Re: Welchen Song hörst Du gerade?
Verfasst: Mi 9. Aug 2017, 16:04
Wie wäre es einmal mit einem Volkslied aus meiner Heimat ...
Anmerkung: Das Lied erzählt eine uralte Geschichte aus dem Mittelrhein-Tal, die mit dem Lorelei-Felsen bei St Goar im 19. Jahrhundert verherrlicht wurde. Der Text des Liedes "Zu Bacharach am Rheine" ist an eine Ballade von Clemens Brentano aus seinem um 1900 entstandenen Roman "Godwi" angelehnt.
Hier der Original-Text der Ballade:
.......Zu Bacharach am Rheine
.......Wohnt eine Zauberin,
.......Sie war so schön und feine
.......Und riss viel Herzen hin.
5.......Und machte viel zu schanden
.......Der Männer rings umher,
.......Aus ihren Liebesbanden
.......War keine Rettung mehr.
.......Der Bischof ließ sie laden
10.......Vor geistliche Gewalt -
.......Und musste sie begnaden,
.......So schön war ihr"™ Gestalt.
.......Er sprach zu ihr gerühret:
.......-»Du arme Lore Lay!
15.......Wer hat dich denn verführet
.......Zu böser Zauberei?-«
.......-»Herr Bischof lasst mich sterben,
.......Ich bin des Lebens müd,
.......Weil jeder muss verderben,
20.......Der meine Augen sieht.
.......Die Augen sind zwei Flammen,
.......Mein Arm ein Zauberstab —
.......O legt mich in die Flammen!
.......O brechet mir den Stab!-«
25.......-»Ich kann dich nicht verdammen,
.......Bis du mir erst bekennt,
.......Warum in diesen Flammen
.......Mein eigen Herz schon brennt.
.......Den Stab kann ich nicht brechen,
30.......Du schöne Lore Lay!
.......Ich müsste dann zerbrechen
.......Mein eigen Herz entzwei!-«
.......-»Herr Bischof, mit mir Armen
.......Treibt nicht so bösen Spott,
35.......Und bittet um Erbarmen,
.......Für mich den lieben Gott.
.......Ich darf nicht länger leben,
.......Ich liebe keinen mehr —
.......Den Tod sollt Ihr mir geben,
40.......Drum kam ich zu Euch her. —
.......Mein Schatz hat mich betrogen,
.......Hat sich von mir gewandt,
.......Ist fort von hier gezogen,
.......Fort in ein fremdes Land.
45.......Die Augen sanft und wilde,
.......Die Wangen rot und weiß,
.......Die Worte still und milde,
.......Das ist mein Zauberkreis.
.......Ich selbst muss drin verderben,
50.......Das Herz tut mir so weh,
.......Vor Schmerzen möcht"™ ich sterben,
.......Wenn ich mein Bildnis seh"™.
.......Drum lasst mein Recht mich finden,
.......Mich sterben, wie ein Christ,
55.......Denn alles muss verschwinden,
.......Weil er nicht bei mir ist.-«
.......Drei Ritter lässt er holen:
.......-»Bringt sie ins Kloster hin,
.......Geh, Lore! - Gott befohlen
60.......Sei dein berückter Sinn.
.......Du sollst ein Nönnchen werden,
.......Ein Nönnchen schwarz und weiß,
.......Bereite dich auf Erden
.......Zu deines Todes Reis"™.-«
65.......Zum Kloster sie nun ritten,
.......Die Ritter alle drei,
.......Und traurig in der Mitten
.......Die schöne Lore Lay.
.......-»O Ritter laßt mich gehen,
70.......Auf diesen Felsen groß,
.......Ich will noch einmal sehen
.......Nach meines Lieben Schloss.
.......Ich will noch einmal sehen
.......Wohl in den tiefen Rhein
75.......Und dann ins Kloster gehen
.......Und Gottes Jungfrau sein.-«
.......Der Felsen ist so jähe,
.......So steil ist seine Wand,
.......Doch klimmt sie in die Höhe,
80.......Bis dass sie oben stand.
.......Es binden die drei Ritter,
.......Die Rosse unten an,
.......Und klettern immer weiter,
.......Zum Felsen auch hinan.
85.......Die Jungfrau sprach: -»Da gehet
.......Ein Schifflein auf dem Rhein,
.......Der in dem Schifflein stehet,
.......Der soll mein Liebster sein.
.......Mein Herz wird mir so munter,
90.......Er muss mein Liebster sein! —-«
.......Da lehnt sie sich hinunter
.......Und stürzet in den Rhein.
.......Die Ritter mussten sterben,
.......Sie konnten nicht hinab,
95.......Sie mussten all verderben,
.......Ohn"™ Priester und ohn"™ Grab.
.......Wer hat dies Lied gesungen?
.......Ein Schiffer auf dem Rhein,
.......Und immer hat"™s geklungen
100.......Von dem drei Ritterstein:
.......Lore Lay
.......Lore Lay
.......Lore Lay
.......Als wären es meiner drei.
