich. LkW fahren kannst du sicher nicht."
"Nein habe nie den LkW Schein gemacht. Ist aber auch eine schwere Arbeit."
"Ja dann wären hier noch ein paar Frauenberufe, die ich dir aufgelistet habe. Auch die Reinigungsfirma ist dabei, bei der du einen guten Eindruck hinterlassen hast. Sie würden dich sofort wieder nehmen. Dann habe ich dir die Stellenausschreibung des neuen Automobilwerkes heraus gesucht. Ist etwas Fahrerei aber das wird alles noch besser in den Jahren. Hier geht es aber erst in ein paar Monaten los. Sind auch viele Männerberufe bei. Ebenso bei den Frauen Jobs in dieser Firma hast du Chancen. Ansonsten suchen viele Landwirtschaftsbetriebe rund um Berlin Arbeitskräfte. Gerade bei den Stallarbeiten. Leider ist das ein Job, der nicht mehr so schwer zu händeln ist, weil die Technik hier schon sehr fortgeschritten ist."
"Würdest du mir sowas empfehlen"
"Wenn du sofort arbeiten willst, dann kann ich dir einen Bauernhof ganz in der Nähe klar machen. Ist ein Milchbetrieb. Du musst dir aber auch klar sein, dass du den ganzen Tag in Gummistiefeln laufen musst und ohne Arbeitsschutz Bekleidung keinen Stall betreten darfst. Hast du doch sicher schon gesehen. Arbeitskittel oder Hosen, lange Gummischürze und Kopfbedeckung."
"Ilona, ich nehme die Liste mal mit und schaue mir alles noch mal in Ruhe an. Mal sehen, was Angelika dazu sagt. Und vielen Dank für deine Mühe."
"Quatsch, ich helfe dir doch gerne."

Angelika kommt von der Arbeit. "Die Mitarbeiter der Klinik merken auch, dass du nicht mehr da bist, laufend fragen sie mich warum?"
Frau Koch ist es nicht gewöhnt, dass keine Sekretärin vor ihrem Büro den Schreibkrahm erledigt. Ihre Laune wird immer schlechter. Die Bewerberinnen, die vom Arbeitsamt kommen, erfüllen Frau Kochs Ansprüchen nicht. Das ruft ein Mitglied der Oberen Krankenhaus Aufsicht auf den Plan. Die unkonventionelle Kündigung, die nicht eingehaltene Kündigungsfrist und das daraus verschlechterte Klima, das anonym ans Licht gekommen ist, bedarf einer Klärung. Dann ist da noch das Thema, dass ein Mensch, der sich geschlechtlich verändern will, Steine in den Weg gelegt werden. Jetzt sind alle gespannt, wie es mit Frau Koch weiter geht.

Michaela scheint das nicht zu interessieren. Sie will mit Angelika die Liste von Ilona durchgehen.
"Michi, ich kann dich schlecht beraten, hast du wenigstens eine Idee? Du siehst aber auch schon, das mit den Männerberufen ist schwere Arbeit. Die Frauen Stellen sind machbar aber schlecht bezahlt. Aber das weißt du ja. Das mit dem Bauernhof wäre eine Option bis du vielleicht in dem Autowerk anfangen kannst. Da gibt es für Frauen sicher unzählige Arbeitsplätze."
"Ich sollte mal zu dem Bauernhof hinfahren und es mir anschauen. Ist nur 20 Minuten weg von hier."
"Meinetwegen, Hauptsache du riechst abends nicht nach Kuhstall. Wie willst du deine Haare verstecken. Ich denke schon weiter."
"Das weiß ich doch auch noch nicht, ich habe in dem Dorf, in dem ich damals gelebt habe auch im Stall gearbeitet. Natürlich riecht es da etwas strenger aber das ist schon ein paar Jahre her. Jetzt hat man Schutzbekleidung und Duschen."
"Zu den Putzfrauen zieht dich nichts mehr?"