Anmerkung: Das Lied erzählt eine uralte Geschichte aus dem Mittelrhein-Tal, die mit dem Lorelei-Felsen bei St Goar im 19. Jahrhundert verherrlicht wurde. Der Text des Liedes "Zu Bacharach am Rheine" ist an eine Ballade von Clemens Brentano aus seinem um 1900 entstandenen Roman "Godwi" angelehnt.
Hier der Original-Text der Ballade:
.......Zu Bacharach am Rheine
.......Wohnt eine Zauberin,
.......Sie war so schön und feine
.......Und riss viel Herzen hin.
5.......Und machte viel zu schanden
.......Der Männer rings umher,
.......Aus ihren Liebesbanden
.......War keine Rettung mehr.
.......Der Bischof ließ sie laden
10.......Vor geistliche Gewalt -
.......Und musste sie begnaden,
.......So schön war ihr"™ Gestalt.
.......Er sprach zu ihr gerühret:
.......-»Du arme Lore Lay!
15.......Wer hat dich denn verführet
.......Zu böser Zauberei?-«
.......-»Herr Bischof lasst mich sterben,
.......Ich bin des Lebens müd,
.......Weil jeder muss verderben,
20.......Der meine Augen sieht.
.......Die Augen sind zwei Flammen,
.......Mein Arm ein Zauberstab —
.......O legt mich in die Flammen!
.......O brechet mir den Stab!-«
25.......-»Ich kann dich nicht verdammen,
.......Bis du mir erst bekennt,
.......Warum in diesen Flammen
.......Mein eigen Herz schon brennt.
.......Den Stab kann ich nicht brechen,
30.......Du schöne Lore Lay!
.......Ich müsste dann zerbrechen
.......Mein eigen Herz entzwei!-«
.......-»Herr Bischof, mit mir Armen
.......Treibt nicht so bösen Spott,
35.......Und bittet um Erbarmen,
.......Für mich den lieben Gott.
.......Ich darf nicht länger leben,
.......Ich liebe keinen mehr —
.......Den Tod sollt Ihr mir geben,
40.......Drum kam ich zu Euch her. —
.......Mein Schatz hat mich betrogen,
.......Hat sich von mir gewandt,
.......Ist fort von hier gezogen,
.......Fort in ein fremdes Land.
45.......Die Augen sanft und wilde,
.......Die Wangen rot und weiß,
.......Die Worte still und milde,
.......Das ist mein Zauberkreis.
.......Ich selbst muss drin verderben,
50.......Das Herz tut mir so weh,
.......Vor Schmerzen möcht"™ ich sterben,
.......Wenn ich mein Bildnis seh"™.
.......Drum lasst mein Recht mich finden,
.......Mich sterben, wie ein Christ,
55.......Denn alles muss verschwinden,
.......Weil er nicht bei mir ist.-«
.......Drei Ritter lässt er holen:
.......-»Bringt sie ins Kloster hin,
.......Geh, Lore! - Gott befohlen
60.......Sei dein berückter Sinn.
.......Du sollst ein Nönnchen werden,
.......Ein Nönnchen schwarz und weiß,
.......Bereite dich auf Erden
.......Zu deines Todes Reis"™.-«
65.......Zum Kloster sie nun ritten,
.......Die Ritter alle drei,
.......Und traurig in der Mitten
.......Die schöne Lore Lay.
.......-»O Ritter laßt mich gehen,
70.......Auf diesen Felsen groß,
.......Ich will noch einmal sehen
.......Nach meines Lieben Schloss.
.......Ich will noch einmal sehen
.......Wohl in den tiefen Rhein
75.......Und dann ins Kloster gehen
.......Und Gottes Jungfrau sein.-«
.......Der Felsen ist so jähe,
.......So steil ist seine Wand,
.......Doch klimmt sie in die Höhe,
80.......Bis dass sie oben stand.
.......Es binden die drei Ritter,
.......Die Rosse unten an,
.......Und klettern immer weiter,
.......Zum Felsen auch hinan.
85.......Die Jungfrau sprach: -»Da gehet
.......Ein Schifflein auf dem Rhein,
.......Der in dem Schifflein stehet,
.......Der soll mein Liebster sein.
.......Mein Herz wird mir so munter,
90.......Er muss mein Liebster sein! —-«
.......Da lehnt sie sich hinunter
.......Und stürzet in den Rhein.
.......Die Ritter mussten sterben,
.......Sie konnten nicht hinab,
95.......Sie mussten all verderben,
.......Ohn"™ Priester und ohn"™ Grab.
.......Wer hat dies Lied gesungen?
.......Ein Schiffer auf dem Rhein,
.......Und immer hat"™s geklungen
100.......Von dem drei Ritterstein:
.......Lore Lay
.......Lore Lay
.......Lore Lay
.......Als wären es meiner drei.