"Nein gar nichts. Wir waren nur zwei Deutsche, die Vorarbeiterin und ich, der Rest Ausländer. Kommunikation gleich Null. Ich habe etwas Geld verdient aber gefallen hat es mir nicht."
"Mir würde es am Besten gefallen, wenn die Koch zu Teufel gejagt wird und du wieder im Büro arbeiten kannst. Das ist nicht nur meine Meinung. Jetzt würde ich sagen, du ziehst dich hübsch an und wir gehen etwas essen."
"Bin ich dir nicht hübsch genug?"
"Nein mein Fräulein, schau mal in meinen Schrank, da hängt ein neuer Jeansrock und eine schicke Bluse."
Michaela schaut sich die Sachen an und will erst losmeckern, weil Angelika wieder so viel Geld ausgegeben hat. Aber dann hält er sich zurück. Sie liebt ihn, würde alles für ihn machen, will er nicht ihre Laune verderben.
Als sie mit Rock und Bluse vor Angelika tritt, stürmt Angi zu Michaela und umarmt sie, küsst sie und freut sich, dass sie das angezogen hat. "Komm, dazu passen meine braunen Stiefel und der braune Wildledermantel."
Michaela sagt nichts, lässt alles geschehen, weil er Angis Freude sieht. Sie gehen schön essen und wollen über alles reden, nur nicht über die Arbeit. Aber das wird wohl nicht klappen................................

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Mo 14. Dez 2020, 15:45
von NAREA
.....................Angelika und Michaela machen sich einen schönen Abend. Tatsächlich schaffen sie es nicht über die Arbeit zu reden. Sie wollen Weihnachten planen. Schwierig, jeden Tag neue Informationen über Corona. Ihre Idee ist, dass Greta und Ilona bei ihnen sein sollen. Drei Haushalte und wenig Menschen. Das muss klappen. Angelika ruft gleich beide an.
"Michi, beide haben zu gesagt. Ich freue mich so."
"Ich auch Angi, wird mal wieder ein schöner Abend werden."

Der nächste Tag hat wieder mit Fragen begonnen. "Ich möchte nicht nerven Michi, du musst auch nicht gleich losrennen und Arbeit suchen. Mache es doch nach Weihnachten. Jetzt hat doch keiner ein Ohr für deine Sorgen. Hier zu hause ist noch viel zu tun. Bestimmt wird im nächsten Jahr alles besser."
"Ich weiß, dass du nur mein Bestes willst. Ich habe keine Ruhe. Mit der Wohnung hast du ja recht, ich werde mich darum kümmern. Bevor du was sagst, ich weiß wo deine Schürzen liegen."
"Seit wann kannst du Gedanken lesen?"
"Nicht Gedanken, deine Augen haben mich so komisch ausgesehen, so dass ich Nachdenken vermutet habe. Und wenn ich hier arbeiten soll, dann liegt es ja Nahe, dass es Dreck geben wird."
"Du lernst aber schnell mein Lieber."
"Ne, deine Liebe."
Angi nickte anerkennend. Sie muss zur Arbeit. Ein Abschiedskuss und schon ist sie weg. Michaela, die noch im Nachthemd am Tisch sitzt, weil sie immer noch nicht nach dem Morgenmantel gesucht hat, verschwindet ins Bad. "Viel muss ich ja nicht anziehen."denkt sie sich. Schnell in ihre Slips gesprungen und den BH umgeschnallt, weil die Sillis doch etwas schwerer sind. Noch ein Unterhemd und dann einen Kittel gesucht. Nach drei Fehlgriffen, weil es zu kurze Kittel waren, hatte sie den richtigen erwischt. Wadenlang und geblümt, sieht nicht gut aus, denkt sie aber was soll's wird eh gewaschen.

Der Tag verging schnell. Angelika ist auch gerade gekommen. Michi macht schnell Kaffee, denn dabei kann man eher die Neuigkeiten des Tages auswerten. Michi berichtete von der schweren Putz-und Räumarbeit. Angi von den Neuigkeiten in der Klinik. Und die waren Sensationell. Es scheint so als ob Frau Koch ihren Job nicht so im Interesse ihrer Vorgesetzten gemacht hat. Akten wurden abgeholt. Frau Koch soll bis 31. Dezember ihr Büro geräumt haben.
"Vielleicht kannst du doch wieder anfangen als Sekretärin."
"Das wäre mir auch am Liebsten, weil ich mich da schon gut eingearbeitet habe."
"Du hast aber gut geschafft heute."
"Ja, morgen müsste ich fertig werden, dann sieht es schön wohnlich aus und wir können unsere Gäste empfangen."
"Für heute machst du aber Schluss. Ich mache uns Abendessen und du verwandelst dich von der Putzfrau in meine liebe Michaela."
"Hast du einen besonderen Wunsch?"
"Nein, mach dir keine Umstände, nehme einfach nur ein Kleid aus meinem Schrank. Ich mag es überrascht zu werden."
Michaela kommt in einem Sommerkleid von Angelika zurück. Eine dünne Strickjacke hat sie sich noch über gezogen.
"Das sieht hübsch aus. Komm lasse dich umarmen."
Sie redeten noch über die Klinik bevor sie ins Bett gehen. "Soll ich dir den Morgenmantel für morgen holen?"
"Wenn ich dir dann besser gefalle." "Sicher doch."
Am Morgen zieht Michaela gleich den Mantel über ihr Nachthemd. "Der steht dir aber prima, hab gar nicht gewusst, was für ein schönes Teil ich im Schrank vergessen habe." "Denke nicht darüber nach mein Schatz, du hast ihn mir geschenkt."
"Ist ja gut, ich weiß. Übrigens habe ich den Kittel von gestern in die Wasch Maschine gesteckt, musst dir was Neues nehmen."
"Der war doch noch gar nicht schmutzig." "Denkst du aber ich sehe das anders. Ein Anderer hängt schon im Bad."
"So ein Quatsch."
"Überlasse das bitte mir, wann Wäsche schmutzig ist und wann nicht."......................

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Di 15. Dez 2020, 11:42
von NAREA
.................Das war mal eine Ansage.
Michaela macht sich fertig für den Aufräum Tag. Viel Staub wischen und saugen steht ihr bevor. Sie zieht sich ihre Unterwäsche an, cremt ihr Gesicht mit normaler Gesichts Creme ein, schwingt sich in den Kittel, der diesmal etwas kürzer ausgefallen ist und bindet sich zu letzt ein Kopftuch um. So sieht sie nun aus wie eine echte Hausfrau.
Nach Stunden intensiver Putzarbeit macht sie Pause und macht Mittag. Nicht viel, nur ein paar Fertig Puffer sollen reichen.
Angelika ruft zwischendurch an und beschreibt die Situation in der Klinik. Frau Koch ist fristlos entlassen worden. Da wohl mehr als nur diese kleine Geschichte mit Renate.
Der Leiter der Klinik soll nun ein Herr aus der übergeordneten Verwaltung sein. So als Übergang bis Jemand gefunden worden ist. Eine Sekretärin ist auch noch nicht gefunden worden.
Es klingelt an der Wohnungstür. Michaela ist erschrocken. Sie geht und öffnet. Vor der Tür steht ein älterer Herr im schwarzen Anzug mit einem Blumenstrauß in der Hand. "Guten Tag Frau Holz, bitte verzeihen sie mir die Störung. Ich heiße Klaus Evert und komme von der Klinik, in der sie gearbeitet haben. Mir wurde die Leitung der Klinik übertragen."
Michaela etwas verdutzt. "Bitte kommen sie herein." "Danke, ich möchte mich nicht lange aufhalten, ich möchte nur was mit ihnen besprechen eher bitten."
Herr Evers hatte noch den Blumenstrauß in der Hand. So wie Michaela aussah, ließ es keinen Zweifel daran, dass er störte. Michaela bot ihm einen Platz auf dem Sofa an und befreite ihn auch von den Blumen. "Einen Kaffee Herr Evers?" "Ja gerne." Seine Mission könnte länger dauern. "Wenn ich sie einen Moment allein lassen könnte, ich würde mich gerne umziehen."
"Das brauchen sie nicht, ich vermute, dass ich sie sowieso gestört habe und sie sich dann nochmal umziehen müssen. Es stört mich nicht, so sehe ich meine Frau auch oft genug, also keine Umstände."
Michaela holt den Kaffee rein und ein Schälchen mit etwas Gebäck.
"Frau Holz, ich habe ihren Werdegang aus ihrer Personalakte entnommen. Ihren plötzlichen Abgang aus dem Klinikum habe ich nicht verstanden. Ich möchte aber auch nicht wissen, was Frau Koch veranlasst hat ihnen zu kündigen. Mein ehrliches Anliegen ist sie zu bitten doch wieder als Sekretärin unter meiner Leitung zu arbeiten.
Michaela war nicht gerade überrascht. Sie kann sofort wieder anfangen. Bedenkzeit brauchte sie nicht. Sie gießt Herrn Evers noch Kaffee nach und die Unterhaltung wurde mehr auf allgemeine Themen bezogen. Als Michaela noch ein Gläschen Wein anbietet, sagte Herr Evers nicht nein.
Plötzlich geht die Wohnzimmer Tür auf und Angelika steht im Raum. "Entschuldigung, was ist denn hier los?"
Michaela springt auf, bevor Angelika noch was Falsche von sich gibt.
"Angi, das ist Herr Evers, der neue Leiter der Klinik." Etwas irritiert begrüßt Angelika Hern Evers.
"Ich weiß, dass sie auch in der Klinik arbeiten, ich hatte aber noch keine Zeit mich bei allen Mitarbeitern vorzustellen."
Angelika holte schnell noch ein Glas und schenkte sich und den anderen auch noch mal Wein ein.
"Na dann möchte ich sie recht herzlich begrüßen. Wenn ich richtig vermute, wollen sie Michaela wieder an ihren Arbeitsplatz locken."
"Was heißt locken? Ich brauche sie und ihre Erfahrung."
"Wenn ich den Tisch hier so sehe, dann haben sie ihr Ziel schon erreicht."
"Das war nicht so schwer, ihr Partner hat nach meinen Befragungen einiger Kolleginnen, sehr gerne in diesem Büro gearbeitet oder stimmt das etwa nicht?"
"Natürlich stimmt das, ich wurde von meiner Vorgängerin sehr gut eingearbeitet. So viel mir alles leichter."
Angelika: "Mal was anderes, wieso sitzt du hier in deiner Hausfrauen Kleidung, wenn so ein hoher Gast kommt?"
"Da muss ich mich einmischen. Frau Holz wollte sich umziehen und ich habe gesagt, dass es mich nicht störe. Unsere Unterhaltung hat das nicht beeinflusst."
Angelika:"Ich hätte mich trotzdem umgezogen."
Herr Evers hat sich bei Michaela ganz herzlich bedankt, dass sie ihren Arbeitsplatz wieder einnimmt. Michaela bringt ihn zur Tür. "Frau Holz, ihre Partnerin gefällt mir, sie passen sicher gut zusammen. Ich freue mich mit ihnen zusammen arbeiten zu können."
Mit zwei Gläsern Wein im Bauch stieg er in sein Auto und fuhr los.
"Angi, was hältst du von ihm?"
"Ich weiß nicht, etwas zu zutraulich? Oder sucht er nur Verbündete, weil er was entdeckt hat, was Frau Koch den Abgang verschafft hat. Wir werden ja sehen. Hauptsache du kannst wieder arbeiten gehen."
"Da bin ich auch sehr froh drüber."
"Aber dass du so als Putzfrauchen mit deinem neuen Chef Kaffee trinkst, das wundert mich."
"Warum? Du hast mir die Sachen doch hingehängt. Außerdem sieht er seine Frau auch so schick angezogen, wenn er nach hause kommt."
"Das glaube ich nicht."
"Er hat es mir doch erzählt."
"Was hat er denn noch alles erzählt?"
"Das habe ich vergessen."......................................